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Paris | Petit Palais: Károly Ferenczy

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 14. Mai 2026
Karoly Ferenczy, Malerin, Detail, 1903, Öl auf Leinwand, 136 × 129.6 cm (Ungarische Nationalgalerie)

Karoly Ferenczy, Malerin, Detail, 1903, Öl auf Leinwand, 136 × 129.6 cm (Ungarische Nationalgalerie)

Das Petit Palais präsentiert erstmals in Frankreich eine Retrospektive zu Károly Ferenczy (1863–1917). Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum der Schönen Künste in Budapest stellt diesen bedeutenden Maler der ungarischen Moderne vor, in dessen Werk sich Naturalismus und Ästhetik der Jahrhundertwende vereinen.

Károly Ferenczy. Ungarische Moderne

Frankreich | Paris: Petit Palais
14.4. – 2.8.2026

Karoly Ferenczy, Maler und Modell, 1904, Öl auf Leinwand, 157 × 166 cm (Ungarische Nationalgalerie)
Karoly Ferenczy, Maler und Modell, 1904, Öl auf Leinwand, 157 × 166 cm (Ungarische Nationalgalerie)
Karoly Ferenczy, Malerin, 1903, Öl auf Leinwand, 136 × 129.6 cm (Ungarische Nationalgalerie)
Karoly Ferenczy, Malerin, 1903, Öl auf Leinwand, 136 × 129.6 cm (Ungarische Nationalgalerie)

Károly Ferenczy 2026 in Paris

Die Schau beleuchtet den einzigartigen Charakter von Károly Ferenczys Malerei und ordnet sie in den europäischen Kunstkontext seiner Zeit ein. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf dem kulturellen und ästhetischen Dialog zwischen Frankreich und Ungarn, an dem Ferenczy durch seine Ausbildung und seine Einflüsse maßgeblich teilnahm.

Die Ausstellung im Petit Palais vereint herausragende Leihgaben aus zahlreichen ungarischen Museen und Privatsammlungen in Budapest und darüber hinaus. Sie markiert zudem die Veröffentlichung des ersten Standardwerks über den Künstler außerhalb Ungarns.

 

Wer war Károly Ferenczy?

Nach seiner Ausbildung in Italien, München und an der Académie Julian in Paris, die ihm die Grundlagen seiner Malerei legte, ließ sich Ferenczy in dem Dorf Nagybánya nieder, wo er mehrere Jahre verbrachte. Dort schloss er sich einer Künstlerkolonie an, die sich der Pleinairmalerei widmete, angetrieben von einer spirituellen Suche und einer tiefen Verbundenheit mit der Natur. In diesen Jahren erreichte er seine künstlerische Reife, indem er zwischen Naturalismus und Symbolismus oszillierte. So entwickelte er ein originelles Werk, das von religiösen und mythologischen Themen geprägt war.

Ferenczys von leuchtenden Farben geprägter Stil fand Ausdruck in einer Vielzahl von Genres: Porträts, Akte, Szenen aus dem Alltag, Landschaften. Gefördert von einem angesehenen Klientel, lehrte Ferenczy an der Budapester Kunstakademie und pflegte Kontakte zu zahlreichen Intellektuellen. Bereits zu Lebzeiten anerkannt, gilt er heute als einer der bedeutendsten ungarischen Künstler des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Kuratiert von Annick Lemoine, Leiterin der Abteilung Kulturerbe und Direktorin des Petit Palais; Réka Krasznai, Leiterin der Gemäldeabteilung der Ungarischen Nationalgalerie; Ferenc Gosztonyi, Kurator des KEMKI-Archiv- und Dokumentationszentrums (ADK); Edit Plesznivy, Leiterin der Abteilung für Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts an der Ungarischen Nationalgalerie; Baptiste Roelly, Kurator für die Abteilung Kulturerbe im Petit Palais, zuständig für Zeichnungen, Druckgrafik, Handschriften und seltene Bücher.

 

Bilder

  • Károly Ferenczy, Orpheus, 1894, Öl auf Leinwand, 98,2 × 117,5 cm (Ungarische Nationalgalerie, Budapest © Museum of Fine Arts – Hungarian National Gallery)
  • Károly Ferenczy, Malerin, 1903, Öl auf Leinwand, 136 × 129,6 cm (Ungarische Nationalgalerie, Budapest © Museum of Fine Arts – Hungarian National Gallery)

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