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Wien | Albertina modern: The Beginning „Kunst in Wien 1945 bis 1980”

Albertina modern, Rendering

Albertina modern, Rendering

Am 12. März 2020 eröffnet mit der Albertina modern der zweite Standort der Albertina am Karlsplatz! Auf 2.500 m² wird die Albertina einen Überblick über die österreichische Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg und bis zur Postmoderne geben. Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder erarbeitet gemeinsam mit einem KuratorInnenteam, bestehend aus Brigitte Borchhardt-Birbaumer, Berthold Ecker, Elisabeth Dutz, Antonia Hoerschelmann und Angela Stief, eine Schau mit den wichtigsten Künstlerinnen und Künstlern aus dreieinhalb Jahrzehnten Kunstschaffens. Die Ausstellung fokussiert die für die internationale Gegenwartskunst prägende Epoche bis 1980.

Kanon der österreichischen Kunst

Erwartet werden darf ein Rundgang von den Malern des Phantastischen Realismus, Friedensreich HundertwasserArnulf Rainer und Maria Lassnig, über die Aktivitäten von Art Club und Galerie (nächst) St. Stephan über den Wiener Aktionismus (Günter Brus, Hermann Nitsch, Rudolf Schwarzkogler), wichtige Positionen der Abstraktion wie Josef Mikl, Wolfgang Hollegha, Alfons Schilling und Hans Staudacher. Der Kanon der österreichischen Skulptur wird von Fritz Wotruba angeführt und reicht in diesem Zeitraum von Andreas Urteil, Joannis Avramidis bis Bruno Gironcoli. Die 70er Jahre sind von der Feministischen Avantgarde geprägt, darunter Florentina Pakosta. Ende der 1970er Jahre machte Wilfried Skreiner in Graz einer Gruppe von Künstlern bekannt, zu der Siegfried Anzinger, Hubert Schmalix, Alois Mosbacher, Herbert Brandl und Erwin Bohatsch gehörte. Diese Generation traten mit ihrem Bekenntnis zur Malerei gegen das Diktum an, die Malerei wäre tot.

Man darf mit Spannung erwarten, wie dieser oben genannte Kanon der österreichischen Kunst nach 45 herausgefordert werden wird. Finden auf der 2.500 m² großen Ausstellungsfläche die ohnedies bekannten Künstlerinnen und Künstler Platz – oder geht das kuratorische Team über den Kanon hinaus und wirft auch einen Blick auf weniger beachtete Positionen im Wiener Kunstbetrieb?

 

Künstlerinnen und Künstler

Renate Bertlmann | Hans Bischoffshausen | Günter Brus | Valie Export | Adolf Frohner | Ernst Fuchs | Bruno Gironcoli | Roland Goeschl | Gottfried Helnwein | Rudolf Hoflehner | Alfred Hrdlicka | Friedensreich Hundertwasser | Birgit Jürgenssen | Kiki Kogelnik | Richard Kriesche | Maria Lassnig | Otto Muehl | Hermann Nitsch | Florentina Pakosta | Helga Philipp | Walter Pichler | Markus Prachensky | Arnulf Rainer | Alfons Schilling | Rudolf Schwarzkogler | Andreas Urteil | Franz West | Fritz Wotruba

 

The Beginning in der Albertina Modern: Ausstellungskatalog

Klaus Albrecht Schröder (Hg.)
mit Beiträgen von B. Borchhardt-Birbaumer, E. Dutz, B. Ecker, R. Fleck, A. Hoerschelmann, V. Krieger, K. P. Liessmann, T. Mießgang, K. A. Schröder, A. Stief
496 Seiten, 650 Abbildungen in Farbe
28,5 × 24,5 cm, gebunden
ISBN 978-3-7774-3509-1
HIRMER VERLAG

Aktuelle Ausstellungen

2. Dezember 2019
Sofonisba Anguissola, Porträt von Königin Anne von Österreich, Detail, 1573, Öl/Lw, 86 x 67,5 cm (Madrid, Museo Nacional del Prado)

Madrid | Prado: Sofonisba Anguissola und Lavinia Fontana Renaissance-Malerinnen aus Cremona und Bologna

Sofonisba Anguissola (um 1535–1625) und Lavinia Fontana (1552–1614) sind zwei der herausragendsten Malerinnen der Renaissance. Mit insgesamt 60 Werken präsentiert der Prado erstmals die wichtigsten Gemälde der beiden Spezialistinnen für Porträt und Historienmalerei.
12. November 2019
El Greco, Aufnahme Mariens in den Himmel, Detail, 1577–1579, Öl/Lw, 403,2 x 211,8 cm (Chicago, The Art Institute of Chicago / Photo © Art Institute of Chicago)

Paris | Grand Palais: El Greco Spanischer Maler des Manierismus zum ersten Mal in Frankreich ausgestellt

Ziel der Ausstellung, die gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago entwickelt wird, ist, den Werdegang des Malers vorzustellen. Es lässt sich von einer beeindruckenden Wandlung des Malers an den Anfängen seiner Karriere sprechen, die ihn von der Ikone bis zu seiner künstlerischen Bindung an die venezianische und römische Renaissance-Malerei führte.
5. November 2019
William Turner, Peace - Burial at Sea, Detail, Exhibited 1842 (© Tate: Accepted by the nation as part of the Turner Bequest 1856. Foto © Tate, London 2018)

William Turner in Münster: erhabene Berge, pittoreskes Italien und das Meer Große Turner-Ausstellung 2019 in Deutschland

Nach 20 Jahren zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster 2019 eine große Turner-Ausstellung in Deutschland. Der Romantiker veränderte das Landschaftsbild seiner Eopche radikal und beeinflusste damit maßgeblich die sich formierenden Impressionisten. Erhabene Berge, das pittoreske Italien und das Meer sind die Leitthemen der Schau.
25. Oktober 2019
Vincent van Gogh, Stillleben mit Zwiebel, Detail, 1889, Öl/Lw (Kröller-Müller Museum, Otterlo)

Museum Barberini: Van Gogh. Stillleben Reflexionen über den Alltag: Schuhe, Blumen und Theos Briefe

Von seinem ersten Gemälde bis zu den farbstarken Blumenbildern der späten Jahre hat Vincent van Gogh (1853–1890) immer wieder Stillleben gemalt. In diesem Genre konnte er malerische Mittel und Möglichkeiten erproben: von der Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit Farbe. Die erste Ausstellung zu diesem Thema analysiert anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs.
23. Oktober 2019
NOUS, LES ARBRES in der Fondation Cartier pour l’art contemporain, 2019

Paris | Fondation Cartier: Bäume Bäumen eine Stimme geben

Den etwa drei Trillionen Bäumen der Welt eine Stimme zu verleihen, ist das erklärte und erreichte Ziel der Ausstellung „Nous, les arbres [Wir, die Bäume]“ in der Fondation Cartier pour l’art contemporain.
22. Oktober 2019
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Louvre: Leonardo da Vinci Mona Lisa, Felsgrottenmadonna, Belle Ferronnière, Hl. Johannes der Täufer, Hl. Anna selbdritt

Der Louvre besitzt mit fünf Gemälden und 22 Zeichnungen die weltweit größte Sammlung von Leonardos Werken: die „Felsgrottenmadonna“ (erste Fassung), die „Belle Ferronnière“, die „Mona Lisa“, der „Hl. Johannes der Täufer“ und die „Hl. Anna selbdritt“. 2019 zeigt man sie im Kontext von Leonardos Zeitgenossen, Schülern und Nachfolgern.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.