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Hamburg | Hamburger Kunsthalle: de Chirico Geheimnisvolle Bildwelten der „Pittura Metafisica“

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 24. Juni 2020
Giorgio de Chirico, Das Gehirn des Kindes (Le Cerveau de l'enfant), Detail, 1914, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm (Moderna Museet, Stockholm © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 ; Foto: © Moderna Museet / Stockholm)

Giorgio de Chirico, Das Gehirn des Kindes (Le Cerveau de l'enfant), Detail, 1914, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm (Moderna Museet, Stockholm © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 ; Foto: © Moderna Museet / Stockholm)

Rätselhaft sind die Bildwelten der „Pittura Metafisica“, der „Metaphysischen Malerei“, Anfang des 20. Jahrhunderts, voll Intuition, Erinnerung und Vorahnung. Mit realistisch-präzisen Möglichkeitswelten suchen Giorgio de Chirico, Giorgio Morandi und Carlo Carrà Unsichtbares sichtbar zu machen. Neuartig fußt dies zugleich auf Meisterwerken der deutschen Spätromantik. Eine andere Welt wird ahnbar jenseits des Scheins: Eben diese Vieldeutigkeit, Virtuosität, vorweggenommene Virtualität beeindrucken heute besonders stark.

De Chirico
Magische Wirklichkeit

Deutschland | Hamburg: Hamburger Kunsthalle
28.8. – 13.12.2020
22.1. – 24.5.2021

De Chirico in Hamburg

Mit „Magische Wirklichkeit“ ist in Hamburg erstmalig eine Ausstellung zu dem italienischen Künstler Giorgio de Chirico (1888–1978) zu sehen, dem Begründer der sogenannten Metaphysischen Malerei. Im Zentrum der groß angelegten Schau stehen de Chiricos ikonische Gemälde aus der wegweisenden Phase von 1909 bis 1919, in welcher er, begleitet von Giorgio Morandi und Carlo Carrà sowie seinem Bruder, dem Komponisten Alberto Savinio, mit der Pittura metafisica die Grundlagen für eine „andere Moderne“ legte. Dabei wird die Bedeutung der verschiedenen kulturellen Einflüsse Europas auf den in Griechenland geborenen und vielgereisten Künstler nachvollziehbar: die griechischen Mythen, mit denen er aufwuchs, die Auseinandersetzung mit der deutschen Philosophie – unter anderem von Friedrich Nietzsche – und mit Hauptwerken der deutschen Spätromantik während seiner Studienzeit in München, die Licht- und Raumerfahrungen auf italienischen Plätzen, die Begegnungen mit der französischen Avantgarde in Paris und schließlich sein Militärdienst in Ferrara. Vor dem Hintergrund ihres herausragenden Bestands an Werken deutscher Spätromantik kann die Hamburger Kunsthalle zudem spezifisch die frappierenden Einflüsse von Arnold Böcklin und von Max Klinger – passend zu dessen 100. Todestag 2020 – auf de Chirico darlegen.

Insgesamt sind über 60 Meisterwerke von de Chirico, sowie von Arnold Böcklin, Max Klinger, Carlo Carrà, Giorgio Morandi, Alberto Magnelli, Alexander Archipenko und anderen zu entdecken. Zusammengetragen wird eine bislang ungesehene Dichte und Qualität an teils kaum gereisten Leihgaben aus bedeutenden internationalen Museen, darunter das Museum of Modern Art, das Metropolitan Museum of Art und die Pierre and Tana Matisse Foundation in New York, das Art Institute of Chicago, das Chrysler Museum of Art in Norfolk, Virginia, das Philadelphia Museum of Art, die Peggy Guggenheim Collection in Venedig und die Tate Gallery London sowie aus hochkarätigen Privatsammlungen weltweit, ergänzt um ausgewählte Exponate der Sammlung der Hamburger Kunsthalle.

Kaum gereiste Leihgaben aus Privatbesitz und großen Museen weltweit kommen in dem Kooperationsprojekt mit den Pariser Musées d’Orsay et de l’Orangerie erstmals nach Hamburg.

Kuratiert von Dr. Annabelle Görgen-lammers (Hamburg), Paolo Baldacci (extern) und Cécile Girardeau (Paris).

 

Giorgio de Chirico, Das Gehirn des Kindes (Le Cerveau de l'enfant), 1914, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm (Moderna Museet, Stockholm © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 ; Foto: © Moderna Museet / Stockholm)
Giorgio de Chirico, Das Gehirn des Kindes (Le Cerveau de l’enfant), 1914, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm (Moderna Museet, Stockholm © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 ; Foto: © Moderna Museet / Stockholm)
Max Klinger, Erste Zukunft, 1879–1882, Radierung und Aquatinta, 36 x 23,4 cm (Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Hamburg, Foto: © Hamburger Kunsthalle / bpk Christoph Irrgang)
Max Klinger, Erste Zukunft, 1879–1882, Radierung und Aquatinta, 36 x 23,4 cm (Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Hamburg, Foto: © Hamburger Kunsthalle / bpk Christoph Irrgang)

 

Giorgio de Chirico in Hamburg: Bilder

  • Giorgio de Chirico, Sterbender Zentaur (Centaure mourant), 1909, Öl/Lw, 118 x 75 cm (Assicurazioni Generali)
  • Giorgio de Chirico, Der Lohn des Wahrsagers (La Récompense du dévin), 1913, Öl/Lw, 135,6 x 180 cm (Philadelphia Museum of Art, Louise and Walter Arensberg Collection, 1950, 1950-134-38)
  • Giorgio de Chirico, Das Gehirn des Kindes (Le Cerveau de l'enfant), 1914, Öl/Lw, 80 x 65 cm (Moderna Museet, Stockholm)
  • Giorgio de Chirico, Der Prophet (Le Vaticinateur), 1914/15, Öl/Lw, 89,6 x 70,1 cm (The Museum of Modern Art, New York, Nachlass James Thrall Soby)
  • Max Klinger, Erste Zukunft, 1879–1882, Radierung und Aquatinta, 36 x 23,4 cm (Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Hamburg)

Aktuelle Ausstellungen

24. Oktober 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 24. Oktober 2026

Washington | The Philipps Collection: Avery, Gottlieb, Rothko: Am Meer

Drei Freunde - Milton Avery, Adolph Gottlieb ud Mark Rothko - verbrachten den Sommer immer auf Cape Ann. Im Herbst 2026 erzählt die Philipps Collection die Geschichte wechselseitiger Inspiration.
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23. Oktober 2026
Rembrandt van Rijn, Hl. Hieronymus lesend in einer italienischen Landschaft, Detail, um 1653, Kupferstich und Kaltnadel, auf Japanpapier, 25,9 x 21 cm (erworben von der J. Pierpont Morgan 1905, The Morgan Library & Museum (RvR 165)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 23. Oktober 2026

New York | The Morgan: Rembrandts Löwen. Kunst und Exil in den Niederlanden

2026/27 vereint The Morgan & Museum zum ersten Mal eine Sammlung von Zeichnungen, Radierungen und Gemälden, um die oft übersehene, aber prägende Präsenz von Migrant:innen, Einwander:innen, Exilant:innen und Flüchtlingen in Rembrandts Welt und Werk hervorzuheben.
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23. Oktober 2026
Oskar Kokoschka, Olda Palkovskà, Detail, 1937, Öl auf Leinwand, 90 × 67 cm (Fondation Oskar Kokoschka, Vevey, Inv.-Nr. 70) © Fondation Oskar Kokoschka / Bildrecht, Wien 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 23. Oktober 2026

Salzburg | Museum der Moderne Altstadt (Rupertinum): Kokoschkas Hintergründe

Oskar Kokoschka gesataltete den Hintergrund seiner Gemälde zunehmend komplexer. Erstmals widmet das Museum der Moderne in Salzburg diesem Thema eine eigene Ausstellung (2026/2027).
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23. Oktober 2026
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Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 23. Oktober 2026

Wiesbaden | Wiesbaden Museum: Die Blauen Reiterinnen

Erstmals zeigt das Museum Wiesbaden die Künstlerinnen des "Blauen Reiter"! Mit Gabriele Münter, Marianne von Werefkin, Erma Bossi, Maria Marc, Elisabeth Erdmann-Macke, Sonia Delaunay-Terk, Emmi Dresler, Elisabeth Epstein, Natalja Gontscharowa, Else Lasker-Schüler und die fast unbekannten Olga Meerson sowie Carla Pohle.
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23. Oktober 2026
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Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 23. Oktober 2026

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Die Kunsthalle München zeigt im Herbst/Winter 2026/2027 eine Gruppenausstellung der wichtigsten Künstler Barcelonas um 1900, mit Gaudí & dem jungen Picasso.
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Leonor Fini, Dans la tour [Im Turm (Selbstporträt mit Constantin Jelenski)], Detail, 1952, 91 x 64,3 cm (Palazzo Reale, Mailand)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 22. Oktober 2026

Frankfurt | Schirn: Leonor Fini

Im Winter 2026/2027 zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt die erste große Ausstellung zu Leonor Fini in Deutschland. Rund 150 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Objekte, geben einen umfassenden Einblick in das faszinierende Œuvre der Künstlerin.
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