New York | The Morgan: Tarot

Bonifacio Bembo, Tod, aus dem Visconti- Sforza Tarot, Mailand oder Cremona, um 1456–1458 (The Morgan Library & Museum, MS M.630.12) & Leonora Carrington, Feuer Elemente, 1969, Gouache auf Pergament (Collection of Lucid Art Foundation. © 2025 Leonora Carrington / Artists Rights Society (ARS), New York)
The Morgan zeigt 2026 eine Ausstellung zu den Ursprünge des Tarot im Italien der Renaissance und seine anhaltende Bedeutung als Inspirationsquelle für Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die spannende Kultur, die rund um die ältesten Tarot-Decks in Mailand entstand, wird als Ausgangspunkt genommen, um die Entwicklung ihrer Bildsprache bis zum legendäre Rider-Waite-Smith-Deck von 1909 nachzuzeichnen. Die „Modernen Visionen“ setzen genau dort an, bildete es doch die Grundlage für spätere Wahrsagepraktiken und Kunstwerke.
Tarot! Renaissance Symbols, Modern Visions
[Tarot! Renaissance Symbole, Moderne Visionen]
USA | New York: The Morgan Library & Museum
26.6. – 4.10.2026
Tarot! Renaissance Symbole, Moderne Visionen 2026 in New York
Der erste Teil der Ausstellung, „Symbole der Renaissance“, konzentriert sich auf die Ursprünge der drei ältesten erhaltenen Tarot-Decks aus dem 15. Jahrhundert, die von den Herzögen Mailands in Auftrag gegeben wurden. Er untersucht die reiche Hofkultur, aus der die Karten hervorgingen, die Entwicklung ihrer Bildsprache und wie diese Bildsprache die Grundlage für spätere Wahrsagepraktiken bildete.
Der zweite Teil der Ausstellung, „Moderne Visionen“, nimmt das legendäre Rider-Waite-Smith-Deck von 1909 als Ausgangspunkt. Es wurde vom Mystiker Arthur Edward Waite entworfen und von der Künstlerin Pamela Colman Smith (1878–1951) illustriert. New York zeichnet den Einfluss dieses und anderer Decks auf spätere Praktizierende nach und beleuchtet die Rezeption der Bildsprache durch Persönlichkeiten wie André Breton, Leonora Carrington, Remedios Varo, Jess, Niki de Saint Phalle, Betye Saar und Kerstin Brätsch. Für diese Künstler bot das Tarot eine Alternative zu den strengen Vorgaben der modernen Ästhetik und ermöglichte es ihnen, andere Welten und fantasievolle Möglichkeiten zu erkunden.
Die Ausstellung „Renaissance-Symbole“ wird von Joshua O’Driscoll, Kurator für mittelalterliche und Renaissance-Handschriften, und Frank Trujillo, Buchrestaurator der Drue Heinz Library, organisiert. Die Ausstellung „Moderne Visionen“ wird von Claire Gilman, Kuratorin der Acquavella Library und Leiterin der Abteilung für moderne und zeitgenössische Zeichnungen, in Zusammenarbeit mit Esther Levy, Kuratorische Assistentin für moderne und zeitgenössische Zeichnungen, organisiert.
Bilder
- Bonifacio Bembo, Tod, aus dem Visconti- Sforza Tarot, Mailand oder Cremona, um 1456–1458 (The Morgan Library & Museum, MS M.630.12)
- Leonora Carrington, Feuer Elemente, 1969, Gouache auf Pergament (Collection of Lucid Art Foundation)





![Paul Cézanne, Steinzeugkrug [Pichet de grès], 1893–1894, Öl auf Leinwand, 38.2 x 46 cm (Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler)](https://artinwords.de/wp-content/uploads/Paul-Cezanne-Steinzeugkrug-778x500.jpg)
