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Gustave Courbet: Biografie Alle wichtigen Ereignisse und Werke des Begründers des Realismus

Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 7. Februar 2026
Gustave Courbet, Selbstbildnis mit schwarzem Hund, Öl auf Leinwand, 46,5 x 55,5 cm, Petit Palais, Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris © bpk / RMN – Grand Palais / Jacques L’Hoir / Jean Popovich.

Gustave Courbet, Selbstbildnis mit schwarzem Hund, Öl auf Leinwand, 46,5 x 55,5 cm, Petit Palais, Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris © bpk / RMN – Grand Palais / Jacques L’Hoir / Jean Popovich.

Gustave Courbet (1819–1877) ist einer der wichtigsten Maler der Romantik und des Realismus in Frankreich. Seine revolutionäre Maltechnik wurde schon von Paul Cézanne hymnisch besungen, der Courbet als „wüsten Gipskneter“ und „Farbenstampfer“ bezeichnete. Die Bilder wirken über ihre Größen, die Kompositionen und die meisterhafte Beherrschung der malerischen Mittel. Bevor auf der Leinwand ein Baum, ein Felsen oder ein Stück Himmel erscheint, ist es reine Farbe. Courbet zelebriert in seiner Fleckenmalerei diese Freiheit und den Selbstzweck des Malmittels.

Mit aufsehenerregenden Selbstbildnissen versuchte der junge, ambitionierte Künstler am Salon zu reüssieren, was ihm erstmals 1844 mit „Selbstbildnis mit schwarzem Hund“ gelang. Bereits in diesen Jugendwerken wird die enge Verbindung Courbets mit seiner Heimat, der Frenche-Comté, deutlich. Im großformatigen Gemälde „Die Begegnung (oder: Bonjour Monsieur Courbet)“ (1954, Montpellier, Musée Fabre) zeigt sich Courbet selbst vor seinem Förderer Alfred Bruyas und dessen Diener. Der wohlhabende Sammler hatte 1853 zwei Gemälde Courbets aus dem Salon erworben und wurde im folgenden Jahr von ihm porträtiert. Der ehrgeizige Künstler, der in den Salons von 1849 und 1850/51 seinen Durchbruch hatte, präsentiert sich als monumentale, dem Adeligen ebenbürtige Person. Seinen Status als freier und unabhängiger Maler betonte er mit der Aussage, sobald er nicht länger kontroversiell wäre, würde er nicht mehr bedeutend sein. Durch die Wahl alltäglicher Sujets - wie Steinklofer oder Kornsieberinnen - wurde er zu einem Begründer des Realismus.

Courbet wurde schon von Zeitgenossen als Maler mit dem Gewehr in der Hand beschrieben. Winterlandschaften zeigen das begehrte Wild, darüber hinaus sind sie auch dem Schnee gewidmet, den Courbet über dunklen Landschaften und düsteren Bäumen ausbreitete. Selten ist die Schneedecke geschlossen und weich, häufig ist der weiße Belag flockig auf den Leinwänden verteilt und scheint das Sonnenlicht nur bedingt widerzuspiegeln. Wie angezuckert liegen die Landschaften da und wirken doch erstarrt.

 

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Biografie von Gustave Courbet (1819–1877)

Gustave Courbets Biografie wurde mit folgenden Katalogen zusammengestellt:

  • Gustave Courbet (Ausst.-Kat. The Metropolitan Museum of Art, New York 27.2.–18.5.2008), S. 431–440.
  • Courbet. Ein Traum von der Moderne (Ausst.-Kat. Schirn Kunsthalle Frankfurt 15.10.2010–30.1.2015), S. 286-289.
  • Gustave Courbet (Ausst.-Kat. Fondation Beyeler Riehen/Basel 7.9.2014–18.1.2015), S. 187–190.
  • Gustave Courbet (Ausst.-Kat. Leopold Museum Wien, 19.2.–21.6.2026, Folkwang Museum, Wessen, 17.7.–8.11.2026), S. 326–334.
  • 181910. Juni 1819: Geburt

    Am 10. Juni 1819 wurde Jean-Désiré-Gustave Courbet in Ornans bei Besançon im französischen Jura (Franche-Comté) geboren. Courbet war das erste und einzige Sohn von Sylvie, geb. Oudot (1794–1871), und Régis Courbet (1798–1882). Er hatte vier jüngere Schwestern: Clarisse (1821–1834), Zoé (1824–1905), Zélie (1828–1875) und Juliette (1831–1915). Der Maler blieb seinem Geburtsort und seiner Familie zeitlebens eng verbunden.
  • 18331833: Ausbildung bei Claude-Antoine Beau

    Kunstunterricht bei Claude-Antoine Beau (1792–1861), einem Schüler von Baron Gros. Dort durfte Courbet nach der Natur
  • 18341834: Tod der Schwester

    Seine dreizehnjährige Schwester Clarisse starb.
  • 18371837: Studium in Besançon

    Gustave Courbet begann ein Studium der Rechtswissenschaft auf dem Collège Royal in Besançon. Ab 1837 setzt Courbet seine Studien in Besançon fort, wo er am Kunstunterricht von Charles-Antoine Flajoulout (1774–1840) teilnimmt.
  • 18381838: Zeichenstudiums bei Charles Antoine Flajoulot

    Beginn des Zeichenstudiums bei Charles Antoine Flajoulot (1774–1840), einem Schüler von Jacques-Louis David; Illustrationen für die „Essais poétiques“ seines Freundes Max Bouchon.
  • Herbst 1839Herbst 1839: Paris

    Im Herbst Umzug nach Paris.
  • 18401840: Malereistudium

    Studium der Malerei bei Carl August von Steuben (1788–1856), Nicolas-Auguste Hesse (1795–1869) und in der sog. Freien Akademie des Père Suisse (1781–1859) und des Père Lapin. Im Louvre studierte Courbet flämische, holländische, venezianische und spanische Kunst. Lebte vom Geld seiner Eltern.
  • 18411841: erste Saloneinreichung

    Courbet reichte erstmals zum Salon ein, wurde jedoch abgelehnt. Erste Reise ans Meer nach Le Havre.
  • 18441844: „Selbstbildnis mit schwarzem Hund [Courbet au chien noir]“ am Salon

    Courbet feierte sein Debut im Salon von Paris mit „Selbstbildnis mit schwarzem Hund [Courbet au chien noir]“. Obschon es im Salon d’honneur hing, erhielt der junge Maler keine Auszeichnung.
  • 18451845: Selbstbildnis am Salon

    Wieder wurde Courbet mit einem Selbstporträt am Salon aufegnommen.
  • 18461846: Belgien und Niederlande

    Mit dem dritten Selbstporträt am Pariser Salon vertreten. Courbet unternahm eine Reise nach Belgien und in die Niederlande
  • 18471847: Freundschaft mit Charles Baudelaire und Pierre-Joseph Proudhon

    Geburt seines Sohnes Désiré-Alfred-Émile von Thérèse-Adélaïde-Virginie Binet, die Courbet 1850 verließ und das Kind mitnahm. Lernte Charles Baudelaire und Pierre-Joseph Proudhon kennen. Erneute Ablehnung vom Salon.
  • 18481848: Februarrevolution & Realismus

    Courbet sympathisierte mit den Idealen der Februarrevolution. Der Pariser Salon wurde ohne Jury organisiert, da Louis Philippe von Orléans nach der Februarrevolution und der Ausrufung der Republik am 4.5. abgedankt hatte. Die zehn von Courbet ausgestellten Werke wurden von der Kritik gefeiert.
  • 18491849: Goldmedaille

    Für das Gemälde „Nach dem Essen in Ornans“ (Palais des Beaux-Arts , Lille) erhielt Courbet die Goldmedaille, und das Bild wurde vom Staat erworben. Ab nun war der Maler hors concours [außerhalb des Wettbewerbs], d.h. er konnte ohne Juryentscheid ausstellen. Gustave Courbet malte die wichtigen Gemälde „Die Steinklopfer [Les Casseurs de pierres]“ und „Ein Begräbnis in Ornans [Un enterrement à Ornans]“; für letzteres standen einige Dorfbewohner von Ornans Modell.
  • 1850/511850/51: führender Herausforderer der akademischen Malerei

    Da sich der Salon mehrfach verschob, zeigte Courbet seine Werke zunächst in Ornans, Besançon und Dijon, ehe er sie in seinem Pariser Atelier präsentierte. Als sie schließlich im offiziellen Salon ausgestellt wurden, schockierte „Das Begräbnis in Ornans“ das Publikum. Mit diesem Bild erzielte Courbet im Salon aber einen Skandalerfolg. Schlagartig wurde Courbet berühmt. Allerdings changierte sein Ruf zwischen führender Herausforderer der akademischen Konventionen und Hauptziel von Kritik und Spott.
  • Herbst 1851Herbst 1851: München

    Im Herbst erster Aufenthalt in München (Deutschland), wo er zwei seiner Werke zeigte.
  • 18521852: „Les Demoiselles de village“

    Einführung der Zensur und Proklamation des Zweiten Kaiserreiches unter Louis-Napoléon. Noch vor Eröffnung des Salons erwarb der einflussreiche Herzog von Morny das Gemälde „Les Demoiselles de village“, das von den Salonkritikern trotz seines namhaften Besitzers verrissen wurde.
  • 18531853: Maler des Hässlichen

    Die realistischen Gemälde im Salon lassen Courbet als den „Maler des Hässlichen“ erscheinen. Alfred Bruyas (1821–1877) erwarb zwei Gemälde - „Les Baigneuses“ sowie „La Fileuse endormie“ - und wurde zum wichtigen Förderer und engen Vertrauten des Künstlers. Zwei Jahre vor der Weltausstellung wurde Courbet gebeten, ein Gemälde für die Kunstausstellung zu erarbeiten. Da er dafür eine Studien vorlegen hätte müssen, lehnte Courbet ab.
  • 18541854: Montpellier & „Bonjour Monsieur Courbet“

    Auf Einladung von Bruyas verbrachte Courbet mehrere Monate in Montpellier (Mai bis Anfang September). Dort schuf er „Die Begegnung oder Bonjour Monsieur Courbet [La Rencontre]“ (Musée Fabre, Montpellier), in dem er ein Selbstporträt und das Bildnis seines Mäzens auf die selbe Stufe stellte. Um dies zu verdeutlichen ergänzte Courbet noch einen Diener, der sich ehrfurchtsvoll verbeugt. Weiters entstanden noch Freilichtstudien in der Umgebung von Montpellier.
  • 18551855: Pavillon des Realismus

    Auf der Weltausstellung in Paris errichtete Courbet mit finanzieller Hilfe seines Freundes Alfred Bruyas den „Pavillon des Realismus [Pavillon du Réalisme]“, da drei der 14 von ihm eingereichten Gemälde abgelehnt worden waren, darunter das berühmte „Atelier“ und „Das begräbnis in Ornans“. Zusätzlich zu den elf auf der Weltausstellung gezeigten Werken, präsentierte er in seinem Pavillon an der Avenue Montaigne weitere 40 Gemälde. Delacroix besuchte diese Parallelausstellung. Der Publikumansturm blieb jedoch aus, und die Kritik reagierte verhalten.
  • 18561856: erste Jagdbilder

    Erste Jagdbilder entstanden in Ornans. Reisen nach Belgien, Deutschland und die Franche Comté. Da der Salon von 1856 ausfiel, malte Courbet „Les Demoiselles des bords de la Seine (été)“ und „La Curée“ für das folgende Jahr. Die Administration der Académie des Beaux-Arts änderte die Teilnahmebedingungen des Salons: Die Jury bestand nun aus Akademiemitgliedern und offiziell ausgezeichneten Künstler:innen.
  • 18571857: zweite Medaille

    Courbets Einreichungen wurden alle zum Salon zugelassen, und ihm wurde eine weitere Medaille verliehen. Reisen nach Montpellier (Mai bis Juni) und Brüssel.
  • 1858–Februar 18591858–Februar 1859: Frankfurt

    Nach einem Aufenthalt in Brüssel reiste Courbet weiter nach Frankfurt am Main - aus Angst vor der französischen Regierung. Im Frankfurter Kunstverein werden seine Bilder als Sensation gefeiert. Hier erlegte Courbet einen Dreizehnender, malte Landschaften und Porträts.
  • 18591859: Neues Atelier in Ornans

    Rückkehr nach Ornans, wo er sich ein Atelier bauen ließ. Aufenthalt in Le Havre an der Normandie-Küste, wo er Baudelaire und Eugène Boudin traf. m Oktober veranstaltete Courbet in seinem Atelier eine „Grande fête du réalisme“, bei der sich Künstler:innen, Literat:innen und Intellektuelle zu einem festlichen Abend mit Theaterstücken, Musik und Poesie versammeln.
  • 18601860: Besuch von Daubigny

    Gustave Courbet hielt sich fast das ganze Jahr in Ornans auf, wo ihn Daubigny besuchte.
  • 18611861: Jagdszenen am Salon

    Im Pariser Salon von 1861 zeigte Courbet mehrere Gemälde mit Jagdmotiven, die bei der Kritik großen Anklang fanden. Man überlegte einen Ankauf für das Musée du Luxembourg und eine Auszeichnung mit dem Kreuz der Ehrenlegion.
  • Dezember 1861-April 1862Dezember 1861-April 1862: Lehratelier

    Auf Bitte einiger Schüler und seines Freundes Castagnary eröffnete Courbet eine Malschule in der Rue Notre-Dame-des-Champs. Es wurde von 31 angehenden Künstler besucht, darunter Henri Fantin-Latour.
  • 18621862: Château de Rochemont

    Auf Einladung von Étienne Baudry (1830–1908), den er über seinen Freund Castagnary kennenlernte, verbrachte Courbet mehrere Monate im Château de Rochemont bei Saintes. Dort entstehen viele Porträts und insbesondere Blumenstillleben.
  • 18631863: Ausstellung in Saintes

    Die Stadt Saintonge organisierte eine Ausstellung mit einer Reihe von Werken Courbets. „Die Rückkehr von der Konferenz [Le Retour de la conférence]“, ein bedeutendes Bild des Vorjahres, wollte Courbet für den Salon zurückhalten und stellte es nicht aus. Die Jury lehnte das Komposition von betrunkenen Geistlichen allerdings ab. Courbet durfte es nicht einmal im Salon der Zurckgewiesenen zeigen. Proudhon schrieb deshalb „Du principe de l’art et de sa destination sociale“.
  • 18641864: Landschaften

    Hielt sich fast das ganze Jahr in Ornans auf, wo er v. a. Landschaften malte. Die Salon-Jury lehnte Courbets „Venus et Psyché [Venus und Psyche]“ aus moralischen Gründen ab.
  • 18651865: James McNeill Whistler

    Posthum wurde Proudhons Schrift „Du principe de l’art et de sa destination sociale“ veröffentlicht; Courbet malte noch ein Porträt seines verstorbenen Freundes und intellektuellen Weggefährten, das am Slon präsentiert wurde. Im Juni in Fontainebleau; im September in Trouville-sur-Mer malte er Seebilder und Porträts der dortigen Schönheiten. Courbet lernte James McNeill Whistler (1834–1903) und dessen Freundin Joanna Hiffernan kennen.
  • 18661866: Zusammentreffen mit Boudin und Monet

    Aufenthalt in Paris. Bei einem Besuch des Grafen von Choiseul in Deauville traf er Eugène Boudin und Claude Monet (1840–1926). Mit dem Gemälde „L`Origine du monde [Der Ursprung der Welt]“, das ein weibliches Geschlecht präsentiert, provozierte Courbet einen Skandal.
  • 18671867: Exposition Courbet

    Der Architekt Léon Isabey (1821–1896) entwarf für Courbet einen Pavillon am Rond-point du pont de l’Alma. Zur offiziellen Weltausstellung reichte Courbet nur drei Werke ein, während er in seiner „Exposition Courbet“ insgesamt 115 Arbeiten präsentierte. Die Ausstellung blieb sechs Monate geöffnet, erzielte jedoch abermals keinen nennenswerten Erfolg.
  • 18671868: Ritter des Sankt-Michaels-Ordens I. Klasse

    In München wurde Courbet auf Vorschlag der dortigen Künstlerschaft von König Ludwig II . von Bayern zum Ritter des Sankt-Michaels-Ordens I. Klasse ernannt.
  • 18691869: Étretat

    In Étretat (Normandie/Frankreich) traf er den jungen Claude Monet.
  • 18701870: Ablehnung des Kreuzes der Ehrenlegion

    Gemeinsam mit Honoré Daumier wurde Courbet das Kreuz der Ehrenlegion angeboten, was beide jedoch ablehnten. Am 23. Juni veröffentlichte die Zeitschrift „Le Siècle“ den Brief Courbets an Kunstminister Maurice Richard,: „Ehre liegt in den Taten und ihren Beweggründen. Der Staat ist in Kunstfragen unfähig. Ich lehne die Ehre ab, die Ihr mir zu erweisen glaubtet. Ich bin fünfzig Jahre alt und habe stets frei gelebt; lasst mich mein Leben frei beenden. Wenn ich tot bin, soll man von mir sagen: Dieser Mann gehörte niemals einem anderen Regime an als dem der Freiheit.“
  • Sommer 1870Sommer 1870: Dt.-Fr. Krieg & Dritte Republik

    Am 19. Juli 1870 erklärte Frankreich Preußen den Krieg. Der Konflikt endete mit der Niederlage der französischen Armee bei Sedan und der Gefangennahme Napoleons III . Nur zwei Tage später wurde in Paris die Dritte Republik ausgerufen. Courbets republikanische Überzeugungen wurden bereits früh durch seinen Großvater Jean-Antoine Oudot geprägt, einen aktiven Revolutionär von 1793. Doch erst mit der Ausrufung der Dritten Republik und den Umwälzungen der Pariser Kommune entwickelt sich daraus ein aktives politisches Engagement.
  • 6.9.18706. September 1870: Präsident der Republikanischen Kunstkommission

    Wahl zum Stadtrat und damit zum Mitglied in der Pariser Kommune. Am 6. September 1870 wurde Gustave Courbet zum Präsidenten der Republikanischen Kunstkommission gewählt und zuständig für die Erhaltung und Verwahrung von Kunstwerken und Denkmälern in Paris und Umgebung.
  • April - Mai 1871April - Mai 1871: Zerstörung der Vendôme-Säule

    Am 2. April wurde Courbet ein Delegierter für die Erhaltung des Louvre und sollte den Salon organisieren. Die Zerstörung der Vendôme-Säule von die Kommunarden fand am 16. Mai statt. Laut Courbet besitze sie keinen künstlerischen Wert und sei als Symbol zu Ehren Napoleons sowie seiner Kriege und Eroberungen nicht mit den Idealen der Republik vereinbar. Allerdings wollte er sie versetzen und nicht zerstören.
  • April - Mai 1871Mai - Juni 1871: Gefängnis

    Während der „blutigen Woche“ ab dem 28. Mai versteckte er sich in Paris. Seine Mutter starb am 3. Juni. Am 7. Juni wurde Courbet denunziert, in Sicherheitsverwahrung genommen und ins Gefängnis von Mazas (Paris) geworfen.
  • September 1871September 1871: Verurteilung

    Am 2. September wurde Courbet zu sechs Monaten Gefängnis und 500 Francs Geldstrafe für die Zerstörung der Colonne Vendôme verurteilt. Seine gesundheitlichen Probleme verschärften sich. Im Gefängnis Sainte-Pélagie schuf Courbet eine Reihe von Früchtestillleben.
  • Januar - April 1872Januar - April 1872: Krankheit

    Aufgrund seines sich rapide verschlechternden Gesundheitszustandes wurde Courbet in eine Klinik verlegt. Nach einer Operation im Januar musste Courbet bis April in der Klinik von Dr. Duval bleiben, er verbüßte den Rest seiner Strafe unter Hausarrest..
  • ab Mai 1872ab Mai 1872: Ornans

    Nach seiner Entlassung kehrte Courbet nach Ornans zurück. Courbets Werke verkaufen sich trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Wirren der Kommune hervorragend, so bspw. in der Galerie von Paul Durand-Ruel (1831–1922). Viele GemäldeIn entstanden nun Zusammenarbeit mit Gehilfen wie Cherubino Patà (1827–1899) und Marcel Ordinaire (1848–1896).
  • Mai 1873Mai 1873: Meissonier verhinderte Salonteilnahme

    Beim ersten Salon nach der Kommune wurden beide Einreichungen Courbets jedoch abgelehnt. Verantwortlich hierfür war vor allem der Vorsitzende der Jury,, Ernest Meissonier (1815–1891). Dieser wollte eine Ausstellung Courbets im In- und Ausland verhindern.
  • Mai 1873Mai 1873: Courbet in Wien

    Da Courbet die Teilnahme an der Wiener Weltausstellung vonseiten der französischen Kommission untersagt wurde, blieb ihm als Alternative die Teilnahme an einer Ausstellung im Österreichischen Kunstverein.
  • 23.7.187323. Juli 1873: Flucht in die Schweiz

    Im Mai verlangte die neue französische Regierung 335.000 Francs Schadenersatz für die Zerstörung der Vendôme Säule. Gustave Courbet floh deshalb am 23. Juli in die Schweiz. Er lebte am Genfer See in La Tour-de-Peilz. In dieser Zeit entstanden Ansichten des Sees sowie eine Serie von Darstellungen des Schlosses Chillon, das ihn besonders faszinierte. In seinem Haus Bon-Port organisierte er eine Ausstellung mit eigenen Werken sowie ausgewählten Arbeiten aus seiner Sammlung Alter Meister.
  • 18741874: Schuldspruch

    Courbets Prozess endete mit einem Schuldspruch, gegen den der Maler Berufung einlegte. Da er die geforderte Summe nicht aufbringen konnte, war ihm eine Rückkehr nach Frankreich unmöglich.
  • Mai 1877Mai 1877: Schuldspruch

    Im Mai 1877 erging das letztinstanzliche Urteil gegen Courbet. Die festgesetzte Entschädigungssumme für den Wiederaufbau der Vendôme-Säule betrug 323.091,68 Francs. Das überstieg Courbets finanzielle Möglichkeiten weit. Um einen Teil der Schulden zu begleichen, fand am 26. November 1877 eine Zwangsversteigerung seiner Bilder und Möbel im Hôtel Drouot in Paris statt.
  • 31.12.187731. Dezember 1877: Tod

    Gustave Courbet litt an Wassersucht und Leberzirrhose. Am 31. Dezember 1877 starb Gustave Courbet in La Tour-de-Peilz am Genfer See.
  • 19191919: Überführung nach Ornans

    1919, zum 100. Geburtstag, wurde Courbets Leichnam nach Ornans überführt.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.
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