Riehen bei Basel | Fondation Beyeler: Elizabeth Peyton

Elizabeth Peyton, Portrait at the Opera (Elizabeth), 2016, Öl auf Holz, 43,2 x 35,6 x 2,2 cm (Courtesy the artist, Foto: EPW Studio, NYC)
Zum Abschluss ihres Jubiläumsjahres1 widmet die Fondation Beyeler der amerikanischen Malerin Elizabeth Peyton eine große Retrospektive. Die Schau ist gemeinsam mit der Künstlerin entwickelt worden und bringt Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken aus mehreren Jahrzehnten ihres Schaffens zusammen.
Elizabeth Peyton
Schweiz | Riehen bei Basel: Fondation Beyeler
26.9.2027 – 9.1.2028
Elizabeth Peyton in der Fondation Beyeler 2027
Elizabeth Peyton, 1965 in Danbury, Connecticut geboren und in New York arbeitend, gehört seit ihrem Durchbruch in den 1990er Jahren zu den prägendsten Positionen der figurativen Malerei der Gegenwart. Bekannt wurde sie mit kleinformatigen, oft von Fotografien oder Medienbildern ausgehenden Bildnissen: Sie porträtiert Freundinnen und Freunde ebenso wie Musiker, Schriftstellerinnen und historische Persönlichkeiten – von Kurt Cobain bis zu jugendlichen Fassungen europäischer Königshäuser2. Charakteristisch ist ihr reduzierter, leuchtender Farbauftrag, mit dem sie ihren Motiven eine eigentümliche Verletzlichkeit und Nähe verleiht, die weit über das klassische Rollenbild des Porträts hinausgeht.
Die Ausstellung in Riehen zeichnet Peytons Entwicklung über verschiedene Werkphasen nach und zeigt, wie die Malerin klassische Traditionen der Porträtmalerei mit einer dezidiert zeitgenössischen Bildsprache verbindet. Zentrale Motive ihres Werks – Identität, Schönheit, Erinnerung und die Art, wie Kultur und Medien unser Bild von Personen formen – werden so in ihrer ganzen Bandbreite sichtbar. Für die Fondation Beyeler ist es die erste umfassende Überblicksausstellung zu Elizabeth Peyton in der Schweiz3 und damit eine verdiente Würdigung einer Künstlerin, die die figurative Malerei der letzten drei Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt hat.
Bilder
- Elizabeth Peyton, Portrait at the Opera (Elizabeth), 2016, Öl auf Holz, 43,2 x 35,6 x 2,2 cm (Courtesy the artist, Foto: EPW Studio, NYC)
Weitere Beiträge zu Künstlerinnen
- 2027 feiert die Fondation Beyeler die Fertigstellung ihres von Peter Zumthor geplanten Erweiterungsbaus, der die bestehende Anlage von Renzo Piano aus dem Jahr 1997 ergänzt. Das ganze Jahr über würdigt das Museum diesen Meilenstein mit einem dichten Ausstellungsprogramm, das im Herbst 2026 mit einer Retrospektive zu Ruth Asawa beginnt und über Frida Kahlo (Anfang 2027) sowie Louise Bourgeois (Sommer 2027) bis zu Elizabeth Peyton im Herbst führt.
- Zu Peytons wiederkehrenden Motiven zählen etwa der junge Napoleon, König Ludwig II. von Bayern oder die britische Prinzessin Diana – historische Figuren, die sie meist in jungen Jahren und mit auffallend zarter, fast durchscheinender Farbgebung zeigt.
- Peytons Werk war zuvor unter anderem im New Museum New York (2008/09) und im Musée d'Orsay/Musée de l'Orangerie in Paris (2023) in großen Einzelausstellungen zu sehen; eine monografische Präsentation in dieser Form gab es in der Schweiz bislang nicht.






