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Pierre Soulages: Biografie Lebenslauf des Malers der schwarzen Lichtbilder

Pierre Soulages, 2. Oktober 2017 © Collection Raphaël Gaillarde, dist RMN Grand Palais, Raphaël Gaillarde © RMN Grand Palais. Gestion droit auteur pour Raphaël Gaillarde ©ADAGP, Paris 2019 pour Pierre Soulages

Pierre Soulages, 2. Oktober 2017 © Collection Raphaël Gaillarde, dist RMN Grand Palais, Raphaël Gaillarde © RMN Grand Palais. Gestion droit auteur pour Raphaël Gaillarde ©ADAGP, Paris 2019 pour Pierre Soulages

Pierre Soulages (* 24.12.1919) ist ein französischer Maler und Grafiker, der als ein Pionier der Abstrakten Malerei im Nachkriegsfrankreich gilt (→ Abstrakter Expressionismus | Informel). Seit den späten 1940er Jahren baut der Autodidakt seine abstrakten Gemälde aus schwarzen Balken auf. Soulages arbeitet mit breiten, kraftvollen Pinselstrichen auf großen Leinwänden und mit einer begrenzten Palette von Schwarz und Braun. Er bezeichnet seine charakteristischen, kräftigen Pinselstriche vor hellem Hintergrund als Outrenoir, als „jenseits von Schwarz“. Ab Mitte der 1950er Jahre war sein Werk mehr in New York als in Paris zu sehen; allerdings wurde er in beiden Städten einflussreich. Seit 1979 malt Soulages mit Besen und Rakeln sowie Pinseln, fügte Textur und Oberfläche in die bildliche Erzählung ein und moduliert mit schwarzen Strukturen das Licht. Das Werk des französischen Malers ist quantitativ überschaubar: etwas mehr als 1500 Gemälde (Stand 2013) und 49 Radierungen.

„Meine innige Passion für Schwarz ist wie eine Liebe, und die lässt sich unmöglich erklären.“1 (Pierre Soulages)

Pierre Soulages lebt und arbeitet in Paris und Sète.

Kindheit, Zweiter Weltkrieg und Ausbildung

Pierre Soulages wurde am 24. Dezember 1919 in der südfranzösischen Stadt Rodez in der Rue Combarel 4 als Sohn eines Kutschenbauers geboren. Im Alter von fünf Jahren verstarb Soulages‘ Vater. Er wuchs bei seiner Mutter und einer älteren Schwester auf, die seine künstlerische Begabung früh förderten. Ein Besuch der romanischen Klosterkirche Sainte-Foy in Conques (11. Jhdt.), nahe Rodez 1931 oder 1932, wurde für Soulages zum entscheidenden „Schock“. Daraufhin begann Pierre Soulages 1934 zu malen.

Im September 1938 brach Pierre Soulages nach Paris auf, um Unterricht im Atelier von René Jaudon zu nehmen. Besuch der Museen Louvre, Orangerie, Petit Palais. Er besuchte die Pablo Picasso- und die Paul Cézanne-Ausstellungen in der Galerie Paul Rosenberg (Februar und März 1939). Pierre Soulages wurde in die École nationale des beaux-arts (Paris) aufgenommen. Er war jedoch enttäuscht darüber, was er dort sah, und kehrte im April nach Rodez zurück.

Nach seinem Abitur wurde Pierre Soulages im Juni 1940 in die Armee einberufen und nach Bordeaux geschickt, dann in die Chantiers de la Jeunesse [Pflichtarbeitslager für Jugendliche] in Nyons. Anfang des Jahres 1941 wurde er aus dem Kriegsdienst entlassen. Soulages zog nach Montpellier, wo er u.a. das Musée Fabre besuchte, um sich auf die Prüfung zur Ausbildung als Zeichenlehrer vorzubereiten. Zu den Einflüssen aus seiner Umgebung zählten die Höhle von Altamira, die bemeißelten Statuenmenhire aus dem Musée Fenaille in seiner Geburtsstadt Rodez, die romanische Architektur der Klosterkirche von Conques. In der Geschichte der Kunst schätzt er besonders den Malduktus von Rembrandt van Rijn, die Gemälde von Piet Mondrian, die Stärke von Gustave Courbet. Soulages schrieb sich an der École des Beaux-Arts in Montpellier ein, wo er im ‘41 m Frühjahr Colette Llaurens kennenlernte, die er im Oktober 1942 heiratete – in Schwarz, um Mitternacht.

Um dem Zwangsarbeitsdienst in Deutschland (STO) zu entgehen, fertigte Pierre Soulages Ende 1942 falsche Papiere an und konnte deshalb bis 1943 als Verwalter auf dem Weingut Mas de La Valsiere bei Montpellier untertauchen. Soulages lernte in der Nachbarschaft den in der Tuilerie de Massane lebenden Schriftsteller Joseph Delteil kennen. Wahrscheinlich Anfang 1943 stellte ihm Delteil Sonia Delaunay vor (→ Sonia Delaunay. Malerei, Design und Mode).

Kurz vor der Befreiung 1944 eingezogen, wurde Pierre Soulages im Juni nach Toulouse versetzt, wo er Jean Cassou kennenlernte. Nach seiner Entlassung kehrte er Ende 1944 als Winzer nach La Valsiere zurück. Im Winter 1945 wandte sich Soulages wieder hauptsächlich dem Malen zu.

Anfänge in Courbevoie und Paris

Im März 1946 ließ sich Soulages in Courbevoie nieder, wo er sich ein Atelier einrichtete.Der Maler pflegte Umgang mit dem Maler Francis Bott, der ihn mit den Künstlern Henri Goetz, Christine Boumeester und Édouard Jaguer bekannt machte. Außerdem lernte er Alexander Calder kennen. Der Herbstsalon lehnte das von ihm eingesandte Werk ab. Im November 1946 wandte er sich endgültig der ungegenständlichen Malerei zu. Dabei spürte er gegenüber der gestischen Abstraktion (Informel, im Gegensatz zur Konkreten Kunst als „heiß“ bezeichnet) eine gewisse Scheu. Der Strich verwies seiner Meinung nach zu sehr auf die Vergangenheit, d.h. auf die Geste des Farbauftrags. Er suchte hingegen eine Malerei zu entwerfen, die sich in einem Zuge erfassen lässt, ohne dass die Formen die Bewegung, die sie entstehen lässt, nachzuzeichnen scheinen. Deshalb trug er die Farbe (Nuss-Beize) mit groben Malerpinseln auf Papier auf.

„Nussbeize hat eine dunkle und warme Tönung, eine Art elementare Kraft, die mir gefällt. Durch sie lassen sich auf natürliche Weise Transparenzen und Opazitäten mit einer schönen Resonanz erzielen. Dies kam mir um so gelegener, als sie ein gewöhnlicher und günstiger Werkstoff ist.“2 (Pierre Soulages)

Der Geldmangel brachte Soulages dazu, ungewöhnliche Materialien zu verwenden wie Walnussbeize (ab 1947), die er in seiner Kindheit entdeckt hatte. Die Nussbeize-Bilder erfüllten den Anspruch des Künstlers, in ihrer Gesamtheit zu wirken. Im Jahr 1947 stellte Pierre Soulages im Salon des surindépendants aus, wo er Roberta González und Hans Hartung traf, mit denen er sich anfreundete. Francis Picabia bezeichnete eines seiner Bilder als „das beste Gemälde des Salons“. Zog in die Rue Schoelcher im 14. Pariser Bezirk.

„Ich habe Linien kombiniert, die sich dem Betrachter als eine große Form zeigen […] und eines Tages wurde mir klar, dass die Zeichnungen an chinesische Zeichen erinnern könnten.“3

Im Jahr 1948 lernte Pierre Soulages das Malerpaar Marie Raymond und Fred Klein (und deren Sohn Yves Klein) sowie den Maler Jean-Michel Atlan kennen. Er nahm am III. Salon des Réalités nouvelles teil, wo ihn der deutsche Nervenarzt und Kunstliebhaber Ottomar Domnick entdeckte. Domnick war ein Verfechter der abstrakten Kunst und zeigte ihn als jüngsten Teilnehmer auf der „Großen Ausstellung französischer abstrakter Malerei“ in Stuttgart. Von November 1948 bis Juli 1949 war Soulages neben Francis Bott, Félix Del Marle, César Domela, Hans Hartung, Auguste Herbin, František Kupka, Jean Piaubert, Gérard Ernest Schneider und Jean Villeri in insgesamt sieben Stationen in Deutschland zu sehen. In seinem Künstlerstatement betonte der 28-jährige Soulages seine Vorstellung von Malerei als „ein organisiertes Ganzes“ und beschrieb sie als ein „Ensemble von Beziehungen zwischen Formen“ bar jeglicher Bedeutung.4 In Deutschland entdeckten Künstler wie u. a. Horst Egon Kalinowski, Karl Otto Götz, Carl Buchheister, H.A.P. Grieshaber, Rupprecht Geiger, Fred Thieler, Hann Trier, Fritz Winter und Willi Baumeister das Werk des Pariser Malers. Aber auch österreichische Kunstschaffende besuchten ihn in Paris, darunter Monsignore Mauer mit u. a. Arnulf RainerMarkus Prachensky suchte erst um 1957 oder 1958 Soulages auf. Das Plakatmotiv war eine Malerei auf Papier, die es auf diesem Weg auch in die USA schaffte und so die New Yorker Schule beeinflusste. Daraufhin besuchte James Johnson Sweeney Soulages‘ Atelier und erste Galeristinnen und Galeristen wurden auf ihn aufmerksam: Otto Stangl in München, Lydia Conti und Louis Carré in Paris, Samuel Kootz in New York. Vor allem Kootz vermittelte bis Mitte der 1950er Jahre Soulages‘ Werke in nordamerikanische Privatsammlungen und Museen.

Pierre Soulages und die Abstraktion

Gemeinsam mit Jean Fautrier und Hans Hartung näherte sich Pierre Soulages in Paris der Abstraktion an, die er 1946 endgültig zu seiner Ausdrucksweise machte. Am 9. Januar 1950 legte Soulages die Nomenklatur seiner Werke fest. Seither werden die Werktitel wie folgt erstellt: Technik Maße, Datum.
Etwa gleichzeitig entwickelten New Yorker Künstler den Abstrakten Expressionismus (z. B. Franz Kline, Jackson Pollock), diese ungegenständliche Form der Abstraktion wird in Frankreich und Deutschland als Informel bezeichnet. Zu den Einflüssen auf die Kunst Pierre Soulages‘ zählen vorgeschichtliche, keltische und romanische Kunstwerke in der Nähe seines Elternhauses. Charakteristische Elemente von Pierre Soulages‘ Malerei sind der Einsatz der Farben Weiß und Schwarz, vor allem die schwarzen, kalligrafischen Formen.

Das Ziel von Pierre Soulage war eine Malerei, die autonom ist und nichts abbildet. So sollen seine großformatigen Gemälde auch nicht Soulages‘ Gefühlszustände widerspiegeln, sondern sind überlegt aufgebaute Kompositionen. Von den kalligrafisch anmutenden Zeichensetzungen reduzierte sich Pierre Soulages in den 1950er Jahren auf verdichtete und noch stärker reduzierte Flächen. Er verwendete weiße, rötliche, gelbliche oder bläuliche Hintergrundflächen, die er dann mit Schwarz abdeckte. Indem Pierre Soulages anschließend die schwarze Schicht abschabte bzw. sie verjüngte, scheinen die Hintergrundfarben wieder hervor. Dabei war ihm der langsame, kontrollierte Gestus wichtig, um nicht in den Automatismus zu rutschen. Indem er Kompositionen mehrfach aufnahm, lieferte er den Beweis, dass sie keineswegs spontan entstanden – auch wenn es sich um Experimente handelt.

Vor allem das Strukturieren der Farbe Schwarz auf dem Bildträger zählt zu den Methoden in Soulages‘ Werkprozess. Dafür setzt er teils ungewöhnliche Werkzeuge ein, darunter grobe Bürsten, Besen, Rakel, Spachtel und Holzstangen. Mit Hilfe von sogenannten lames, das sind Gummistücke zwischen zwei Holzscheiben, streicht er die Farbe über die Oberfläche und kann auch Rillen entstehen lassen. Die unter dem Schwarz aufgetragene Buntfarbe wird durch diesen Prozess wieder freigelegt und hebt sich kontrastreich vom flächigen Dunkel ab. Inspiration für diese gestische Abstraktion waren mythologische Zeichen (Runen) auf Denkmälern aus keltischer Zeit. Allerdings verneint Soulages jede Transzendenz.

Im Jahr 1948 entdeckten Hans Hartung und Francis Picabia den Künstler in Paris (→ Francis Picabia: Unser Kopf ist rund), und er schloss Freundschaft mit dem chinesischen Künstler Zao Wou-Ki. Ein Jahr später hatte Soulages seine erste Einzelausstellung in der Galerie Lydia Conti in Paris, wo ihn Roger Vailland entdeckte, der ihm anbot, das Bühnenbild für sein Stück „Héloïse et Abélard“ zu gestalten. Zwischen 1949 und 1952 arbeitete Pierre Soulages als Bühnenbildner für das Théâtre de l’Athénée (1951: „Le Mystère d’Abraham“ von Fernand Chavannes, choreografiert von Janine Charrat).

Internationaler Durchbruch

Seinen Durchbruch feierte Pierre Soulages, als er auf den ersten drei Ausstellungen der documenta vertreten war: documenta I (1955), documenta II (1959) und documenta III (1964). Bereits 1954 besuchten Alfred H. Barr Jr. und Nelson Rockefeller das Atelier von Pierre Soulages. Im November 1957 reisten Colette und Pierre Soulages erstmalig nach New York. Sie begegneten zahlreichen amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern, die Galaabende für ihn organisierten: William Baziotes, Herbert Ferber, Helen Frankenthaler, Adolph Gottlieb, Philip Guston, Hans Hofmann, Frederick Kiesler, Franz Kline, Ibram Lassaw, Louise Nevelson und Mark Tobey sowie Robert Motherwell und Mark Rothko, mit denen er sich anfreundete. Anschließend durchquerte Soulages Amerika und reiste weiter nach Japan, wo er im Januar 1958 den Preis der Biennale von Tokio in Empfang nahm, der ihm im Jahr zuvor zuerkannt worden war, und Hubert Juin veröffentlichte die erste Monografie des Malers. Bis Mitte der 1960er Jahre zählte Soulages zu den bedeutendsten, zeitgenössischen Künstlern, hatte er doch eine ganze Generation an Abstrakten Expressionisten beeinflusst.

Eine Umfrage der Zeitschrift „Arts“ ermittelte 1965 die zehn wichtigsten seit 1945 hervorgetretenen Künstler unter 50 Jahren. Es waren, in dieser Reihenfolge, Robert Rauschenberg, Jean Tinguely, Pierre Soulages, Georges Mathieu, Yves Klein, Friedensreich Hundertwasser, Bernard Buffet, Paul Guiramand, François Arnal und César.

Musée Soulages

In Hinblick auf die Gründung des Musée Soulages in Rodez erhielt der Gemeindeverband Grand Rodez in den Jahren zwischen 2005 und 2007 von Pierre und Colette Soulages eine außerordentliche Schenkung von 500 Arbeiten. In den folgenden Jahren erweiterte der Künstler seine Donation auf aktuell 250 Gemälde und 250 Dokumente (2012: 14 Gemälde, 2014: 500 Werke). Nach Abschluss des Wettbewerbs wurde 2008 die Planung des Musée Soulages in Rodez dem spanischen Architekturbüro RCR Arquitectes (Rafael Aranda, Carme Pigem und Ramón Vilalta) übertragen. Im Jahr 2017 erhielten die Architekten für das Museum den Pritzker Architecture Prize verliehen.

Am 20. Oktober 2010 legte der Künstler den Grundstein für das Musée Soulages. Benoît Decron war im Mai 2009 bereits die Leitung des Musée Soulages übertragen worden. Der Gemeindeverband Grand Rodez erwarb 2011 noch das Geburtshaus des Künstlers (in der rue Combarel 4).

Am 31. Mai 2014 wurde das Musée Soulages in Rodez in Anwesenheit des Künstlers und des Präsidenten der Französischen Republik, François Hollande, eingeweiht. Präsentiert wurden dabei die aus den Schenkungen von Pierre und Colette Soulages gebildeten ständigen Sammlungen sowie die Ausstellung „Outrenoir en Europe. Musées et fondations“ zu Soulages’ Werken. In den folgenden Jahren schenkten Pierre und Colette Soulages dem Musée Soulages immer wieder Werke.

Ehefrau

  • Colette Llaurens: Pierre Soulages und Colette Llaurens lernten einander 1941 an der École des Beaux-Arts in Montpellier kennen.

Weitere Beiträge zu Pierre Soulages

Biografie von Pierre Soulages (* 1919)

  • 24.12.1919

    Pierre Soulages wurde am 24. Dezember 1919 in der Rue Combarel 4 in Rodez geboren.
  • 1931–1932

    Ein Besuch der Klosterkirche Sainte-Foy in Conques, nahe Rodez, wurde für Soulages zum entscheidenden „Schock“.
  • 1934

    Pierre Soulages begann zu malen.
  • 1938

    Im September 1938 brach Soulages nach Paris auf, um Unterricht im Atelier von René Jaudon zu nehmen. Besuch der Museen Louvre, Orangerie, Petit Palais.
  • 1939

    Besuch der Picasso- und der Cézanne-Ausstellungen im Februar und März in der Galerie Paul Rosenberg. Pierre Soulges wurde in die École nationale des beaux-arts (Paris) aufgenommen. Er war enttäuscht über das, was er dort sieht, und kehrte im April zurück nach Rodez.
  • 1940

    Nach seinem Abitur wurde Pierre Soulages im Juni in die Armee einberufen und nach Bordeaux geschickt, dann in die Chantiers de la Jeunesse [Pflichtarbeitslager für Jugendliche] in Nyons.
  • 1941

    Anfang des Jahres aus dem Kriegsdienst entlassen, zog Soulages nach Montpellier, um sich auf die Prüfung zur Ausbildung als Zeichenlehrer vorzubereiten. Schrieb sich an der École des Beaux-Arts in Montpellier ein, wo er Colette Llaurens kennenlernte, die er im Oktober 1942 heiratete. Besuchte das Musée Fabre in Montpellier.
  • Ende 1942–1943

    Um dem Zwangsarbeitsdienst (STO) zu entgehen, fertigte Pierre Soulages falsche Papiere an und wurde deshalb Verwalter auf dem Weingut Mas de La Valsiere bei Montpellier. Lernte in der Nachbarschaft den in der Tuilerie de Massane lebenden Schriftsteller Joseph Delteil kennen. Wahrscheinlich Anfang 1943 stellte ihm Delteil Sonia Delaunay vor.
  • 1944

    Zum Zeitpunkt der Befreiung eingezogen, wurde Pierre Soulages im Juni nach Toulouse versetzt, wo er Jean Cassou kennenlernte. Nach seiner Entlassung kehrte er Ende 1944 als Winzer nach La Valsiere zurück.
  • Winter 1945

    Soulages wandte sich wieder hauptsächlich dem Malen zu.
  • 1946 Courbevoie

    Im März ließ sich Soulages in Courbevoie nieder, wo er ein Atelier einrichtete. Der Maler pflegte Umgang mit dem Maler Francis Bott, der ihn mit den Künstlern Henri Goetz, Christine Boumeester und Édouard Jaguer bekannt machte. Außerdem lernte er Alexander Calder kennen. Der Herbstsalon lehnte das von ihm eingesandte Werk ab. Im November wandte er sich endgültig der ungegenständlichen Malerei zu.
  • 1947

    Stellte im Salon des surindépendants aus, wo er Roberta González und Hans Hartung begegnete, mit denen er sich anfreundete. Francis Picabia bezeichnete eines seiner Bilder als „das beste Gemälde des Salons“. Zog in die Rue Schoelcher im 14. Pariser Bezirk.
  • 1948

    Pierre Soulages lernte das Malerpaar Marie Raymond und Fred Klein (und deren Sohn Yves Klein) sowie den Maler Jean-Michel Atlan kennen. Ottomar Domnick, ein Verfechter der abstrakten Kunst, zeigte ihn auf der Großen Ausstellung französischer abstrakter Malerei in Stuttgart (mit weiteren Stationen in Deutschland). James Johnson Sweeney besuchte sein Atelier.
  • 1949

    Erste Einzelausstellung in der Galerie Lydia Conti in Paris. Dort entdeckte ihn Roger Vailland, der ihm anbot, das Bühnenbild für sein Stück „Héloïse et Abélard“ zu gestalten. Soulage schenkte sein erstes Werk einem Museum: „Peinture“ (145 × 97 cm, 1949, Musée de Grenoble). Erste Ausstellungsbeteiligung in den USA: „Painting in 1949. European and American Painters“ in der Betty Parsons Gallery, New York. Soulages begegnete Pierrette Bloch, zu diesem Zeitpunkt Schülerin von Henri Goetz, mit der er eine anhaltende Freundschaft knüpfte.
  • 9.1.1950: Legte die Nomenklatur seiner Werke fest

    Pierre Soulages systematisierte am 9. Januar die Nomenklatur seiner Werktitel: Technik Maße, Datum.
  • 1951

    Erster Ankauf durch den französischen Staat auf Initiative von Jean Cassou. Es wurde „Peinture, 146 × 114 cm, 1950“ 1952 dem Musée national d’art moderne, Paris, zugesprochen. Die ersten Ätznadelradierungen entstanden im Atelier Lacouriere. Louis Carré vertrat sein Werk bis 1953 im Ausland. Pierre Soulages gestaltete das Bühnenbild für „Le Mystère d’Abraham“ von Fernand Chavannes, choreografiert von Janine Charrat.
  • 1952

    Soulages nahm teil an „Peintres de la Nouvelle École de Paris“ in der Galerie de Babylone, Paris, und an der „XXVI. Biennale di Venezia“. Gestaltete im Schloss von Amboise aus Anlass des 500-jährigen Geburtstags von Leonardo da Vinci ein bewegliches Dekor.
  • 1953

    Pierre Soulages zeigte seine grafischen Arbeiten in der Galerie La Hune, Paris. Nahm an der Ausstellung „Younger European Painters“ im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, teil.
  • 1954

    Erste Einzelausstellung in den USA in der New Yorker Galerie von Samuel Kootz, der ihn von nun an in Amerika vertrat und ihm bis 1965 acht Ausstellungen widmete. Alfred H. Barr Jr. und Nelson Rockefeller besuchten das Atelier von Pierre Soulages.
  • 1955

    Neben weiteren Gruppenausstellungen war Soulages vertreten auf der „documenta I“ in Kassel (15.7.–18.9.), bei The New Decade im MoMA, New York, die anschließend in San Francisco gezeigt wird, Phases de l’art contemporain, Galerie Creuze, Paris, und L’École de Paris, Galerie Charpentier, Paris. Einzelausstellung in der Gimpel Fils Gallery, London, die ihn bis 1975 in Großbritannien vertrat.
  • 1956

    Zahlreiche Gruppenausstellungen im Ausland und in Frankreich, darunter „Dix ans de peinture française 1945–1955“ im Musée de Peinture et de Sculpture in Grenoble. Einzelausstellung in der Pariser Galerie de France, die den Anfangspunkt einer Zusammenarbeit setzte.
  • 1957

    Der Künstler schenkte dem Staat „Peinture 194 × 130 cm, 9 octobre 1957“, ein Werk, das dem Musée national d’art moderne, Paris, zugesprochen wurde. Erhielt den Prix Windsor. Richtete sein Atelier in der Rue Galande 48 im 5. Pariser Bezirk ein, wo er zahlreiche Künstler und Sammler empfing. Soulages nahm seine grafische Tätigkeit wieder auf. Heinz Berggruen organisierte eine Einzelausstellung seiner Gouachen und grafischen Arbeiten in Paris.
  • November 1957–1958: USA- und Japan-Reise

    Im November 1957 reisten Colette und Pierre Soulages zum ersten Mal nach New York. Sie begegneten zahlreichen amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern: William Baziotes, Herbert Ferber, Helen Frankenthaler, Adolph Gottlieb, Philip Guston, Hans Hofmann, Frederick Kiesler, Franz Kline, Ibram Lassaw, Louise Nevelson und Mark Tobey sowie Robert Motherwell und Mark Rothko, mit denen er sich anfreundete. Anschließend durchquert Soulages Amerika und reist weiter nach Japan, wo er im Januar 1958 den Preis der Biennale von Tokio in Empfang nahm, der ihm im Jahr zuvor zuerkannt worden war. Hubert Juin veröffentlichte die erste Monografie des Malers.
  • 1959

    Teilnahme an der documenta II (1.7.–1.10.1959). Erhielt den Großen Preis der Grafik-Biennale Ljubljana im ehemaligen Jugoslawien. Pierre Soulages erwarb ein großes Grundstück in Sete und entwarf ein neues Haus mit Atelier, das Ende 1960 fertiggestellt war.
  • 1960–1961: Erste Retrospektiven

    Die Kestner-Gesellschaft in Hannover organisierte die erste Retrospektive von Pierre Soulages (12.12.1960–22.1.1961) mit weiteren Stationen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz; 1963 in Kopenhagen und 1966 in Houston. wo er das Prinzip der Bildbefestigung durch aufgespannte Fäden auf mit Stahlkabeln fixierte Großformate überträgt. Soulages lebte und arbeitete von 1961 an abwechselnd in Paris und Sete.
  • 1964

    Teilnahme an der documenta III (27.6.–5.10.1964). Erhielt den Großen Preis der Carnegie Foundation in Pittsburgh, neben Ellsworth Kelly, Victor Pasmore, Antonio Saura, Hans Arp und Eduardo Chillida.
  • 1965

    Eine Umfrage der Zeitschrift „Arts“ ermittelte die zehn wichtigsten seit 1945 hervorgetretenen Künstler unter 50 Jahren. Es waren, in dieser Reihenfolge, Robert Rauschenberg, Jean Tinguely, Pierre Soulages, Georges Mathieu, Yves Klein, Friedensreich Hundertwasser, Bernard Buffet, Paul Guiramand, François Arnal und César. Soulages entwarf im Auftrag des deutschen Sammlers Peter Ludwig ein Buntglasfenster für das Suermondt Museum in Aachen.
  • 1967

    Im Frühjahr fand Pierre Soulages‘ erste Einzelausstellung in einem französischen Museum, dem Musée national d’art moderne, Paris, statt, organisiert von Jean Cassou und Bernard Dorival. Erhielt den Auftrag zu einer Wandkeramik für die Oliver Tyrone Corporation in Pittsburgh, die im April 1968 eingeweiht wurde. Der Künstler schenkte dem Musée national d’art moderne, vermittelt durch die Société des Amis du Musée national d’art moderne, die Werke „Brou de noix sur papier 65 × 50 cm, 1948-1“ und „Peinture 260 × 202 cm, 19 juin 1963“.
  • 1970

    Schrieb für die Ausstellung „Matisse“ in Kopenhagen einen seiner längsten theoretischen Texte.
  • 1972

    Widmete sich vom Sommer bis Ende 1973 erneut grafischen Arbeiten.
  • 1974

    Pierre Soulages richtete im Frühjahr sein noch heute genutztes Pariser Atelier im Stadtviertel Maubert ein. Ausstellung „Pierre Soulages, l’oeuvre gravé intégral 1952–1974“ in der Galerie de France, Paris. Große Ausstellung in Dakar (bis 1976 weitere Stationen in Lissabon, Montpellier und Lateinamerika).
  • 1975

    Pierre Soulages erhielt 1975 den Großen Preis für Malerei der Stadt Paris
  • 1976

    Pierre Soulages erhielt den Rembrandt-Preis.
  • 1977

    Wurde bei der Eröffnung des Centre Pompidou am 31. Januar im Rahmen der Sammlungen des Musée national d’art moderne, Paris, gezeigt. Ausstellung seiner Bronzen (1975–1977) in der Galerie de France, Paris.
  • 1979: „andere Malerei“

    Pierre Soulages begann mit einer „anderen« Malerei“, die er ab 1990/91 als „Outrenoir“ (jenseits von Schwarz, Überschwarz) bezeichnete. Im Centre Pompidou fand die Ausstellung „Soulages, peintures récentes“, organisiert von Alfred Pacquement, statt.
  • 1980

    Der dänische Staat beauftragte ihn mit einem großen Gemälde für das Musikhuset in Aarhus, das 1982 eingeweiht wurde.
  • 1981

    Pierre Soulages nahm Teil an der Ausstellung „Paris–Paris“ im Centre Pompidou (28.5.–2.11.) und unterzeichnete die Petition „Les artistes dégénérés contre la présence d’Arno Breker au Centre Pompidou [Die entarteten Künstler gegen die Anwesenheit von Arno Breker im Centre Pompidou]“. In der Juli/August-Ausgabe der Zeitschrift „Le Débat“ trug er eine Polemik mit Claude Lévi-Strauss aus. Auf den Beitrag „Le métier perdu [Das verlorene Handwerk]“ (in: Le Débat, Nr. 10, März 1981) des Anthropologen antwortet Soulages mit „Le prétendu métier perdu [Das verlorene vermeintliche Handwerk]“ (in: Nr. 14).
  • 1983

    Das Centre régional des télécommunications in Dijon weihte seine Eingangshalle mit einem monumentalen Polyptychon (1982) von Pierre Soulages ein.
  • 1984

    Soulages reiste anlässlich einer Retrospektive, die ihm das Seibu Museum of Art in Tokio ausrichtete, erneut nach Japan.
  • 1986

    Die Galerie de France präsentierte auf der FIAC in Paris seine großen Polyptycha. Erhielt den Grand Prix national de peinture.
  • 1987

    Pierre Soulages erhielt den öffentlichen Auftrag für die Fenster der Klosterkirche Sainte-Foy in Conques.
  • 1988

    Die Galerie Alice Pauli übernahm seine Vertretung in Lausanne.
  • 1989

    Große Retrospektive „Soulages: 40 Jahre Malerei“ in Kassel (weitere Stationen in Valencia und Nantes).
  • 1990

    Seine erste Einzelausstellung in der Galerie Alice Pauli, Lausanne, präsentierte 22 Gemälde, darunter die jüngsten Polyptycha.
  • 1991

    Seine beiden im öffentlichen Auftrag entstandenen großen Tapisserien wurden im Finanzministerium angebracht.
  • 1992

    Soulages widmete sich von März an ausschließlich den Kirchenfenstern in Conques. Er erhielt in Tokio den Praemium Imperiale für Malerei.
  • 1993–1994

    Große Retrospektive in Seoul, danach in Peking, anschließend in Taipeh.
  • 1994

    Der erste Band des von Pierre Encrevé erstellten systematischen Verzeichnisses des malerischen Werkes von Soulages erschien. Die weiteren Bände folgten 1996, 1998 und 2015.
  • 26.7.1994: Einweihung der Fenster der Klosterkirche Sainte-Foy in Conques

    Am 26. Juli1994 wurden die Fenster der Klosterkirche Sainte-Foy in Conques eingeweiht, die bei Öffentlichkeit und Kritik großen Anklang
  • 1996

    Umfassende Retrospektive „Soulages – Noir lumière“ im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (weitere Stationen in Montréal und in Sao Paulo).
  • 2001

    Pierre Soulages war der erste lebende Maler, dem die Eremitage in Sankt-Petersburg eine Einzelausstellung ausrichtete (weitere Station in Moskau).
  • 2002

    Ausstellung „Pierre Soulages. Peinture 1999–2002“ in der Galerie Karsten Greve, Paris.
  • 2003

    Die Bibliotheque nationale de France stellte sein gesamtes druckgrafisches Werk in Paris aus.
  • 2005–2007

    In Hinblick auf die Gründung des Musée Soulages in Rodez erhielt der Gemeindeverband Grand Rodez von Pierre und Colette Soulages eine außerordentliche Schenkung von 500 Arbeiten. 2005 schenkten sie dem Musée Fabre in Montpellier 19 Leinwandbilder und 2006 ein weiteres Gemälde. Im Jahr darauf öffnete das renovierte Musée Fabre seine Türen mit einem dem Maler gewidmeten Flügel.
  • 2008

    Nach Abschluss des Wettbewerbs wurde die Planung des Musée Soulages in Rodez dem spanischen Architekturbüro RCR Arquitectes (Rafael Aranda, Carme Pigem und Ramón Vilalta) übertragen.
  • 2009

    Die große Retrospektive, die Pierre Encrevé und Alfred Pacquement im Jahr seines 90. Geburtstags im Centre Pompidou organisierten, präsentierte mehr als 100 Werke aus der Zeit von 1946 bis 2009 und wurde von über 500.000 Besucherinnen und Besuchern besucht (weitere Stationen bis 2011 in Mexiko und Berlin). Veröffentlichung von „Pierre Soulages. Écrits et propos“ bei Éditions Hermann. Im Mai wurde Benoît Decron die Leitung des Musée Soulages übertragen.
  • 20.10.2010 Grundsteinlegung für das Musée Soulages

    Am 20. Oktober legte der Künstler den Grundstein für das Musée Soulages. Er dekorierte einen Ziegelstein (Gravur und Acrylbemalung, 29 × 14 × 6 cm, Privatsammlung), der im Jahr darauf zugunsten der Vereinigung Écoles du Monde versteigert wurde.
  • 2011

    Der Gemeindeverband Grand Rodez erwarb das Geburtshaus des Künstlers (in der rue Combarel 4).
  • 2012–2013

    2012 schenkten Pierre und Colette Soulages dem Musée Soulages erneut 14 Gemälde.
  • 2012–2013

    Ausstellung „Soulages au XXIe siècle“ im Musée des Beaux-Arts in Lyon (weitere Station in der Villa Medici, Rom).
  • 2013

    Der Künstler Pierre Soulages schenkte dem Centre Pompidou zwei seltene Arbeiten in Teer auf Glas (1948) zum Zeichen seiner Freundschaft und Wertschätzung für Alfred Pacquement.
  • 2014

    Einzelausstellungen in der Galerie Boisserée in Köln, dann in der Dominique Lévy Gallery und der Galerie Emmanuel Perrotin in New York. Am 31. Mai wurde das Musée Soulages in Rodez in Anwesenheit des Künstlers und des Präsidenten der Französischen Republik, François Hollande, eingeweiht. Präsentiert wurden dabei die aus den Schenkungen von Pierre und Colette Soulages gebildeten ständigen Sammlungen sowie die Ausstellung „Outrenoir en Europe. Musées et fondations“ zu Soulages’ Werken. Auf seinen Wunsch wurden die folgenden Ausstellungen anderen Künstlerinnen und Künstlern oder Bewegungen gewidmet.
  • 2015

    Pierre Soulages wurde in den Rang eines Trägers des Großkreuzes der Ehrenlegion erhoben. Einzelausstellung „Soulages. Peintures 2013–2015“ in der Galerie Karsten Greve, Paris.
  • 2016

    Mehrere Einzelausstellungen, darunter „Soulages. Papiers“ im Musée Picasso d’Antibes und „Noir, c’est noir ? Les Outrenoirs de Pierre Soulages“ in der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne.
  • 2017

    Die Architekten des Musée Soulages, Rodez, gewannen den Pritzker Architecture Prize. Der Künstler schenkte jeweils ein jüngeres Gemälde dem Art Institute of Chicago, der National Gallery of Art, Washington, und der Tate Gallery, London. Zum 40-jährigen Jubiläum des Centre Pompidou fand die Einzelausstellung „Les Soulages du Centre Pompidou“ im Musée Soulages in Rodez statt.
  • 2018

    Pierrette Bloch vermachte dem Musée national d’art moderne fünf Gemälde und zwei Zeichnungen von Soulages, die in die Sammlungen des Centre Pompidou eingingen. Einzelausstellungen: „Pierre Soulages. Peinture“ bei Karsten Greve, Köln, „Soulages. Une rétrospective“ in der Fondation Gianadda, Martigny, organisiert vom Centre Pompidou, „Pierre Soulages. Le Creusot“, im ARC, Le Creusot, „Pierre Soulages, oeuvres sur papier. Une présentation“, Musée Soulages, Rodez, „Pierre Soulages. Noir – Lumière. Farbe und Geste in den 1950er-Jahren“, Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz.
  • 2019

    Am 13. Februar starb Pierre Encrevé, der Verfasser des Werkverzeichnisses und zahlreicher Essays über den Maler. Gemäß dem Wunsch von Pierre und Colette Soulages wurde (auf Verordnung des Präfekten) am 24. Juni das Établissement public de coopération culturelle (Öffentliche Einrichtung für kulturelle Zusammenarbeit, EPCC) des Musée Soulages gegründet, deren erster Verwaltungsrat am 1. Juli Alfred Pacquement in den Vorsitz wählte.
  • 10.12.2019: Eröffnung der Soulages-Ausstellung im Louvre

    Am 10. Dezember eröffnete das Musée du Louvre im Salon Carré die Ausstellung „„Soulages au Louvre“.
  • 24.12.2019: 100. Geburtstag

    Am 24. Dezember wurde Pierre Soulages 100 Jahre alt. Am 20. Dezember wurde auf lnitiative des Historikers Matthieu Séguéla und der Kalligrafin Yukako Matsui unter Mitwirkung der Galerie Perrotin, Tokio, zum 100-jährigen Geburtstag des Malers des Outrenoir eine Feier in der Residenz der Französischen Botschaft in Tokio ausgerichtet; zahlreiche Grußbotschaften begleiten eine Original-Hyakuju-Kalligrafie (Beglückwünschung zum 100. Geburtstag), die Yukako Matsui im Laufe des Abends gestaltet.
  • 2020

    Im Lauf des Jahres nahm Pierre Soulages an mehreren Gruppenausstellungen teil. Wichtige Einzelausstellungen fanden statt in Nizza, Hong Kong, Baden-Baden. Am 9. Juli gab der Präfekt der Region, Étienne Guyot, die dritte Schenkung von Pierre und Colette Soulages an das Musée Soulages, Rodez, bekannt.
  1. Zit. n. Soulages. Malerei 1946–2019, hg. v. Alfred Pacquement und Udo Kittelmann (Ausst.-Kat. Museum Frieder Burda, Baden-Baden, 17.10.2020–28.2.2021; Kunstsammlungen Chemnitz, 21.3.–13.6.2021), Berlin 2020, S. 181.
  2. Zit. n. Pierre Soulages. Noir Lumière. Entretiens avec Françoise Jaunin, Lausanne 2002, S. 89; erweiterte Neuauflage, Pierre Soulages. Outrenoir. Entretiens avec Françoise Jaunin, Lausanne 2012, S. 72.
  3. Pierre Soulages, in: Françoise Jaunin, Noir lumière, entretiens avec Pierre Soulages, Lausanne 2002.
  4. So in einem handschriftlichen Brief von Pierre Soulages An Dr. Ottomar Domnick, 15. Oktober 1948, Sammlung Domnick, Nürtingen. Zit. n. Alfred Pacquement, Pierre Soulages: Von Brous de noix uu Outrenoir, in: Pierre Soulages (Ausst.-Kat. Museum Frieder Burda 2020), S. 15.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.