0

Christian Ludwig Attersee. Feuerstelle Belvedere 21 fokussiert auf das Frühwerk des Österreichers

Christian Ludwig Attersee, Feuerstelle, Detail, 2001, Mischtechnik mit Foto aus 1968 auf Karton, 36 x 48 cm (Privatbesitz)

Christian Ludwig Attersee, Feuerstelle, Detail, 2001, Mischtechnik mit Foto aus 1968 auf Karton, 36 x 48 cm (Privatbesitz)

Das Belvedere 21 würdigt Christian Ludwig Attersee (* 1940) mit einer umfassenden Ausstellung, die sein Frühwerk in den Fokus rückt. Mit bisher wenig bekannten Arbeiten zeigt die Schau, wie Attersee den Umbruch in der künstlerischen Produktion ab den 1960er Jahren aktiv gestaltet und begleitet hat.

In seiner fast sechzigjährigen Künstlerkarriere hat Christian Ludwig Attersee erfolgreich alle Kategorisierungen der Kunstgeschichte unterlaufen. Sukzessive ebnet er ästhetische Grenzen zwischen High und Low, zwischen Pop und Moderne, zwischen freier und angewandter Kunst. Der österreichische Künstler „atterseeisiert“ seine Welt und macht seinen eigenen Namen zur Trademark. Vögel, Fische, Blumen, Speisen, Früchte, Frauen, Horizont, Segelsport und Wetter gehören seit den Anfängen zu seiner Ikonografie und bilden ein allumfassendes Narrativ, dessen zahllose Geschichten erst bei näherer Betrachtung Konturen annehmen und lesbar werden. Attersees Werk schöpft aus seiner eigenen Biografie und seinem Alltag genauso wie aus der Kunst und ihrer Geschichte.

Der besondere Fokus der Ausstellung im Obergeschoss des Belvedere 21 liegt auf den ersten zwanzig Jahren von Attersees Schaffen, in denen der Künstler die komplexe Vielfalt seines gesamten Werks formuliert. Gezeigt werden Arbeiten aus zahlreichen Genres, wie Zeichnungen, Collagen, Malerei, fotografische Serien, Teppiche, Filme, Musik, Objekte, ausgewähltes Produktdesign u.v.m. Christian Ludwig Attersees unverwechselbares Œuvre wird so in großem Umfang zugänglich gemacht und für eine breite Öffentlichkeit nachvollziehbar aufbereitet.

Quelle: Pressetext

 

 

Christian Ludwig Attersee: Bilder

  • Christian Ludwig Attersee, Fingerimbiss, 1965, Collage mit Illustriertenabbildungen und spektralfarbenen Würfeln (Farbstift auf Karton) auf Karton, 70 x 100 cm (Privatbesitz)
  • Christian Ludwig Attersee, Ansichtskarten, 1971, Mischtechnik auf Karton, 110,5 x 140 cm (Privatbesitz)
  • Christian Ludwig Attersee, Jagdwarten, 1980, Acryl und Lack auf grundierter Leinwand, Holzrahmen bemalt, 105 x 80 cm, Rahmenmaß: 120,5 x 95,5 cm (Privatbesitz)
  • Christian Ludwig Attersee, Neidstück, 1984, Acryl und Lack auf grundierter Leinwand, schwarzer Holzrahmen 105 x 105 cm, Rahmenmaß: 118 x 118 cm (Privatbesitz)
  • Christian Ludwig Attersee, Feuerstelle, 2001, Mischtechnik mit Foto aus 1968 auf Karton, 36 x 48 cm (Privatbesitz)

Weitere Beiträge zu aktuellen Ausstellungen

10. April 2019
Georg Baselitz, Ein Grüner zerrissen, Detail, 1967, Öl/Lw, 131,5 x 162 cm (Staatsgalerie Stuttgart © Georg Baselitz 2018)

Baselitz – Richter – Polke – Kiefer Die jungen Jahre der Alten Meister

Die Ausstellung zum Frühwerk von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke, Anselm Kiefer in der Staatsgalerie Stuttgart und den Deichtorhallen in Hamburg zeigt die Auseinandersetzung der vier aufstrebenden Künstler mit ihrer Gegenwart und der NS-Zeit. Dies - wie auch die „Marke Made in Germany“ - interessiert Kurator Götz Adriani.
5. April 2019
Oskar Kokoschka, Das rote Ei, Detail, 1940–1941, Öl/Lw, 61 x 76 cm (National Gallery in Prague, © Fondation Oskar Kokoschka, Vevey / 2017 ProLitteris, Zürich)

Oskar Kokoschka: Eine Retrospektive Österreichischer „Expressionist. Migrant. Europäer“ auf dem Prüfstand

Oskar Kokoschka (1886–1980) zählt zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sein nachhaltiges Erbe für die Kunstproduktion der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart ist unbestritten und dennoch rätselhaft.
3. April 2019
Pablo Picasso, Minotaure aveugle guidé par une Filette dans la Nuit [Der blinde Minotaurus von einem Mädchen durch die Nacht geführt], Detail, 1934, Abzug 1939, Radierung und Aquatinta auf Vergépapier, 24,7 x 34,7 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Graphische Sammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

Städel: Picasso. Druckgrafik als Experiment Innovation und Virtuosität in allen druckgrafischen Techniken

Pablo Picasso bediente sich scheinbar mühelos aller Gattungen, Techniken und Materialien und beschritt dabei häufig neue Wege - auch in der Druckgrafik.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.