Egon Schiele

Egon Schiele (1890-1918) orientierte sich bereits während seines Studiums an der Wiener Akademie der bildenden Künste an den Gemälden von Gustav Klimt. Bereits 1910 hatte er seinen persönlichen Stil gefunden, mit dem er auf gesellschaftliche Veränderungen reagierte. Zu Schieles wichtigsten Themen zählen Körper und Sexualität, Krumau, das Ego des Künstlers, die er als Akte, Städtebilder, Porträts und Selbstbildnisse umsetzte. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs war Schiele mit dem Aufbau seiner internationalen Karriere beschäftigt. Kurz bevor er 1915 zum Kriegsdienst eingezogen wurde, heiratete Egon Schiele das bürgerliche Mädchen Edith und trennte sich von seinem langjährigen Modell Wally Neuzil. Während des Ersten Weltkriegs konnte Egon Schiele als Mitglied des k. k. Kriegspressequartiers (KPQ) erneut ein Atelier in Wien beziehen und weiterarbeiten. Als Gustav Klimt im Februar 1918 verstarb, wurde Egon Schiele als sein Nachfolger gepriesen. Ein halbes Jahr später, am 31. Oktober 1918, verstarb Egon Schiele an der Spanischen Grippe.

20. Februar 2017
Egon Schiele, Zwei Männer, 1913, Deckfarben, Bleistift auf Strathmore Japanpapier, grundiert, 48 x 31,5 cm (Albertina)

Egon Schiele. Gezeichnete Bilder Ausstellung zur franziskanischen Ethik im Werk Schieles in der Albertina

Egon Schiele (1890–1918), dem früh verstorbenen Expressionisten, widmet die Albertina kurz vor der 100. Wiederkehr seines Todestags eine umfassende Ausstellung zu dessen zeichnerischem Werk aus eigenem Bestand. Seine 13 Skizzenbücher nicht mitgerechnet, besitzt die Albertina eine der weltweit größten Sammlungen von Werken Schieles, die 160 Arbeiten auf Papier sowie Dokumente und Erinnerungen an sein Leben umfasst.
11. Mai 2015
Tracey Emin vor Egon Schieles Gemälde „Sitzender Männerakt, (Selbstdardstellung)“, 2014, Leopold Museum, Wien / Foto: A. Ludwig.

Tracey Emin – Egon Schiele "Where I want to go" im Leopold Museum

Als das Leopold Museum Tracey Emin (* 1963) einlud, eine Soloshow in Wien auszurichten, entschied sich die britische Künstlerin spontan, Werke von Egon Schiele (1890–1918) zu integrieren. Für den Dialog mit einer Installation, Zeichnungen, Neon- und Soundarbeiten, großformatigen Stickbildern und kleineren Bronzeskulpturen wählte sie ein Gemälde, 14 Zeichnungen und Gedichte des österreichischen Expressionisten. Akte, Selbstbefragungen und das Gefühl von Einsamkeit bestimmen die Schau!
27. Februar 2015

Wally Neuzil – Ihr Leben mit Egon Schiele Modell, Geliebte, Freundin? Wie eine Frau das Werk des österreichischen Expressionisten beeinflusste

Wally, eigentlich Walburga Neuzil, war zwischen 1911 und 1915 Lieblingsmodell und Lebenspartnerin von Egon Schiele. Das berühmte „Bildnis Wally Neuzil“ (1912) des Leopold Museums ist der Ausgangspunkt für eine Spurensuche, die die von Männern dominierte Kunstwelt des frühen 20. Jahrhunderts dekonstruiert.
15. Oktober 2014
Jenny Saville vor ihrem Gemälde

Egon Schiele – Jenny Saville Geschlechter- und Körperstudien im Extrem

Als Jenny Saville vor knapp einem Jahr Wien besuchte, hätte sie sich nicht träumen lassen, dass ihre monumentalen Gemälde und Zeichnungen bereits heuer in Dialog mit den expressiven Werken Egon Schieles treten würden. Oliver Wick konzipierte für das Kunsthaus Zürich eine spannende Gegenüberstellung, die hauptsächlich von der ästhetischen Wirkung der Gemälde lebt, die Bedeutung der Figurenbilder für Schieles Modernität bestätigt aber dennoch nicht auf Landschaften und Städtebilder des Wieners verzichtet.
24. April 2014

Der Erste Weltkrieg Ausstellung "Jubel und Elend. Leben mit dem großen Krieg"

Die große Sommerausstellung in der Schallaburg widmet sich der sozialgeschichtlichen Aufarbeitung des Ersten Weltkriegs. Dabei beschränken sich die Kuratoren nicht nur auf die k. & k. Monarchie, sondern präsentieren auch Schicksale und autobiografische Notizen von Nicht-Österreicher_innen. „Menschen von 1914“, wie diese Protagonisten genannt werden, geben dem Krieg ein Gesicht und vertreten die unterschiedlichsten Ansichten.
12. April 2014
Kandinsky, Klee, Schiele... Graphikmappen des frühen 20. Jahrhunderts, Ausst.-Kat. Staatsgalerie Stuttgart, 2014 (HIRMER).

Graphikmappen des frühen 20. Jahrhunderts

Die kurz vor der Jahrhundertwende einsetzende Begeisterung für „Künstlerdrucke“ in Form der Wiederentdeckung der Radierung, des (farbigen) Holzschnitts und der Lithografie hatte viel mit einem neuen Verständnis von Kunst als die Massen bewegende Kommunikationsform in der Moderne zu tun. Gleichzeitig wird aber nicht auf den ökonomischen und markttechnischen Wert der Mappenwerke vergessen: Als kollektive Unternehmungen repräsentierten sie nicht nur einen programmatischen Zugang der Beteiligten, sondern waren wichtige Verdienstmöglichkeiten für junge, aufstrebende Künstlerinnen und Künstler.