Ervin Baktay, Amrita zeichnet, Simla, 1927, Moderne Kopie aus Gelatine-Sonnenlichtpapier, Vergrößerung (HFA_ Ad. 5756.4.195)
Das künstlerische Erbe der Familie Sher-Gil – das sich über verschiedene, eng miteinander verbundene Kunstbereiche erstreckt und in der Malerei von Amrita Sher-Gil gipfelt – ist ein Schatz, den nicht nur Indien und Ungarn, sondern die gesamte Menschheit teilen. Die Ausstellung in Delhi präsentiert das Leben der Familie sowie die künstlerische Entwicklung von Amrita Sher-Gil durch die Erforschung der miteinander verflochtenen kreativen und wissenschaftlichen Tätigkeiten von Umrao Sher-Gil als Fotograf, Amrita Sher-Gil als Malerin und Ervin Baktay als Kunsthistoriker und Indologe.
„Große Kunst hat überall dieselben Wurzeln und das Verständnis der einen bringt die wahre Wertschätzung der anderen mit sich.“ (Amrita Sher-Gil)
Indien | Delhi: Jaipur House
National Gallery of Modern Art
31.1. – 31.3. 2025
Die acht Themen der Ausstellung erwecken Amrita Sher-Gils brillanten, innovativen Charakter durch eine einzigartige Sammlung von Fotografien zum Leben und decken gleichzeitig die wichtigsten Inspirationsquellen für ihre „Seelenmalerei“ auf – die Fotografien ihres Vaters und die weitreichende wissenschaftliche Arbeit ihres Onkels Ervin Baktay.
Die Ausstellung präsentiert Amrita Sher-Gils ereignisreiche Karriere durch Fotografien aus Ervin Baktays Nachlass, der im Ferenc-Hopp-Museum für Asiatische Kunst in Ungarn aufbewahrt wird – die meisten davon von Umrao Sher-Gil aufgenommen – ergänzt durch Fotografien aus dem Sher-Gil-Archiv in Indien. Diese Bilder wurden von der Familie Sher-Gil an in Ungarn lebende Familienmitglieder geschickt – zum größten Teil von Marie-Antoniette. Die Selbst- und Familienporträts, die größtenteils von Umrao Sher-Gil aufgenommen wurden, gaben einen Einblick in ihr Alltagsleben. Die ausgestellten Fotografien wurden zwischen 1889 und 1954 an verschiedenen Orten aufgenommen, hauptsächlich in Lahore, Budapest, Dunaharaszti und Paris. Umraos fotografierte Selbstporträts zeichnet sich durch einen malerischen Ansatz aus.
Neben den 137 Archivfotografien werden dank der großzügigen Unterstützung der National Gallery of Modern Art, Delhi, acht Gemälde von Amrita Sher-Gil als Höhepunkt der Ausstellung gezeigt.
Kuratiert von Judit Bagi (Ferenc Hopp Museum of Asiatic Arts, Archiv)
Die Jubiläumsausstellung entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Liszt-Institut – Ungarisches Kulturzentrum Delhi und dem Ferenc-Hopp-Museum für Asiatische Kunst in Budapest.
Die Ausstellung ist in der Folge in Kalkutta und Mumbai zu sehen.