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Riehen bei Basel | Fondation Beyeler: Elizabeth Peyton

Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 28. Juli 2026
Elizabeth Peyton, Portrait at the Opera (Elizabeth), 2016, Öl auf Holz, 43,2 x 35,6 x 2,2 cm (Courtesy the artist, Foto: EPW Studio, NYC)

Elizabeth Peyton, Portrait at the Opera (Elizabeth), 2016, Öl auf Holz, 43,2 x 35,6 x 2,2 cm (Courtesy the artist, Foto: EPW Studio, NYC)

Zum Abschluss ihres Jubiläumsjahres1 widmet die Fondation Beyeler der amerikanischen Malerin Elizabeth Peyton eine große Retrospektive. Die Schau ist gemeinsam mit der Künstlerin entwickelt worden und bringt Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken aus mehreren Jahrzehnten ihres Schaffens zusammen.

Elizabeth Peyton

Schweiz | Riehen bei Basel: Fondation Beyeler
26.9.2027 – 9.1.2028

Elizabeth Peyton in der Fondation Beyeler 2027

Elizabeth Peyton, 1965 in Danbury, Connecticut geboren und in New York arbeitend, gehört seit ihrem Durchbruch in den 1990er Jahren zu den prägendsten Positionen der figurativen Malerei der Gegenwart. Bekannt wurde sie mit kleinformatigen, oft von Fotografien oder Medienbildern ausgehenden Bildnissen: Sie porträtiert Freundinnen und Freunde ebenso wie Musiker, Schriftstellerinnen und historische Persönlichkeiten – von Kurt Cobain bis zu jugendlichen Fassungen europäischer Königshäuser2. Charakteristisch ist ihr reduzierter, leuchtender Farbauftrag, mit dem sie ihren Motiven eine eigentümliche Verletzlichkeit und Nähe verleiht, die weit über das klassische Rollenbild des Porträts hinausgeht.

Die Ausstellung in Riehen zeichnet Peytons Entwicklung über verschiedene Werkphasen nach und zeigt, wie die Malerin klassische Traditionen der Porträtmalerei mit einer dezidiert zeitgenössischen Bildsprache verbindet. Zentrale Motive ihres Werks – Identität, Schönheit, Erinnerung und die Art, wie Kultur und Medien unser Bild von Personen formen – werden so in ihrer ganzen Bandbreite sichtbar. Für die Fondation Beyeler ist es die erste umfassende Überblicksausstellung zu Elizabeth Peyton in der Schweiz3 und damit eine verdiente Würdigung einer Künstlerin, die die figurative Malerei der letzten drei Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt hat.

 

Bilder

  • Elizabeth Peyton, Portrait at the Opera (Elizabeth), 2016, Öl auf Holz, 43,2 x 35,6 x 2,2 cm (Courtesy the artist, Foto: EPW Studio, NYC)

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  2. Zu Peytons wiederkehrenden Motiven zählen etwa der junge Napoleon, König Ludwig II. von Bayern oder die britische Prinzessin Diana – historische Figuren, die sie meist in jungen Jahren und mit auffallend zarter, fast durchscheinender Farbgebung zeigt.
  3. Peytons Werk war zuvor unter anderem im New Museum New York (2008/09) und im Musée d'Orsay/Musée de l'Orangerie in Paris (2023) in großen Einzelausstellungen zu sehen; eine monografische Präsentation in dieser Form gab es in der Schweiz bislang nicht.

Alexandra Matzner

Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.
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