Etel Adnan

Wer war Etel Adnan?

Etel Adnan (Beirut 24.2.1925–14.11.2021 Paris) war eine libanesisch-französisch-amerikanische Schriftstellerin und Malerin der Abstraktion (→ Abstrakte Kunst). Die an der Sorbonne, in Berkeley und Harvard ausgebildete Philosophin begann sich 1959 mit Malerei zu beschäftigen. Angeregt von Reisen nach Mexiko und der Auseinandersetzung mit Mount Tamalpais schuf Adnan kleinformatige Ölgemälde und mit Tusche gezeichnete Leporellos. Anfangs waren ihre Kompositionen ungegenständlich, erst nach 1972 in Beirut wandte sich die Malerin dem Landschaftsmotiv zu. Diese Bilder ließ sie in Nordafrika in Tapisserien weben. Mit dem Roman „Sitt Marie Rose“ gelang Edel Atnan 1977 nicht nur ein Kommentar auf den Libanesischen Bürgerkrieg, sondern ein Klassiker der Kriegsliteratur.

Kindheit

Etel Adnan wurde am 24. Februar 1925 als Einzelkind in Beirut geboren. Die Mutter, eine Griechin, kam aus Smyrna (heute: Izmir), und der Vater, ein Syrer aus Damaskus, war Offizier in der osmanischen Armee. Nach dem Zerfall des Osmanischen Reichs zogen sie nach Beirut.

Etel Adnan lebte in einer türkischsprachigen Familie – obwohl die Mutter Griechisch mit ihr sprach. In der Schule wurde Französisch gesprochen. Vom Vater ermutigt, begann Etel Adnan zu Hause, Arabisch zu lernen, da sie diese Sprache tagtäglich auf der Straße hörte. Unermüdlich schrieb sie Zeilen um Zeilen immer wieder ab – in kalligrafischen Zeichen, die ihr Mysterium für sie nie verloren und später in ihrem Leben erneut Wichtigkeit erlangten.

Im Alter von 16 Jahren verließ Etel Adnan die Schule und arbeitete als Sekretärin im Französischen Informationsbüro (1941). Daneben machte sich das Bakkalaureat. Den Ersten Weltkrieg erlebte Etel Adnan nicht direkt, im Jahr 1943 erklärte sich der Libanon als unabhängig von Frankreich und errichtete eine konstitutionelle Republik.

„Ich wurde in eine ganz andere Welt hineingeboren, als die, die meine Eltern kannten. Die Alliierten hatten die östliche arabische Region besetzt und unter sich aufgeteilt; die Franzosen beanspruchten ein Gebiet, das sie in Syrien und den Libanon aufspalteten.“

1945 war Etel Adnan eine von zwölf Schüler:innen in der ersten Klasse des Schriftstellers Gabriel Bounoure an der École Supérieure des Lettres, die unter der Schirmherrschaft der französischen Botschaft neu gegründet worden war. Zu dieser Zeit verfasste sie ihre ersten Gedichte. Der Direktor unterstützte sie dabei und empfahl ihr, nach Frankreich zu reisen.

„Ich begann im Alter von Zwanzig, Lyrik zu schreiben; es war ein langes Gedicht, das ich ‚Le Livre de la Mer [Das Buch vom Meer]‘ nannte – ein Gedicht, das die Beziehung zwischen Sonne und Meer als eine Art kosmische Erotik ansieht.“

Ausbildung

Nachdem ihr Vater 1947 in Beirut verstorben war, erhielt Etel Adnan 1949 ein Stipendium des französischen Staates und verließ Beirut, um nach Paris und an die Sorbonne zu gehen.
Von 1950 bis 1955 studierte Etal Adnan in Paris Philosophie, namentlich bei Étienne Souriau und Gaston Bachelard. Sie lernte im Pavillon Americain, wo sie wohnte, einige amerikanische Studierende kennen, die sich für Jazz und Musik im Allgemeinen begeisterten. Unter ihnen waren mehrere junge amerikanische Frauen, die ihr rieten, ihr Studium in Berkeley fortzusetzen.

Im Januar 1955 bestieg Etel Adnan die „Île-de-France“ nach New York. Von dort reiste sie nach Berkeley (Kalifornien) weiter, um sich auf eine Doktorarbeit in Ästhetik vorzubereiten, und fand in der Bay Area ein neues Zuhause. Zur Zeit ihrer Ankunft wimmelte es dort von künstlerischen und politischen Aktivitäten; sie traf auf eine anregende Mischung aus wiedererwachter Lyrik, der Beat Generation und Studentenbewegungen. Es revolutionierte das Denken Adnans von Grund auf.

1957 erfolgte die Gründung der Zeitschrift „Shi’r“, der eine entscheidende Rolle bei der Revolutionierung der arabischen Lyrik zukam. Etel Adnan veröffentlichte ihre ersten Gedichte in arabischer Übersetzung. Um „nachzudenken“ verbrachte Etel Adnan einige Monate in Mexiko; die Reise war äußerst wichtig für sie und führte zu einer Reihe interessanter Entdeckungen. Tod der Mutter in Beirut.

„Ich reiste nach Mexiko-Stadt weiter, wo mir die riesigen Mosaik-Wandbilder an der Universität die Wichtigkeit von Kunstwerken in öffentlichen Räumen vor Augen führten.“

Danach setzte Etel Adnan ihre philosophische Arbeit an der Harvard University fort. Dort war sie eine von zwei Frauen am Institut (1957/58).

Hinwendung zur bildenden Kunst

Im Jahr 1958 wurde Etel Adnan Dozentin für Philosophie am Dominican College of San Rafael (1958–1972) und zog nach Sausalito, eine Kleinstadt nördlich von San Francisco. Ihre Lehrtätigkeit dauerte 14 Jahre.

Während Etel Adnan einen Kurs in Ästhetik leitete, ermutigte sie ihre Kollegin Ann O‘Hanlon, mit Malerei zu experimentieren. Sie begann in Öl auf Leinwand zu malen und entwickelte eine abstrakte Formensprache. In ihren Schriften und ihrer Kunstpraxis reagierte Etel Adnan leidenschaftlich auf das politische Klima ihrer Zeit.

„Die Morgenzeitung brachte regelmäßig Nachrichten von Algeriern [nach Kalifornien], die im Krieg getötet worden waren, oder berichtete über die Art Gräueltaten, wie sie Gewaltakte, die in großem Maßstab ausgeübt werden, wohl immer mit sich bringen. Ich wurde mir plötzlich und ziemlich heftig bewusst, dass ich ganz selbstverständlich und ohne zu zögern Partei ergriffen hatte: Ich war am Krieg emotional beteiligt, und es machte mich wütend, mich auf Französisch ausdrücken zu müssen.“ (Etel Adnan über das Jahr 1959)

Etel Adnans erste malerische Werke entstanden 1959 und sind vollkommen abstrakt, Die Kompositionen bestehen aus großen Rechtecken, die sie kompakt einander gegenüberstellte, oder die auf der Oberfläche zu schweben scheinen.

„Ich musste nicht länger auf Französisch schreiben, ich würde nun in Arabisch malen. Es ist eine wahrhaftige Erleuchtung. Mit wütendem Eifer stürzte ich mich in die Malerei. Ich tauchte ganz in diese neue Sprache ein. Abstrakte Kunst war das Äquivalent des poetischen Ausdrucks [...]. Ich war nicht gezwungen, einer von Sprache geprägten Kultur anzugehören, sondern hatte nunmehr die Möglichkeit, mich in einer offenen Form auszudrücken.“

Mount Tamalpais

Während der 1960er Jahre war Etel Adnans aufkeimende Auseinandersetzung mit der Malerei zumeist auf ein einziges Sujet gerichtet: Mount Tamalpais. In ihrem Streben nach dem Absoluten, etwas, das für sie nicht konkret greifbar ist, repräsentierte Mount Tamalpais weit mehr als nur ein künstlerisches Thema. In einem Fernsehinterview bezeichnete sie den Berg als die wichtigste Begegnung ihres Lebens: Im Erleben dieser mystischen Beziehung zu dem Berg lotete die angehende Künstlerin die Tiefen der eigenen Existenz aus. Doch schlussendlich fand ihre Obsession ihren Ausdruck in der Malerei. Bereits 1961 organisierte die O’Hanlon Gallery, Mill Valley, Kalifornien, Etel Adnans erste Einzelausstellung. In dem 1986 verfassten Text „Journey to Mount Tamalapis” versammelte Etel Adnan eine Meditation über Malerei, Natur und Wahrnehmung.

„Die Poesie und die Malerei blieben vorerst getrennt; doch eines Tages, als ich mich entschied zu schreiben – oder, um genauer zu sein, Poesie auf Arabisch in der Absicht zu kopieren, gewöhnliche Schrift in Arbeiten mit Aquarellfarben und Tinte in einem Stil zu integrieren, der zeitgenössisch war – betrat ich einen Weg, den ich noch immer nicht abgeschritten habe. Ich entdeckte gefaltetes Japanpapier, wie man es in den alten Büchern mit japanischen Holzschnitten findet – als doppelseitige Abbildungen, die an den nachfolgenden Seiten befestigt oder lose eingelegt sind. [...]. Ein Jahr nach dem anderen arbeitete ich an diesen langen Papieren, wie an horizontalen Schriftrollen, in meiner unvollkommenen Schrift und im Bewusstsein, dass das, was hier verhandelt wurde, das Gegenteil von klassischer Kalligrafie war.“

Etel Adnan entdeckte um 1964 in einem Geschäft in Los Angeles japanische „Bücher“, die sich wie ein Leporello falten lassen. Um sich von der Idee zu lösen, dass eine Seite ein Rechteck ist, wandte sich Adnan dem neuen Format zu und verglich es mit „Schreiben auf einem Fluss“.

Poesie

Aufgrund des Vietnamkrieges (1955–1975) herrschte in den USA ein überaus konfliktträchtiges gesellschaftliches Klima. Das Pulverfass explodierte, als am 23. November 1963 John F. Kennedy einem Attentat zum Opfer fiel. Etel Adnan reagierte darauf mit ihrem ersten englischsprachigen Gedicht, das ein subversives Magazin auch druckte.

„Ich kam nach Hause, spannte ein Blatt Papier in meine Schreibmaschine und schrieb – beinahe so, als ob ich dem, was ich da tat, keine besondere Aufmerksamkeit schenken würde – ein Gedicht: ‚The ballad of the lonely knight in present-day America [Die Ballade vom einsamen Ritter im heutigen Amerika]‘, und schickte es an die S.-B. Gazette [...]. Ich war eine amerikanische Dichterin!“

Kurz darauf entdeckte sie das Werk von Paul Klee. Paul Klees Tagebücher wurden 1964 von der University of California Press auf Englisch publiziert. Etel Adnan erwarb ein Exemplar – einen Schatz, den sie zeitlebens in Ehren hielt und dessen Entdeckung sie in einen Zustand extremer, überwältigender Faszination versetzte.

Tapisserien

Etel Adnan nahm sich 1966 ein Freisemester und bereiste Marokko, Tunesien, Libyen, Jordanien und Ägypten, wo sie das Wissa Wassef Art Center entdeckte. Am Harrania Zentrum (gegr. 1951) wurden junge Dorfbewohner aus der Region in die Kunst des Webens eingeführt. Die ohne vorausgehende Designs gewebten Tapisserien waren Improvisationen mit einfachen, sich wiederholenden Formen und kräftigen Farben.

Während ihrer Reisen in Nordafrika lernte Etel Adnan 1967 einen Weber aus Tunesien kennen, einen Meister seines Faches. Gleich nach ihrer Heimkehr schickte sie ihm zwei Entwürfe, die er ausführte und somit die ersten Tapisserien der Künstlerin realisierte. Zur selben Zeit kam Etel Adnan in San Francisco mit Hal Painter in Kontakt, einem der wenigen in der Stadt tätigen Weber, der zu der Zeit allerdings noch keine Tapisserien herstellte. Sie machte ihn mit der Technik bekannt, woraufhin er begann, nach ihren Entwürfen zu weben.

Am Dominican College in San Rafael erhielt Ida Grae 1968 eine Anstellung, sie war für ihre Forschungen zu neuen Formen des Webens und Färben mit Stoffen auf Pflanzenbasis bekannt. Äusserst interessiert besuchte Etel Adnan ihre Kurse. Mit ihrer Freundin Claire Paget teilte sie ihre neue Leidenschaft in Briefen, die 1972 in „Les Cahiers de l’Oronte“ veröffentlicht und 2016 in „Life is a Weaving“ nachgedruckt wurden.

Zurück in Beirut

Nachdem Etel Adnan 1972 wegen gesundheitlicher Probleme nach Beirut zurückgekehrt war, wurde Etel Adnan vom Chefredakteur der neuen, in französischer Sprache publizierten Tageszeitung „Al-Safa“ kontaktiert. Er bot ihr die Leitung des Kulturressorts an und garantierte ihr dabei komplett freie Hand. Die Künstlerin traf dort die syrische Malerin Simone Fattal (*1942). 1974 wurde der Besitzer der Zeitung jedoch Opfer eines Anschlags in Libyen und „Al-Safa“ daraufhin eingestellt.

Etel wollte in Beirut Werkstätten für Künstler:innen und Kunsthandwerker:innen nach dem Vorbild des Bauhaus etablieren. Ihre Malerei wandelte sich von geometrischen Abstraktionen zu Landschaften. Die Künstler:innenvereinigung „Dar al Fan“ organisierte 1973 die erste Ausstellung von Etel Adnans Gemälden in Beirut.

Der aus einer komplexen politischen Situation entstandene und von einer Auseinandersetzung zwischen Palästinensern und libanesischen Phalangisten ausgelöste Libanesische Bürgerkrieg braxch 1975 aus und dauerte fünfzehn Jahre. Etwa 130.000 bis 250.000 Menschen verloren in dieser Auseinandersetzung ihre Leben. 1977 zogen Etel Adnan und Simone Fattal nach Paris. Erst zwölf Jahre später, ein Jahr nachdem der Libanesische Bürgerkrieg 1990 beendet war, kehrte Etel Adnan zum ersten Mal wieder nach Beirut zurück (1991).

Berühmte Autorin

Im Jahr 1977 schieb Adnan in Paris den Roman „Sitt Marie Rose“ als Reaktion auf einen jener tragischen Todesfälle, die im Libanon täglich zu beklagen waren. Das im folgenden Jahr veröffentlichte Buch wurde Etel Adnans meist gelesenes und übersetztes Werk (zehn Sprachen). Der auf Französisch geschriebene Text wurde unmittelbar nach seinem Erscheinen ins Arabische übersetzt und in Beirut veröffentlicht. Die Association de Solidarité Franco-Arabe zeichnete ihn mit dem Amitié Franco-Arabe-Preis aus. Durch diesen Roman wurde Etel Adnan zur Zielscheibe und Ziel zahlreicher Todesdrohungen. In der Zwischenzeit als „Klassiker“ der Kriegsliteratur anerkannt, wurde der Text für die Bühne adaptiert und 2009 im Düsseldorfer Forum Freies Theater aufgeführt.

Etel und Fattal zogen 1979 nach Sausalito, Kalifornien. Etel widmete sich ab diesem Zeitpunkt ausschließlich der Schriftstellerei und der Malerei. 1980 erschien „L’Apocalypse arabe“, ein leidenschaftliches, brutales Werk, in dem Etel Adnan Zeichen und Text kombinierte. In diesem Jahr begann Etel Adnan auch Super 8 Filme zu drehen.

Im Jahr 1982 gründete Simone Fattal den Verlag The Post-Apollo Press mit Spezialisierung auf Poesie und experimentellem Schreiben. In diesem Verlag publizierten einige der berühmtesten amerikanischen Poeten genauso wie Etels Bücher mit Poesie, Essays und Fiktion.

Auf Ersuchen ihres langjährigen Freundes Robert Wilson, den sie 1972 im Libanon kennengelernt hatte, schrieb Etel Adnan 1984 den französischen Teil von „The Civil Wars: A Tree Is Best Measured When It Is Down“, einer mehrsprachigen Oper, die dem Amerikanischen Bürgerkrieg gewidmet ist.

Zwischen 1985 und 2010 veröffentlichte Etel Adnan zahlreiche Bücher und hatte immer mehr Ausstellungen. Etel Adnan lebte zwischen Sausalito, Paris und Beirut. Ihre Schriften und Gemälde wurden weithin wahrgenommen und geschätzt. Sie nahm weltweit an Literaturkongressen teil und ihre Stücke wurden in den USA, Frankreich, Deutschland, Italien, Argentinien, Griechenland und im Libanon aufgeführt. Ihre Gemälde waren in Ausstellungen in San Francisco, Paris, London, Amman und Beirut zu sehen. Adnan wurde für die feministische Bewegung zu einer wichtigen Persönlichkeit.

Das Theater Al-Madina in Beirut richtete 2010 eine Veranstaltung zu Ehren Etel Adnans aus, was ein enormes Medieninteresse auf sich zog. Bei dieser Gelegenheit wurde die Gründung des Etel Adnan Award for Women Playwrights bekanntgegeben, der die Zielsetzung verfolgt, schriftstellerisch tätige Frauen in der arabischen Welt zu unterstützen. Im selben Jahr ehrte der Radius of Arab-American Writers (RAWI) die Künstlerin mit einer Auszeichnung für ihr Lebenswerk.

Später Durchbruch

Im Jahr 2010 nahm Adnan am „Map Marathon“, einem von Hans Ulrich Obrist organisierten Event in der Serpentine Gallery in London, teil. Künstler:innen und Intellektuelle diskutierten Möglichkeiten von Landkarten im 21. Jahrhundert.

Etel Adnans kleinformatige Werke beziehen sich auf reale Landschaften, das Meer vor der Küste von Beirut, Mount Tamalpais in Sausalito, Kalifornien. Die pyramidale Form des Berges ist in vielen ihrer Werke eingeschrieben und wird in unzähligen Farbkombinationen durchdekliniert. Vor allem in der Farbwahl reflektierte Etel Adnan die atmosphärische Situation (Tageszeit, Jahreszeit). Etel Adnan veröffentlichte „The Cost for Love We Are Nor Willing to Pay Today: 100 Notes/100 Thoughts” ein Notizbuch für die “dOCUMENTA (13)”-Serie Band 6.

Nach Etel Adnans Teilnahme an der „dOCUMENTA (13)“ (kuratiert von Carolyn Christov-Bakargiev, 2012) erfuhr ihr malerisches Werk zunehmend internationale Anerkennung. Sie stellte in Kassel 87 Gemälde, zwei Tapisserien und ein Leporello-Buch mit Kalligrafie aus. Etel Adnan verlegte ihren permanenten Wohnsitz nach Paris.

Einladungen zu Biennalen und Retrospektiven führten die Malerin Etel Adnan einem weltweiten Publikum vor: Auf die Retrospektive im Mathaf – Arab Museum of Modern Art in Doha und CA Wattis Institute for Contemporary Arts in San Francisco (2013) folgte eine Einladung auf die 77. Whitney Biennial in New York (2014) und die 12. Sharjah Biennale (2015). Die Serpentine Galleries in London organisierten 2016 eine große Überblicksausstellung zu Etel Adnand malerischem und filmischem Werk. Die Einzelausstellung im Zentrum Paul Klee, Bern, Massachusetts Museum of Contemporary Art und dem San Francisco Museum of Modern Art war 2018 die letzte, die noch unter Mitwirkung der Künstlerin zusammengestellt werden konnte.

Tod

Etel Adnan verstarb am 14. November 2021 im Alter von 96 Jahren in Paris.

2022/23 Etel Adnans Werke werden im Lenbachhaus, München, und den Kunstsammlungen NRW, Düsseldorf, ausgestellt.

Beiträge zu Etel Adnan

24. Juli 2022
Etel Adnan, Persian, 1963/64 (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf © Rechtsnachfolge Etel Adnan / Legal Successors to Etel Adnan, Foto Achim Kukulies

Düsseldorf | K20: Etel Adnan In Arabisch malen | 2023

2023 organisiert das K20 die erste Einzelausstellung der französisch-libanesischen Künstlerin Etel Adnan!
7. Februar 2022
Etel Adnan, Arbres [Bäume], 2015, Wolle, 165 x 220 cm (Sharjah Art Foundation Collection © Etel Adnan)

Hamburg | Halle für Aktuelle Kunst: In The Heart Of Another Country Kunst des Nahen und Mittleren Ostens | 2022/23

Die zeitgenössische Kunst des Nahen und Mittleren Ostens seit den 1960er Jahren steht im Fokus der von Omar Kholeif konzipierten Ausstellung.
4. Januar 2022
Etel Adnan, Rihla ila Jabal Tamalpais [Voyage au Mont Tamalpais], 2008, Aquarell und Tusche auf japanischem Notizbuch, 30 x 10,5 cm x 54, Seite 30 x 567 cm (Donation Claude & France Lemand. Musée, Institut du monde arabe, Paris. © Etel Adnan. Courtesy Galerie Claude Lemand, Paris)

Metz | Centre Pompidou-Metz: Schreiben ist Zeichnen Worte und Zeichen | 2021/22

Die Ausstellung vereint kostbare alte Manuskripte, die in drei Kabinetten untergebracht sind, mit Werken zeitgenössischer Künstler:innen und Schriftsteller:innen, vor allem aus der Grafikabteilung des Centre Pompidou.
8. Dezember 2021
Etel Adnan, Persian, 1963/64 (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf © Rechtsnachfolge Etel Adnan / Legal Successors to Etel Adnan, Foto Achim Kukulies

Etel Adnan: Biografie

Alle wichtigen Stationen im Leben von Etel Adnan (Beirut 24.2.1925–14.11.2021 Paris).
7. Dezember 2021
Etel Adnan, Persian, 1963/64 (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf © Rechtsnachfolge Etel Adnan / Legal Successors to Etel Adnan, Foto Achim Kukulies

München | Lenbachhaus: Etel Adnan Monografische Ausstellung zur Malerei | 2022/23

Erste umfassende monografische Ausstellung zum Werk von Etel Adnan (1925–2021) in Deutschland.
8. November 2021
Etel Adnan, Untitled, um 1995–2000, Öl/Lw, 20 × 25 cm (Sammlung Yto Barrada © Etel Adnan)

New York | Guggenheim Museum: Etel Adnan Light’s New Measure

Etel Adnans Malerei der letzten 40 Jahre wird vom Guggenheim Museum geehrt.
13. Juni 2021
Etel Adnan, Untitled, 2010, Öl/Lw, 24 x 30 cm (Collection Mudam Luxemburg, Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean. © Photo: Rémi Villaggi / Mudam Luxembourg)

Amsterdam | Van Gogh Museum: Etel Adnan. Colour as Language Adnan und Van Gogh | 2022

Etel Adnan verbindet mit Vincent van Gogh, dass beide versuchten, die Kraft der Natur auf der Leinwand mit einer eigenen Farbpalette und einem ganz eigenen Malstil zu vermitteln.
21. Juni 2020
Helen Frankenthaler, Spring Bank, Februar 1974, Acryl/Leinwand, 273,5 x 269,5 cm (Centre Pompidou, Paris)

Paris | Centre Pompidou: Künstlerinnen der Abstraktion

Die Ausstellung zeichnet die Kunstgeschichte der Abstraktion des 20. und 21. Jahrhunderts nach – mit einigen Abstechern ins 19. Jahrhundert – und konzentriert sich auf den Beitrag von Künstlerinnen. Mit Werken von Hilma af Klingt, Sonia Delaunay-Terk, Georgia O'Keeffe, Helen Frankenthaler oder Louise Bourgeois, Gunta Stölzl, Germaine Dulac oder Zilia Sánchez u.v.m.
15. April 2017
María Freire, Untitled, 1954, Öl/Lw, 92 × 122 cm (The Museum of Modern Art, New York. Promised gift of Patricia Phelps de Cisneros through the Latin American and Caribbean Fund in honor of Gabriel Pérez-Barreiro, 2016)

New York | MoMA: Künstlerinnen und die Abstraktion der Nachkriegszeit Weibliches Kunstschaffen von 1945 bis 1968 | 2017

Einige der berühmtesten Künstlerinnen der Nachkriegszeit und der Abstrakten Kunst aus der Sammlung des MoMA!