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Aktuelle Ausstellungen
- Max Oppenheimer, Die Schachpartie, 1925-30, Öl auf Leinwand, 55,2 × 78,2 cm (Oesterreichische Nationalbank, Foto Sammlung Oesterreichische Nationalbank)
Kunst der Oesterreichischen Nationalbank im Leopold Museum, Wien
Erstmals öffnet die Österreichische Nationalbank (OeNB) ihre Tore für einen ihrer wichtigsten Schätze: die Kunstsammlung österreichischer Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Anlass dieser Ausstellung ist das 25-jährige Jubiläum des Leopold Museum im Jahr 2026. Damit verbindet sich auch eine historische Dankbarkeit: Die OeNB war maßgeblich an der Gründung der Leopold Museum-Privatstiftung beteiligt.Die Ausstellung ist nicht zuletzt eine Würdigung dieser engen institutionellen Verbindung.
Das Leopold Museum zeigt erstmals einen Überblick zu dieser wichtigen Unternehmenssammlung, die sich als Leihgeberin an vielen Ausstellungen beteiligt. In den 1980er Jahren entschied der Vorstand, österreichische Kunst zwischen Neue Sachlichkeit und Gegenwart zu erwerben, um seinen Beitrag zur Entwicklung von Kunst und Kunstmarkt zu leisten. Der Schwerpunkt liegt auf figurativen, postexpressionistischen bzw. neusachlichen Positionen sowie der gestischen und geometrischen Abstraktion. Dabei handelt es sich um eine der bedeutendsten Unternehmenssammlungen Österreichs, wie Direktor Hans-Peter Wipplinger betont. Im zweiten Untergeschoss des Museums hängen Wipplinger und Chiara Galbusera, Kuratorin der Kunstsammlung dser OeNB, 117 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts in chronologischer Reihung. Bislang waren die Kunstwerke vor allem in den Fluren, Konferenzräumen und Büros der Bank zu sehen und nur innerhalb von Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich.
„Die OeNB-Sammlung ist kein statisches Archiv, sondern ein lebendiger Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Die Kunstwerke fördern den Austausch unter Kolleg*innen, regen Diskussionen an und bieten neue Perspektiven auf aktuelle Themen. Sie erinnern uns daran, dass Wirtschaft und Kultur untrennbar miteinander verbunden sind.“1 (Martin Kocher, Gouverneur der OeNB)
Österreich | Wien: Leopold Museum, bis 24.4. – 4.10.2026
- Yayoi Kusama, Phantom Polka Dots of Fate, Ordained by Heaven, Were the Greatest Gift Ever for Me, 2021, 210 x 123.3 129.6 cm (c) courtesy Sotheby’s London,
Yayoi Kusama in Köln
Im Frühjahr 2026 zeigt das Museum Ludwig in Köln eine große Retrospektive der berühmten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto). Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und ihrem Atelier organisierte Ausstellung gewährt einen gesamtheitlichen Einblick in Kusamas über sieben Jahrzehnte umspannendes künstlerisches Schaffen. Die Künstlerin hat mit ihrer Erkundung repetitiver Muster und Strukturen – namentlich durch ihre charakteristischen Polka Dots und Spiegelräume, die die Betrachter:innen in unendliche Welten entführen – Kultstatus erlangt. Die multimediale Ausstellung führt chronologisch durch das Werk der legendären Japanerin und startet mit einer Zeichnung der Zehnjährigen, die bereits Kusamas ikonische Polka Dots zeigt.
Deutschland | Köln: Museum Ludwig, bis 2.8.2026
Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche
- Giovanni Segantini, Mittag in den Alpen, Detail, 1891, 77,5 x 71, 5 cm (Segantini Museum, St. Moritz)
Paris | Musée Marmottan Monet: Giovanni Segantini
Giovanni Segantini (1858–1899) ist eine Schlüsselfigur des europäischen Symbolismus und Divisionismus im ausgehenden 19. Jahrhundert. Umso erstaunlicher ist, dass das Musée Marmottan Monet ihm im Frühjahr und Sommer 2026 seine erste Pariser Einzelausstellung widmet . „Voglio vedere le mie montagne [Ich möchte meine Berge sehen / Je veux voir mes montagnes]“ soll der Künstlers kurz vor seinem Tod ausgerufen haben.
Frankreich | Paris: Musée Marmottan Monet, 29.4. – 16.8.2026
- Egon Schiele, Junge Mutter, 1914 (Wien Museum, Foto Birgit und Peter Kainz)
Schiele und Peschka. Eine Familienaufstellung im Wien Museum
Hinter der „Sammlung Peschka“ verbirgt sich eine Geschichte, die zwei Künstlerfamilien miteinander verbindet – und neue Einblicke in die Welt Egon Schieles eröffnet. Egon Schieles Schwester Gerti heiratete den Maler Anton Peschka, Schieles engen Freund und Künstlerkollegen. Als ihr Sohn, Anton Peschka jun., 1997 verstarb, hinterließ er der Stadt Wien ein außergewöhnliches Vermächtnis: einen gesamten Nachlass, der nicht nur weltberühmte Kunstwerke umfasst, sondern eine wahre Zeitkapsel des kreativen Wiens im frühen 20. Jahrhundert darstellt. Laut Testament sollte der Nachlass als „Sammlung Peschka“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Frühjahr und Sommer 2026 kommt das Wien Museum diesem Legat nach.
Österreich | Wien: Wien Museum, 30.4. – 27.9.2026
- Anni Albers, Ark panels for Congregation B’nai Israel, Woonsocket, Rhode Island, 1962, Jute, Baumwolle und Lurex auf Holz- und Aluminiumpanels Aufgezogen, 161,9 × 245,2 cm (Foto: Tim Nighswander / Imaging4Art © 2024 The Josef and Anni Albers Foundation / ProLitteris, Zurich)
Anni Albers. Constructing Textiles im Belvedere, Wien
Die Künstlerin und Designerin Anni Albers (1899–1994) stand viel zu lang im Schatten ihres berühmten Mannes Josef Albers. In den letzten Jahren wurde das Künstlerpaar meist gemeinsam vorgestellt. Nun würdigt das Belvedere Anni Albers' vielfältiges Schaffen erstmals in Österreich mit einer großen Personale.
Albers’ kreatives und experimentelles Schaffen begann in den 1920er Jahren am Bauhaus. Dort studierte sie bei Paul Klee und lernte ihren Mann kennen. Im Jahr 1933 emigrierte Anni Albers gemeinsam mit ihrem Mann in die USA und etablierte sich dort als vielfältige Künstlerin. Sie entwickelte komplexe Webstrukturen und verwendete neuartige Fasern. Neben malerischen Webarbeiten, die als autonome Kunstwerke zu betrachten sind, widmete sich Albers der Herstellung neuer Textilien für Gebäude und Innenräume, sogenannter „nützlicher Objekte“. Albers erachtete das Weben als fortschrittlichste Form des modernen architektonischen Denkens. Durch ihr tiefgreifendes Verständnis des Materials und seiner Anwendungen ist Albers’ Arbeit von hoher Aktualität und Relevanz im Hinblick auf heutige Herausforderungen in den Bereichen Energie und materielle Ressourcen.
Österreich | Wien: Belvedere, Unteres Belvedere, 30.4. – 16.8.2026
- Charlotte Perriand im Refuge Bivouac, 1937, © Archives Charlotte Perriand.
Charlotte Perriand in Salzburg
Nach zehn Jahren als junge aufstrebende Architektin und Möbeldesignerin verlässt Charlotte Perriand (1903–1999) im Jahr 1937 das Studio von Le Corbusier. Dort verantwortete sie zahlreiche Möbel- und Interior-Projekte, die heute zu den Ikonen des modernen Designs zählen. Gleichzeitig beginnt sie äußerst erfolgreich zu fotografieren und überträgt ihre avantgardistischen Architektur- und Designvisionen auf das Medium Fotografie.
Österreich | Salzburg: Museum der Moderne Mönchsberg, 1.5. – 13.9.2026
- Francisco de Zurbarán, Hl. Margarethe von Antiochia, Detail, 1630–1634, Öl auf Leinwand 163 × 105 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG1930)
Zurbarán in London
Francisco de Zurbarán (1598–1664) ist einer der wichtigsten Maler in der Geschichte der spanischen Kunst und des europäischen Barock. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts arbeitete Zurbarán in Sevilla, einem Zentrum des Welthandels, danach in Madrid. Seine lebendigen Gemälde, von kleinen Stillleben bis hin zu monumentalen Altarbildern, strotzen vor Naturalismus und vermitteln intensive spirituelle Erfahrungen. Die Zurbarán-Ausstellung 2026 ist die erste des spanischen Künstlers in Großbritannien. Die National Gallery bringt – gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago – einige seiner großartigsten Gemälde aus aller Welt nach London.
Großbritannien | London: National Gallery of Art, Sainsbury Wing, 2.5. – 23.8.2026
KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE
Kunst-News
Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!
Gespräche über Kunst































