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Bern | ZPK: Brasilien in der Moderne 10 Künstler:innen | 2024/25

Djanira da Motta e Silva, Três Orixás, 1966, Öl auf Leinwand, 130,5 x 195,5 cm (Pinacoteca do Estado de São Paulo, São Paulo)

Djanira da Motta e Silva, Três Orixás, 1966, Öl auf Leinwand, 130,5 x 195,5 cm (Pinacoteca do Estado de São Paulo, São Paulo)

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts suchten Kunstschaffende in Brasilien nach einem eigenen modernen künstlerischen Ausdruck (→ Klassische Moderne). Die europäische Avantgarde – darunter Paul Klee – war vor allem in den ersten Jahrzehnten eine ebenso wichtige Referenz wie die eigenen indigenen und die afro-brasilianischen Kulturen. Neben Parallelen zu den Fragestellungen der europäischen Moderne zeigen sich der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Situation entsprechend Unterschiede.

Brasilianische Moderne ZPK 2024

Die Ausstellung zeigt verschiedene Wege, wie brasilianische Künstler:innen ihre eigenen modernen Bildsprachen entwickelten. Sie präsentiert zehn Kunstschaffende und eine Einführung in prägende politische und wirtschaftliche Ereignisse ebenso wie Meilensteine in Literatur, Musik, Design und Architektur des Landes.

 

Ausgestellte Künstler:innen

Tarsila do Amaral (1886–1973) | Anita Malfatti (1889–1964) | Lasar Segall (1891–1957) | Alfredo Volpi (1896–1988) | Vicente do Rego Monteiro (1899–1970) | Flávio de Carvalho (1899–1973) | Candido Portinari (1903–1962) | Rubem Valentim (1922–1991) | Geraldo de Barros (1923–1998) | Djanira da Motta e Silva (1914–1979)

Kuratiert von Fabienne Eggelhöfer, Roberta Saraiva Coutinho.

 

Bilder

  • Flávio de Carvalho, Ascensão definitiva de Cristo, 1932, Öl auf Leinwand, 75,5 x 62 cm (Pinacoteca do Estado de São Paulo, São Paulo)
  • Djanira da Motta e Silva, Três Orixás, 1966, Öl auf Leinwand, 130,5 x 195,5 cm (Pinacoteca do Estado de São Paulo, São Paulo)

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.
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