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London | National Gallery: Zurbarán

Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 2. Mai 2026
Francisco de Zurbarán, Hl. Margarethe von Antiochia, Detail, 1630–1634, Öl auf Leinwand 163 × 105 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG1930)

Francisco de Zurbarán, Hl. Margarethe von Antiochia, Detail, 1630–1634, Öl auf Leinwand 163 × 105 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG1930)

Francisco de Zurbarán (1598–1664) ist einer der wichtigsten Maler in der Geschichte der spanischen Kunst und des europäischen Barock. In der ersten Hälfte  des 17. Jahrhunderts arbeitete er in Sevilla, einem Zentrum des Welthandels, danach auch für den Hof in Madrid. Wer sich mit Zurbaráns Gemälden, von kleinen Stillleben bis hin zu monumentalen Altarbildern, beschäftigen möchte, muss diese Gelegenheit nutzen, denn so viele Werke sind nur selten an einem Ort vereint. Erst angesichts der Originale, ihres Naturalismus und ihrer Größe vermittelt sich die intensive spirituelle Erfahrung, die der Sevillaner Maler so einzigartig zum Ausdruck bringen konnte.

Die Zurbarán-Ausstellung 2026 ist die erste des spanischen Künstlers in Großbritannien. Die National Gallery bringt – gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago – einige seiner großartigsten Gemälde aus aller Welt nach London. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht zurbaráns Beitrag zur Ikonografie der Unbefleckten Empfängnis [Immaculata conceptio] im heftig umstrittenen theologischen Diskurs: So zeigt sich der Barockkünstler als unparteiischer Unternehmer, wenn er für beide Seiten die Unbefleckte Empfängnis interpretierte. Erstmals setzte er Maria zwischen ihre beiden Eltern und entwickelte eine visuelle Umsetzung des Streitpunkts, dass die Empfängnis durch zwei (von Sünde befleckte) Menschen bereits einen Moment der Reinheit darstellt.

Zurbarán

Großbritannien | London: National Gallery of Art, Sainsbury Wing
2.5. – 23.8.2026

Francisco de Zurbarán, Der heilige Franziskus in Meditation, 1635–1639, Öl/Lw, 152 x 99 cm (© The National Gallery, London)
Francisco de Zurbarán, Der heilige Franziskus in Meditation, 1635–1639, Öl/Lw, 152 x 99 cm (© The National Gallery, London)
Francisco de Zurbarán, Die heilige Margareta von Antiochien, um 1630–1634, Öl auf Leinwand, 163 × 105 cm (London, The National Gallery of Art, NG 193)
Francisco de Zurbarán, Die heilige Margareta von Antiochien, um 1630–1634, Öl auf Leinwand, 163 × 105 cm (London, The National Gallery of Art, NG 193)

Zurbarán in London 2026

Die National Gallery in London besitzt mit Zurbaráns „Hl. Margarethe von Antiochia“ (1630–1634, Inv.-Nr. NG1930) und dem „Hl. Franziskus in Meditation“ (1635–1639, Inv.-Nr. NG230) zwei Hauptwerke aus der reifen Phase des Spaniers. London holt weitere 50 Gemälde aus der ganzen Welt dazu, um einen der beeindruckendsten Maler des spanischen Barock in sieben Kapiteln vorzustellen. Dabei überrascht, wie vielfältig dieses barocke Œuvre ist. Zurbarán und seine Werkstatt, in der auch sein jung verstorbener Sohn Juan de Zurbarán arbeitete, schufen Bilder für bedeutende religiöse Aufträge, allen voran Altäre von atemberaubendem Ausmaß, an Darstellungen von modisch gekleideten weiblichen Heiligen oder auch Ikonen von Schmerz und Mitleid, wie Zurbaráns berühmtes „Agnus Dei [Lamm Gottes]“. Zurbaráns außergewöhnliche, weil in Spanien kaum gebräuchliche Stillleben und weitere kleinere Werke waren vermutlich für den häuslichen Bereich bestimmt.

Francisco de Zurbarán, der Realist in Sevilla

Zurbarán wurde nach einer ersten Ausbildung bei einem lokalen Maler ab 1614 bei Pedro Diaz de Villanueva in Sevilla ausgebildet. Er blieb drei Jahre lang bei seinem Meister und machte dort Bekanntschaft mit Francisco Pacheco (1564–1644), Juan de Roelas (um 1570–1625) und Francisco Herrera dem Älteren (um 1590–um 1654), den Begründern des Sevillaner Naturalismus. Außerdem lernte er in Sevilla auch seine Zeitgenossen Alonso Cano (1601–1667) und Diego Velázquez (1599–1660) kennen. Ohne die Meisterprüfung abzulegen, kehrte Zurbarán in die Extremadura zurück.

Von dem in Llerna entstandenen Frühwerk ist jedoch nichts überliefert. Dennoch muss es Zurbarán über die Grenzen seiner Heimatstadt bereits berühmt gemacht haben, denn 1626 erhielt Francisco de Zurbarán einen ersten Auftrag für Sevilla. Den Durchbruch brachte ihm die legendäre „Kreuzigung“1 (1627) für die Sakristei des Klosters San Pablo el Real, die aus dem Art Institute of Chicago nach London gekommen ist. Der einsame Gekreuzigte vor dunklem Hintergrund erschien den Zeitgenossen so realistisch wie eine Skulptur. Damit präsentierte sich Zurbarán als ein Hauptmeister des Sevillaner Realismus und Gestalter von einfühlsamen Kompositionen im Sinne der Gegenreformation.

Ergänzt wird dieses epochale Werk durch Zurbaráns eindrucksvoll nahsichtigen „Heiliger Serapion“2 (1628), die „Mystische Erscheinung des hl. Petrus vor dem hl. Petro Nolasco“3 (1629) sowie seinen späten „Gekreuzigten Christus mit einem Maler“4 (um 1650). Die drei Frühwerke vermitteln die technische Brillianz des Malers, seine Orientierung am Naturalismus sowie Tenebroso bzw. Hell-Dunkel eines Caravaggio und seine gefühlsbetonten Interpretationen. Jahrhunderte später nannte man ihn auch noch den „Spanischen Caravaggio“. Diese Malweise - direkt, ehrlich, lesbar - begeisterten schon seine Zeitgenossen: 1630 wurde Zurbarán der Titel „Meistermaler der Stadt Sevilla“ verliehen, obwohl er die Prüfungen der Zunft nie abgelegt hat.

Francisco de Zurbarán, Hl. Serapion, 1628, Öl auf Leinwand, 120,2 x 104 cm, Hartford, Wadsworth Atheneum Museum of Art, CT. The Ella Gallup Sumner and Mary Catlin Sumner Collection Fund © Partial and promised gift of Barney A. Ebswroth Collection.
Francisco de Zurbarán, Hl. Serapion, 1628, Öl auf Leinwand, 120,2 x 104 cm (Hartford, Wadsworth Atheneum Museum of Art, CT. The Ella Gallup Sumner and Mary Catlin Sumner Collection Fund © Partial and promised gift of Barney A. Ebswroth Collection)
Francisco de Zurbarán (1598–1664), Die Kreuzigung, 1627 © The Art Institute of Chicago. Robert A. Waller Memorial Fund (1954.15).
Francisco de Zurbarán (1598–1664), Die Kreuzigung, 1627 © The Art Institute of Chicago. Robert A. Waller Memorial Fund (1954.15).

Maler der Orden

In den 1630er Jahren wurde Zurbarán zum bevorzugten Auftragnehmer der Sevillaner Klöster und Orden. Mehr als 22 große Bildzyklen hat er für Dominikaner, Franziskaner, Mercedarier und Kartäuser geschaffen. Bis 1640 entstanden Andachtsbilder von atemberaubender Monumentalität und thematischer Erfindungskraft.

So malte er verehrte Ordensgründer oder Geistliche wie den „Hl. Franziskus in Meditation“ in London oder die „Mystische Erscheinung des hl. Petrus vor dem hl. Petro Nolasco“ (1629, Museo de la Real Academia de Bellas Artes de San Fernando, Madrid). Zu den außergewöhnlichen Bildern in diesem Zusammenhang gehört die Serie für Kirche des San Buenaventura College in Sevilla: In London zu sehen sind „Die Aussetzung des Leichnams des Heiligen Bonaventura“ (um 1629, Louvre) und das „Gebet des Heiligen Bonaventura“ (1628/29, Dresden).

Das Musée de Grenoble trennt sich von mindesten zwei seiner vier Zurbarán-Meisterwerke: Zwischen 1637 und 1639 gestaltete Francisco de Zurbarán einen monumentalen Altar für das Kartäuserkloster Nuestra Señora de la Defensión in Jerez de la Frontera in der Provinz Cádiz. Insgesamt schmückten zwölf Gemälde auf Leinwand das monumentale und auch skulpturale Werk. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerlegt, gelangten vier Gemälde mit der Kindheit Jesu an General de Beylié, der sie von einem Pariser Händler erwarb und 1901 dem Musée de Grenoble schenkte. Francisco de Zurbarán stellte Verkündigung, Hirtenanbetung, Anbetung der hl. drei Könige und die Beschneidung erstmals in dieser erzählerischen Form dar. Zumindest die letzten beiden Bilder sind in London angekündigt.

Bilder wie unter anderem „Die Vision von Alonso Rodríguez‘“5 (1630) zeigen die Bandbreite von Zurbaráns Fähigkeiten als Maler von großformatigen und erzählerischen Werken sowie seine unglaubliche Vorstellungskraft. Hierbei handelt es sich um Zurbaráns einzige Arbeit für die Jesuiten und eine seiner kühnsten ikonografischen Erfindungen.

Francisco de Zurbarán, Der Heilige Bonaventura auf dem Konzil von Lyon, um 1629, Öl auf Leinwand, 250 x 225 cm (Louvre, Paris, Inv.-Nr. MI 205)
Francisco de Zurbarán, Der Heilige Bonaventura auf dem Konzil von Lyon, um 1629, Öl auf Leinwand, 250 x 225 cm (Louvre, Paris, Inv.-Nr. MI 205)
Francisco de Zurbarán, Hirtenanbetung, 1638–1639, Öl auf Leinwand, 299 x 217 x 10 cm (Musée de Grenoble)
Francisco de Zurbarán, Hirtenanbetung, 1638–1639, Öl auf Leinwand, 299 x 217 x 10 cm (Musée de Grenoble)

Die Stoffe der Heiligen

Im dritten Raum thematisiert die National Gallery Zurbaráns bemerkenswertes Talent, ganzfigurige Darstellungen weiblicher Heiliger als Gestalten des Diesseits zu inszenieren, insbesondere durch seine Andeutung von Stoffen, Drapierungen und Texturen wie Wolle, Stickereien, Leder oder feinem Kordel. Man kann ihn auch den Maler der modischen Heiligen nennen, so fein beobachtet und geschickt malerisch umgesetzt, sind die Gewänder seiner weiblichen Heiligen. Da Zurbaráns Vater Kurzwarenhändler war, dürfte der Künstler schon früh ein starkes Interesse an Textilien entwickelt haben. Zweifellos wurde er auch von den zahlreichen religiösen Prozessionen, Umzügen und Theateraufführungen inspiriert, die im Sevilla des 17. Jahrhunderts zur visuellen Kultur gehörten.

Das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza schickt seine phänomenale „Heilige Casilda“ (um 1635), der Prado die „Heilige Elisabeth von Portugal“ (um 1635) und der Louvre die „Heilige Apollonia“ (um 1636–1640). In London kann man diese drei berühmten Damen mit den weniger bekannten, halbfigurigen Darstellungen der „Heiligen Elisabeth von Thüringen“ und der „Heiligen Katharina von Alexandria“ (beide um 1640) aus Bilbao vergleichen. Man darf gespannt sein, wie sich der Stil des Malers innerhalb dieser Phase veränderte.

Francisco de Zurbarán, Heilige Apollonia, um 1636-1640, Öl auf Leinwand, 115 x 67 cm (Paris, Musée du Louvre).
Francisco de Zurbarán, Heilige Apollonia, um 1636-1640, Öl auf Leinwand, 115 x 67 cm (Paris, Musée du Louvre).
Francisco de Zurbarán, Heilige Casilda, um 1630-1635, Öl auf Leinwand, 171 x 107 cm (Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid).
Francisco de Zurbarán, Heilige Casilda, um 1630-1635, Öl auf Leinwand, 171 x 107 cm (Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid).

Zurbaráns Unbeleckte Empfängnis

Zu Francisco de Zurbaráns Leistungen zählt eine neue Interpretation der Unbefleckten Empfängnis, der Immaculata Conceptio. Die Ikonografie der Unbefleckten Empfängnis spielte ab 1613 für das religiöse Leben Sevillas und in der Folge auch für Zurbaráns Schaffen eine große Rolle.6 Die Auseinandersetzung zwischen Dominikanern und Franziskanern darüber prägte die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts und machte Sevilla zum Zentrum einer europäischen Debatte. Auslöser war eine Predigt des Dominikaners Francisco de Ojeda in der Kirche San Pablo el Real – ausgerechnet in dem Kloster, für das Zurbarán ein Jahrzehnt später seine berühmte „Kreuzigung“ malen würde. Ojeda erklärte, die Unbefleckte Empfängnis sei keine offizielle Lehre der Kirche und müsse als solche nicht akzeptiert werden. 

Daraufhin radikalisierten sich die Anhänger:innen und bekämpften einander sogar auf den Straßen. Die Dominikaner wurden ausgepfiffen und bespuckt, sodass sogar der Erzbischof eingreifen musste. König Philipp III. schickte schließlich einen Emissär nach Rom, um den Papst zur definitiven Entscheidung zu drängen. Papst Gregor XV. erließ 1622 nur ein Dekret, das es verbot, öffentlich gegen die Immaculata Conceptio zu predigen, erklärte sie aber nicht zum Dogma. Das blieb Pius IX. vorbehalten, der es erst 1854 tat.

Francisco Pacheco (1564–1644), Zurbaráns ältester Kollege, war die Schlüsselfigur zwischen Theologie und Malerei in Sevilla. Er gehörte neben dem Bildhauer Juan Martínez Montañés und dem Maler Juan de Roelas der Congregación de la Granada. Dieser Kreis frommer Männer traf sich in der Kathedrale und stand unter der geistlichen Führung des Augustiners Fernando de Mata. 1620 verfasste Pacheco eigens einen Text: Pachecos „Disputation zwischen einem Kongregationsmitglied und einem Thomisten über die Unbefleckte Empfängnis“ ist ein Propagandastück für die franziskanische Position, in der Form eines Gesprächs, in dem der Thomist (= Dominikaner) konsequent das Nachsehen hat. Pacheco hatte außerdem in seinem „Arte de la Pintura“ detailliert festgelegt, wie die Inmaculata korrekt darzustellen sei. Gestützt auf eine Vision der Mystikerinnen und auf die Bildbeschreibung in der Apokalypse (Offb 12,1), zeigt er die Frau, auf dem Mond stehend, mit zwölf Sternen um das Haupt und die Sonne als Kleid. Zwölf Sterne, Mondsichel, Sonnenglanz, weißes Kleid, blauer Mantel.

Zurbarán reagierte auf diese theologisch-künstlerische Debatte mit mehreren Bildfassungen der Immaculata. Als er sich 1629 dauerhaft in Sevilla niederließ, war die Aufregung noch nicht abgeklungen, und die großen Klöster suchten Maler, die das Thema bildlich überzeugend umsetzen konnten. Zurbarán malte für Dominikaner, Franziskaner und Mercedarier gleichermaßen. Er war kein theologischer Polemiker, aber die Schwergewichte seiner großen Zyklen lagen bei den franziskanisch und mercediarisch geprägten Institutionen, die der Immaculata-Bewegung nahestanden. Das Porträt des „Ehrwürdigen Miguel Gerónimo Carmelo“ (um 1628–1630, Minneapolis Institute of Art), das er für die Mercedarier malte, zeigt einen Mönch in Kontemplation, der gerade einen Traktat über die Unbefleckte Empfängnis verfasst. Der Text auf seiner Schriftrolle lautet: „Tota pulchra es amica mea [Du bist ganz schön, meine Geliebte]“ (Hohelied 4,7) ist ein Vers, der in Gebeten zur Inmaculata zu einem der zentralen Leitsprüche geworden war. Das Werk ist also nicht nur ein Bildnis, sondern ein explizites Bekenntnis des Auftraggebers.

Zurbaráns bedeutendste malerische Reaktion auf die Debatte war eine genuine Erfindung: Er stellte die Immaculata nicht allein dar, wie es die Tradition vorschrieb, sondern begleitet von ihren Eltern Joachim und Anna – wie in der großen „Immaculata mit Joachim und Anna“ (um 1638–39, Scottish National Gallery, Edinburgh) zu sehen. Indem die Eltern Marias ins Bild treten, verweist das Gemälde exakt auf den Moment der Kontroverse – die Empfängnis durch zwei sterbliche Menschen – und erklärt ihn bildlich für rein und heilig. Die himmlische Herrlichkeit, die Maria umgibt, erstreckt sich auf den gesamten Moment.

Zurbarán hielt sich bei seinen Immaculata-Darstellungen weitgehend an Pachecos Kanon – weißes Unterkleid, blauer Mantel, Mondsichel, Sternenkranz –, steigerte aber die Leuchtkraft und körperliche Überzeugungskraft der Figur. Seine Jungfrau steht nicht als ätherische Visionen in der Luft, sondern wirkt wie eine greifbare, skulpturale Figur. Die theologische These wird durch den malerischen Realismus gleichsam beglaubigt. Zurbarán formulierte die Reinheit Marias nicht als fromme Übertreibung, sondern wie eine reale Tatsache.

Francisco de Zurbarán, Immaculata Conceptio mit hl. Joachim und hl. Anna, um 1638–1639, Öl auf Leinwand, 255.5 x 177 cm (Scottish National Gallery)
Francisco de Zurbarán, Immaculata Conceptio mit hl. Joachim und hl. Anna, um 1638–1639, Öl auf Leinwand, 255.5 x 177 cm (Scottish National Gallery)

Über Sevilla hinaus: Zurbarán arbeitete für den Hof in Madrid

Im Jahr 1634 erhielt Zurbarán den prestigeträchtigsten Auftrag seiner Karriere: Sehr wahrscheinlich auf Einladung von Diego Velázquez wirkte er an der Ausgestaltung des neuen Königspalastes Buen Retiro mit. Für den Saal der Reiche schuf er eine zehn Bilder umfassende Herkulesserie sowie Historienbilder, da die spanischen Habsburger ihre Abstammung von dem antiken Halbgott ableiteten. Dieser Saal, der etwa 35 Meter lang und 10 Meter breit ist, war das zeremonielle Herz des Palastkomplexes.

Für diesen Saal schuf Zurbarán zwölf Gemälde, darunter eine 10-teilige Serie, die sich mit den Taten des Herkules befasst. Zu den Leihgaben aus Madrid gehören außergewöhnliche Bilder aus dieser Herkules-Serie: „Herkules und Zerberus“ sowie „Herkules und der Kretische Stier“ (1634, beide Prado) gehören zur legendären Ausstattung und zu den einzigen mythologischen Bildern des sevillaner „Mönchs-Malers" und sind zugleich das bedeutendste Ensemble männlicher Akte in der spanischen Malerei des Goldenen Zeitalters.7

Ergänzt werden sie durch die „Kapitulation von Sevilla“ (1629) aus einer Privatsammlung. Hierbei handelt es sich um Zurbaráns einziges bekanntes Historienbild. Ebenfalls aus dieser Phase stammt der rätselhafte „Kolossalkopf“ (um 1635, Prado, Zuschreibung), ein Werkstattwerk von monumentalen Ausmaßen (246 × 205 cm).

Francisco de Zurbarán, Herkules und der Kretische Stier, 1634, Öl auf Leinwand, 133 x 152 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)
Francisco de Zurbarán, Herkules und der Kretische Stier, 1634, Öl auf Leinwand, 133 x 152 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)
Francisco de Zurbarán, Herkules und Zerberus, 1634, Öl auf Leinwand, 132 x 151 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)
Francisco de Zurbarán, Herkules und Zerberus, 1634, Öl auf Leinwand, 132 x 151 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)

Stillleben - betörend einfach

Zu den Entdeckungen der letzten Jahre gehören die Zurbaráns Stillleben. In Spanien wurde diese Gattung nur selten ausgeübt, weshalb die schlichten Inszenierungen von Obst, Gemälde und Alltagsgegenständen zu den preziösen Werken aus der Hand und Werkstatt Zurbaráns zählen. In dieser Werkstatt arbeitete auch sein ältester Sohn, Juan de Zurbarán, der ebenfalls Stillleben signierte – aber im Alter von nur 29 Jahren an der Pest starb. Man geht davon aus, dass Francisco de Zurbarán zu Lebzeiten nicht mehr als zehn Stillleben geschaffen hat. London bietet daher die seltene Gelegenheit, einige bemerkenswert schlichte Beispiele dieser Gattung zu entdecken.

Die National Gallery freut sich, den Vergleich zwischen dem „Stillleben mit Zitronen, Orangen und einer Rose“ (1633) aus der Norton Simon Foundation mit dem Gemälde „Eine Tasse Wasser und eine Rose“ (um 1630) aus der National Gallery ziehen zu können. das „Stillleben mit Zitronen, Orangen und einer Rose“ ist einzige signierte und datierte Stillleben im Werk Zurbaráns und das früheste bekannte datierte Stillleben aus Sevilla überhaupt. London zeigt es erstmals gemeinsam mit dem eigenen Werk sowie zwei sensationellen Neuentdeckungen: zwei bisher unbekannte „Alcarraza“-Stillleben aus französischem Privatbesitz, die erst 2023 identifiziert wurden.8 Hinzu kommt das „Stillleben mit vier Gefäßen“ (um 1650, Museu Nacional d'Art de Catalunya, Barcelona).

Das „Stillleben mit Zitronen in einem Weidenkorb“ (um 1643–1649, National Gallery) von Juan de Zurbarán (1620–1649) wird durch weitere drei Gemälde ergänzt: der „Teller mit Weintrauben“ (1639, Privatsammlung) sowie „Blumen und Früchte in einer chinesischen Schale“ (um 1645, Art Institute of Chicago). Der jung verstorbene Sohn des Malers zeigt eine eigenständige Handschrift mit neapolitanischen Einflüssen.

Francisco de Zurbarán. Bodegón con cacharros, um 1650–1655, Öl auf Leinwand, 47 x 79 cm, Barcelona, MNAC. Museu Nacional d’Art de Catalunya. Legado de la Colección Cambó © Museu Nacional d’Art de Catalunya, Barcelona (2014).
Francisco de Zurbarán. Bodegón con cacharros, um 1650–1655, Öl auf Leinwand, 47 x 79 cm (Barcelona, MNAC. Museu Nacional d’Art de Catalunya. Legado de la Colección Cambó (2014).

Juan de Zurbarán, Blumen und Früchte in einer chinesischen Schüssel, um 1645, Öl auf Leinwand, 82,6 x 108,6 cm (Chicago (IL), The Art Institute of Chicago, Wirt D. Walker Fund).
Juan de Zurbarán, Blumen und Früchte in einer chinesischen Schüssel, um 1645, Öl auf Leinwand, 82,6 x 108,6 cm (Chicago (IL), The Art Institute of Chicago, Wirt D. Walker Fund).

Einfühlung und Andacht

Der letzte Abschnitt der Ausstellung versammelt jene Gemälde, die zur privaten Andacht und Kontemplation geschaffen wurden. Obwohl oft klein im Format, überzeugen sie durch eine verdichtete Ikonografie und eine betörende Atmosphäre. Trotz ihrer reduzierten Mittel entwickeln diese Gemälde eine ungeheure emotionale Dichte.

Als Francisco de Zurbarán im Frühjahr 1659 in Madrid ankam, war er 59 Jahre alt und ließ einige harte Jahre in Sevilla hinter sich zurück. Die einst so prächtige Hafenstadt war langsam unbedeutend geworden, seit 1640 versickerten die Aufträge von den religiösen Orden, und eine Pestepidemie 1649 hatte die Hälfte der Bevölkerung dahingerafft, darunter Zurbaráns talentierten Sohn Juan. Nun wandte er sich einem neuen Lebensabschnitt zu und veränderte seine Malerei.

Aus Zurbaráns Spätphase, geprägt von einem weicheren Kolorit unter dem Eindruck von Bartolomé Esteban Murillo und Raffael, sind zu sehen: „Christus und die Jungfrau im Haus von Nazareth“ (um 1640, Cleveland Museum of Art) und „Christus am Kreuz mit der Jungfrau, Maria Magdalena und dem hl. Johannes“ (1655, Privatsammlung), „Maria und Kind mit hl. Johannes dem Täufer“ (1658, San Diego Museum of Art), „Die Heilige Familie“ (1659, Museum of Fine Arts, Budapest). Mit der „Heiligen Familie“ aus Budapest schließt das Lebenswerk des Spaniers. Als er 1664 starb, wurde sein Namen relativ schnell vergessen, hingen seine Bilder doch in Privathäusern, Kirchen und Klöstern. Erst im 19. Jahrhundert wurde Francisco de Zurbarán wiederentdeckt und für seine religiösen Kompositionen gewürdigt.

Das berühmteste Bild der gesamten Ausstellung ist zweifellos Zurbaráns „Agnus Dei“ (um 1635–1640, Prado): ein gefesseltes weißes Lamm auf einem Steinsims – Christussymbol, Stillleben und Andachtsbild in einem, das nur in der Londoner Ausstellung geliehen wird und als die schönste Fassung des Themas gilt. Mit dem „Schleier der Veronika“ (1658, Museo Nacional de Escultura, Valladolid) dokumentiert Zurbarán seine Fähigkeit, in der Malerei das Rätsel eines nicht-von-Menschenhand-gemachten Bildes zu evozieren.

Kuratiert von Francesca Whitlum-Cooper, Daniel Sobrino Ralston und Imogen Tedbury, in Zusammenarbeit mit Charlotte Chastel-Rousseau (Musée du Louvre) und Rebecca Long (The Art Institute of Chicago).

Francisco de Zurbarán, Agnus Dei, 1635–1640, Öl auf Leinwand, 37.3 x 62 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid)

Francisco de Zurbarán, Das Schweißtuch der Heiligen Veronika, 1658, Öl auf Leinwand, 105 × 83,5 cm. Signiert und datiert unten links: Fran de zurbaran. /1658 (© Museo Nacional de Escultura)
Francisco de Zurbarán, Das Schweißtuch der Heiligen Veronika, 1658, Öl auf Leinwand, 105 × 83,5 cm. Signiert und datiert unten links: Fran de zurbaran. /1658 (© Museo Nacional de Escultura)

Francisco de Zurbarán, Heilige Casilda, Detail, um 1630-1635, Öl auf Leinwand, 171 x 107 cm (Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid)

Paris | Louvre: Zurbarán


Zurbarán in Paris ist die zweite Station der großen Ausstellungstournee im Jahr 2026. Hier treffen die Gemälde aus dem Louvre auf internationale Leihgaben und barocke Meisterwerke der Verinnerlichung und Religiosität.

Bilder

  • Francisco de Zurbarán, Kreuzigung, 1627, Öl auf Leinwand, 290.3 × 165.5 cm (The Art Institute of Chicago, Robert A. Waller Memorial Fund, Inv.-Nr. 1954.15)
  • Francisco de Zurbarán, Die Kapitulation von Sevilla, 1629, Öl auf Leinwand, 160 × 207,8 cm (Privatsammlung © Privatsammlung / Bridgeman Images)
  • Francisco de Zurbarán, Mystische Erscheinung des hl. Petrus vor dem hl. Petro Nolasco, 1629, Öl auf Leinwand, 179 x 223 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)
  • Francisco de Zurbarán, Der Heilige Bonaventura auf dem Konzil von Lyon, um 1629, Öl auf Leinwand, 250 x 225 cm (Louvre, Paris, Inv.-Nr. MI 205)
  • Francisco de Zurbarán, Gebet des Heiligen Bonaventura, 1628/29, Öl/Lw (Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden)
  • Francisco de Zurbarán, Die Aussetzung des Leichnams des Heiligen Bonaventura, um 1629, Öl auf Leinwand, 245 x 220 cm (Louvre, Paris, Inv.-Nr. MI 205)
  • Francisco de Zurbarán, Der Ehrwürdige Miguel Gerónimo Carmelo, 1628–1630, Öl auf Leinwand, 112.2 x 88.3 cm (The Minneapolis Institute of Art © The Minneapolis Institute of Art)
  • Francisco de Zurbarán, Die Familie der Jungfrau Maria, um 1630, Öl auf Leinwand, 127 × 108 cm (Sammlung Abelló / Foto © Joaquin Cortes)
  • Francisco de Zurbarán, Die Vision des Heiligen Alonso Rodriguez, 1630, Öl auf Leinwand, 266 × 167 cm (Museo de la Real Academia de Bellas Artes de San Fernando, Madrid © Museo de la Real Academia de Bellas Artes de San Fernando, Madrid)
  • Francisco de Zurbarán, Eine Schale Wasser und eine Rose, um 1630, Öl auf Leinwand 21.2 × 30.1 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG6566)
  • Francisco de Zurbarán, Stillleben mit Zitronen, Orangen und einer Rose, 1633, Öl auf Leinwand, 62,2 × 109,5 cm (The Norton Simon Foundation, Pasadena, Kalifornien © The Norton Simon Foundation)
  • Francisco de Zurbarán, Hl. Margarethe von Antiochia, 1630–1634, Öl auf Leinwand 163 × 105 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG1930)
  • Francisco de Zurbarán, Heilige Elisabeth von Portugal, 1635, Öl auf Leinwand, 184 x 98 cm (Museo del Prado, Madrid)
  • Francisco de Zurbarán, Herkules und Zerberus, 1634, Öl auf Leinwand, 132 x 151 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)
  • Francisco de Zurbarán, Herkules und der Kretische Stier, 1634, Öl auf Leinwand, 133 x 152 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)
  • Francisco de Zurbarán, Die Verteidigung von Cádiz gegen die Engländer, 1634–1635, Öl auf Leinwand (Museo del Prado, Madrid)
  • Francisco de Zurbarán, Der gekreuzigte Christus, 1635, Öl auf Leinwand, 255,5 × 171,3 cm (Museo de Bellas Artes de Sevilla © Museo de Bellas Artes de Sevilla. Fotografía: Pepe Morón)
  • Francisco de Zurbarán, Heilige Casilda, um 1635, Öl auf Leinwand, 171 × 107 cm (Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid © Museo Nacional Thyssen-Bornemisza)
  • Francisco de Zurbarán (zg.), Kolossalkopf, um 1635, Öl auf Leinwand, 246 x 205 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)
  • Francisco de Zurbarán, Hl. Franziskus in Meditation, 1635–1639, Öl auf Leinwand 152 x 99 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG230)
  • Francisco de Zurbarán, Agnus Dei, 1635–1640, Öl auf Leinwand, 37.3 x 62 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)            
  • Francisco de Zurbarán, Heilige Casilda, um 1630–1635, Öl auf Leinwand, 171 x 107 cm (Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid)
  • Francisco de Zurbarán, Heilige Apollonia, um 1636–1640, Öl auf Leinwand, 115 x 67 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Francisco de Zurbarán, Heilige Apollonia, um 1636–1640, Öl auf Leinwand, 115 × 67 cm (Musée du Louvre, Paris © GrandPalaisRmn (musée du Louvre) / Stéphane Maréchhalle)
  • Francisco de Zurbarán, Heiliger Romanus von Antiochia und Heiliger Barulas, 1638, Öl auf Leinwand, 246.5 × 185.4 cm (The Art Institute of Chicago, Gift of Mrs. Chauncey McCormick and Mrs. Richard E. Danielson, Inv.-Nr. 1947.793)
  • Francisco de Zurbarán, Anbetung der Könige, 1638–1639, Öl auf Leinwand, 263.5 x 175 cm (Musée de Grenoble © Ville de Grenoble / Musée de Grenoble – J.L. Lacroix)
  • Francisco de Zurbarán, Immaculata Conceptio mit hl. Joachim und hl. Anna, um 1638–1639, Öl auf Leinwand, 255.5 x 177 cm (Scottish National Gallery © National Galleries of Scotland)     
  • Francisco de Zurbarán, Die Beschneidung, 1638–1639, Öl auf Leinwand, 264 x 176 cm (Musée de Grenoble © Ville de Grenoble / Musée de Grenoble – J.L. Lacroix) 
  • Francisco de Zurbarán, Christus und die Jungfrau im Haus von Nazareth, um 1640, Öl auf Leinwand, 165 x 218.2 cm (The Cleveland Museum of Art, Cleveland, Ohio © The Cleveland Museum of Art, Cleveland, Ohio)   
  • Francisco de Zurbarán, Heilige Katharina von Alexandria, um 1640, Öl auf Leinwand, 125 × 100,5 cm (Museo de Bellas Artes, Bilbao. Gepostet vom Provinzrat von Biskaya im Jahr 1919 © Arte Ederren Bilboko Museoa – Museo de Bellas Artes de Bilbao)
  • Francisco de Zurbarán, Heilige Elisabeth von Thüringen, um 1640, Öl auf Leinwand, 125 × 100,5 cm (Museo de Bellas Artes, Bilbao. Gepostet vom Provinzrat von Biskaya im Jahr 1919 © Arte Ederren Bilboko Museoa – Museo de Bellas Artes de Bilbao)
  • Francisco de Zurbarán, Alcarraza auf einem Teller, um 1650 oder früher, Öl auf Leinwand, 34,2 × 28,3 cm (Privatsammlung, mit freundlicher Genehmigung von Elvire de Maintenant und Hubert Duchemin ©️ Claude Iverné / Elnour)
  • Francisco de Zurbarán, Alcarraza, um 1650 oder früher, Öl auf Leinwand, 33,5 × 28,2 cm (Privatsammlung, mit freundlicher Genehmigung von Elvire de Maintenant & Hubert Duchemin ©️ Claude Iverné / Elnour)
  • Francisco de Zurbarán, Gekreuzigter Christus mit einem Maler, um 1650, Öl auf Leinwand, 105 x 84 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive Museo Nacional del Prado)              X6135
  • Francisco de Zurbarán, Stillleben mit vier Gefäßen, um 1650, Öl auf Leinwand, 47 × 79 cm (Museu Nacional d’Art de Catalunya, Barcelona. Vermächtnis von Francesc Cambó, 1949; Eintrag, 1951 © MNAC – Museu Nacional d’Art de Catalunya, Barcelona)
  • Francisco de Zurbarán, Christus am Kreuz mit der Jungfrau Maria, Maria Magdalena und dem heiligen Johannes, 1655, Öl auf Leinwand, 212 × 163 cm (Privatsammlung © Privatsammlung / Foto: Sotheby’s)
  • Francisco de Zurbarán, Maria und Kind mit hl. Johannes dem Täufer, 1658, Öl auf Leinwand, 138.4 x 106.6 cm (San Diego Museum of Art © San Diego Museum of Art)
  • Francisco de Zurbarán, Der Schleier der Veronika, 1658, Öl auf Leinwand, 105 × 83,5 cm (Museo Nacional de Escultura, Valladolid © Museo Nacional de Escultura, Valladolid, Spanien)
  • Francisco de Zurbarán, Die Heilige Familie, 1659, Öl auf Leinwand, 121.5 x 97 cm (Szépmuvészeti Múzeum, Budapest © Szépmuvészeti Múzeum / Museum of Fine Arts, Budapest)
  • Juan de Zurbarán, Blumen und Früchte in einer chinesischen Schale, um 1645, Öl auf Leinwand, 82.6 × 108.6 cm (The Art Institute of Chicago, Chicago, Wirt D. Walker Fund, Inv.-Nr. 1947.511)
  • Juan de Zurbarán, Stillleben mit Zitronen in einem Weidenkorb, um 1643–1649, Öl auf Leinwand 81.4 × 108.5 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG6669)

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    9. Dezember 2025
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    8. Dezember 2025
  • Pieter van der Heyden nach Pieter Bruegel d.Ä., Geduld (Patientia), Detail, 1557, Kupferstich (Kupferstichkabinett, Städel Museum, Frankfurt a.M.)
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    8. Dezember 2025
  • Dora Maar, Mannequin mit Dauerwelle, 1935, Silbergelatine-Azug auf Barytpapier auf Karton, 23,4 x 17,7, cm (Städel Museum, Frankfurt a.M., Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V. © VG Bild-Kunst, Bonn 2026)
    Frankfurt | Städel Museum: SurFace. Über Haut
    8. Dezember 2025
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    8. Dezember 2025
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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.
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