Tina Blau Pionierin des österreichischen Stimmungsimpressionismus

Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
Tina Blau (Wien 15.11.1845–31.10.1916 Wien) darf mit Fug und Recht als die Pionierin der österreichischen Malerei, des Stimmungsimpressionismus und des Realismus genannt werden. Unterstützt von ihrem Vater, war der aus einer jüdischen Familie stammenden Künstlerin die langwierige Ausbildung zur Landschafts- und Stilllebenmalerei in Wien und München möglich. Gemeinsam mit Emil Jakob Schindler (1842–1892) entwickelte Tina Blau in Auseinandersetzung mit der Landschaftsauffassung der Schule von Barbizon, den Malern der Haager Schule und dem italienischen Licht den so genannten Stimmungsimpressionismus (oder Stimmungsrealismus → Stimmungsimpressionismus | Stimmungsrealismus) - und ging darüber hinaus.
Kindheit
Tina Blau wurde am am 15.11.1845 als Tochter des Unterarzt beim Erzherzog Ernst-Grenadier-Regiment (Heumarktkaserne, 1030 Wien), Simon Blau, in Wien geboren.
Ausbildung
Tina Blau war auf Privatunterricht angewiesen, da an der Wiener Akademie erst 1920 Frauen zum Kunststudium zugelassen wurden. Bereits als Vierzehnjährige bekam sie Zeichenunterricht von Antal Hanély, gefolgt von August Schaeffer (1859–1869). Letzterer empfahl der angehenden Künstlerin bereits, die gewählten Motive in der freien Natur zu studieren. Deshalb schuf sie neben der Arbeit im Atelier Naturstudien im Wiener Prater.
Im Jahr 1861 unternahm Tina Blau eine Studienreise nach Siebenbürgen. Während des Sommers 1865 lernte die junge Malerin, als sie sich im Naturstudiums in Naßwald übte, den Maler Joseph Aigner kennen, in dessen privater Malschule in Wien sie sich einschrieb.
Tina Blau nahm 1867/68 erstmals an einer Gruppenausstellung im Österreichischen Kunstverein teil. Bereits 1869 konnte sie erstmals zwei Gemälde verkaufen. Den Verdienst nutzte Tina Blau, um die „I. Internationale Kunstausstellung“ in München zu besuchen.
Nachdem sie die „I. Internationaler Kunstausstellung“ im Münchner Glaspalast gesehen hatte, blieb die im Österreichischen und Münchner Kunstverein bereits verkaufende, junge Künstlerin in der bayrischen Hauptstadt, um sich von 1869 bis 1874 bei Wilhelm Lindenschmit d. J. (1829–1895) fortzubilden und zu wohnen. Wichtige Anregungen bekam die eigentlich bereits ausgebildete Malerin von Eduard Schleich d. Ä. (1812–1874), den sie in der Landschaft um Polling kennenlernen konnte.1
- Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
Werke
In ihrem Frühwerk löste sich Tina Blau von der heroischen Landschaftsauffassung des Historismus (vgl. Albert Zimmermann in Wien) und setzte sich mit der spätrealistischen Landschaftsmalerei (→ Ist das Biedermeier?), der französischen Schule von Barbizon und der holländischen Haager Schule auseinander. Tina Blau arbeitete um 1870 mit Hilfe der Pleinairmalerei, an stimmungsvollen, von Wettererscheinungen geprägten Landschaften. „Zigeunerhütte bei Klausenburg“ (1865) und „Dachau“ (1870) sind zwei frühe Gemälde der Künstlerin, die sich mit ihren blauen, durchlichteten, panoramaartigen Landschaften deutlich von den Mitte der 1870er Jahre entstandenen Stimmungsbildern aus dem ungarischen Szolnok unterscheiden.
Tina Blau und Emil Jakob Schindler
Bereits 1866 hatte Tina Blau den etwas älteren Landschaftsmaler Emil Jakob Schindler (1842–1892) zum ersten Mal getroffen. Während eines Malaufenthalts in Fischamend (östlich von Wien an der Donau gelegen) lernte Tina Blau im Sommer 1872 Emil Jakob Schindler und dessen Kreis besser kennen, die Freundschaft intensivierte sie jedoch erst nach ihrer Rückkehr nach Wien 1874. Schindler, Eugen Jettel, Franz Rumpler, Julius Victor Berger und Hugo Charlemont studierten gemeinsam in der Klasse von Albert Zimmermann an der Wiener Akademie. Schindler malte zu dieser Zeit sein frühes Hauptwerk „Die Dampfschiffstation an der Donau gegenüber Kaisermühlen“ (um 1871/72, Belvedere). Ein Jahr später teilte sich Tina Blau mit Schindler ein Atelier und reiste mit ihm nach Holland, was wohl durch Tina Blau initiiert und von ihr bezahlt worden ist. Zwischen 1873 und 1879 mieteten Blau und Schindler ein gemeinsames Atelier im Wiener Prater, das sie nach der Hochzeit des Malers alleine nutzte. Die oft kolportierte Beziehung zwischen den beiden war eine Atelier-Gemeinschaft – sie hatte also weder eine Lehrer-Schülerin noch eine erotische Komponente.
- Tina Blau, Allee bei Amsterdam, 1875/76, Öl auf Leinwand, 63,5 x 90 cm (© Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz)
- Tina Blau, Dordrecht (Rotes Schiff), 1907, Öl auf Holz, 28 x 38 cm (Privatbesitz, Wien)
- Tina Blau, Forum Romanum mit Titusbogen, 1979, Öl auf Holz, 28 x 40,5 cm (© Privatbesitz, Courtesy Dorotheum, Wien)
- Tina Blau, Ansicht des Palatin in Rom, 1886, Öl auf Holz, 33,3 x 48 cm (© Belvedere, Wien)
Holland und Italien
Im Jahr 1873 unternahmen Tina Blau und Emil Jakob Schindler eine wichtige Holland-Reise gemeinsam. Sie fuhren über Nürnberg, Köln und Düsseldorf in die Niederlande, wo sie Museen besuchten, sich an der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts wie Meindert Hobbema (1638–1709) schulten und die niederländischen Regionen bereisten. Wie Schindler entdeckte auch Tina Blau in Holland u. a. das Werk von Jacob Maris (1837–1899) und Peter Paul Joseph Constantin Gabriël (1828–1903), die zur Haager Schule gezählt werden und mit pittoresken Windmühlen, Schafsherden wolkenverhangenen Strandszenen in den 1860er Jahren bekannt wurden. Tina Blau konnte die zeitgenössische niederländische Landschaftsmalerei bereits 1869 auf der „I. Internationalen Kunstausstellung“ in München und 1873 auf der Weltausstellung in Wien kennenlernen. Im Gegensatz zu Emil Jakob Schindler, der seine Gemälde im Atelier ausführte, berichtete Tina Blau, dass sie in Holland nach der Natur gemalt habe.
„Was aber meinen Aufenthalt in Szolnok anbelangt, ist es zweifellos, dass er von außerordentlicher Wirkung auf meine künstlerische Entwicklung ist.“ (Tina Blau)
Oder:
„Ich liebe die tiefen und weichen Töne und die finde ich am ehesten in Holland und Ungarn.“ (Tina Blau)
Italien
Diese Überzeugung, die sich in vielen Landschaften mit grauem Wetter niederschlug, wandelte sich nach der ersten Italienreise im Sommer und Herbst 1876, der im Frühjahr 1879 eine zweite bis Rom und Neapel sowie 1885 und ab 1902 weitere Aufenthalte folgten. Ende der 1870er Jahre entdeckte Tina Blau das südliche Licht für sich und hellte ihre Palette deutlich auf. Skizzen nach Motiven des Forum Romanum und Palatin weisen auf eine summarische Behandlung der Formen und naturalistische Landschaftsauffassung hin. Im Gegensatz zu den tonigen Landschaften der 1870er Jahre mit der starken Betonung der Perspektive durch steil in die Tiefe fluchtende Wege, Kaianlagen oder Objekte wird nun das Unscheinbare bildparallel ins Bildfeld gesetzt. Die kubischen Formen der Gebäude treten in Bildern wie „Forum Romanum“ (1885, Privatbesitz), gefolgt von „Am Kobolzeller Tor (Rothenburg ob der Tauber)“ (1888, Privatbesitz), besonders deutlich hervor.
Frühling im Prater - Tina Blaus Realismus
Tina Blaus erfolgreichstes Bild ist „Frühling im Prater“ (1882), das wegen seines Realismus2 und seiner Helligkeit von der Hängekommission des Künstlerhauses wie ein „Loch in der Wand“ empfunden wurde. Nur durch Fürsprache von Hans Makart konnte Tina Blau dieses Gemälde auf der „I. Internationalen Kunst-Ausstellung“ in Wien präsentieren.
Paris
Der französische Botschafter, der das Werk in Wien sah, empfahl es an der Pariser Salon (1.5.–10.6.1883), wo Tina Blau 1883 dafür ausgezeichnet wurde. Der Paris-Aufenthalt führte zur Auseinandersetzung der Malerin mit dem französischen Impressionismus der frühen 1880er Jahre, was sie in einigen berühmten Skizzen aus den Tuilerien sogleich erprobte. Nur in den Ölskizzen und Studien, die vor den Motiven entstanden, beschränkte sich die Malerin auf die Wiedergabe flüchtiger Eindrücke.
- Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Detail Arbeiterfamilie, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Detail bürgerliche Damen, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
In diesem für die Künstlerin äußerst erfolgreichen Jahr heiratete sie den Pferde- und Schlachtenmaler Heinrich Lang (1838–1891), für den sie zum Protestantismus konvertierte. Bis zum Tod ihres Mannes im Jahr 1891 lebte Tina Blau in München verlor aber den Kontakt zu Wien nie. Dennoch feierte sie in der bayrischen Hauptstadt größere Erfolge als im Kaiserreich.
- Tina Blau, Interieur-Stillleben, um 1872, Öl auf Holz, 47,5 x 38 cm (Privatbesitz, Wien)
- Tina Blau, um 1860–1865 (© Tina Blau Archiv)
- Tina Blau, Im Prater bei der Rotunde, um 1885, Öl auf Leinwand, 33 x 45 cm (© Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Bahnbau bei Dürnstein, 1909, Öl auf Leinwand, 56 x 72 cm (© Privatbesitz)
- Tina Blau, Gestürzte Größe, um 1882/89, Öl auf Leinwand, 91 × 70 cm (Privatbesitz, Wien, Foto: Alexandra Matzner)
- Tina Blau, Blick auf die alte Pfarrkirche von Dürnstein, 1897/98, Öl auf Leinwand, 58 x 72 cm (© Privatbesitz, Courtesy Auktionshaus im Kinsky, Wien)
- Tina Blau, Belvedere, 1895, Öl auf Holz, 17,6 x 26,8 cm (Privatbesitz)
- Tina Blau, Blick auf Wien vom Oberen Belvedere, 1894/95, Öl auf Holz, 26 × 39,5 cm (Legat Peter Parzer, Wien)
Wien
Auch nach ihrem Umzug nach Wien setzte Tina Blau ihr malerisches Werk unermüdlich fort. So lassen sich die drei Ölskizzen „Aus den Tuilerien“ (1883, zwei aus dem Belvedere und eine aus dem Oberösterreichischen Landesmuseum, Linz) mit zwei weiteren Skizzen, „Aus dem Belvedere“ (1894/95), gut miteinander vergleichen. Die Skizze „Kinder an der Friedhofsmauer“ (um1887/888, Privatbesitz) bereitet ein Gemälde vor (Verbleib unbekannt) und zeigt eine seltene sozialkritische Herangehensweise. Die als Farbflecken gestalteten Kinder armer Familien sammeln hinter der Friedhofsmauer Blumen von Totenkränzen, um sich daraus Kränze zu winden. Die Künstlerin interessierte sich vornehmlich für idyllische Prateransichten und Blicke auf die Alt-Wiener Vorstadt, wobei sie allerdings die zunehmende Industrialisierung nicht ausblendete: „Grinzing an der Zahnradbahn“ (um 1894/95, Privatbesitz) bringt schwarze Rußwolken der titelgebenden Bahn genauso ins Bild wie ein Fabriksschlot eine „Straßenansicht, Motiv aus Nußdorf“ (1894, Privatbesitz) den Kirchturm vernebelt.
Fragen des Malerischen, nämlich des Mitsprechens des Malgrundes, stellt Tina Blau, wenn sie „An der Isar bei München“ (um 1884, Privatbesitz), „Im Wiental bei Ober St. Veit“ (um 1880, Privatbesitz) ins Bild holt.
Die Gegenüberstellung von „Partie aus Schladming“ (1902, Privatbesitz) und dem dazugehörigen, ausgeführten Gemälde „Motiv aus Schladming mit dem Dachstein“ (1902/07, Privatbesitz) gibt einen interessanten Einblick „hinter die Kulissen“ von Tina Blaus malerischem Denken: Die „Partie“ fasst summarisch die Tonwerte der Komposition zusammen, die sie in „Motiv aus Schladming“ auf der Höhe von einem Meter präzise ausführt, noch durch das Repoussoiremotiv einer Fichte und einem dunklen Vordergrund anreicherte, um den Dachstein im Hintergrund in strahlender Helligkeit scheinen zu lassen.
- Tina Blau, Aus den Tuilerien – Grauer Tag, 1883, Öl auf Holz, 18 x 27 cm (© Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Kinder an der Friedhofsmauer, um 1887/88, Öl auf Holz, 17 × 26 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
- Tina Blau, An der Isar bei München, um 1884, Öl auf Malkarton, 23,5 × 31 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
- Tina Blau, An der Isar bei München, Detail, um 1884, Öl auf Malkarton, 23,5 × 31 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
Zweifellos erinnert diese Art der Landschaftsmalerei mehr an Aquarelle von Rudolf von Alt (→ Rudolf von Alt, Der Stephansdom in Wien) und Gemälde aus der Rettenbachwildnis von Georg Ferdinand Waldmüller als den zweitgleichen Farbexperimenten von Claude Monet (1840–1926). Die österreichische Tradition wird erst mit Egon Schieles gebauten Stadtansichten und Herbert Herbert Boeckls revolutionären Landschaftsskizzen aus dem Jahr 1920 eine völlig neue Richtung einschlagen.
Schülerinnen von Tina Blau
- Ella Yranii
- Grete Wolf-Krakauer
Tod
Tina Blau verstarb am 31.10.1916 in Wien.
Tina Blau: Bilder
- Tina Blau, um 1860–1865 (© Tina Blau Archiv)
- Tina Blau, Zigeunerhütte bei Klausenburg, 1865, Öl auf Leinwand, 48,5 × 66 cm (Privatbesitz, München, Foto: Alexandra Matzner)
- Tina Blau, Interieur-Stillleben, um 1872, Öl auf Holz, 47,5 x 38 cm (Privatbesitz, Wien)
- Tina Blau, Flößer an der Theiß, 1874, Öl auf Holz, 21 x 37 cm (© Belvedere, Wien)
- Tina Blau, An der Donau bei Szobb, 1874, Öl auf Holz, 34,5 × 78,5 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
- Tina Blau, Allee bei Amsterdam, 1875/76, Öl auf Leinwand, 63,5 x 90 cm (© Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz)
- Tina Blau, Forum Romanum mit Titusbogen, 1979, Öl auf Holz, 28 x 40,5 cm (© Privatbesitz, Courtesy Dorotheum, Wien)
- Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Detail Arbeiterfamilie, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Frühling im Prater, 1882, Detail bürgerliche Damen, Öl auf Leinwand 214 x 291 cm (Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Gestürzte Größe, um 1882/89 Öl auf Leinwand, 91 × 70 cm (Privatbesitz, Wien, Foto: Alexandra Matzner)
- Tina Blau, Aus den Tuilerien – Grauer Tag, 1883, Öl auf Holz, 18 x 27 cm (© Belvedere, Wien)
- Tina Blau, An der Isar bei München, um 1884, Öl auf Malkarton, 23,5 × 31 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
- Tina Blau, Im Prater bei der Rotunde, um 1885, Öl auf Leinwand, 33 x 45 cm (© Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Ansicht des Palatin in Rom, 1886, Öl auf Holz, 33,3 x 48 cm (© Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Kinder an der Friedhofsmauer, um 1887/88, Öl auf Holz, 17 × 26 cm (Privatbesitz, Foto: Alexandra Matzner)
- Tina Blau, Straßenansicht. Motiv aus Nußdorf, 1894, Öl auf Holz, 17,5 × 23 cm (Privatbesitz)
- Tina Blau, Grinzing an der Zahnradbahn, um 1894/98?, Öl auf Holz, 17 × 27 cm (Privatbesitz)
- Tina Blau, Blick auf Wien vom Oberen Belvedere, 1894/95, Öl auf Holz, 26 × 39,5 cm (Legat Peter Parzer, Wien)
- Tina Blau, Belvedere, 1895, Öl auf Holz, 17,6 x 26,8 cm (Privatbesitz)
- Tina Blau, Blick auf die alte Pfarrkirche von Dürnstein, 1897/98, Öl auf Leinwand, 58 x 72 cm (© Privatbesitz, Courtesy Auktionshaus im Kinsky, Wien)
- Tina Blau, Krieau im Prater, 1902, Öl auf Leinwand, 75,5 x 105 cm (© Belvedere, Wien)
- Tina Blau, Partie aus Schladming, 1902, Öl auf Holz, 33 × 23,5 cm (Privatbesitz)
- Tina Blau, Motiv aus Schladming mit dem Dachstein, 1902/07 Öl auf Leinwand, 100 × 74,5 cm (Privatbesitz)
- Tina Blau, Dordrecht (Rotes Schiff), 1907, Öl auf Holz, 28 x 38 cm (Privatbesitz, Wien)
- Tina Blau, Bahnbau bei Dürnstein, 1909, Öl auf Leinwand, 56 x 72 cm (© Privatbesitz)
- Tina Blau (Ausst.-Kat. Belvedere 2016/2017) Wien 2016, S. 12.
- Markus Fellinger führt diese Eigenschaft auf den österreichischen „Biedermeierrealismus“ zurück, dessen „penibles Detailstudium nach der Natur“ in der Tradition von Georg Ferdinand Waldmüller ein österreichisches Charakteristikum ist. Er lehnt den Begriff Stimmungsimpressionismus für Tina Blaus Landschaften ab und zitiert in seinem Katalogbeitrag Herbert Giese und Hans Tietze, die der Künstlerin eine weniger „weichliche, nicht sentimentale, nicht einmal romantische“ (Hans Tietze) Kunst attestieren. Markus Fellinger, Tina Blau – Zwischen Impressionismus und Biedermeier, in: Agnes Husslein-Arco, Markus Fellinger (Hg.), Tina Blau (Ausst.-Kat. Belvedere 16.12.2016-9.4.2017), Wien 2016, S. 25–45, hier S. 28 und S. 30.

