DAS E-KUNSTMAGAZIN
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Kunstgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart – auf Deutsch
- Leonardo, Proportionsstudie des menschlichen Körpers, genannt „Vitruvianischer Mensch“, Detail, Metallgallustinte, laviert, über Vorzeichnung mit Metallstift; kreisförmige Zirkeleinstiche und -vertiefungen, 345 × 246 mm (Venedig, Gallerie dell’Accademia)
Leonardo: Der Vitruvianische Mensch
Leonardo da Vinci schuf um 1490 eine in Mailand eine Federzeichnung, die unter dem Titel Der Vitruvianische Mensch (italienisch Uomo Vitruviano) in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Sie zeigt einen nackten Mann von vorne in zwei sich überlagernden Körperhaltungen. Der Männerakt mit ausgestreckten Armen und Beinen ist in ein Quadrat eingeschrieben, während er mit leicht erhobenen Armen und gespreizten Beinen in einen Kreis passt.
Das nur 34,5 × 24,6 cm große Blatt Leonardos zählt zu den am häufigsten reproduzierten Werken der Kunstgeschichte. Zugleich ist es aufgrund seiner Bedeutung und seiner Erhaltung eines der am seltensten im Original gezeigten: Aus konservatorischen Gründen verlässt Der Vitruvianische Mensch das Depot der Gallerie dell’Accademia in Venedig nur in großen Abständen. Unser aktuellster Beitrag analysiert die berühmte Zeichnung und erklärt, warum es sich um eines der wichtigsten Werke der Hochrenaissance handelt!
- Piet Mondrian, Victory Boogie Woogie, Detail, 1942–1944, Öl, farbiges Klebeband, Papier, Kohle und Wachskreide auf Leinwand, Diagonale 178,4 cm (Kunstmuseum Den Haag (Dauerleihgabe der Stichting Nationaal Fonds Kunstbezit))
Piet Mondrian: Victory Boogie Woogie
2027 organisieren das MoMA und das Kunstmuseum Den Haag eine große Ausstellung zu Piet Mondrian. Erstmals seit Jahrzehnten werden die beiden bedeutenden Stpäwerke Broadway Boogie Woogie (MoMA) und das unvollendete Victory Boogie Woogie (Kunstmuseum Den Haag) nebeneinander hängen. Um das Mega-Event vorzubereiten, hat Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS, alle wichtigen Infos zu Victory Boogie Woogie zusammengetragen!
USA + Niederlande | New York + Den Haag: 2027
Aktuelle Ausstellungen
- Bonifacio Bembo, Tod, aus dem Visconti- Sforza Tarot, Mailand oder Cremona, um 1456–1458 (The Morgan Library & Museum, MS M.630.12) & Leonora Carrington, Feuer Elemente, 1969, Gouache auf Pergament (Collection of Lucid Art Foundation. © 2025 Leonora Carrington / Artists Rights Society (ARS), New York)
Tarot in New York
The Morgan zeigt 2026 eine Ausstellung zu den Ursprünge des Tarot im Italien der Renaissance und seine anhaltende Bedeutung als Inspirationsquelle für Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die spannende Kultur, die rund um die ältesten Tarot-Decks in Mailand entstand, wird als Ausgangspunkt genommen, um die Entwicklung ihrer Bildsprache bis zum legendäre Rider-Waite-Smith-Deck von 1909 nachzuzeichnen. Die „Modernen Visionen“ setzen genau dort an, bildete es doch die Grundlage für spätere Wahrsagepraktiken und Kunstwerke.
USA | New York: The Morgan Library & Museum, 26.6. – 4.10.2026
- Albrecht Dürer, Feldhase, Kopf, 1502 (© Albertina, Wien)
250 Jahre Albertina in Wien
Im Sommer/Herbst 2026 wirft die Albertina einen Blick zurück auf 250 Jahre Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte. Sie umfasst über eine Million Objekte, zählt zu den bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt und wurde vor 250 Jahren gegründet. Aus der einstmals privaten Kollektion wurde in zweieinhalb Jahrhunderten ein Museum von Weltrang. Generaldirektor Ralph Gleis kündigte auf dem Fundraisingdinner an:
„2026 feiern wir 250 Jahre Albertina – ein Jubiläum, das wir nutzen, um nicht nur zurückzublicken, sondern mutig in die Zukunft zu denken.“
Österreich | Wien: Albertina, 4.7. – 11.10.2026
- Van Cleef & Arpels im MAK, 2026
Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen treffen auf Meisterwerke aus der Sammlung
Das MAK Wien inszeniert ab Juni 2026 ein funkelndes Gipfeltreffen der Kunstgeschichte. Unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ verschmelzen historische Kreationen der legendären Maison Van Cleef & Arpels mit ikonischen Entwürfen der Wiener Werkstätte. Ein kuratorischer Coup, der die evolutionären Linien des Designs im frühen 20. Jahrhundert völlig neu vermisst und die ästhetische Verwandtschaft zweier Metropolen offenbart.
Van Cleef & Arpels und das MAK vereinen selten gezeigte Objekte aus der Museumssammlung mit höchster Juwelierskunst. Im Sommer 2026 wird die 120-jährige Geschichte des Pariser Traditionsunternehmens für Haute Joaillerie in Wien lebendig. Schmuckstücke von Van Cleef & Arpels (gegr. 1906 in Paris) treffen auf Preziosen von der Wiener Werkstätte. Doch nicht nur das. Der thematisch organisierte Rundgang verbindet Preziosen mit mittelalterlichen Textilien, japanischen Wandschirmen und anderen berühmten Sammlungsobjekten des MAK.
Österreich | Wien: MAK, Untere Ausstellungshalle, bis 27.9.2026
Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche
- Simon Hantaï, Tabula, 1976, Acryl auf Leinwand, 262,5 x 462 cm, Privatsammlung © Archives Simon Hantaï / VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Baden-Baden | Museum Frieder Burda: Simon Hantaï. Entfaltung der Farbe
Simon Hantaï (1922–2008) gehört zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Nachkriegsmoderne. Das Museum Frieder Burda widmet ihm die erste Einzelausstellung in Deutschland. Mit rund 40 teils monumentalen Schlüsselwerken aus vier Schaffensjahrzehnten gibt die Ausstellung in Baden-Baden einen facettenreichen Überblick über das bildgewaltige Schaffen Hantaïs und präsentiert seinen herausragenden Beitrag zur internationalen Nachkriegsabstraktion als ein sinnlich bewegendes Fest der Farbe.
Deutschland | Baden-Baden: Museum Frieder Burda, ab 15.8.2026
- Niki de Saint Phalle, I am the Nana Dream House, 1967, Druck © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Niki de Saint Phalle. Dream Machine in Düsseldorf
Radikal stellt sich Niki de Saint Phalle (1930–2002) mit ihrer Kunst gegen die Diskriminierung von Frauen und erschafft eine neuartige monumentale Inszenierung von Weiblichkeit. In der Wahrnehmung rückt ihre künstlerische Selbstbehauptung inmitten einer männerdominierten Szene in den Fokus. „Nanas an die Macht!“ – gerade aus heutiger Sicht gleicht Niki de Saint Phalles individuelles künstlerisches Handeln und ihr Anliegen, Geschlechterverhältnisse grundlegend zu verändern, dem einer feministischen Aktivistin, auch wenn sie selbst sich nie als solche bezeichnete.
Deutschland | Düsseldorf: Kunstpalast, ab 10.9.2026
- Yayoi Kusama, Phantom Polka Dots of Fate, Ordained by Heaven, Were the Greatest Gift Ever for Me, 2021, 210 x 123.3 129.6 cm (c) courtesy Sotheby’s London,
Yayoi Kusama in Amsterdam
Im Herbst 2026 zeigt das Stedelijk Museum in Amsterdam eine große Retrospektive der berühmten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto). Die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und ihrem Atelier organisierte Ausstellung gewährt einen gesamtheitlichen Einblick in Kusamas über sieben Jahrzehnte umspannendes künstlerisches Schaffen.
Niederlande | Amsterdam: Stedelijk Museum, ab 11.9.2026
- Tintoretto, Selbstporträt, Detail, um 1588 (Louvre, Département des Peintures, INV 572 ; MR 495, Paris)
Tintoretto in Paris
Jacopo Robusti, genannt Jacopo Tintoretto (1518–1594), ging als „Schnellmaler“ in die Kunstgeschichte ein. Der Renaissance-Künstler aus Venedig verblüffte Zeitgenoss:innen wie Kollegen mit seiner behänden Ausführung dramatischer Kompositionen. Während der betagte Tizian sich der Auftraggeberschaft gekrönter Häupter sicher sein konnte und Paolo Veronese förderte, malte Tintoretto vor allem Bilder für Bruderschaften.
„In allem was die Malerei anbelangt aber ist er wunderlich, kapriziös, schnell und kühn und der furchterregendste Intellekt, den die Malerei je besessen“ (Giorgio Vasari über Jacopo Tintoretto, 1568)
Frankreich | Paris: Musée Jacquemart-André, ab 11.9.2026
- Wladimir von Zabotin, Sonntagmorgen in Danzig, Detail, o. J. (Kunsthalle Mannheim © Sammlung Emma Zabotin © Foto: Kunsthalle Mannheim)
Jüdische Kunstsammler_innen in Deutschland vor 1945. Von Monet bis Picasso in Hamburg
Für die Ausstellung „Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“ rekonstruiert 15 bedeutende Kunstsammlungen deutscher Jüdinnen und Juden vor 1945 und führt viele ihrer heute weltweit verstreuten Meisterwerke der Moderne wieder an einem Ort zusammen. Präsentiert werden rund 100 Werke vom Realismus und Impressionismus bis zum Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit von Künstler:innen wie Paul Cézanne, Lovis Corinth, Ferdinand Hodler, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Milly Steeger und vielen anderen.
Deutschland | Hamburg: Bucerius Kunst Forum, ab 11.9.2026
- Franz Marc, Drei Katzen, 1913, 101 × 72 cm, Öl auf Leinwand (©Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, 2025)
Franz Marc in Düsseldorf
Franz Marcs (1880–1916) expressionistische Werke faszinieren mit leuchtenden Farben und tief berührenden Themen. Besonders seine Tierdarstellungen sind Hauptwerke des Expressionismus und ziehen die Betrachter:innen in ihren Bann. Marcs Tiere stehen für Harmonie und eine innige Verbundenheit mit der Natur – Werte, die heute verloren scheinen.
Mit „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“ zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 am Grabbeplatz die erste monografische Ausstellung zu Franz Marc (1880–1916) seit mehr als zwanzig Jahren. Im Zentrum stehen die leuchtenden Tierbilder, mit denen Marc als Mitbegründer des „Blauen Reiter“ zu einem der einflussreichsten Wegbereiter der Abstraktion wurde.
Deutschland | Düsseldorf: K20, ab 12.9.2026
KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE
- Piet Mondrian, Victory Boogie Woogie, Detail, 1942–1944, Öl, farbiges Klebeband, Papier, Kohle und Wachskreide auf Leinwand, Diagonale 178,4 cm (Kunstmuseum Den Haag (Dauerleihgabe der Stichting Nationaal Fonds Kunstbezit))
Piet Mondrian: Victory Boogie Woogie
2027 organisieren das MoMA und das Kunstmuseum Den Haag eine große Ausstellung zu Piet Mondrian. Erstmals seit Jahrzehnten werden die beiden bedeutenden Stpäwerke Broadway Boogie Woogie (MoMA) und das unvollendete Victory Boogie Woogie (Kunstmuseum Den Haag) nebeneinander hängen. Um das Mega-Event vorzubereiten, hat Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS, alle wichtigen Infos zu Victory Boogie Woogie zusammengetragen!
USA + Niederlande | New York + Den Haag: 2027
Piet Mondrian: Victory Boogie Woogie
2027 organisieren das MoMA und das Kunstmuseum Den Haag eine große Ausstellung zu Piet Mondrian. Erstmals seit Jahrzehnten werden die beiden bedeutenden Stpäwerke Broadway Boogie Woogie (MoMA) und das unvollendete Victory Boogie Woogie (Kunstmuseum Den Haag) nebeneinander hängen. Um das Mega-Event vorzubereiten, hat Alexandra Matzner, Chefredakteurin von ARTinWORDS, alle wichtigen Infos zu Victory Boogie Woogie zusammengetragen!
USA + Niederlande | New York + Den Haag: 2027
- Frida Kahlo, Los dos Fridas, Detail, 1939, Öl auf Leinwand, 173,5 × 173,5 cm (Museo de Arte Moderno, Mexiko-Stadt)
Frida Kahlo: Die zwei Fridas [Las dos Fridas] (1939)
Nächste Woche eröffnet in der Tate Modern die Ausstellung "Frida: The Making of an Icon. Vorab haben wir uns schon einmal Kahlos wichtigste Bilder angeschaut, ihre Entstehungsgeschichte recherchiert und sie analysiert. Frida Kahlo (1907–1954) wird zwar - seit André Breton - dem Surrealismus zugeordnet, hat sich jedoch stets gegen diese Vereinnahmung gewehrt. "Die zwei Fridas [Las dos Fridas]" von 1939 ist ein bedeutendes Doppelselbstporträt mit bedeutender Symbolik. Seit nunmehr 50 Jahren wird das Gemälde neu gesehen, aktualisiert und immer wieder neu gesehen!
Großbritannien | London: Tate Modern, 25.6.2026 – 4.1.2027
Aktuelle Ausstellungen
- Albrecht Dürer, Feldhase, Kopf, 1502 (© Albertina, Wien)
250 Jahre Albertina in Wien
Im Sommer/Herbst 2026 wirft die Albertina einen Blick zurück auf 250 Jahre Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte. Sie umfasst über eine Million Objekte, zählt zu den bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt und wurde vor 250 Jahren gegründet. Aus der einstmals privaten Kollektion wurde in zweieinhalb Jahrhunderten ein Museum von Weltrang. Generaldirektor Ralph Gleis kündigte auf dem Fundraisingdinner an:
„2026 feiern wir 250 Jahre Albertina – ein Jubiläum, das wir nutzen, um nicht nur zurückzublicken, sondern mutig in die Zukunft zu denken.“
Österreich | Wien: Albertina, 4.7. – 11.10.2026
- Van Cleef & Arpels im MAK, 2026
Van Cleef & Arpels im MAK Wien: glitzernde Juwelen treffen auf Meisterwerke aus der Sammlung
Das MAK Wien inszeniert ab Juni 2026 ein funkelndes Gipfeltreffen der Kunstgeschichte. Unter dem Titel „GLANZSTÜCKE“ verschmelzen historische Kreationen der legendären Maison Van Cleef & Arpels mit ikonischen Entwürfen der Wiener Werkstätte. Ein kuratorischer Coup, der die evolutionären Linien des Designs im frühen 20. Jahrhundert völlig neu vermisst und die ästhetische Verwandtschaft zweier Metropolen offenbart.
Van Cleef & Arpels und das MAK vereinen selten gezeigte Objekte aus der Museumssammlung mit höchster Juwelierskunst. Im Sommer 2026 wird die 120-jährige Geschichte des Pariser Traditionsunternehmens für Haute Joaillerie in Wien lebendig. Schmuckstücke von Van Cleef & Arpels (gegr. 1906 in Paris) treffen auf Preziosen von der Wiener Werkstätte. Doch nicht nur das. Der thematisch organisierte Rundgang verbindet Preziosen mit mittelalterlichen Textilien, japanischen Wandschirmen und anderen berühmten Sammlungsobjekten des MAK.
Österreich | Wien: MAK, Untere Ausstellungshalle, bis 27.9.2026
- Claude Monet, Aiguille d’Étretat, marée basse [Felsnadel von Étretat bei Ebbe], Detail, 1883, Öl auf Leinwand, 60 x 81 cm (Privatsammlung, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS)
Serielle Malerei bei Monet: Ursprung, Methode, Werke
Zu den überraschendsten Ergebnissen der Monet-Ausstellung im Städel (→ Frankfurt | Städel Museum: Monet in Étretat) gehört, dass der Impressionist in Étretat die Grundlagen für seine Serien der 1890er Jahre erforschte. Wie Alexander Eiling überzeugend darlegt, ging es Monet zunehmend um die Schilderung von Atmosphäre, Wetterstimmungen und Lichteffekte, während das Motiv immer stärker in den Hintergrund trat. Damit wandte sich der Landschaftsmaler von der Suche nach der schönsten oder bedeutungsvollsten Vedute zum Farbenmagier. Mehr zu diesem Thema - und wie Monet sich an der Normandie-Küste weiterentwickelte - findest du in diesem Beitrag!
- Matisse, Der Tod des Königs, Ausstellungsansicht Matisse 1941-1954, Grand Palais x Centre Pompidou, Foto © Luc Castel, 2026
Henri Matisse 1941–1954 in Paris
Henri Matisse (1869–1954) zählt zu den bedeutendsten Malern Frankreichs – und des Centre Pompidou. Bereits 1905 etablierte er sich als Anführer der fauves (→ Fauvismus), deren Buntfarbigkeit er bis zu seinem Spätwerk beibehielt. Während des 2. Weltkriegs hielt sich der Künstler in Südfrankreich auf, obwohl er ein Visum nach Brasilien hatte. Ab 1943 bewohnte er ein kleines, unprätentiöses Haus, die Villa Le Rêve in Vence. Seit Anfang der 1940er Jahre körperlich schwer angeschlagen, malte und zeichnete Matisse viel im Bett. Der Künstler heftete ganze Werkzyklen friesartig an die Wand und sprach diesbezüglich vom „Kino seiner Inspiration.“
Frankreich | Paris: Grand Palais, bis 26.7.2026
Vorschau auf die Ausstellungseröffnungen der nächsten Woche
- Frida Kahlo, Selbstporträt, gewidmet an Dr. Leo Eloesser, Detail, 1940, Öl/Masonit (?) (Privatsammlung © 2020 Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F. / Artists Rights Society (ARS), New York)
Frida Kahlo, eine Ikon im Werden in London
Wie wurde Frida Kahlo zu einer der einflussreichsten Künstlerinnen aller Zeiten? Zu einem kulturellen Phänomen und zu einer international anerkannten kommerziellen Ikone? Die Tate Modern lädt im Sommer und Herbst 2026 ein, diese außergewöhnliche Geschichte kennenzulernen. Offenbar plant die Tate nicht nur das Werk und die Selbstinszenierung der Malerin thematisieren, sondern auch die Entwicklung ihres Mytos nach ihrem Tod 1954. Die sogenannte Fridamanie – der Nachruhm Frida Kahlos – begann in den 1970er Jahren, als feministische Künstlerin Leben und Werk Kahlos wiederentdeckten.
Großbritannien | London: Tate Modern, 25.6.2026 – 4.1.2027
- Bonifacio Bembo, Tod, aus dem Visconti- Sforza Tarot, Mailand oder Cremona, um 1456–1458 (The Morgan Library & Museum, MS M.630.12) & Leonora Carrington, Feuer Elemente, 1969, Gouache auf Pergament (Collection of Lucid Art Foundation. © 2025 Leonora Carrington / Artists Rights Society (ARS), New York)
Tarot in New York
The Morgan zeigt 2026 eine Ausstellung zu den Ursprünge des Tarot im Italien der Renaissance und seine anhaltende Bedeutung als Inspirationsquelle für Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die spannende Kultur, die rund um die ältesten Tarot-Decks in Mailand entstand, wird als Ausgangspunkt genommen, um die Entwicklung ihrer Bildsprache bis zum legendäre Rider-Waite-Smith-Deck von 1909 nachzuzeichnen. Die „Modernen Visionen“ setzen genau dort an, bildete es doch die Grundlage für spätere Wahrsagepraktiken und Kunstwerke.
USA | New York: The Morgan Library & Museum, 26.6. – 4.10.2026
- Johann Bernhard Fischer von Erlach, Projekt für die Hofstallungen, aus: Entwurff Einer Historischen Architectur, Wien 1721 (Wien Museum)
Wien | MQ Freiraum: Vision und Wiederstand – Wie das MQ die Stadt Wien veränderte
25 Jahre nach der Eröffnung des MQ blickt die Ausstellung auf die konfliktreiche Geschichte eines der weltweit größten Kulturareale zurück. Die Schau im MQ Freiraum spannt mit Zeichnungen, Plänen, Modellen und künstlerischen Arbeiten einen weiten Bogen vom barocken Hofmarstall über den „Messepalast“ bis zur Planung und Bau des MQ.
Österreich | Wien: MQ Freiraum, 30.6.2026 – 25.1.2027
KÜNSTLER*INNEN GEBURTS- & TODESTAGE
Kunst-News
Mit Künstlerinnen und Künstlern, bzw. Persönlichkeiten aus der Kunstwelt zu sprechen, ermöglicht, einen Blick auf Konzepte, Prozesse und Arbeitsbedingungen zu erhaschen. Wir von ARTinWORDS gehen mit ihnen daher bevorzugt durch Ausstellungen oder besuchen sie in ihren Ateliers - in der Hoffnung auf noch viele erhellende und inspirierende Momente!
Gespräche über Kunst






























![Claude Monet, Aiguille d’Étretat, marée basse [Felsnadel von Étretat bei Ebbe], Detail, 1883, Öl auf Leinwand, 60 x 81 cm (Privatsammlung, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS)](https://artinwords.de/wp-content/uploads/Claude-Monet-Felsnadel-von-Etretat-bei-Ebbe-Detail.jpg)




















