Paul Klee

Der Grafiker und Maler Paul Klee (1879–1940) kam als Sohn eines Musikerehepaars in Münchenbuchsee zur Welt und wuchs in Bern auf. Der sowohl musikalisch wie künstlerisch interessierte Klee entschied sich 1898 für ein Kunststudium, das er in München absolvierte. Mit der Ausbildung an der Akademie unzufrieden, bildete sich Paul Klee auf Reisen nach Italien und Frankreich selbst fort. Mit seiner Ehefrau Lily Stumpf (1876–1946, Hochzeit 1906) und ihrem gemeinsam Sohn Felix (1907) lebte Klee zurückgezogen in München.

Bis 1914 ist das Werk von Paul Klee ausschließlich grafisch: Zeichnungen und Radierungen zeigen ihn als Anhänger des Symbolismus aber auch als Avantgardisten, ließ er sich doch von Kinderkunst und Georg Kerchensteiners Publikation „Die Entwicklung der zeichnerischen Begabung“ (München 1905) anregen. Klee adaptierte die Stileigentümlichkeiten der Kinderkunst als symbolische Form, um den Ursprung der Kunst im Kind zu evoziieren. Seine künstlerische Sprache ist daher nicht generell mit der Kinderzeichnung gleichzusetzen.

Im Herbst 1911 kam er in Kontakt mit seinem Schwabinger Nachbarn Wassily Kandinsky, mit dem Klee eine lebenslange Freundschaft verband. Die erste Ausstellung des „Blauen Reiter“ kommentierte Klee euphorisch, an der zweiten Ausstellung 1912 nahm er selbst teil. In dieser Phase fand der Grafiker in den farbigen Fensterbildern von Robert Delaunay eine wichtige Inspirationsquelle und besuchte den Maler in Paris. In Pariser Galerien entdeckte er zudem den Kubismus von Pablo Picasso und Georges Braque. Doch erst im die April 1914 gelang Klee während einer Tunisreise, die er zusammen mit August Macke und Louis Moilliet unternahm, für sich selbst zur Farbe.Ab dem 7. April 1914 verbrachte die Gruppe elf intensive Tage, die Paul Klee enthusiastisch in seinem tagebuch kommentiert und dabei sich selbst, die Natur und Tunis zu einer Einheit zusammenschweißte. Das Werk Delaunays hatte ihn zwar schon in München zunehmend zur Arbeit mit Kolorierung angeregt, die Beherrschung derselben, so war zeigt sich der Künstler überzeugt, wäre ihm aber erst - und ausschließlich - während des Aufenthalts in Nordafrika gelungen. Weiteres wichtiges Faktum ist der neuartige Bildaufbau, den Paul Klee angesichts des Siedlungsbaus in der Wüste entwickelte. Er begann, Gebäude und Kuppeln zu flächigen Quadraten, Rechtecken und Kreisen zu reduzieren und aus ihnen, quasi schichtweise, die Bildarchitektur aufzubauen. In unterschiedlichen Farben bemalte Farbfelder werden aufeinandergesetzt und füllen so die Bildflächen.

„Zum Überfluss geht auch noch der Vollmond/auf. Louis reizt mich: ich sollte es malen. Ich sage: Es wird höchstens eine/Übung. Natürlich versage ich dieser Natur gegenüber. Aber ich weiss doch/ etwas mehr, als zuvor. Ich weiss die Strecke von meinem Versagen bis/zur Natur. […] Der Abend ist tief in mir drin für im- mer./[…] Ich […]/bin der Mondaufgang des Südens.“ (Paul Klee in St. Germain (heute: Ezzahra), 12. April 1914)

Die Identifikation Paul Klees mit dem südlichen Licht, der Natur findet in der häufig zitierten Selbststilisierung einen Höhepunkt:

„Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiß das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: Ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“ (Tagebuchaufzeichnung von Paul Klee, 16. April 1914)

 

Den Ersten Weltkrieg überlebte Paul Klee vor allem auf der Flugwerft Schleißheim, ab 1917 in der Fliegerschule Gersthofen. Hier bemalte er Flugzeuge und führte Tätigkeiten in der Schreibstube aus. Da er vom Fronteinsatz verschont bleibt, gelingt es ihm, seine Kunst weiterzuentwickeln und die Jahre 1914 bis 1918 überraschend fruchtbar zu nutzen (→ Paul Klee. Bilder aus dem Ersten Weltkrieg). Die Grafiken aus diesen Jahren zeigen abstrahierte Flugzeuge bzw. Flugobjekte, Blitze und andere Symbole - aber auch Buchstaben, die er mi Hilfe von Schablonen anbrachte. Gleichzeitig experimentierte er mit Assemblagen aus Flusssteinen, die er auch bemalte, und entdeckte neue Materialien wie das Leinen der Flugzeugflügel als Bildträger.

In der Weimarer Republik (1918-1933) stieg Paul Klee zu den bekanntesten Künstlern Europas auf. Der Münchner Avantgarde-Galerist Hans Goltz übernahm Paul Klees Vertretung, gleichzeitig erschienen drei Monografien über Klee und seine Kunst. Ab 1919 konnte er sich erneut der Malerei widmen, sah sich jedoch auch nach einer Lehrstelle um, um seine finanzielle Situation zu verbessern. am 29. Oktober 1920 berief ihn Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar, wo er zwischen 1921 und 1931 theoretischen Formunterricht gab (ab 1925 in Dessau). Im Gegensatz zu seinem Freund Wassily Kandinsky, mit dem er sich auch in Dessau ein Doppelhaus bewohnte, klärte der Bauhaus-Meister Paul Klee während der 1920er Jahre sein künstlerisches Konzept: Bildende Kunst öffnet, nach Klee, ein geheimnisvolles Zwischenreich zwischen der realen Erscheinung und dem Wesen der Dinge.

 

„Dies [der Sinn] kommt nun schrittweise so zum Ausdruck, dass in der Auffassung des natürlichen Gegenstandes eine Totalisierung eintritt, sei dieser Gegenstand Pflanze, Tier oder Mensch, sei es im Raum des Hauses, der Landschaft oder im Raum der Welt und so, dass zunächst eine räumlichere Auffassung des Gegenstandes an sich einsetzt.“ (Paul Klee, Wege des Naturstudiums, 1923)

 

1931 quittierte Paul Klee seine Professur an der Kunstgewerbeschule und trat ab April eine Professur an der Düsseldorfer Akademie an. Die gestiegene Anzahl von Lehrveranstaltungen und die zahlreichen Sitzungen unter dem Direktorat von Hannes Meyer (seit 1928), darüber hinaus die zeitraubende Organisation im Zusammenhang mit seinen Ausstellungen und Verkäufen ließen Klee kaum mehr Zeit für seine eigene künstlerische Arbeit. Direktor Walter Kaesbach bot Paul Klee m März 1929 einer Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie an. Nach zweijährigen Verhandlungen um einen Atelierneubau und sein Gehalt trat Klee seine Stelle in Düsseldorf zum Oktober 1931 an. Im Rheinland entwickelte Klee einen neuen Stil, den er im Zusammenhang mit dem Grundieren und Lasieren als „sogenannte[s] Pointillieren“ bezeichnete (→ Seurat, Signac, Van Gogh – Wege des Pointillismus). In 70 Aquarellen und Gemälden (1931/1932) nutzte er einen raster- oder mosaikartige Auftrag von Farbpunkten, mit dem Klee spezifische Farb-Licht-Räume konstruierte und seine zehnjährige Auseinandersetzung mit der Farbenlehre am Bauhaus kuliminierte. Bei der Umsetzung der Motive bediente er sich einem spannungsreichen Wechselspiel von Punkt und Linie.

Zwei Jahre später beendete die Machtergreifung der Nationalsozialisten Klees Lehrtätigkeit und zwang ihn zur Emigration in die Schweiz zu Weihnachten 1933. In seinen letzten sieben Lebensjahren schuf er in Bern ein umfangreiches Spätwerk, das von der Ausgrenzung und der tödlichen Erkrankung gezeichnet ist. Als 1935 bei Paul Klee die Autoimmunerkrankung Sklerodermie ausbrach, zwang sie ihn monatelang ins Bett, weshalb er in dieser Phase nur 25 Werke schuf (1935/36). Allerdings durchlebte Paul Klee von  1937 bis zu seinem Tod 1940 noch einmal eine intensive Schaffensperiode, in der er mehr als 2.000 Werke malte. Allerdings verfestigen sich die zarten Linien der früheren Bilder zu festen, schwarzen und undurchbrechbaren Balken. Die rasante Produktion, darunter die berühmten Engelbilder und die runen- bzw. hieroglyphenhaften Schriftbilder, entstand angesichts des wachsenden Zerfalls der körperlichen Kräfte Klees.

 

Literatur

  • Klaus Albrecht Schröder, Susanne Berchtold (Hg.), Paul Klee. Formenspiele (Ausst.-Kat. Albertina, Wien, 9.5.-10.8.2008), Ostfildern 2008.
Paul Klee, Insula dulcamara, Detail, 1938, 481, Öl- und Kleisterfarbe auf Papier auf Jute, originale Rahmenleiste (Zentrum Paul Klee, Bern)

Paul Klee. Bilder voller Poesie

Der Grafiker und Maler Paul Klee (1879–1940) steuerte Essentielles zur Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ bei und stellte seine Grafiken auf der zweiten Ausstellung 1912 aus. Im Jahr 1911 hatte er seinen Schabinger Nachbarn Wassily Kandinsky kennengelernt, mit dem ihm eine dreißigjährige Freundschaft verband. Der in seinem Frühwerk als Symbolist arbeitende Grafiker fand erst während einer Tunisreise 1914 zur Farbe. Seinen Durchbruch als Künstler feierte er im Jahr 1916 und mit Hilfe der „Sturm“-Galerie in Berlin.

Paul Klee: Lebenslauf (Steckbrief / Biografie)

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