Julius von Bismarck, Fire with Fire, 2020, Courtesy the artist; alexander levy, Berlin; Sies+Höke, Düsseldorf and Marlborough Gallery, London/New York © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Immer auf der Suche nach anderen Formen der Wahrnehmung, erforscht Julius von Bismarck mit künstlerischen Mitteln Mensch, Natur und Technologie. „Ich ziehe meine Inspiration aus der Wissenschaft und arbeite künstlerisch“, sagt der Künstler selbst über seine Werkstrategie.
Deutschland | Bonn: Bundeskunsthalle
4.9.2020 – 24.1.2021
In seiner Ausstellung in der Kunsthalle Bonn wird sein künstlerisches Erforschen von Waldbränden in einer multimedialen Installation, Sound und Skulpturen visualisiert. Bilder unseres Unterbewusstseins werden damit hervorgerufen und die von ihm so benannte „Psychoanalyse des Feuers“ dargestellt. In anderen Arbeiten setzte sich von Bismarck auf einer rasant rotierenden Scheibe, seinem „Egocentric System“, den Fliehkräften aus, um auf diese Weise die eigene und unsere Wahrnehmung zu hinterfragen und zu manipulieren. Für seine Arbeit „Punishment“ peitschte der 36-jährige Künstler in Rio de Janeiro das Meer, in New York die Freiheitsstatue sowie die Berge in den Alpen. In den USA ging er auf Hurrikan-Jagd oder fing in Venezuela Blitze ein, um die Ästhetik der Naturgewalten zu untersuchen. So verheerend und gewaltig Naturkräfte auch sind, nehmen Betrachterin seinen Werken auch eine grenzenlose Schönheit in der Katastrophe wahr.