Raqs Media Collective

Das Raqs Media Collective wurde 1992 in Neu-Delhi von Jeebesh Bagchi (* 1966), Monica Narula (* 1969) und Shuddhabrata Sengupta (* 1968) gegründet. Der Name des Kollektivs ist ein Sprachspiel: „Raqs“ geht zurück auf ein Wort aus der islamischen Mystik, welches den ekstatischen Zustand bezeichnet, in den sich Sufi-Derwische versetzen, wenn sie tanzen. Es beschreibt einen hoch konzentrierten und zugleich permanent bewegten Modus, der auch das Schaffen der international agierenden Künstlergruppe beschreibt. Gleichzeitig kann Raqs als Akronym für „Rarely Asked Questions [Selten gestellte Fragen]“ verstanden werden.

Was ist Zeit? Was bedeutet es, Zeit zu messen? Und in welcher Beziehung steht Zeit zu Raum und Geschichte? Die Auseinandersetzung mit Zeit, Sprache und Geschichte steht im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Raqs Media Collective. Die drei Künstler beschäftigen sich mit allen Dimensionen des Zeitlichen, von einem Herzschlag oder einer Atempause, über historische Episoden bis hin zur Unendlichkeit. Sie regen dazu an, gängige Vorstellungen von Zeit, ihre disziplinierende Funktion im Alltag und ihre grundlegende Rolle bei der kapitalistischen Organisation von Arbeit neu zu hinterfragen. Unter Einsatz verschiedener Medien vereint das Kollectiv zeitgenössische Kunstpraxis mit historischer und philosophischer Spekulation, Geschichtsforschung und Theorie, wobei sie soziale und politische Bedingungen im globalen Kontext in den Blick nehmen.

Als wesentliches künstlerisches Material und Medium dient Raqs die Sprache. Seien es Wortspiele und Neologismen, die sie in Werktitel integrieren und in Texten verweben oder illuminierte Installationen, in denen sie Buchstaben in regelmäßigen Rhythmen hell aufleuchten lassen. Das Spiel mit Sprache erlaubt es ihnen, verschiedene Lesarten zuzulassen, besetzte Begriffe und Konzepte aufzubrechen und lineare Erzählungen zu untergraben.

2015 präsentierte das Raqs Media Collective in den Giardini Monumente, riesige, weiße Figuren auf schwarzen Sockeln. Oft fehlen die Gesichter, die Inschriften sind charakteristisch - und auf der ganzen Welt gleich. Damit hinterfragte das Kollektiv Mechanismen der Macht - und vor allem ihre Visualisierung!

2017 wählte ArtReview das Taqs Media Collective auf Platz 7 unter die wichtigen Künstlerinnen und Künstler der POWER 100.

31. Januar 2026

New York | The Morgan: Rembrandts Löwen. Kunst und Exil in den Niederlanden

2026/27 vereint The Morgan & Museum zum ersten Mal eine Sammlung von Zeichnungen, Radierungen und Gemälden, um die oft übersehene, aber prägende Präsenz von Migrant:innen, Einwander:innen, Exilant:innen und Flüchtlingen in Rembrandts Welt und Werk hervorzuheben.
30. Januar 2026

Wien | Gartenpalais Liechtenstein: Geschichte des europäischen Kunstmarkts

Anfang 2026 steht im Gartenpalais Liechtenstein, Wien, die Geschichte des Kunstmarkt im Zentrum. Von der Antike bis zu Wien 1900, von Skulpturen bis Malerei, von Auftragsarbeiten bis zur freien Kunstproduktion für den Massenmarkt (Niederlande), von Sammlern, ihren Agenten und deren Netzwerke wird zu erzählen sein.
25. Januar 2026

Kassel | Schloss Wilhelmshöhe: DÜRER für hessische Fürsten

Im Herbst 2026 zeigt Kassel eine Ausstellung zu Albrecht Dürer in den Sammlungen der hessischen Fürsten. Mit mehr als 150 Werken wird vor allem das druckgrafiksche Werk in seinen Facetten vorgestellt.
24. Januar 2026

Metz | Centre Pompidou Metz: Louise Nevelson. Mrs. N’s Palace

2026 zeigt das Centre Pompidou Metz eine umfassende Ausstellung zu Louise Nevelson, eine der berühmtesten Bildhauerinnen des 20. Jahrhunderts. In Assemblagen, Reliefs und Installationen reflektierte sie die Stadt New York, die Vielfalt in der Einheit und den Wert der Dinge.
22. Januar 2026

London | National Gallery: Van Eyck: Die Porträts

2026/2027 vereint London alle Porträts von Jan van Eyck in einer Ausstellung! Erstmals ist die Hälfte von van Eycks Werk in der National Gallery vereint. Die Bildnisse zeigen Büger von Brügge und damit auch den breiteren Zugang zur Kunst.
22. Januar 2026

Mailand | Palazzo Reale: Anselm Kiefer. Die Alchemistinnen

Anselm Kiefer würdigt 2026 die vergessenen Alchemistinnen! Der selbst gerne als "Alchemist" angesprochene Künstler zeigt neue Werke zu Caterina Sforza, Tochter des Mailänder Herzogs Galeazzo Maria Sforza, Isabella Cortese (gest. 1561), Maria la Giudea [Maria, die Jüdin] (1.–3. Jhdt.), Marie Meurdrac (vor 1613–um 1680), Rebecca Vaughan (gest. 1658), Mary Anne Atwood (1817–13.4.1910) und Anne Marie Ziegler (um 1545–7.2.1575).
19. Januar 2026

Wien | MAK: Schausammlung Textilien und Teppiche FormaFantasma gestaltet Neupräsentation | ab 2025

Die Neuaufstellung bietet einen Querschnitt durch die Textilsammlung und offenbart kulturelle Verknüpfungen zwischen den Objekten. Entlang der Gruppierung der Objekte ist es für das Publikum zudem möglich, textile Techniken zu erkunden und anhand einzelner Objektbiografien in die Sammlungsgeschichte des Museums einzutauchen.
19. Januar 2026

Wien | MAK: Wien 1900 Highlights der Sammlung und hochkarätige Leihgaben | ab 2025

Markus Schinwald entwickelt rund um bekannte Highlightobjekte der Sammlung Wien 1900 filmsetartige Szenarien und Archivsituationen. Kunst und Kulturgeschichte aus dem Zeitraum zwischen der ersten Secessionsausstellung 1898 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird nicht wie bisher linear und chronologisch erzählt, sondern sich vielmehr der Ideen und Entwurfsgeschichte dieser prägenden Epoche gewidmet.
15. Januar 2026

Wien | Albertina Modern: Franz West

Wien | Albertina Modern: Franz West 2026 2027 Franz West Österreich | Wien: Albertina Modern6.11.2026 – 29.3.2027 Im Herbst/Winter 2026/2027 würdigt die ALBERTINA den österreichischen Künstler […]
14. Januar 2026

Wien | Albertina: Künstlerinnen der ALBERTINA

Schon im Besitz von Herzog Albert und Erzherzogin Marie Christine befanden sich zahlreiche Werke von Zeichnerinnen und Druckgrafikerinnen. 2026 zeigt die ALBERTINA Werke ihrer Künstlerinnen - epochenübergreifend und thematisch spannend aufgearbeitet.
4. Januar 2026

Florenz | Palazzo Strozzi: Rothko in Florenz

Im Frühjahr/Sommer 2026 präsentiert die Fondazione Palazzo Strozzi eine Ausstellung zu Mark Rothko (1903–1970) und seinem sublimen Abstrakten Expressionismus (→ Abstrakter Expressionismus). „Rothko in Florenz“ würdigt die besondere Beziehung des Künstlers zu dieser Stadt. Die Architektur des Palazzo Strozzi und von Florenz selbst bilden den idealen Rahmen für die Annäherung an Rothkos Abstraktion.
31. Dezember 2025

Wien | Belvedere: Erika Giovanna Klien

Im Herbst 2026 würdigt das Belvedere die österreichisch-amerikanische Künstlerin und Kunstpädagogin Erika Giovanna Klien (1900–1957) mit einer umfangreichen Einzelausstellung. Die herausragende Vertreterin des Wiener Kinetismus erlangte früh internationale Bekanntheit. Ihre Leidenschaft für Theater und Tanz führte zu innovativen Bühnenbildentwürfen und komplexen Darstellungen bewegter Körper. Ab 1929 lebte Klien in New York, was sich in einer verstärkten Auseinandersetzung mit urbanen Räumen und sozialen Fragen manifestiert.
26. Dezember 2025

Wien | Leopold Museum: Kunst der Oesterreichischen Nationalbank

Im Frühjahr/Sommer 2026 zeigt das Leopold Museum, Wien, erstmals die Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank in ihrer Gesamtheit: österreichische Kunst seit 1918 - vor allem aber bedeutende Werke der Neuen Sachlichkeit - sowie Kunst nach 1945.
26. Dezember 2025

London | Tate Modern: Frida Kahlo 2026

Wie wurde Frida Kahlo zu einer der einflussreichsten Künstlerinnen aller Zeiten? Zu einem kulturellen Phänomen und zu einer international anerkannten kommerziellen Ikone? Die Tate Modern lädt im Sommer und Herbst 2026 ein, diese außergewöhnliche Geschichte kennenzulernen.
22. Dezember 2025

Wien | Leopold Museum: Boeckl & Josephsohn

Im Sommer und Herbst 2026 widmet das Leopold Museum dem österreichischen Expressionisten Herbert Boeckl eine große Ausstellung - und präsentiert das epochale malerische Werk im Dialog mit Skulpturen von Hans Josephsohn.
18. Dezember 2025

Salzburg | Museum der Moderne: Baselitz 2026

Georg Baselitz feiert 2026 seinen 88. Geburtstag. Deshalb widmet ihm das Museum der Moderne Salzburg zwei Ausstellungen, die den Bogen schlagen von seinen frühen Zeichnungen bis hin zu seinem monumentalen Spätwerk.