Giuseppe Arcimboldo

Wer war Giuseppe Arcimboldo?

Giuseppe Arcimboldo (seltener auch Archimboldi, Arcimbaldo; Mailand * um 1526–11.7.1593 Mailand) war ein vor allem in Mailand, Wien und Prag tätiger Maler des Manierismus (→ Renaissance). Berühmt sind seine Tafelbilder, auf denen er Blumen, Früchte oder Gemüse, aber auch Gegenstände wie Bücher zu Porträts oder Stillleben arrangierte, die so genannten „teste composte“. Neben seiner Tätigkeit als Maler entwarf Arcimboldo Festdekorationen und war am Prager Hof auch als Ingenieur, Kostümbildner und Musiker tätig. Von seinen Werken ist nur ein Teil erhalten.

Arcimboldos künstlerische Laufbahn lässt sich in drei Phasen unterteilen:

  • 1526–Ende 1562: Arcimboldis Lehrzeit und Laufbahn in Mailand bis zu seiner Abreise nach Wien an den Hof der Habsburger.
  • März 1563–1587: Insgesamt 25 Jahre verbrachte Arcimboldo am Hof ​​der Habsburger. Er diente drei Kaisern, Ferdinand I., Maximilian II. und Rudolf II., als Porträtist, Erfinder der berühmten „teste composte [Kompositköpfe]“ und Festdekorateur.
  • 1587–1593: Die letzten sechs Jahre lebte Arcimboldo in Mailand. Er war inzwischen ein erfolgreicher Künstler, der noch immer Gemälde nach Prag entsandte. Dafür wurde er in den Rang eines Pfalzgrafen erhoben. Geschickt nutzte er befreundete Schriftsteller, Historiker und Dichter, damit sie seine Kunst preisen.

Kindheit

Über Arcimboldos frühe Jahre ist kaum etwas bekannt. Leider überlieferte keiner seiner drei humanistischen Freunde, Giovanni Paolo Lomazzo, Paolo Morigia und Gregorio Comanini, die der betagte Arcimboldo mit der Abfassung von huldvollen Gedichten beauftragte, viel über Arcimboldos künstlerische Karriere vor seiner Abreise aus Mailand. Deshalb muss die frühe Biografie Arcimboldos auf Dokumente und Quellen gestützt werden.1

Die frühere Annahme, Arcimboldo sei 1527 geboren, stützte sich auf einen Eintrag in Mailänder Sterberegistern, wonach er im Alter von 66 Jahren starb. Aufgrund eines lange Zeit unbekannten Selbstbildnisses (Gabinetto Disegni e Stampe di Palazzo Rosso, Genua), das die Jahreszahl 1587 und die Altersangabe 61 trägt, gilt nun 1526 als das wahrscheinlichste Geburtsjahr2

Arcimboldo und sein Vater waren traditionell mit der Mailänder Adelsfamilie Arcimboldi verbunden, deren Mitglieder (Juristen) in hochrangige Ämter gewählt wurden und die auch Bischöfe Mailands stellte. Es scheint, dass Arcimboldo nicht nur Morigia davon überzeugte, dass seine adlige Herkunft von einem viel älteren Zweig der Arcimboldis stammte, der auf Karl den Großen zurückgeht3, sondern sogar die Kaiser. Rudolf II. bestätigte ihm 1580 seinen Adelstitel erneut und verlieh ihm 1592 zudem den Titel eines Pfalzgrafen.4 Erst vor Kurzem wurde entdeckt, dass Arcimboldos Vorfahren über viele Generationen hinweg als Maler in kleinen lombardischen Dörfern gearbeitet hatten.5 Biagio Arcimboldo, Giuseppes Vater, ließ sich in einem Porträt von Bernardino Luini im edlen Profilporträt wiedergeben. Wenn nicht durch seinen Beruf und die Kunst der Malerei so könnte sich Biagio durch seinen Namen geadelt gefühlt haben.

Ausbildung

Giuseppe Arcimboldo dürfte seine Ausbildung bei seinem Vater Biagio absolviert haben. Für die weitere Karriere des Künstlers ist wichtig, dass die Stadt Mailand seit 1525 zum Herrschaftsbereich der Habsburger gehörte. Im Jahr 1560 wurde Karl Borromäus (reg. 1565–1584), ein entschiedener Anhänger der Gegenreformation, zum Erzbischof von Mailand ernannt.6 Während dieser Zeit war Arcimboldo, mit Ausnahme von Besuchen in den Jahren 1566 bis 1568, 1576/77 und 1581, die meiste Zeit nicht in seiner Stadt.7

Leonardo da Vinci und Arcimboldo – der Naturalismus der lombardischen Schule

Die lombardische Schule des 16. Jahrhunderts gilt als Wiege des Naturalismus, basierend auf der direkten Beobachtung der Natur.8 Leonardo da Vinci, der berühmteste Künstler der Stadt vor der Geburt Arcimboldos, prägte über 20 Jahre die Mailänder Kunst. Leonardos Stil beeinflusste die lombarische Schule bis weit ins 16. Jahrhundert hinein, denn neben prachtvollen Fresken und Gemälden, grandiosen Architekturprojekten und monumentalen Skulpturen hinterließ der Meister auch viele Manuskripte und Zeichnungen, in denen sein geistiges Erbe festgehalten ist.9 Der Haupterbe dieser Sammlung war Francesco Melzi, aber auch andere Schüler besaßen wertvolle Bücher mit Zeichnungen Leonardos, darunter Arcimboldos Kollege Aurelio Luini oder Ambrogio Figino10. Leonardo hatte in seinen Schriften die Bedeutung des Studiums und der Beobachtung der Natur betont, was sich in seinen Werken in einer Art Naturmystik niederschlug.

Leonardos Schüler setzten ihr intensives Naturstudium in ihren Werken fort. Eine Zeichnung Arcimboldos mit Reptilien und einem toten Chamäleon zeugt von seinem „wissenschaftlichen“ Interesse an der Natur.11 Ihr Entstehungsdatum 1553 fällt noch in seine Mailänder Zeit. Das Blatt erinnert an eine von Vasari vermittelte Geschichte von Leonardo, der ein Medusenhaupt auf einen Schild malte: Er brachte Salamander, grüne Eidechsen, Grillen, Schlangen, Schmetterlinge, Heuschrecken, Fledermäuse und andere merkwürdige Kreaturen in sein Zimmer, aus denen er ein „ganz schreckliches und furchterregendes Tier“ schuf.12 Der Herzog von Mailand kaufte den Schild – oder eine Version davon; Caravaggio reagierte darauf mit seiner schrecklichen Medusa (Uffizien, Florenz).

Leonardos großer Erfindungsreichtum erstreckte sich auch auf die dekorativen Künste.13 Im 16. Jahrhundert beschäftigte sich ein großer Teil der Mailänder Kunstszene mit Edelsteinschleiferei, Goldschmiedekunst, Juwelierhandwerk, Rüstungsherstellung, Seidenweberei, Bronzeguss und ganz allgemein mit der Herstellung exquisiter Luxusgegenstände.14 Diese Objekte waren ausschließlich für den Export an die exklusivsten Höfe Europas bestimmt. Viele dieser Handwerker arbeiteten nach Zeichnungen, die ihnen von Malern zur Verfügung gestellt wurden. Man sollte deshalb die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Arcimboldo zu Beginn seiner Karriere an solchen Aktivitäten beteiligt war. Es ist zumindest bekannt, dass der hochbetagte Künstler nach seiner Rückkehr nach Mailand vom Kaiser, seinem jüngeren Bruder und anderen Mitgliedern des Hofes Aufträge erhielt, eine Reihe seltener Objekte aus kostbaren Materialien wie Ebenholz, Elfenbein, Bergkristall und Edelsteinen herzustellen. Darunter befanden sich Schreibtische, Schlitten und Bergkristallplatten.15

Hinzu kommt, dass die Grotesken Leonardos auch im Norden bekannt waren und nicht nur Hieronymus Bosch, sondern auch Künstler wie Quentin Massys und Jan Massys beeinflusst hatten. Der Austausch zwischen Nord und Süd, insbesondere im burlesken und satirischen Genre, war viel dynamischer, als gemeinhin angenommen wird.16

Werke

Mailand

Die erste Erwähnung von Giuseppe Arcimboldo stammt aus dem Jahr 1549, als er gemeinsam mit seinem Vater an der Ausschmückung des Mailänder Doms arbeitete. Aus den Akten des Mailänder Doms geht hervor, dass diese Arbeiten bis 1559 andauerten.

Bereits 1518 hatte Giuseppes Vater Biagio für die Veneranda Fabbrica del Duomo in Mailand zu arbeiten begonnen; er entwarf jahrzehntelang Kartons für die Buntglasfenster des Mailänder Doms. Im Jahr 1549 schloss sich ihm Giuseppe an, der fast zehn Jahre lang für die Fabbrica arbeitete und eine Reihe von Kartons zeichnete, aber auch Wappen und Banner malte und andere kleinere Arbeiten ausführte. Vater und Sohn zeichneten zahlreichen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie aus dem Leben der Heiligen. Giuseppe Arcimboldo wird ein deutlich dynamisierter Stil zugeschrieben. Seine Szenen zeichnen sich durch dynamischere Bewegungen der Figuren und gewagtere räumliche Strukturen aus.17

Im Jahr 1556 wurde Arcimboldo beauftragt, gemeinsam mit Giuseppe Meda und anderen weniger bekannten Malern die Fresken im Dom von Monza zu malen.18 Sein Beitrag zum monumentalen Fresko des Lebensbaums lässt sich vielleicht an den großen gelben Zitronen erkennen, die an jene Früchte erinnern, die an der Brust des „Winters“ hängen.

Vier Jahre später, 1560, lieferte Arcimboldo der Kathedrale von Como den Karton für einen Wandteppich mit der Darstellung der „Dormitio Virginis [Marientod]“, dessen Mittelteil durch eine konventionelle und klassizistische Komposition auszeichnet und von einem Fries aus üppigen, mit Naturelementen und Früchten verflochtenen Girlanden eingerahmt wird. Dies zeigt bereits Arcimboldos Liebe zu phantasievollen Dekorationen.19 Es ist schwierig, sich ein klares Bild von Arcimboldos Stil in dieser Zeit zu machen. In dieser Zeit war es weit verbreitet, Projekte von mehreren Händen ausführen zu lassen, und seine – heute verlorenen – Projekte wurden zudem oft von anderen Künstlern in andere Medien übertragen.

Dokumenten zufolge arbeitete Arcimboldo während seiner Zeit in Mailand ausschließlich für religiöse Kunden. Das einzige Arcimboldo zugeschriebene Porträt aus seiner frühen Mailänder Phase findet sich im Inventar des Grafen Giovanni Anguissola von 1578. Seine Tätigkeit am kaiserlichen Hof – zunächst in Wien, dann in Prag – beweist jedoch vielseitige Interessen, die Arcimboldo eine breite und abwechslungsreiche Palette von Aufträgen ermöglichten. Daraus lässt sich schließen, dass er bereits in Italien den Nachweis erbracht haben muss, dass er über einige dieser Eigenschaften verfügte.

Ausgehend von diesen frühen Werken bleibt es ein Rätsel, wie Arcimboldo zu einer solchen Berühmtheit gelangen konnte, dass Maximilian II. ihn nach Wien berief. Wir können nur vermuten, dass er weitere Arbeiten – für private Auftraggeber – ausgeführt hat, von denen jedoch keine dokumentarischen Spuren mehr vorhanden sind.

Wien

Arcimboldo war bereits 36 Jahre alt, als er seine Heimatstadt Mailand verließ, um am Hof ​​der Habsburger sein Glück zu suchen. Hier diente er unter drei Kaisern, zuerst in Wien und dann in Prag, und verdiente sich Ehrungen und finanzielle Belohnungen.

Arcimboldos Anwesenheit am Wiener Hof ist im März 1563 dokumentiert. Darin wird er als Maler namens „Joseph“ im Dienste seiner Majestät des Königs von Böhmen erwähnt, der im Auftrag Kaiser Ferdinands I.20 eine Reihe von Porträts kopieren sollte. Auf der offiziellen Gehaltsliste war Arcimboldo zusammen mit dem Maler Giulio Licinio21 als „Porträtist“ eingetragen. Arcimboldo blieb dort als sogenannter „Hauskonterfetter“ auch unter den Nachfolgern Ferdinands I., den Kaisern Maximilian II. und Rudolf II., tätig.

Der Kunsttheoretiker Giovanni Paolo Lomazzo, ein Zeitgenosse Arcimboldos, erwähnt zwei von Arcimboldo geschaffene Porträts: das von Kaiser Maximilian II. und das von König Philipp II. von Spanien22, und laut Morigia existierten „Porträts aller Mitglieder des österreichischen Hofes aus der Hand unseres Arcimboldo“. Wenn diese Information glaubwürdig ist, dann muss der Maler offizielle Hofporträts angefertigt haben. Sofern jedoch keine weiteren Beweise auftauchen, bleibt auch die Zuschreibung der Bildnisse der Erzherzoginnen im Bereich des Wahrscheinlichen (um 1563, KHM, Wien).23 Ferdinand I. ernannte ihn 1564 zum Hofmaler.

Kaiser Maximilian (reg. 1564–1576) war ein kultivierter und geistreicher Intellektueller, der zudem mehrere Sprachen beherrschte und seinen Hof zu einem kulturellen Zentrum ersten Ranges machte. Er zog Gelehrte aus ganz Europa an,24 darunter Humanisten und Gelehrte wie Wolfgang Lazius, Paulus Fabrizius, Jacopo Strada und Giovanni Battista Fonteo, aber auch Carolus Clusius, Rembert Dodoens, Ogier de Busbecq und viele andere25. Der Herrscher interessierte sich besonders für die Naturwissenschaften und ließ in verschiedenen Teilen der Stadt Wien – in Ebersdorf, im Prater und anderswo – zoologische und botanische Gärten zur Züchtung neuer Tier- und Pflanzenarten aus der Neuen Welt und Ostasien errichten. In seiner Leidenschaft konkurrierte Maximilian mit anderen europäischen Herrschern, insbesondere mit seinem Cousin, dem spanischen König Philipp II., der offenbar schon vor ihm in den Besitz seltener Exemplare gelangt war26.

Die Habsburger übertrugen ihm eine weitere wichtige Aufgabe: die Planung und Leitung der prunkvollen höfischen Feste. Maskenbälle und Maskenspiele waren eine internationale Kunstform, die sich an den europäischen Höfen großer Beliebtheit erfreute. Dabei beschränkten sich die Künstler nicht nur auf die Gestaltung von Triumphbögen und anderer ephemerer Architektur, sondern entwarfen auch Spiele, Tänze und Prozessionen unter aktiver Beteiligung der Herrscher, ihrer Familien und des Hofstaates. Es ist möglich, dass Arcimboldo bereits in seiner ersten Zeit in Mailand die Gelegenheit hatte, einige Aspekte dieser Feierlichkeiten zu leiten.27

Von diesen prunkvollen Veranstaltungen blieben nur Skizzen für Kostüme, Ungeheuer, Satteldecken und Entwürfe für elegante Kutschen. Von den vier Zeichnungskonvoluten, die Arcimboldo Kaiser Rudolf II. schenkte, ist heute nur noch eines bekannt (Florenz, Uffizien)28, das 150 Entwürfe für höfische Feste, Studien zu Kutschen enthält. Die Entwürfe zeichnen sich durch eine exquisite Fähigkeit zur metamorphischen Erfindung aus und tragen die Widmung an den Kaiser mit dem Datum.158529 Diese fragmentarische Zeichnungssammlung erweckt den Eindruck, dass Arcimboldo vor allem ein Schöpfer vergänglicher Wunderwerke war, was erklären würde, warum nur ein kleiner Teil seines Werkes überliefert ist,  obwohl er 25 Jahre im Dienste des Kaisers stand. Gelegentlich, manchmal rein zufällig, tauchen Hinweise auf seine anderen Tätigkeiten auf. So weist die Zeichnung eines Brunnens darauf hin, dass der Künstler an der Gestaltung des Gartens für das von Maximilian am Stadtrand von Wien errichtete Palais Neugebäude beteiligt war, das sich an der von Giulio Romano entworfenen „Vorstadtvilla“ Palazzo Te in Mantua orientierte30.

„Vier Jahreszeiten“ und „Vier Elemente“ – „teste composte“

Bald darauf entstanden die ersten Bildfolgen der „Vier Jahreszeiten“ und der „Vier Elemente“. Mit diesen „teste composte“ prägte er einen Kompositionsstil, der für ihn typisch wurde. Am Neujahrstag 1569 präsentierte Arcimboldo dem Kaiser seine bizarren und teilweise monströsen Kompositionen.

Arcimboldos Zeitgenosse, der Kunsttheoretiker Giovanni Paolo Lomazzo, nannte diese Kompositionen „teste composte“. Es handelt sich um verblüffende Porträts, die mit Blumen, Früchten, Tieren, aber auch Gegenständen gestaltet sind. Diese einzelnen Gegenstände arrangierte Arcimboldo so kunstvoll, dass sie sich mit Hilfe der Vorstellungskraft des Betrachters zum Bild eines menschlichen Kopfes zusammenfügten. Zeitgenossen attestierten diesen assoziativen Bildern oft eine große Ähnlichkeit mit den dargestellten Personen. Mit diesem Konzept erweist sich Arcimboldo als markanter Vertreter des Manierismus, einer Stilrichtung der Spätrenaissance. Die Künstler der Renaissance hatten in der Wiedergabe der Natur einen hohen Grad an Perfektion und Harmonie erreicht. Der Manierismus lieferte einen Gegenentwurf bzw. eine damals moderne Erweiterung der Möglichkeiten. Einzelne Künstler wie Arcimboldo legten ihren Werken nun subjektive oder phantastische Vorstellungen zugrunde, die weit über die klassisch-harmonische Darstellung hinausgingen. Die allegorische oder enigmatische (rätselhafte, geheimnisvolle) Darstellung wurde zu einem wesentlichen Stilelement des Manierismus.

Giuseppe Arcimboldo schuf zahlreiche Bilder dieser Art, darunter ein Porträt des Kaisers Maximilian II. Für dessen Kopf fügte er Fische und Meeresfrüchte zusammen. Bekannt sind auch Arcimboldos Umkehrbilder, auf denen zunächst Stillleben aus Gemüse oder Blumen zu sehen sind; wenn die Bilder auf den Kopf gestellt werden, verändern sie sich zu Porträts.

 

Der Frühling

Es handelt sich um ein Gemälde aus der Serie der „Vier Jahreszeiten“, einem Thema, das Arcimboldo immer wieder aufgriff. Das Gesicht der Dargestellten ist aus Rosenknospen und einzelnen, nicht identifizierbaren Blüten zusammengesetzt. Das Ohr ist aus einer Pfingstrosenblüte geformt, eine Akelei bildet den Ohrring, während Maiglöckchen die Zähne darstellen. Das Haar besteht aus verschiedenen Blumen, eine Madonnenlilie ist als Zierde aufgesteckt. Das Kleid besteht aus grünem Blattwerk, erkennbar sind die Blätter von Kohl, Löwenzahn und Walderdbeeren. Der Kragen besteht aus weißen Blüten, darunter Margeriten.

Prag

1570 wurde Arcimboldo nach Prag geschickt, um für Maximilian II. einen großen Festumzug mit mythologischen Themen zu gestalten. Sein Einfallsreichtum als Maler, aber auch bei der Ausrichtung von Umzügen, Krönungsfeiern, prunkvollen Hochzeiten und dergleichen wurde allgemein bewundert. Als Maler, Bühnenbildner, Architekt, Ingenieur und Organisator in einer Person inszenierte er glänzende Feste und höfische Maskeraden, die dazu geeignet waren, die Macht des Kaisers zu verdeutlichen, seinen Ruhm zu vergrößern und das Volk wenigstens für kurze Zeit von seinem alltäglichen Elend abzulenken.

Seit 1575 war er Hofmaler des Kaisers Rudolf II., Maximilians Sohn und Nachfolger. Rudolf II. war ein politisch eher unbedeutender Kaiser, aber ein Freund der Künste und der Wissenschaft, er hielt sich einen bunten Hofstaat von Künstlern, Astronomen, Astrologen und Alchimisten. Arcimboldo hatte für ihn ähnliche Aufgaben zu erfüllen wie zuvor für Maximilian.

Darüber hinaus erfand er hydraulische Maschinen, beschäftigte sich mit einem Museumsprojekt und verfolgte sein Vorhaben, Musik in Farbwerte zu übertragen. Er war nämlich davon überzeugt, dass Malerei und Musik denselben Gesetzen gehorchen, und versuchte daher, eine wissenschaftliche Theorie zu entwickeln, wonach eine feste Beziehung zwischen harmonischen Proportionen von Tönen und Halbtönen einerseits und Farbnuancen andererseits bestünde.

Das „Selbstporträt“ (Národní galerie v Praze, Prag), auf dem sich Arcimboldo frontal dargestellt, zeigt eine vornehme Erscheinung in elegant gestreckten Konturen und im melancholischen Ausdruck, der zum düsteren und „aristokratischen“ Beruf des Künstlers passt.31

Arcimboldo in der Druckgrafik

Ein Jahreszeiten–Zyklus Arcimboldos, bestehend aus „Frühling“ und „Sommer“ sowie „Herbst“ und „Winter“ (Amsterdam, Rijksmuseum), wurde von einem anonymen Künstler in der Technik der Radierung realisiert. Die Büsten sind im Profil wiedergegeben und paarweise zueinander angeordnet. Tatsächlich erinnern die Profilköpfe in ihrer Anordnung an die Grotesken Leonardos. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es die Frage, wann diese Radierungen entstanden sein könnten. Handelt es sich bei diesen einfacheren Kompositköpfen um Werke einer früheren Phase von Arcimboldo, vielleicht noch aus der Mailänder Zeit32 oder sind sie um 158033 zu datieren? Wie die Frage beantwortet wird, hängt von der Rekonstruktion der chronologischen Entwicklung der zusammengesetzten Köpfe Arcimboldos ab. Wer an eine klare Entwicklung – von einer expliziteren, additiven und parataktischen Wiedergabe jedes Details hin zu einer zunehmenden Verschmelzung der einzelnen Objekte und ihrer Unterordnung unter ein einheitliches Ganzes – glaubt, wird sie früh datieren.34

Arcimboldo in der Druckgrafik

Ein Jahreszeiten–Zyklus Arcimboldos, bestehend aus „Frühling“ und „Sommer“ sowie „Herbst“ und „Winter“ (Amsterdam, Rijksmuseum), wurde von einem anonymen Künstler in der Technik der Radierung realisiert. Die Büsten sind im Profil wiedergegeben und paarweise zueinander angeordnet. Tatsächlich erinnern die Profilköpfe in ihrer Anordnung an die Grotesken Leonardos. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es die Frage, wann diese Radierungen entstanden sein könnten. Handelt es sich bei diesen einfacheren Kompositköpfen um Werke einer früheren Phase von Arcimboldo, vielleicht noch aus der Mailänder Zeit35 oder sind sie um 158036 zu datieren? Wie die Frage beantwortet wird, hängt von der Rekonstruktion der chronologischen Entwicklung der zusammengesetzten Köpfe Arcimboldos ab. Wer an eine klare Entwicklung – von einer expliziteren, additiven und parataktischen Wiedergabe jedes Details hin zu einer zunehmenden Verschmelzung der einzelnen Objekte und ihrer Unterordnung unter ein einheitliches Ganzes – glaubt, wird sie früh datieren.37

Rückkehr nach Mailand

Erst 1587 erlaubte Kaiser Rudolf II. Arcimboldo die Rückkehr in seine Heimatstadt Mailand. Zuvor hatte Rudolf II. seine Ernennung in den erblichen Adelsstand bestätigt und ihn mit einem Wappenschild geehrt; 1592 wurde ihm der nicht erbliche Titel eines Hofpfalzgrafen verliehen. Nachdem Arcimboldo Prag verlassen hatte und nach Mailand zurückgekehrt war, schuf er seine raffiniertesten und poetischsten Köpfe für Kaiser Rudolf.

Selbstbildnis

Nach Mailand zurückgekehrt, porträtierte sich der Künstler selbst (1587, Gabinetto Disegni e Stampe di Palazzo Rosso, Genua). Er stellte seinen Kopf aus überlappenden Rollen und Papierblättern zusammen. Auf dem Kragen der Figur ist die Jahreszahl „1587“ geschrieben, während die zwischen den Falten seiner Stirn versteckte Altersangabe „61“ den Witz veranschaulicht, der seine gemalten Erfindungen berühmt machte. Es wurde vermutet, dass Arcimboldo die Schriftrollen und Blätter absichtlich leer ließ, um mit lobenden Worten auf seinen Ruhm gefüllt zu werden, beschäftigte sich der Künstler doch während seiner letzten Lebensjahr sehr bewusst und gezielt mit seinem Nachruhm.38

Papier ist das Medium zur Übermittlung der Zeichenkunst – ein Symbol für inventione, die künstlerische Kreativität – und von Gedichten. Es gibt Gedichte über seine Kunstwerke, die mit „G.A.“ signiert sind. Das lässt den Schluss zu, dass Arcimboldo seinen Wunsch zum Ausdruck bringen wollte, sowohl als Dichter als auch als Philosoph angesehen zu werden.39 Dieses Selbstporträt kann daher als eine Art „Logo“ oder „Unternehmen“ betrachtet werden. Arcimboldos komplexe Künstlerpersönlichkeit baut auf Eigenschaften wie Erfindungsreichtum, Humor, philosophischem Scharfsinn und vor allem einer Liebe zum Paradoxen auf.40

Flora

Der Künstler schickte dem Kaiser zunächst die Göttin „Flora“, eine weibliche Büste aus Blumen.

 

Vertumnus

Nach der „Flora“ vollendete Arcimboldo eine Hommage an Kaiser Rudolf II., verkleidet als antiker Gott „Vertumnus“ (um 1590, Bålsta, Schloss Skokloster), Gott der Veränderung, der Jahreszeiten und der Landwirtschaft.41 Das Bild ist eine Allegorie auf die Kontinuität einer guten Regierung, als Bewahrer des Wohlstandes nach den Kriegen gegen die Osmanen, wobei dem Herrscher auch Macht über das Pflanzenreich zugesprochen wird. Die Büste ist aus verschiedenen Obst-, Gemüse- und Getreidesorten sowie Blüten zusammensetzt. Auch die für Rudolf typischen Erkennungsmerkmale – pralle Backen (Apfel, Pfirsich), Tränensäcke (Birnen) und Bart (Nüsse, Kastanien, Hirserispen als Hängebacken oder Backenbart?) – werden berücksichtigt.42

Zusammen mit dem Gemälde schickte Arcimboldo ein Büchlein mit einer Sammlung von Lobliedern auf die beiden Werke, die von seinen Freunden Borgogni, Gherardini, Comanini und vielen anderen, darunter ihm selbst, verfasst worden waren. Comaninis Madrigal, das der „Flora“ gewidmet ist, spielt mit dem Wechsel der Worte „Flora“ und „fiori [Blumen]“ und illustriert damit das künstlerische Prinzip, das Arcimboldo bei seinen zusammengesetzten Köpfen anwendet, nämlich das Paradoxon der Koexistenz von Einheit und Vielfalt43: Man kann den ganzen Kopf als eine Einheit betrachten oder sich auf die zahlreichen unterschiedlichen Objekte konzentrieren, aus denen er sich zusammensetzt. Lomazzos Thesen über die verschiedenen Standpunkte, die der Betrachter einzunehmen hat, werden in diesem Zusammenhang nachhaltige Konsequenzen für den kunsttheoretischen Diskurs über die Malerei haben.44 Dem Kaiser dürfte das Bild äußerst gut gefallen haben, denn er belohnte Arcimboldo 1592 mit dem Titel eines Pfalzgrafen.

Kopf mit den vier Jahreszeiten

Der „Kopf mit den vier Jahreszeiten“ (Washington D.C., National Gallery of Art, Paul Mellon Fund) ist eines der letzten Werke Giuseppe Arcimboldos. Er schenkte es seinem Freund Comanini.45 Der kahle Baumstamm stellt den Winter dar, der nichts hervorbringt, sich aber an den Gaben der anderen Jahreszeiten erfreut: den Blumen im Frühling, den Kirschen, dem Weizen und den Pflaumen im Sommer, den Äpfeln und Trauben im Herbst. Der Name des Künstlers, der unter der geschälten Rinde eines Astes zwischen den Äpfeln auf das Holz geschrieben ist, lässt vermuten, dass es sich bei dem Gemälde um ein verstecktes Selbstporträt handeln könnte.46

Kopf mit den vier Jahreszeiten

Der „Kopf mit den vier Jahreszeiten“ (Washington D.C., National Gallery of Art, Paul Mellon Fund) ist eines der letzten Werke Giuseppe Arcimboldos. Er schenkte es seinem Freund Comanini.47 Der kahle Baumstamm stellt den Winter dar, der nichts hervorbringt, sich aber an den Gaben der anderen Jahreszeiten erfreut: den Blumen im Frühling, den Kirschen, dem Weizen und den Pflaumen im Sommer, den Äpfeln und Trauben im Herbst. Der Name des Künstlers, der unter der geschälten Rinde eines Astes zwischen den Äpfeln auf das Holz geschrieben ist, lässt vermuten, dass es sich bei dem Gemälde um ein verstecktes Selbstporträt handeln könnte.48

Arcimboldos Ruhm

In Mailand berichtete Giuseppe Arcimboldo Historikern, Schriftstellern und Dichtern von den großen Erfolgen, die er am kaiserlichen Hof erzielt hatte. Vor allem der Künstler und Kunsttheoretiker Giovanni Paolo Lomazzo49, der Mailänder Historiker Paolo Morigia50 und der Humanist Gregorio Comanini51 gehörten zu seinen bevorzugten Panegyrikern. Arcimboldo war sich offensichtlich der Tatsache bewusst, dass Worte mehr Ruhm verschaffen konnten als Kunstwerke, insbesondere im Ausland. Diesen drei Männern und ihren Schriften verdanken wir alles, was wir über Arcimboldos Leben und Werk wissen.52 In Morigias „La nobiltà di Milano“ (1595) kann man lesen:

„Alles, was ich bisher über das Haus Arcimbolda geschrieben habe, habe ich von Signor Giuseppe Arcimboldo erhalten, einem Herrn des Glaubens und der Integrität des Lebens.“53

In seinem Malereitraktat (1584) beschreibt Lomazzo die „teste composte“ Arcimboldos bewusst als perfekte Dekoration für Gasthäuser, Tavernen und andere „quecksilbrige“ Orte, während er sie in seiner „Idea del tempio della pittura“ (1590) als für Herrscher und Kaiser geeignete Werke rühmte.54 Für diese überraschende Unstimmigkeit gibt es mehrere mögliche Ursachen: So waren etwa Künstler während der Amtszeit von Karl Borromäus gezwungen, sich an strenge Anstandsregeln zu halten und Werke oder Gemälde zu verhüllen, die als „gefährdet“ galten. Kunst sollte ausschließlich unter dem Gesichtspunkt ihres Nutzens für den gläubigen Christen beurteilt werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Kardinal Paleotti in seinem 1582 veröffentlichten „Discorso intorno alle immagini sacre e profane“ bestimmte Werke als „lächerliche Gemälde“ bezeichnete und ihnen eine dämonische und grenzüberschreitende Kraft zuschrieb, die unterdrückt werden müsse.55 Überzeugender erscheint jedoch die Annahme, dass es Arcimboldo dank seines Einfallsreichtums gelang, seine aus dem „niederen Genre“ komponierten Köpfe zu Lobgesängen auf den Kaiser zu erheben.

Tod

Arcimboldo starb am 11. Juli 1593 in Mailand.

Seine Bild-Erfindungen beeindruckten manchen Künstler des Surrealismus, darunter Salvador Dalí, der in seinem Gesicht der Mae West als Appartement (Gouache, Chicago) und Spanien (Öl, Rotterdam) Anregungen Arcimboldos aufnahm und weiterverarbeitete.

Der Asteroid (6556) Arcimboldo wurde nach ihm benannt.

Beiträge zu Arcimboldo

11. März 2025
Arcimboldo, Sommer und Wasser (KHM, Wien)

Wien | KHM: Arcimboldo – Bruegel – Bassano Die Zeiten der Natur | 2025

Es ist im Frühjahr 2025 im KHM eine Ausstellung mit dem Titel „Arcimboldo – Bruegel – Bassano“ geplant. Bisher gibt es noch keine Ankündigung, wie Giuseppe Arcimboldo, Pieter Bruegel und Jacopo Bassano in „Zeiten der Natur“ zusammenpassen.
14. Februar 2019
Peter Paul Rubens, Porträt der Clara Serena Rubens, Detail, um 1616, Öl auf Leinwand auf Holz (© LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna)

Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein zu Gast in der Albertina Rubens bis Makart, Arcimboldo bis Waldmüller

Zum 300. Geburtstag des Reichsfürstentums Liechtenstein sind die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein zu Gast in der Albertina: Arcimboldo, Rubens, Amerling, Waldmüller.
10. April 2017
Maria Sibylla Merian, Buschrose mit Miniermotte, Larve und Puppe, Detail, 1679, Aquarell auf Pergament, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK

Blumenbilder Ausstellung "Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes" in Berlin und Frankfurt

Blumen haben in der Kunst immer schon eine große Rolle gespielt – von Rankenwerken in Pompeij über mittelalterlichen Buchschmuck, vom Genter Altar bis zur Blumen-Symbolik barocker Blumenstillleben. Erste realistische Darstellungen von Blumen finden sich um 1500 in Büchern zu Natur- und Heilkunde. Vergleichbar naturalistische Schilderungen finden sich in der Kunst erstmals in den Werken von Martin Schongauer und Albrecht Dürer. Vorbereitend für das außergewöhnliche Werk von Maria Sibylla Merian, das sowohl naturwissenschaftlich wie kunsthistorisch bedeutsam war, müssen Georg Flegel und Georg (Joris) Hoefnagel angesehen werden.
19. März 2014

Ganymed goes Europe

Die Fortsetzung von GANYMED BOARDING im Jahr 2010/2011 stellt sich als internationales Projekt mit den Partnerländern Polen, Ungarn und Österreich erneut der Frage, wie Alte Meister aus aktueller Sicht verlebendigt werden können. Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf inszenieren aktuelle Texte und Kompositionen mit einem Ensemble aus 23 Schauspieler_innen, Tänzer_innen und Musikern – darunter Maria Bill, Sona MacDonald, Nicole Heesters, Katharina Stemberger und János Kulka. In Summe ein interessanter Theaterabend, der jedoch oftmals die Werke, um die es doch auch geht, vergessen lässt.
  1. M. Staudinger, Sources on Arcimboldo at the Habsburg Court, in: Arcimboldo 2007–2008, S. 303–309; Leydi, in: Arcimboldo 2007-2008, S. 297–302.
  2. Piero Brocardo, Giuseppe Arcimboldo, Selbstbildnis, in: Arcimboldo (1526–1593), hg. v. Sylvia Ferino-Pagden (Ausst.-Kat. Kunsthistorisches Museum, Wien), Wien 2008, S. 32.
  3. Morigia 1592, S. 556.
  4. M. Staudinger, in: Arcimboldo 2007–2008, S. 306, Nr. 21; S. 308, Nr. 34.
  5. S. Leydi, in: Arcimboldo 2007–2008, S. 37–39.
  6. M. T. Fiorio, Da Carlo V a Carlo Borromeo: il percorso del manierismo Lombardo, in: M. T. Fiorio, V. Terraroli (Hg.), Lombardia Manierista Arti e architettura 1535–1600, Mailand 2009, S. 9–67.
  7. S. Leydi, in: Arcimboldo 2007–2008, S. 37–52; S. Leydi, in: Arcimboldo 2007–2008, S. 297–302.
  8. Pittori della realtà. Le ragioni di una rivoluzione. Da Foppa e Leonardo a Caravaggio e Cerruti, hg. v. M. Gregori und A. Beyer (Ausst.-Kat. Cremona; New York), Cremona 2004; Fiorio 2009, S. 9–67.
  9. Siehe: Leonardo da Vinci 1452–1519, hg. v. M. T. Fiorio und P. C. Marani (Ausst.-Kat. Mailand) Mailand 2015.
  10. G. P. Lomazzo, Trattato, 1584, Libro VI, cap. XXXIII, hg. v. R. P. Ciardi 1973/74, Bd. II, S. 315.
  11. Naturstudien aus dem Besitz von Kaiser Rudolf II., Prag 1500, S. 136 (Österreichische Nationalbibliothek, Handschrift): mit 170 Blätter, gefällt mit Zeichnungen von Joris Hoefnagel, Giuseppe Arcimboldo, et alii., S. 24
  12. Giorgio Vasari, Le vite… , hg. v. G. Milanesi, Florenz 1879, Bd. IV, S. 24.
  13. P. Venturelli, Leonardo da Vinci e le arti preziose Milano tra XV e XVI secolo, Venedig 2002; P. Venturelli, Dalla bella Valentina a Leonardo da Vinci. Smalti e oreficeria tra Visconti e Sforza, in: Artigianato e lusso. Manufatture preziose alle origini di Made in Italy, Mailand 2013; P. Venturelli, Splendidissime gioie. Cammei, cristalli e pietre dure milanesi per le Corti d’Europa (XV-XVII secc.), Florenz 2013.
  14. Die Mailänder Werkstätten, die von Künstlern wie Giulio Taverna, Francesco Tortorino, Serracchi, Gasparo und Girolamo Miseroni, Annibale Fontana und anderen geleitet wurden, schufen Produkte von höchster Qualität unter Verwendung von Edelsteinen, Bergkristallen, Lapislazuli, grünem Quarz und eleganten Gold- und Emaillefassungen.
  15. S. Leydi, in: Arcimboldo 2007–2008, S. 47–52, 308–309; Sylvia Ferino-Pagden, “…e massime con le invenzioni e capricci, ne’ quale egli è unico al mondo”: il rebus Arcimboldo, in: Arcimboldo 2011, S. 153–219; 211–212; Fußnote 106-109.
  16. B. W. Mejier, “L’Arte non deve schernire”: sul comico e sul grottesco al Nord, in: Rabisch 1998, S. 69–76; Porzio 2008, S. 80–82.
  17. 13
  18. 14
  19. 15
  20. 3
  21. 4
  22. 8
  23. 9
  24. 10
  25. 11
  26. 12
  27. 17
  28. 19
  29. 20
  30. 21
  31. 12
  32. 38
  33. Arcimboldo – Bassano – Bruegel. Die Zeiten der Natur, hg. v. Francesca Del Torre Scheuch (Ausst.-Kat. Kunsthistorisches Museum, Wien, 11.3.–29.6.2025) Wien 2025, S. 163.
  34. 39
  35. 38
  36. Arcimboldo – Bassano – Bruegel. Die Zeiten der Natur, hg. v. Francesca Del Torre Scheuch (Ausst.-Kat. Kunsthistorisches Museum, Wien, 11.3.–29.6.2025) Wien 2025, S. 163.
  37. 39
  38. Siehe u.a. T. DaCosta Kaufmann, Arcimboldo. Visual Jokes, Natural History, and Still-Life Painting, Chicago/London 2009.
  39. A. Beyer, Ruhmesblätter. Giuseppe Arcimboldos Selbstporträt von 1587 als memoria cartacea, in: Sebastian Egenhofer et al. (Hg.), Was ist ein Bild? Antworten in Bildern, München 2012, S. 287–289.
  40. Sylvia Ferino-Pagden, Arcimboldo e il paradosso “mise en abyme”, in: Arcimboldo, hg. v. Sylvia Ferino-Pagden (Ausst.-Kat. Gallerie Nazionali di Arte Antica di Roma, Palazzo Barberini, Rom, 20.10.2017–11.2.2018), Rom 2017, S. 14–23, hier S. 15.
  41. Wencke Deiters, Giuseppe Arcimboldo (1526–1593), Vertumnus, in: KHM 2025, S. 186–187.
  42. Ebenda, S. 187.
  43. 44
  44. G. Berra, Allegoria e mitologia nella pittura dell’Arcimboldi: la “Flora” e il “Vertunno” nei versi di un libretto sconosciuto di rime, in: Acme, 41, 2, 1988, S. 11–39.
  45. Comanini (1591) 1962, S. 268–269.
  46. Sylvia Ferino-Pagden, in: Arcimboldo 2007–2008, S. 144–146, Nr. IV.15.
  47. Comanini (1591) 1962, S. 268–269.
  48. Sylvia Ferino-Pagden, in: Arcimboldo 2007–2008, S. 144–146, Nr. IV.15.
  49. G. P. Lomazzo, Trattato dell’arte de la pittura... Ne’ quali si contiene tutta la Theorica, & la prattica d’essa pittura, Mailand 1584; G. P. Lomazzo, Idea del tempio della Pittura di Gio. Paolo Lomazzo pittore. Nella quale egli discorre dell’origine, & fondamento delle cose contenute nel suo trattato dell’Arte della Pittura. All’Invittiss. et Potentiss. Signore il Rè Don Filippo d’Austria & c., Mailand 1590, in: Gian Paolo Lomazzo. Scritti sulle arti, a cura di R.P. Ciardi, 2 Bde., Florenz 1973/74, I, S. 241–373.
  50. Paolo Morigia, Historia dell’antichità di Milano, divisa in quattro libri…, Nella quale si racconta brevemente…, Venedig 1592; Paolo Morigia, La nobiltà di Milano…, Mailand 1595.
  51. Gregorio Comanini, Il Figino, overo del fine della pittvra. Dialogo del Rever. Padre D. Gregorio Comanini Canonico Regolare Lateranense. Ove quistionandosi, se’ l fine della pittura sia l’utile, ouero il diletto, si tratta dell’uso di quella nel Christianesimo. Et si mostra, qual sia imitator più perfetto, & che più diletti, il Pittore, overo il Poeta, Mantua 1591, in: P. Barocchi (Hg.), Trattati d’arte del Cinquecento fra Manierismo e Controriforma, Bari 1962, III, S. 237–379; Gregorio Comanini, Il Figino, overo del fine della pittvra. Dialogo..., Mantua 1591, in: A. Doyle-Anderson und Giancarlo Maiorino (Hg.), The Figino or On the Purpose of Painting. Art Theory in the Late Renaissance, Toronto / London 2001.
  52. A. Beyer, “… il gran pittore Giuseppe Arcimboldi”. On the Construction of Arcimboldo’s Fame, in: Arcimboldo 1526–1593, hg. v. Sylvia Ferino-Pagden (Ausst.-Kat. Paris; Wien), Wien 2007, S. 25–31.
  53. 7
  54. G. P. Lomazzo, Idea (1590), hg. v. R. P. Ciardi, Florenz 1973/74, Bd. I, S. 361–363.
  55. Porzio 2008, S. 49–72; G. Paleotti, Discorso intorno alle imagini sacre et profane diviso in 5 libri..., Bologna 1582.
FacebookTwitterGoogle+Pinterest