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London | Tate Britain: Ithell Colquhoun Between Worlds | 2025

Ithell Colquhoun, Attributes of the Moon, Detail, 1947 (© Tate)

Ithell Colquhoun, Attributes of the Moon, Detail, 1947 (© Tate)

Ithell Colquhoun, eine der radikalsten Künstlerinnen ihrer Generation, war in den 1930er und 1940er Jahren eine wichtige Figur des britischen Surrealismus. Als innovative Schriftstellerin und praktizierende Okkultistin ging Colquhoun ihren eigenen Weg, untersuchte surrealistische Methoden der unbewussten Bildgestaltung und tauchte furchtlos in die Bereiche von Mythos und Magie ein.

Colquhoun erkundete die Möglichkeiten einer göttlichen weiblichen Kraft als Weg zur persönlichen Erfüllung und gesellschaftlichen Transformation. Ihr Verständnis der Welt als verbundener spiritueller Kosmos brachte sie nach Cornwall, wo sie ihre kreativen Erkundungen vertiefte, inspiriert von der alten Landschaft der Region, den keltischen Traditionen und heiligen Stätten.

 

Ithell Colquhoun in der Tate Britain 2025

Colquhouns fesselndes, vielschichtiges Universum wird anhand von Schriften, Zeichnungen, Gemälden, frühen Theaterprojekten und Wandgemälden aufgefächert. Vieles davon war noch nie zuvor öffentlich gezeigt worden. Diese Ausstellung mit über 200 Kunstwerken und Archivmaterialien zeichnet Colquhouns Entwicklung nach, von ihren frühen Studienarbeiten und ihrer Auseinandersetzung mit der surrealistischen Bewegung bis hin zu ihrer Faszination für die ineinandergreifenden Bereiche von Kunst, sexueller Identität, Ökologie und Okkultismus. Es gipfelt in einem Raum, der Colquhouns Interpretation des Taro-Decks gewidmet ist – ihrer vollendetsten Verschmelzung ihrer künstlerischen und magischen Praxis.

Die Ausstellung wird im Februar 2025 in der Tate St Ives Premiere feiern und danach in der Tate Britain zu sehen sein: St Ives | Tate St Ives: Ithell Colquhoun

Weitere Beiträge zu Ithell Colquhoun

23. Februar 2022
Ithell Colquhoun, Scylla, 1938 (Tate. © Spire Healthcare, © Noise Abatement Society, © Samaritans)

London | Tate Modern: Surrealismus global 50 Jahre surreale Kunst aus der ganzen Welt

Diese wegweisende Ausstellung wird die Geschichte der revolutionären Kunstbewegung neu schreiben und zeigen, wie Künstler auf der ganzen Welt vom Surrealismus inspiriert und vereint wurden.
12. Februar 2020
Frida Kahlo, Selbstbildnis mit Dornenhalsband, Detail, 1940 (Nickolas Muray Collection, Harry Ransom Humanities Research Center, The University of Texas at Austin) Foto: © Nickolas Muray Collection, Harry Ransom Humanities Research Center, The University of Texas at Austin, Werk: © Banco de México, Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust, México, D.F./VBK, Wien, 2010.

Frankfurt | Schirn: Künstlerinnen des Surrealismus Fantastische Frauen von Frida Kahlo bis Dorothea Tanning

Die SCHIRN Kunsthalle betont 2020 erstmals in einer großen Themenausstellung den weiblichen Beitrag zum Surrealismus. Was die Künstlerinnen von ihren männlichen Kollegen vor allem unterscheidet, ist die Umkehr der Perspektive: Oft durch Befragung des eigenen Spiegelbilds oder das Einnehmen unterschiedlicher Rollen sind sie auf der Suche nach einem neuen weiblichen Identitätsmodell.

Aktuelle Ausstellungen

29. März 2025
Vincent van Gogh, Joseph Roulin, Detail, Arles Anfang 1889, Öl auf Leinwand, 64,4 x 55,2 cm (MoMA, New York)

Boston | MFA Boston: Van Gogh und die Familie Roulin Van Goghs beste Freunde in Arles | 2025

Vincent van Goghs (1853–1890) Leidenschaft für die Porträtmalerei erblühte zwischen 1888 und 1889, als der Künstler während seines Aufenthalts im südfranzösischen Arles mehrere Porträts einer benachbarten Familie schuf – des Postboten Joseph Roulin, seiner Frau Augustine und ihrer drei Kinder Armand, Camille und Marcelle. Erstmals versammelt diese Ausstellung die Bildnisse der Familie Roulin.
29. März 2025

Kopenhagen | SMK: Michelangelo Gipsabgüsse, Zeichnungen und Briefe | 2025

Gipsabgüsse, Zeichnungen und Briefe Michelangelo Buonarroti (1475–1564) erschließen sein Leben und seine Kunst. Eingehende Studien seiner Skulpturen zeigen die komplexe Beziehung zwischen Original und Reproduktion im digitalen Zeitalter.
28. März 2025
Pierre-Auguste Renoir, Der Zopf, Detail, 1886/87, Öl auf Leinwand (Museum Langmatt, Baden, © Foto: Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown, Baden, Schweiz)

Köln | Wallraf: Impressionistische Meisterwerke aus dem Museum Langmatt Schweizer Schätze | 2025

Mit Werken von Boudin, Corot, Courbet, Gauguin, Renoir, Pissarro, Monet, Sisley, Degas, Cassat, Cézanne und Redon.
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