Baden-Baden | Museum Frieder Burda: Simon Hantaï. Entfaltung der Farbe
Simon Hantaï (1922–2008) gehört zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Nachkriegsmoderne. Das Museum Frieder Burda widmet ihm die erste Einzelausstellung in Deutschland.
Simon Hantaï. Entfaltung der Farbe
Deutschland | Baden-Baden: Museum Frieder Burda
15.8.2026 – 10.1.2027
Simon Hantaï 2026 im Museum Frieder Burda
1948 emigrierte der ungarische Künstler nach Paris, wo er sich bald im Umfeld der aufstrebenden Avantgarde bewegte. Nach einer ersten surrealistischen Phase wandte er sich in den 1950er Jahren der Malerei des Informel zu und setzte sich zugleich intensiv mit dem Werk Jackson Pollocks auseinander.
Das Jahr 1960 markiert einen Wendepunkt in Hantaïs Werk: Von diesem Moment an konzentriert er seine radikal experimentellen Forschungen auf das „pliage comme méthode“ – Werke, in denen er die gefaltete Leinwand mit Öl- oder Acrylfarbe bedeckte, um farbig leuchtende Zufallsmuster zu erzeugen. 1980 wurde Hantaï mit dem Grand Prix National des Arts Plastiques ausgezeichnet, zwei Jahre später war er Repräsentant seiner Heimat auf der Biennale in Venedig – Hantai war 1966 eingebürgert worden.
Mit rund 40 teils monumentalen Schlüsselwerken aus vier Schaffensjahrzehnten gibt die Ausstellung in Baden-Baden einen facettenreichen Überblick über das bildgewaltige Schaffen Hantaïs und präsentiert seinen herausragenden Beitrag zur internationalen Nachkriegsabstraktion als ein sinnlich bewegendes Fest der Farbe.
Zu den zahlreichen Leihgebern zur Werkschau gehören unter anderem das Musée d’art contemporain de Bordeaux, die Fondation Gandur pour l’Art, Genève, die Fondation Louis Vuitton, das Musée d’art moderne de Paris sowie das Musée d’art moderne et contemporain de Saint-Étienne.
Eine Ausstellung des Museum Frieder Burda, Baden-Baden. Mit großzügiger Unterstützung der Archives Simon Hantaï, Paris.
Bilder
- Simon Hantaï, Étude (rouge), 1969, Öl auf Leinwand, 268 × 233 cm (Privatsammlung)
- Simon Hantaï, Tabula, 1976, Acryl auf Leinwand, 262,5 x 462 cm (Privatsammlung)


