Wien | Leopold Museum: Kunst der Oesterreichischen Nationalbank

Max Oppenheimer, Die Schachpartie, 1925-30, Öl auf Leinwand, 55,2 × 78,2 cm (Oesterreichische Nationalbank, Foto Sammlung Oesterreichische Nationalbank)
Erstmals öffnet die Österreichische Nationalbank (OeNB) ihre Tore für einen ihrer wichtigsten Schätze: die Kunstsammlung österreichischer Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Anlass dieser Ausstellung ist das 25-jährige Jubiläum des Leopold Museum im Jahr 2026. Damit verbindet sich auch eine historische Dankbarkeit: Die OeNB war maßgeblich an der Gründung der Leopold Museum-Privatstiftung beteiligt.Die Ausstellung ist nicht zuletzt eine Würdigung dieser engen institutionellen Verbindung.
Das Leopold Museum zeigt erstmals einen Überblick zu dieser wichtigen Unternehmenssammlung, die sich als Leihgeberin an vielen Ausstellungen beteiligt. In den 1980er Jahren entschied der Vorstand, österreichische Kunst zwischen Neue Sachlichkeit und Gegenwart zu erwerben, um seinen Beitrag zur Entwicklung von Kunst und Kunstmarkt zu leisten. Der Schwerpunkt liegt auf figurativen, postexpressionistischen bzw. neusachlichen Positionen sowie der gestischen und geometrischen Abstraktion. Dabei handelt es sich um eine der bedeutendsten Unternehmenssammlungen Österreichs, wie Direktor Hans-Peter Wipplinger betont. Im zweiten Untergeschoss des Museums hängen Wipplinger und Chiara Galbusera, Kuratorin der Kunstsammlung dser OeNB, 117 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts in chronologischer Reihung. Bislang waren die Kunstwerke vor allem in den Fluren, Konferenzräumen und Büros der Bank zu sehen und nur innerhalb von Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich.
„Die OeNB-Sammlung ist kein statisches Archiv, sondern ein lebendiger Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Die Kunstwerke fördern den Austausch unter Kolleg*innen, regen Diskussionen an und bieten neue Perspektiven auf aktuelle Themen. Sie erinnern uns daran, dass Wirtschaft und Kultur untrennbar miteinander verbunden sind.“1 (Martin Kocher, Gouverneur der OeNB)
Premiere! Die Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank
Österreich | Wien: Leopold Museum
24.4. – 4.10.2026
- Tobias Pils, Between us space (2), 2021 © Oesterreichische Nationalbank/Kunstsammlung | Foto: Jorit Aust © Tobias Pils
- Greta Freist, La danseuse [Die Tänzerin], 1938 © Oesterreichische Nationalbank/Kunstsammlung | Foto: Graphisches Atelier Neumann
Kunst der OeNB im Leopold Museum
Seit wann sammelt die OeNB?
Bereits 1893 findet sich im Bankhistorischen Archiv der OeNB der erste Hinweis auf den Ankauf eines Kunstwerks.2 Was damals noch eine sporadische Praxis war, wandelte sich im späten 1980er Jahren zu einem systematischen Sammlungsvorhaben. Heute umfasst die Kollektion mehr als 1.000 Werke, mit einem klaren Schwerpunkt auf österreichischer Malerei und Skulptur vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart.
Eine zentrale Frage zieht sich durch die gesamte Ausstellung: Was hat eine Bank mit Kunst zu tun? Kann eine Institution, deren Kernauftrag die Währungsstabilität ist, authentisch Kulturträgerin sein? Und was bedeutet es, wenn Mitarbeitende täglich an Werken von Maria Lassnig, Rudolf Wacker oder Esther Stocker vorbeigehen, ohne in ein Museum zu müssen?
Die OeNB formulierte einmal selbst eine einleuchtende Begründung für ihr Sammlungsengagement: Auf österreichischen Banknoten wurden stets künstlerische Motive, Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur sowie architektonisch wertvolle Gebäude abgebildet. Die Notenbank borgt sich also Themen aus der Welt der Kunst – und ist damit der Kunst gegenüber verpflichtet, etwas zurückzugeben. Diese Logik der Gegenseitigkeit prägt bis heute das Sammlungsverständnis.
Moderate Moderne
Ein Bild von Robert Kloss eröffnet die Schau: Das Porträt eines gewissen „Alberto Cellari“ von 1922 leitet von der Sammlung des Leopold Museum in die der OeNB über. Ist das Wiener Museum als Kompetenzzentrum des Expressionismus - allen voran durch den hervorragenden Sammlungsbestand an Werken von Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Anton Kolig (→ Anton Kolig: Werk und Leben) und Herbert Boeckl - bekannt, so zeigt die OeNB, wie diese expressiven, spannungsgeladene Ausdrucksweise in den Werken von besagtem Kloss weitergeführt wurde. Wenn man sich nach rechts dreht und in den ersten Ausstellungsraum hineintritt, trifft man auf Kokoschkas „Zwei Mädchen“ (1934) und Koligs „Brustbild eines Knaben mit Violine“ (1945–1950). An diese beiden Gemälde schließen sich große Werkblöcke von Alfons Walde und Albin Egger-Lienz an.
Alfons Walde: Der Maler Tirols
Alfons Walde (1891–1958) ist ohne Zweifel der bekannteste Vertreter dieser „Moderaten Moderne“ in der Sammlung der OeNB – und einer der meistverkauften österreichischen Maler aller Zeiten. Waldes Biografie ist so ungewöhnlich wie sein Werk: Auf Drängen seines Vaters studierte er ab 1910 Architektur an der Technischen Hochschule Wien – aber malte unablässig weiter. In Wien knüpfte er Kontakte zur Wiener Secession und freundete sich mit Egon Schiele an, was sein Frühwerk deutlich beeinflusste. Als Tiroler Kaiserschütze kämpfte er von 1914 bis 1917 an der Hochgebirgsfront, kehrte 1918 nach Kitzbühel zurück und fand dort zu jenem Stil, der ihn berühmt machen sollte.
1924 gewann er den ersten und zweiten Preis beim Wettbewerb „Winterbilder“ des Tiroler Landesverkehrsamtes: Walde erkannte seinen Markt. Er gründete einen eigenen Kunstverlag, vertrieb seine beliebtesten Motive als Postkarten und Kunstdrucke. Bis 1950 verkaufte er über eine Million Farbpostkarten und 200.000 Kunstdrucke. Was Kritiker als Kommerzialismus betrachteten, verschaffte ihm internationalen Ruhm. Walde entwarf auch die Berg- und Talstation der Hahnenkammbahn sowie das Kitzbühel-Logo, die Kitzbühler Gams. Damit ist der Tiroler Künstler buchstäblich Teil der Stadtidentität. Doch Waldes Leben war nicht nur Erfolg: 1938 wurde er mehrfach von der Gestapo verhört und für zwei Monate inhaftiert. Der Professorentitel, der ihm 1956 verliehen wurde, war für ihn eine lang ersehnte offizielle Anerkennung.
Das im Leopold Museum gezeigte Gemälde „Tiroler Bergstadt“3 von 1924 ist ein Musterbeispiel seines reifen Stils: Der Blick fällt auf ein eng gedrängtes Bergdorf, die Dächer unter Schnee, der Himmel in ein diffuses Winterlicht getaucht. Die Figuren – sofern überhaupt vorhanden – sind stilisiert, fast ornamental. Walde interessiert nicht das individuelle Schicksal, sondern das kollektive Bild: Tirol als Mythos, als Sehnsuchtslandschaft, als aufstrebender Tourismusort.
Albin Egger-Lienz: Die Würde der Arbeit
Albin Egger-Lienz (1868–1926) ist der ältere, ernsthaftere Gegenpart zu Waldes meist schneebedeckten Berglandschaften. Sein Blick auf Tirol ist kein touristischer: Er zeigt das bäuerliche Leben als schwere, monumentale Existenz. Egger-Lienz studierte in München, wo er von Franz von Defregger beeinflusst wurde, wandte sich aber bald einer eigenen, fast rohen Bildsprache zu, die dem Monumentalen verpflichtet ist. Schon zu Lebzeiten ein anerkannter Maler, verweigerte er dennoch die akademische Karriere: Den Ruf an die Wiener Akademie lehnte er ab und übersiedelte nach Südtirol.
„Die Quelle“ (1923/24, Öl auf Karton, 61,5 × 89,5 cm) zeigt einen Mann, der am Boden liegend aus einer Quelle trinkt. Das uralte Motiv des Wasserschöpfens wird von Egger-Lienz ohne mythologische oder religiöse Verbrämung geschildert. Die Figur ist massiv, fast skulptural, die Farben gedämpft. Man könnte das Bild als eine Ode an die schlichte Notwendigkeit des Lebens beschreiben.
Beim Vergleich beider Maler zeigt sich die Bandbreite der „Moderaten Moderne“: Walde schafft Sehnsuchtsbilder, während Egger-Lienz an würdevollen Kompositionen arbeitete. Beide sind „österreichisch“, beide sind modern, aber ihre Moderne ist fundamental verschieden.
Was ist die „Moderate Moderne“?
Da die Kunst der Zwischenkriegszeit (auch: Erste Rpublik), wenn auch äußerst heterogen, in ihrer Gesamtheit nicht radikal ist, hat sich dafür die Bezeichnung „Moderate Moderne“ eingebürgert. Er beschreibt keine zögerliche oder ängstliche Haltung gegenüber dem Neuen, sondern einen bewussten dritten Weg: Österreichische Künstlerinnen und Künstler nahmen die großen internationalen Impulse des Expressionismus, Post-Impressionismus und Jugendstils auf, blieben dabei aber der Gegenständlichkeit verhaftet. Sie verweigerten den vollständigen Bruch mit der Realität, den die radikalen Avantgarden in Paris, Berlin, Amsterdam oder Zürich vollzogen.
Das Ergebnis waren Werke von unverwechselbarer koloristischer Intensität und formaler Eigenständigkeit: Bilder, die wiedererkennbar „österreichisch“ sind. Der von öffentlicher Seite geförderte „Mythos Österreich“ zeigt sich auch in der gewählten Ikonografie, die von Alpenlandschaften, Szenen aus dem bäuerlichen Leben oder stillen Wintertagen reicht ebenso wie in ihrer emotionalen Temperatur eines gemäßigten Expressionismus. Die Sammlung der OeNB besitzt eine herausragende Dichte dieser Werke aus der Zwischenkriegszeit (auch: Erste Republik).
Neue Sachlichkeit in Österreich
Wien nach dem Krieg
Um die Neue Sachlichkeit in Österreich zu verstehen, muss man die politische und soziale Realität der Zwischenkriegszeit in Wien kennen. Das Ende des Ersten Weltkriegs bedeutete für die Stadt nicht den Beginn der „Goldenen Zwanziger“ wie in Berlin oder Paris – sondern eine tiefe, anhaltende Krise.
Das Österreich der Ersten Republik war das verstümmelte Torso eines verschwundenen Imperiums. Die Millionenmetropole Wien war plötzlich die Hauptstadt eines kleinen Binnenstaates. Die Lebensmittelversorgung war zusammengebrochen, die Inflation grasierte, die Arbeitslosigkeit stieg dramatisch an. Politisch radikalisierten sich die Fronten: Auf der Rechten erstarkte der Heimwehrfaschismus, auf der Linken das Rote Wien. Zwischen den unversöhnlichen Parteien drohte bürgerkriegsähnliche Gewalt, die sich 1927 beim Brand des Justizpalastes entlud.
Es ist diese Atmosphäre, aus der die österreichische Neue Sachlichkeit hervorgeht. Im Unterschied zur Neuen Sachlichkeit in Deutschland, die mit der bissigen Sozialkritik eines Otto Dix oder George Grosz assoziiert wird, ist die österreichische Variante stiller, introspektiver, existenzieller. Weniger Anklage, mehr Erschöpfung. Weniger Karikatur, mehr Desillusionierung.
Carry Hauser: Der Judaskuss
Carry Hauser (1895–1985) ist einer der faszinierendsten und zugleich am meisten unterschätzten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Er stand lange im Schatten berühmterer Zeitgenossen wie Egon Schiele oder Oskar Kokoschka – und das obwohl sein Werk kaum weniger intensiv ist.
Hauser entstammte einer Wiener Beamtenfamilie, besuchte das Schottengymnasium und studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule, unter anderem bei Alfred Roller, dem legendären Bühnenbildner der Wiener Hofoper. Als Freiwilliger zog er 1914 begeistert in den Krieg und kehrte als überzeugter Pazifist zurück. Dieser Bruch prägt sein gesamtes Werk: die Konfrontation zwischen kollektiver Begeisterung und individueller Ernüchterung.
Von 1925 bis 1938 war Carry Hauser Mitglied des Hagenbundes, 1927 dessen Präsident – einer der wichtigsten Wiener Künstlervereinigungen der Zwischenkriegszeit. 1937 wurden vier seiner Druckgrafiken als „entartet“ beschlagnahmt. 1938, nach dem Anschluss, verhängte das NS-Regime ein Berufs- und Ausstellungsverbot über ihn. Er emigrierte in die Schweiz und kehrte erst nach dem Krieg zurück.
„Der Judaskuss“4 (1923) ist ein kleines, aber erschütterndes Bild. Es zeigt – formal angelehnt an die biblische Szene im Garten Gethsemane – eine Umarmung, die kein Trost ist, sondern Verrat. Das Gesicht des Umarmenden zeigt keine Emotion, nur leere Erschöpfung. Hauser interessiert die religiöse Ikonografie nicht um ihrer selbst willen: Er nutzt sie als Chiffre für die Erfahrung des Verrats, die seine Generation prägte. In diesem Bild schwingt viel mit, was auch heute wieder eine Rolle spielt: Krieg, Ideologie, Propaganda.
Im Katalog schreibt Chiara Galbusera treffend über diese Generation: kantige Gesichter von aschfahlem Inkarnat, die Augen tief in den Höhlen liegend, der Blick desillusioniert, innerlich. Das trifft auf Hauser zu. Er malt nicht das Drama des Krieges selbst, sondern sein psychisches Nachbeben.
Viktor Planckh: Das desillusionierte Selbstporträt
Viktor Planckh (1904–1941) ist eine tragische Figur der österreichischen Kunstgeschichte: Er starb im Alter von nur 37 Jahren, sein Werk ist schmal, aber von erheblicher psychologischer Intensität. Das Selbstporträt5 von 1927 ist eines der eindringlichsten Bilder der österreichischen Neuen Sachlichkeit.
Der Maler schaut uns direkt an, ohne Schminke, ohne Pose. Das Gesicht ist kantig, die Haut fahl, die Augen ohne Wärme. Es ist kein Selbstportrait der Selbstaffirmation, sondern der ehrlichen Selbstbefragung: Was bin ich? Was ist aus uns geworden? Diese Generation hatte sich mit Begeisterung in den Krieg gestürzt und war mit Scham und Trauma zurückgekommen.
Planckh ist in den gängigen Kunstgeschichten kaum präsent. Die OeNB-Sammlung ermöglicht hier eine Rehabilitation: Sie bewahrt Werke, die in öffentlichen Sammlungen chronisch unterrepräsentiert sind.
Die österreichische Neue Sachlichkeit: Ein vergessenes Erbe
Hans-Peter Wipplinger zieht einen Vergleich zwischen der Neuen Sachlichkeit in Österreich und Deutschland, was ihre Präsentation in öffentlichen Sammlungen anlangt. Er stellt in seinem Katalog-Essay die These auf, dass die österreichischen Künstlerinnen und Künstler bis heute strukturell unterrepräsentiert sind. Das liegt teilweise an der Randlage Wiens gegenüber Berlin auf dem internationalen Kunstmarkt, teilweise auch daran, dass viele dieser Künstler durch Exil, Berufsverbot oder frühen Tod aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind. Die OeNB-Sammlung, die systematisch und ohne marktgetriebene Logik aufgebaut wurde, ist hier tatsächlich eine große Ausnahme.
Informel – Ordnung ins Chaos
Das Informel – vom französischen peinture informelle – bezeichnet eine gestische, abstrakte Malweise, die sich in den späten 1940er Jahren gleichzeitig in Europa und den USA entwickelte. In Frankreich tachisme (von tache, dt. Fleck) genannt, in den USA Abstract Expressionism. Das Gemeinsame: der Körper des Malers oder der Malerin ist direkt im Bild sichtbar, in Form von Pinselduktus, Dripping, Kratzspur oder körperlichem Einsatz.
In der Sammlung der OeNB finden sich großformatige Bilder von Max Weiler, Franz Grabmayr, Jürgen Messensee, Josef Mikl, der jüngst auch in Deutschland ausgestellte Wolfgang Hollegha, der leider wenig beachtete Alfons Schilling, Peter Krawagna, Arnulf Rainer, Rudolf Polansky, Otto Zitko, Franko Kappl und die in den letzten Jahren kometenhaft aufgestiegene Martha Jungwirth. Dazu gesellen sich noch Bronzen von Oskar Höfinger, Andreas Urteil, Josef Pillhofer, Joannis Avramidis und Franz West.
Arnulf Rainer: Begründer des Informel in Österreich
Am Übergang von Neuer Sachlichkeit zur Abstraktion hängt ein Werk von Arnulf Rainer (1929–2025). Der erst im letzten Jahr verstorbene Künstler gilt als der Begründer des Informel in Österreich – und als einer der eigensinnigsten, die das Land je hervorgebracht hat. Seine Biografie ist eine Geschichte des radikalen Autodidaktentums: Er verließ sowohl die Akademie für angewandte Kunst als auch die Akademie der bildenden Künste Wien jeweils nach wenigen Tagen. Die Institutionen interessierten ihn nicht.
1951 reiste er gemeinsam mit Maria Lassnig nach Paris, um André Breton, den „Vater des Surrealismus“, zu besuchen – und wurde enttäuscht. Was ihn hingegen traf wie ein Blitz, war eine andere Ausstellung: „l'art informel“, kuratiert von Michel Tapié. Die energetische, körperliche Abstraktion dieser Werke öffnete ihm eine neue Welt.
Von 1953 bis 1959 lebte Rainer als Asket in der möbellosen, verlassenen Villa seiner Eltern in Gainfarn, Niederösterreich. Aus Materialmangel begann er, fremde Bilder zu übermalen – zunächst als pragmatische Lösung, dann als eigentliche künstlerische Strategie. Seine „Übermalungen“ wurden zu seinem Markenzeichen: Er übermalt eigene und fremde Bilder, Fotografien, religiöse Drucke. Das Ergebnis ist weder Zerstörung noch Bewahrung, sondern eine Spannung zwischen Aufdecken und Verdecken, zwischen Leere und Fülle.
Das in der Ausstellung gezeigte „Rheinkreuz“ (1990) ist ein typisches Beispiel von Rainers religiösem Spätwerk: Das Kreuz als Form taucht immer wieder in seinem Werk auf. Der Künstler will es nicht als Glaubenssymbol, sondern als universales Zeichen für Schnittpunkt, Spannung, Konflikt verstanden wissen. Die schwarzen Übermalungen fressen sich in die Form, lassen sie aber nicht verschwinden. Monsignore Otto Mauer, der wichtigste Förderer der österreichischen Avantgarde und Gründer der Galerie nächst St. Stephan, schrieb 1960 über Rainers Übermalungen: Sie seien „der Versuch, aus der Erregtheit der ziellos ins Dasein verlorenen Seele in den Bereich des Einen und Notwendigen vorzustoßen, das am Grunde aller Ereignisse, auch der psychischen, liegt.“ Das großgeschriebene „Eine“ und „Notwendige“ als letzter Gegenpol zu allem Chaos.
Franz Grabmayr: Der Körper im Bild
Franz Grabmayr (1927–2015) ist ein anderer Pol des österreichischen Informel: Wo Rainer Kontrolle und Zerstörung dialektisch verbindet, ist Grabmayr ein Künstler der schieren körperlichen Energie. Seine Gemälde entstehen oft in einem einzigen, rauschartigen Malprozess; man spürt die Bewegung des Armes, den Druck des Pinsels, die Schwere des Körpers.
„Das Große Tanzbild“6 (1988) trägt seinen Namen zu Recht: Es ist ein Bild, das tanzt. Die Farben – tief im Ocker, Umbra, Zinnoberrot – wirbeln und stoßen aneinander. Es gibt keine Figur, kein Objekt, nur Bewegung. Und doch ist es kein zufälliges Chaos: Man spürt eine kompositorische Logik, ein Gravitationszentrum.
Grabmayr, der aus Kärnten stammte und lange in Wien und Rom arbeitete, ist ein Künstler, dessen Bilder man mit dem ganzen Körper erspüren muss. Treten Sie nah an die Originale heran und dann entfernen Sie sich wieder von ihnen. Auf Distanz entfaltet sich die Komposition; aus der Nähe sehen Sie die einzelnen Schichten, die Palimpseste des Malprozesses.
Geometrie als Werkzeug
Von der Ordnung zur Befragung der Ordnung
Das abschließende Kapitel der Ausstellung schlägt den Bogen vom frühen 20. Jahrhundert in die Gegenwart – und vollzieht dabei eine interessante Verschiebung: War Geometrie in der Klassischen Moderne noch eine utopische Geste – Befreiung der Kunst von aller Referenz auf die Realität –, so wird sie im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert zum analytischen Werkzeug. Geometrie beffragt jetzt nicht mehr die Realität, sondern die Bedingungen unserer Wahrnehmung selbst. Die Kuratorin Chiara Galbusera formuliert es präzise: Geometrie ist in diesen zeitgenössischen Arbeiten „ein analytisches und wandelbares Werkzeug [...], mit dem sich künstlerische Fragestellungen immer wieder neu formulieren lassen"7.
Esther Stocker: Die Ordnung, die zweifelt
Esther Stocker (*1974 in Schlanders, Südtirol) ist eine der international profiliertesten österreichischen Künstlerinnen ihrer Generation. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien, an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand und am Art Center College of Design in Pasadena, Kalifornien. 2004 erhielt sie den Otto Mauer-Preis, 2009 den Preis der Stadt Wien.
Stockers Werk ist auf den ersten Blick radikal einfach: Schwarz-weiße geometrische Raster, keine Farbe, keine Figuration. Aber diese Einfachheit täuscht. Ihr zentrales Thema ist, was sie selbst „die Darstellung eines funktionalen Systems des Ungefähren“ nennt: Ordnungssysteme, die minimale Abweichungen und gezielte Störungen enthalten, die das scheinbar klare Raster zum Kippen bringen.
„Das Raster oder die Ordnung brauche ich, um überhaupt erst eine Abweichung davon beschreiben zu können. Systemlosigkeit lässt sich nur durch Systeme beschreiben, sie ist Teil des Systems. Hinter einem Chaos ist immer auch eine Art Ordnung.“8 (Esther Stocker)
Das in der Ausstellung gezeigte „Ohne Titel“ (2018) ist eine raumgreifende Wandarbeit: Schwarze geometrische Elemente überziehen die Flächen, dehnen sich in die dritte Dimension aus, lassen die flache Wand wie eine skulpturale Form erscheinen. Die Betrachterinnen und Betrachter werden zu aktiven Teilnehmenden: Ihr Gang durch den Raum verändert, was sie sehen. Es gibt keine richtige Position.
Stocker realisiert weltweit Kunst-am-Bau-Projekte: Die Fassade des Museums Gegenstandsfreier Kunst in Otterndorf (2018), eine Station der West Japan Railway in Tamano (2016), eine Uferbebauung in Shanghai (2019). Ihre Kunst ist mobil, ortsspezifisch, situativ – und doch klar erkennbar als „Stocker“.
Heimo Zobernig: Wenn Buchstaben schweigen
Heimo Zobernig (*1958 in Mauthen, Kärnten) ist einer der wichtigsten konzeptuellen Künstler Österreichs. Er vertrat Österreich 2015 auf der Biennale in Venedig. Sein Werk umfasst Malerei, Skulptur, Performance und Video – und verbindet stets die strenge Formensprache des Minimalismus mit einem schelmischen Bewusstsein für Bedeutung und Kommunikation.
„Ohne Titel (REAL/EGAL)“9 (2018) ist ein markantes Beispiel: Das Wort „REAL/EGAL“ erscheint in der Schriftart Helvetica – einer Schrift, die als neutral, sachlich und modern gilt. Doch Zobernig rotiert und verflicht die Buchstaben, teilt das Bild in „unbunte“ Farbflächen, und macht die Botschaft buchstäblich unleserlich. Was heißt es, wenn „real“ und „egal“ in einem Atemzug zu einem Wortspiel werden? Ist die Wirklichkeit gleichgültig? Ist Gleichgültigkeit real? Die Geometrie wird hier zum Instrument einer semantischen Dekonstruktion.
Zobernig nutzt Helvetica bewusst: Die Schrift gilt in Design und Werbung als ultimativ „unsichtbare“ Vermittlerin von Inhalt. Indem er sie durch Geometrie entstellt, macht er die Form der Kommunikation selbst sichtbar – und fragwürdig.
Ein Blick auf weitere Werke
Ernst Caramelle (*1952 in Hall in Tirol) arbeitet mit dem Raum als Ort der Täuschung. Sein oft zitiertes Motto „Art is Fake“ gilt als philosophische Warnung: Das Sichtbare, die Kunst muss immer in Zweifel gezogen werden. Vor allem da Caramelle für Wandmalereien bekannt ist, die Räume bzw. Raumabfoilgen suggerieren. So auch sein Werk „autofocus“10 (2011) aus der OeNB. Die Darstellung spielt mit Tiefenillusion und Flächigkeit.
Herbert Hinteregger (*1970 in Leoben) arbeitet mit einer außergewöhnlichen Materialtreue: Er extrahiert Tinte aus Kugelschreibern in einem aufwendigen, zeitintensiven Prozess und kombiniert sie mit ungewöhnlichen Trägern wie Loden, Filz oder Leder. Das Ergebnis sind regelmäßige geometrische Felder bzw. Streifen, die aber gleichzeitig immer auf den Prozess und die Zeit ihrer Entstehung verweisen. „Untitled (Maasholm)“11 (2022) ist ein solches stilles, konzentriertes Werk, das auch mit dem verführerischen Schillern von Kugelschreibertinte spielt.
Svenja Deininger (*1974 in Wien) erkundet die Möglichkeiten der Malerei durch das Auftragen und Abtragen von Farbe: Schicht für Schicht entstehen komplexe Oberflächen, die an Tiefe gewinnen, je mehr sie geschlichtet werden. Ihre Ausstellung in der Wiener Secession in Erinnerung überzeugt auch das im Leopold Museum ausgestellte Werk und im Dialog mit Ernst Caramelles feiner Studie einer möglichen „Wandaufbrechung“.
Ausgestellte Künstler und Künstlerinnen
Robin Christian Andersen, Werner Berg, Albert Birkle, Hans Böhler, Ferdinand Brunner, Josef Dobrowsky, Albin Egger-Lienz, Willy Eisenschitz, Franz Elsner, Lisl Engels (geb. Cech), Carl Fahringer, Anton Faistauer, Anton Filkuka, Josef Floch, Greta Freist, Hans Fronius, Josef Gassler, Albert Paris Gütersloh, Felix Albrecht Harta, Karl Hauk, Carry Hauser, Ernst Huber, Ludwig Heinrich Jungnickel, Wilhelm Kaufmann, Erika Giovanna Klien, Robert Kloss, Oskar Kokoschka, Anton Kolig, Oskar Laske, Johann Laurer, Anton Mahringer, Carl Moll, Franz Neuber, Max Neuböck, Max Oppenheimer, Viktor Planckh, Viktor Pipal, Herbert Ploberger, Igo Pötsch, Wilhelm Nicolaus Prachensky, Maximilian Reinitz, Herbert Reyl-Hanisch, Otto Rudolf Schatz, Franz Sedlacek, Josef Stoitzner, Wilhelm Thöny, Viktor Tischler, Rudolf Wacker, Rudolf Wacker, Alfred Wickenburg, Franz Windhager, Franziska Zach, Fritz Zerritsch, Franz von Zülow
Beni Altmüller, Eduard Angeli, Christian Ludwig Attersee, Markus Bacher, Wander Bertoni, Herbert Brandl, Adriana Czernin, Gunter Damisch, Svenja Deininger, Helmut Ditsch, Georg Eisler, Stephan Fillitz, Adolf Frohner, Franz Grabmayr, Gisela Grill, Helmuth Gsöllpointner, Bertram Hasenauer, Julia Haugeneder, Xenia Hausner, Oskar Höfinger, Wolfgang Hollegha, Alfred Hrdlicka, Birgit Jürgenssen, Martha Jungwirth, Gudrun Kampl, Franco Kappl, Michael Kienzer, Roland Kollnitz, Maria Lassnig, Anton Lehmden, Constantin Luser, Jürgen Messensee, Josef Mikl, Hannes Mlenek, Alois Mosbacher, Nikolaus Moser, Ulrike Müller, Ute Müller, Zoran Music, Florentina Pakosta, Josef Pillhofer, Ingeborg Pluhar, Rudolf Polanszky, Markus Prachensky, Peter Proksch, Arnulf Rainer, Alois Riedl, Florian Schaumberger, Hubert Scheibl, Roman Scheidl, Alfons Schilling, Eva Schlegel, Isa Schmidlehner, Josef Schwaiger, Peter Sengl, Soshana, Michaela Spiegel, Hans Staudacher, Petra Sterry, Gerlinde Thuma, Andreas Urteil, Walter Vopava, Ty Waltinger, Max Weiler, Franz West, Nives Widauer, Clemens Wolf, Fritz Wotruba, Erwin Wurm, Franz Zadrazil, Heimo Zobernig
Bilder
- Robin Christian Andersen, Obststillleben, um 1944, Öl auf Karton, 50,4 × 66,5 cm (OeNB)
- Robin Christian Andersen, Obststillleben mit Vase, um 1950, Öl auf Leinwand, 60 × 81 cm (OeNB)
- Joannis Avramidis, Kopf zu „Modellierte Figur", 1958, Bronze mit grünlicher Patina, 31 × 25 × 18 cm (OeNB)
- Markus Bacher, Lun, 2012, Mischtechnik auf Leinwand, 120 × 200 cm (OeNB)
- Werner Berg, Die Großmutter, 1933, Öl auf Leinwand, 95 × 115 cm (OeNB)
- Werner Berg, Diex, 1937, Öl auf Leinwand, 60 × 100 cm (OeNB)
- Albert Birkle, Abendsonne in Tirol, 1927/28, Öl auf Karton, 51,3 × 63,8 cm (OeNB)
- Albert Birkle, Sommerlicher Blumenstrauß, 1931, Öl auf Karton, 71 × 52 cm (OeNB)
- Erwin Bohatsch, Ohne Titel, 2020, Öl und Acryl auf Leinwand, 240 × 200 cm (OeNB)
- Herbert Brandl, Ohne Titel, 2019, Öl auf Leinwand, 250 × 200 cm (OeNB)
- Ernst Caramelle, autofocus, 2011, Gesso, Acryl und Tempera auf Holz, 38 × 60 cm (OeNB)
- Gunter Damisch, Weltenwege (Wettbewerbsentwurf Geldzentrum), 1996/97, Öl auf Leinwand, 125 × 55 cm (OeNB)
- Gunter Damisch, Nächtliches Wegfeld (Wettbewerbsentwurf Geldzentrum), 1996/97, Öl auf Leinwand, 125 × 55 cm (OeNB)
- Svenja Deininger, Untitled, 2017, Öl auf Leinwand, 150 × 230 cm (OeNB)
- Albin Egger-Lienz, Das Mittagessen, um 1920, Öl auf Karton, 67,8 × 97 cm (OeNB)
- Albin Egger-Lienz, Die Quelle, 1923/24, Öl auf Karton, 61,5 × 89,5 cm (OeNB)
- Lisl Engels, Philodendron und Gummibaum mit Früchten, 1934, Öl auf Leinwand, 90 × 65,5 cm (OeNB)
- Anton Faistauer, Blumenstrauß in gebauchtem Krug, 1919, Öl auf Leinwand, 63,5 × 43,5 cm (OeNB)
- Anton Faistauer, Stillleben mit Flasche und Spiegel, 1919, Öl auf Leinwand, 63,8 × 67,2 cm (OeNB)
- Anton Faistauer, Südtiroler Landschaft, 1925, Öl auf Leinwand, 60,5 × 86,2 cm (OeNB)
- Werner Feiersinger, Ohne Titel, 2007, Edelstahl, 40 × 40 × 30 cm (OeNB)
- Franz Graf, Luzid, 1985/86, Grafit und Tusche auf Transparentpapier, 168 × 252 cm (OeNB)
- Greta Freist, La danseuse, 1938, Öl auf Leinwand, 99,2 × 72,2 cm (OeNB)
- Greta Freist, La famille d'un peintre, 1938, Öl auf Leinwand, 100 × 81 cm (OeNB)
- Greta Freist, En Voyage (Ordures), 1986, Öl auf Leinwand, 73 × 73 cm (OeNB)
- Josef Gassler, Porträt der Halina Wittlin-Moser, um 1928, Öl auf Leinwand, 85,5 × 75 cm (OeNB)
- Roland Goeschl, Säulenformation, um 1989, Holz lackiert, 120 × 12 × 12 cm (OeNB)
- Franz Grabmayr, Großes Tanzbild, 1988, Öl auf Leinwand, 180 × 168 cm (OeNB)
- Albert Paris Gütersloh, Selbstbildnis mit Bart, 1924, Öl auf Leinwand, 55 × 48 cm (OeNB)
- Albert Paris Gütersloh, Stillleben mit Pfirsichen, 1930, Öl auf Leinwand, 50 × 59,6 cm (OeNB)
- Felix Albrecht Harta, Gebirgslandschaft im Schnee, 1911, Öl auf Leinwand, 66,4 × 91,5 cm (OeNB)
- Felix Albrecht Harta, Mährische Landschaft, 1928, Öl auf Leinwand, 58,9 × 71,9 cm (OeNB)
- Karl Hauk, Nächtlicher Spaziergang, 1926, Öl auf Leinwand, 87 × 80 cm (OeNB)
- Julia Haugeneder, Faltung 303, 2022, Buchbinderleim, Pigment, Luftpolsterfolie und Aluminium, 45 × 205 × 28 cm (OeNB)
- Carry Hauser, Der Judaskuss, 1923, Öl auf Karton, 41 × 32 cm (OeNB)
- Herbert Hinteregger, Untitled (Maasholm), 2022, Kugelschreibertinte, Grundierung und Klebeband auf Loden, 100 × 80 cm (OeNB)
- Oskar Höfinger, Tänzerin, 1966, Bronze, 53,5 × 15 × 15 cm (OeNB)
- Wolfgang Hollegha, Blaue Mütze im Wind, 2006, Öl auf Leinwand, 215 × 220 cm (OeNB)
- Ludwig Heinrich Jungnickel, Blick auf Positano, 1921, Öl auf Leinwand, 108,6 × 98 cm (OeNB)
- Martha Jungwirth, Tenganan 2 (Bali/Indonesien), 2001, Aquarell auf Papier, 105 × 70 cm (OeNB)
- Martha Jungwirth, Porträt U.K., 2019, Öl auf Papier, auf Leinwand kaschiert, 235 × 195 cm (OeNB)
- Birgit Jürgenssen, Grenzerziehung, 1983, Öl auf Papier, 150,5 × 245 cm (OeNB)
- Franco Kappl, Ohne Titel / Untitled, 2019, Acryl auf Leinwand, 200 × 300 cm (OeNB)
- Michael Kienzer, Konstrukt Vol. 5, 2025, Mischtechnik, 105 × 61 × 7,5 cm (OeNB)
- Soli Kiani, Sepideh, 2023, Stoff, Acryl und Leim, 120 × 75 × 27 cm (OeNB)
- Erika Giovanna Klien, Silex Abstraction, 1935, Aquarell und Bleistift auf Papier, auf Seidenpapier montiert, 48,5 × 34,5 cm (OeNB)
- Robert Kloss, Alberto Cellari, 1922, Öl auf Leinwand, 127,5 × 108,5 cm (OeNB)
- Robert Kloss, Amaryllis, 1921, Öl auf Leinwand, 85,6 × 80 cm (OeNB)
- Robert Kloss, Tulpen, 1921, Öl auf Leinwand, 100 × 71,5 cm (OeNB)
- Oskar Kokoschka, Zwei Mädchen, 1934, Öl auf Leinwand, 50,6 × 60,5 cm (OeNB)
- Anton Kolig, Brustbild eines Knaben mit Violine, 1945–50, Öl auf Karton, 53 × 43,5 cm (OeNB)
- Peter Krawagna, Ohne Titel, 2021, Öl auf Leinwand, 200 × 280 cm (OeNB)
- Suse Krawagna, Ohne Titel, 2008, Acryl auf Leinwand, 160 × 130 cm (OeNB)
- Oskar Laske, Paradies der Tiere, 1941, Öl auf Leinwand, 87,5 × 120,2 cm (OeNB)
- Maria Lassnig, Meerungeheuer, 1965, Aquarell auf Papier, 38 × 52,5 cm (OeNB)
- Jürgen Messensee, E. hebt die Hand zum Mund, 2009, Öl, Alkydharzlack und Kohle auf Leinwand, 81 × 100 cm (OeNB)
- Josef Mikl, Große Büste, 1968/69, Öl auf Leinwand, 220 × 200 cm (OeNB)
- Carl Moll, Sommerblumen, 1926, Öl auf Leinwand, 60 × 60,5 cm (OeNB)
- Ulrike Müller, Others, 2017, Glasemail auf Stahl, 39,4 × 30,5 cm (OeNB)
- Ulrike Müller, Container, 2018, Glasemail auf Stahl, 39,4 × 30,5 cm (OeNB)
- Zoran Mušič, Serie Bizantina, 1961, Öl auf Leinwand, 81 × 100 cm (OeNB)
- Zoran Mušič, Motif végétal, 1972, Acryl auf Leinwand, 113,4 × 146 cm (OeNB)
- Oswald Oberhuber, Engel, 1948, Aquarell und Zeitungspapier auf Papier, 100 × 69 cm (OeNB)
- Max Oppenheimer, Die Schachpartie, um 1925/30, Öl auf Leinwand, 55,2 × 78,2 cm (OeNB)
- Max Oppenheimer, Streichquartett, um 1941, Öl auf Leinwand, 76,5 × 75 cm (OeNB)
- Max Oppenheimer, Operation, 1951, Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen, 125 × 110 cm (OeNB)
- Josef Pillhofer, Schmale mit erhobenem Arm, 1956–1959, Bronze mit brauner Patina, 142 × 28,5 × 38,5 cm (OeNB)
- Tobias Pils, Between us space (2), 2021, Öl auf Leinwand, 190 × 180 cm (OeNB)
- Viktor Planckh, Selbstporträt, 1927, Öl auf Leinwand, 81,5 × 55,5 cm (OeNB)
- Viktor Planckh, Fischer an der Seine, 1928, Öl auf Leinwand, 51,5 × 75,3 cm (OeNB)
- Viktor Planckh, Weiblicher Halbakt, 1930, Öl auf Leinwand, 79 × 60 cm (OeNB)
- Herbert Ploberger, Auf dem Tisch unter dem Tisch, 1925, Öl auf Leinwand, 89 × 116 cm (OeNB)
- Herbert Ploberger, Stillleben, um 1925, Öl auf Leinwand, 50,5 × 57,8 cm (OeNB)
- Rudolf Polanszky, Synthetisches Konstrukt mit 3 Bildteilen, 1988, Plexiglas und Mixed Media auf Leinwand, 160 × 170 cm (OeNB)
- Markus Prachensky, Berlin VIII – 63, 1963 (OeNB)
- Arnulf Rainer, Rheinkreuz, 1990 (OeNB)
- Herbert Reyl-Hanisch, Die große Hafenstadt, 1928, Öl auf Leinwand, 105,6 × 87,7 cm (OeNB)
- Herbert Reyl-Hanisch, Menschwerdung, 1930, Öl auf Holz, 97 × 79 cm (OeNB)
- Alois Riedl – Einsame Straße, undatiert, Öl auf Leinwand, 53,5 × 62,5 cm (OeNB)
- Gerwald Rockenschaub, Ohne Titel, 2007 (OeNB)
- Florian Schaumberger, Kleine Stele, 2005 (OeNB)
- Alfons Schilling, Ohne Titel, 1960, Sand, Schiefer, Gips und Farbe auf Leinen, 160 × 169 cm (OeNB)
- Alfons Schilling, Ohne Titel, 1961, Dispersion auf Molino, 233 × 183 cm (OeNB)
- Alfons Schilling, Ohne Titel, 1984, Acryl auf Leinwand mit Prismamonokel, 214 × 160 cm (OeNB)
- Florian Schmidt, Untitled (Revenant) 14, 2021, Lack, Vinyl, Hartschaum, Karton und Holz, 84 × 60 × 17 cm (OeNB)
- Florian Schmidt, Ohne Titel, 2018, Aluminiumpapier bedruckt, 26 × 60 × 60 cm (OeNB)
- Franz Sedlacek, Einsamer Berghof, (OeNB)
- Esther Stocker, Ohne Titel, 2018 (OeNB)
- Andreas Urteil, Famulus, 1961, Bronze, 178 × 55 × 45 cm (OeNB)
- Walter Vopava, Ohne Titel, 2019, Acryl auf Leinwand, 200 × 150 cm (OeNB)
- Rudolf Wacker, Schäfchen und Puppe (OeNB)
- Alfons Walde, Sonntag, um 1924, Öl auf Karton, 76,5 × 72 cm (OeNB)
- Alfons Walde, Tiroler Bergstadt, 1924, Öl auf Leinwand, 100,7 × 120,5 cm (OeNB)
- Alfons Walde, Dorfstraße, 1931, Öl auf Leinwand, 75,3 × 120 cm (OeNB)
- Alfons Walde, Einsamer Berghof, 1934/35 (OeNB)
- Alfons Walde, Bauern am Tisch, um 1928, Öl auf Malkarton, 53,4 × 60,4 cm (OeNB)
- Manfred Wakolbinger, Ohne Titel, 2005, Metall und Lack, 29 × 40 × 10 cm (OeNB)
- Max Weiler, Walddickicht, 1965 und Himmel und Wolken, 1977 (OeNB)
- Franz West, Ohne Titel, 1988 (OeNB)
- Alfred Wickenburg, Blick aus dem Atelierfenster (Florenz), 1923, Öl auf Leinwand, 77,5 × 62,4 cm (OeNB)
- Franz Windhager, Der Spaziergänger, 1934, Öl auf Holz, 58,4 × 78,5 cm (OeNB)
- Fritz Wotruba, Kopf, 1953/54, Bronze, 34,8 × 18,8 × 20,5 cm (OeNB)
- Erwin Wurm, Ohne Titel, 2005, 60 × 60 × 45 cm (OeNB)
- Heimo Zobernig, Ohne Titel (REAL/EGAL), 2018, Acryl auf Leinwand, 200 × 200 cm (OeNB)
- Franz von Zülow, Sandberg, 1930–33, Öl auf Karton, 60 × 109,7 cm (OeNB)
- Franz von Zülow, Dorfstraße in Schenkenfeld, 1937, Kleistertechnik auf Papier, 61,3 × 90,2 cm (OeNB)


![Greta Freist, La danseuse [Die Tänzerin], 1938 © Oesterreichische Nationalbank/Kunstsammlung | Foto: Graphisches Atelier Neumann](https://artinwords.de/wp-content/uploads/Greta-Freist-La-danseuse-Die-Taenzerin-1938.jpg)