DAS E-KUNSTMAGAZIN
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Kunstgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart – auf Deutsch
- David Hockney, Bigger Trees near Warter or/ou Peinture sur le Motif pour le Nouel Age Post-Photographique, Detail, 2007, Öl auf 50 Leinwänden (je 91.4 x 121.9 cm), 457.2 x 1219.2 cm (Tate: Präsentiert vom Künstler 2008, © David Hockney, Foto: Prudence Cuming Associates)
David Hockney ist tot
David Hockney (9.7.1937–11.6.2026) starb gestern im Alter von 88 Jahrne in London.
In den 1960er Jahren nach Kalifornien übersiedelt, wurde er mit Bildern vom Leben einer gutbürgerlichen Gesellschaft im sonnigen Bundesstaat berühmt. Innerhalb von 60 Jahren künstlerischen Arbeitens schuf David Hockney mehr als die hedonistischen und oberflächlichen Kalifornien-Bilder, mit denen er berühmt wurde. Das Werk des britischen Malers stellt sich in der Rückschau als eine komplexe Recherche zum Wesen und Status von Bildern, ihren phänomenologischen Gesetzen, ihrer Konzeption und Perzeption heraus.
„What else can you do? Picasso worked every day. Matisse worked every day. That’s what artists do, until they drop dead.“ (David Hockney)
Aktuelle Ausstellungen
- Van Cleef & Arpels im MAK, 2026
Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen treffen auf Meisterwerke aus der Sammlung
Das MAK Wien inszeniert ab Juni 2026 ein funkelndes Gipfeltreffen der Kunstgeschichte. Unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ verschmelzen historische Kreationen der legendären Maison Van Cleef & Arpels mit ikonischen Entwürfen der Wiener Werkstätte. Ein kuratorischer Coup, der die evolutionären Linien des Designs im frühen 20. Jahrhundert völlig neu vermisst und die ästhetische Verwandtschaft zweier Metropolen offenbart.
Van Cleef & Arpels und das MAK vereinen selten gezeigte Objekte aus der Museumssammlung mit höchster Juwelierskunst. Im Sommer 2026 wird die 120-jährige Geschichte des Pariser Traditionsunternehmens für Haute Joaillerie in Wien lebendig. Schmuckstücke von Van Cleef & Arpels (gegr. 1906 in Paris) treffen auf Preziosen von der Wiener Werkstätte. Doch nicht nur das. Der thematisch organisierte Rundgang verbindet Preziosen mit mittelalterlichen Textilien, japanischen Wandschirmen und anderen berühmten Sammlungsobjekten des MAK.
Österreich | Wien: MAK, Untere Ausstellungshalle, bis 27.9.2026
- Claude Monet, Aiguille d’Étretat, marée basse [Felsnadel von Étretat bei Ebbe], Detail, 1883, Öl auf Leinwand, 60 x 81 cm (Privatsammlung, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS)
Serielle Malerei bei Monet: Ursprung, Methode, Werke
Zu den überraschendsten Ergebnissen der Monet-Ausstellung im Städel (→ Frankfurt | Städel Museum: Monet in Étretat) gehört, dass der Impressionist in Étretat die Grundlagen für seine Serien der 1890er Jahre erforschte. Wie Alexander Eiling überzeugend darlegt, ging es Monet zunehmend um die Schilderung von Atmosphäre, Wetterstimmungen und Lichteffekte, während das Motiv immer stärker in den Hintergrund trat. Damit wandte sich der Landschaftsmaler von der Suche nach der schönsten oder bedeutungsvollsten Vedute zum Farbenmagier. Mehr zu diesem Thema - und wie Monet sich an der Normandie-Küste weiterentwickelte - findest du in diesem Beitrag!
- Matisse, Der Tod des Königs, Ausstellungsansicht Matisse 1941-1954, Grand Palais x Centre Pompidou, Foto © Luc Castel, 2026
Henri Matisse 1941–1954 in Paris
Henri Matisse (1869–1954) zählt zu den bedeutendsten Malern Frankreichs – und des Centre Pompidou. Bereits 1905 etablierte er sich als Anführer der fauves (→ Fauvismus), deren Buntfarbigkeit er bis zu seinem Spätwerk beibehielt. Während des 2. Weltkriegs hielt sich der Künstler in Südfrankreich auf, obwohl er ein Visum nach Brasilien hatte. Ab 1943 bewohnte er ein kleines, unprätentiöses Haus, die Villa Le Rêve in Vence. Seit Anfang der 1940er Jahre körperlich schwer angeschlagen, malte und zeichnete Matisse viel im Bett. Der Künstler heftete ganze Werkzyklen friesartig an die Wand und sprach diesbezüglich vom „Kino seiner Inspiration.“
Frankreich | Paris: Grand Palais, bis 26.7.2026
Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche
- Pieter van der Heyden nach Pieter Bruegel d.Ä., Geduld (Patientia), Detail, 1557, Kupferstich (Kupferstichkabinett, Städel Museum, Frankfurt a.M.)
Frankfurt | Städel Museum: Bruegel. Druckgrafiken
Pieter Bruegel der Ältere (1525/30–1569) entführt mit seinen Werken in eine fantastische Welt voller humorvoller Bildideen und rätselhafter Details. Heute vor allem als Maler bekannt, machte er sich schon früh als Entwerfer von Druckgrafiken einen Namen. Sein Œuvre reicht von weitläufigen Landschaftsdarstellungen über moralisch aufgeladene religiöse Szenen bis hin zu Einblicken in den Alltag und allegorischen Bildkompositionen.
Deutschland | Frankfurt a. M.: Städel Museum, 18.6. – 20.8.2026
- Albrecht Dürer, Feldhase, Kopf, 1502 (© Albertina, Wien)
250 Jahre Albertina in Wien
Im Sommer/Herbst 2026 wirft die Albertina einen Blick zurück auf 250 Jahre Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte. Sie umfasst über eine Million Objekte, zählt zu den bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt und wurde vor 250 Jahren gegründet. Aus der einstmals privaten Kollektion wurde in zweieinhalb Jahrhunderten ein Museum von Weltrang. Generaldirektor Ralph Gleis kündigte auf dem Fundraisingdinner an:
„2026 feiern wir 250 Jahre Albertina – ein Jubiläum, das wir nutzen, um nicht nur zurückzublicken, sondern mutig in die Zukunft zu denken.“
Österreich | Wien: Albertina, 4.7. – 11.10.2026
- Frida Kahlo, Selbstporträt, gewidmet an Dr. Leo Eloesser, Detail, 1940, Öl/Masonit (?) (Privatsammlung © 2020 Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F. / Artists Rights Society (ARS), New York)
Frida Kahlo, eine Ikon im Werden in London
Wie wurde Frida Kahlo zu einer der einflussreichsten Künstlerinnen aller Zeiten? Zu einem kulturellen Phänomen und zu einer international anerkannten kommerziellen Ikone? Die Tate Modern lädt im Sommer und Herbst 2026 ein, diese außergewöhnliche Geschichte kennenzulernen. Offenbar plant die Tate nicht nur das Werk und die Selbstinszenierung der Malerin thematisieren, sondern auch die Entwicklung ihres Mytos nach ihrem Tod 1954. Die sogenannte Fridamanie – der Nachruhm Frida Kahlos – begann in den 1970er Jahren, als feministische Künstlerin Leben und Werk Kahlos wiederentdeckten.
Großbritannien | London: Tate Modern, 25.6.2026 – 4.1.2027
- Bonifacio Bembo, Tod, aus dem Visconti- Sforza Tarot, Mailand oder Cremona, um 1456–1458 (The Morgan Library & Museum, MS M.630.12) & Leonora Carrington, Feuer Elemente, 1969, Gouache auf Pergament (Collection of Lucid Art Foundation. © 2025 Leonora Carrington / Artists Rights Society (ARS), New York)
Tarot in New York
The Morgan zeigt 2026 eine Ausstellung zu den Ursprünge des Tarot im Italien der Renaissance und seine anhaltende Bedeutung als Inspirationsquelle für Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die spannende Kultur, die rund um die ältesten Tarot-Decks in Mailand entstand, wird als Ausgangspunkt genommen, um die Entwicklung ihrer Bildsprache bis zum legendäre Rider-Waite-Smith-Deck von 1909 nachzuzeichnen. Die „Modernen Visionen“ setzen genau dort an, bildete es doch die Grundlage für spätere Wahrsagepraktiken und Kunstwerke.
USA | New York: The Morgan Library & Museum, 26.6. – 4.10.2026
KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE
Kunst-News
Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!
Gespräche über Kunst



![Claude Monet, Aiguille d’Étretat, marée basse [Felsnadel von Étretat bei Ebbe], Detail, 1883, Öl auf Leinwand, 60 x 81 cm (Privatsammlung, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS)](https://artinwords.de/wp-content/uploads/Claude-Monet-Felsnadel-von-Etretat-bei-Ebbe-Detail.jpg)








![Erwin von Steinbach zg. († 1318), teilweise nach Meister Rudolf dem Älteren († 1276), Teilansicht der Fassade des Straßburger Doms (Zeichnung A’), Detail, um 1260–1270, Feder und braune Tinte auf Pergament (Fondation de l’Oeuvre Notre-Dame, in der Obhut des Musée de l’Oeuvre Notre-Dame, Straßburg, D.22.995.0.11 [OND 2])](https://artinwords.de/wp-content/uploads/Erwin-von-Steinbach-Teilansicht-der-Fassade-des-Strassburger-Muensters-Detail-778x500.jpg)



















