ARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, klein
  • Ausstellungen
    • Aktuelle Ausstellungen
      • Ausstellungen 2025
      • Ausstellungen in Deutschland
      • Ausstellungen in Österreich
      • Ausstellungen in der Schweiz
      • Ausstellungen in Frankreich
      • Ausstellungen in Großbritannien
      • Ausstellungen in Niederlande
      • Ausstellungen in Spanien
      • Ausstellungen in Italien
      • Ausstellungen in USA und Kanada
    • Ausstellungen Vorschau
      • Ausstellungen 2026
      • Ausstellungen 2027
      • Ausstellungen in Deutschland: Vorschau
      • Ausstellungen in Österreich: Vorschau
      • Ausstellungen in der Schweiz: Vorschau
      • Frankreich
      • Großbritannien
      • Italien
      • Niederlande
      • Spanien
      • Dänemark
      • USA und Kanada
    • Ausstellungen Archiv
      • Ausstellungen 2024
      • Ausstellungen 2023
      • Ausstellungen 2022
      • Ausstellungen 2021
      • Ausstellungen 2020
  • Künstler & Künstlerinnen
    • Berühmte Künstlerinnen
    • Alte Meister und Meisterinnen
    • Berühmte Künstler der Renaissance
    • Berühmte Künstler des Barock
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen: Romantik bis Jugendstil
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen von heute: die Megastars der Gegenwartskunst
  • Kunstgeschichte
    • Kunstgattungen
      • Malerei
      • Zeichnung & Druckgrafik
      • Druckgrafik
      • Fotografie & Medienkunst
      • Skulptur & Installation
      • Architektur
      • Design & Kunsthandwerk
    • Kunstbegriffe
  • Themen
    • Gespräche mit Persönlichkeiten aus der Kunstwelt
    • ARTinLIFE
    • Hotels
  • Newsletter
✕

Paris | Musée d’Orsay: Renoir und die Liebe

Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 28. März 2026
Pierre-Auguste Renoir, Tanz in Bougival, Detail, 1883, Öl auf Leinwand, 181.9 x 98.1 cm (Museum of Fine Art, Boston)

Pierre-Auguste Renoir, Tanz in Bougival, Detail, 1883, Öl auf Leinwand, 181.9 x 98.1 cm (Museum of Fine Art, Boston)

Pierre-Auguste Renoir, einer der wichtigsten Maler des Impressionismus, muss neben Édouard Manet, Edgar Degas, Claude Monet und Gustave Caillebotte als einer der großen Schilderer des modernen Lebens des 19. Jahrhunderts betrachtet werden. Zwischen Mitte der 1860er und 1880er Jahre entwickelte er einen fließenden und leichten Malstil, der durch Licht und Farbe die Kompositionen zum Strahlen bringt. Zudem widmete er sich neuen Themen, die sich auf die Beziehungen zwischen Männern und Frauen konzentrierten (→ Pierre-Auguste Renoir: Biografie).

Erstmals vereint „Renoir und die Liebe“ jene „Szenen des modernen Lebens“, die den Künstler berühmt machten. Unter den 60 ausgestellten Werken befinden sich 57 Gemälde, eine Skulptur und zwei Grafiken. Gleichzeitig offenbart „Renoir der Zeichner“ anhand von rund 100 selten gezeigten Arbeiten auf Papier das ganze Ausmaß seines Talents in den grafischen Techniken. Gemeinsam erlauben sie einen Einblick in Renoirs außergewöhnliches Talent, sein Streben nach revolutionären Bildlösungen und kameradschaftlicher Liebe.

Renoir et l'amour [Renoir und die Liebe]

Frankreich | Paris: Musée d‘Orsay
17.3. – 19.7.2026

Auguste Renoir (1841–1919), Frau mit Sonnenschirm in einem Garten, 1875, Öl auf Leinwand, 54,5 x 65 cm, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid.
Auguste Renoir (1841–1919), Frau mit Sonnenschirm in einem Garten, 1875, Öl auf Leinwand, 54,5 x 65 cm, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid.

Renoir und die Liebe 2026 in Paris

Mit seinen Darstellungen freigeistiger Paare, unkonventioneller Freunde, koketter Gespräche und geselliger Mittagessen entfalte Renoir eine tiefgründige Reflexion über seine Zeit und über die Liebe. Dabei nutzte er die romantische Liebe weniger als Motiv, sondern als Methode und malerisches Prinzip: Malerei war für Renoir eine Kunst der Verbindung. Seine glückliche, schamhafte und zärtliche Gestaltung, die frei von jeglichen sentimentalen, schwülstigen oder dramatischen Elementen ist, unterscheidet Renoir von anderen Malern seiner Zeit. Die Liebe war die zentrale Triebfeder seines Werks. Die Ausstellung im Musée d'Orsay bietet einen neuen Blick auf Gemälde, die so berühmt sind, dass ihre Radikalität heute nur noch schwer zu erkennen ist.

Zum ersten Mal seit 1985, dem Jahr der letzten Renoir-Retrospektive im Pariser Grand Palais, werden einige der größten Meisterwerke des Künstlers und des Impressionismus in Frankreich zusammengeführt. Diese Einschätzung des Musée d'Orsay dürfte mit Blick auf die Ausstellung nicht übertrieben zu sein. Im Frühjahr 2026 stellt die berühmte Impressionismus-Sammlung die Frage nach der Liebe - von romantischer Liebe bis Mutterliebe. Rund um Renoirs frisch restauriertem „Ball im Moulin de la Galette“ (1876, Musée d'Orsay) finden sich weitere berühmte Gemälde, darunter „La Grenouillère“ (1869, Nationalmuseum, Stockholm), „Die Schaukel [La Balançoire]“ (1876, Paris, Musée d’Orsay), „Die Loge [La Loge]“ (1874, The Courtauld Gallery, London), „Die Regenschirme“ (um 1881/85, The National Gallery of Art, London). Aus Amerika kommen „Das Frühstück der Ruderer“ (1881, The Phillips Collection, Washington), „Der Spaziergang“ (1870, J. Paul Getty Museum, Los Angeles) sowie „Tanz in Bougival“ (1883, Museum of Fine Art, Boston) und „Badende, Versuch dekorativer Malerei (Die großen Badenden)“ (1884–1887, Philadelphia Museum of Art).

Pierre-Auguste Renoir, Mittagessen im Restaurant Fournaise (Mittagessen der Ruderer), 1875, Öl auf Leinwand, 55 × 65.9 cm (Art Institute of Chicago, Collection Potter Palmer)
Pierre-Auguste Renoir, Mittagessen im Restaurant Fournaise (Mittagessen der Ruderer), 1875, Öl auf Leinwand, 55 × 65.9 cm (Art Institute of Chicago, Collection Potter Palmer)

Renoir, Maler der Liebe

Geboren in eine Familie eines kleinbürgerlichen Pariser Handwerkers, sein Vater war Schneider, seine Mutter Näherin, begann Renoir seine Karriere als Porzellanmaler und wandte sich erst spät der „hohen Kunst“ zu. Er studierte im Atelier des akademischen Malers Charles Gleyre und an der École des Beaux-Arts, wandte sich aber bald dem Realismus von Gustave Courbet und Edouard Manet zu. Renoir wählte Sujets aus der zeitgenössischen Welt und setzte sie mit kühnem Pinselstrich in leuchtenden Farben um. Sein Werk offenbart nach und nach eine besondere Vorliebe für die Darstellung von Freundschaft und Liebe sowie für Themen, die er immer wieder aufgreifen sollte: das junge Paar, das Essen, die Menschenmenge und den Akt.

 

Orte der Liebe

Der Künstler verortet die Beziehungen und Handlungen seiner Bilder im öffentlichen Raum: an den neuen, modernen Orten der Geselligkeit wie Theater, Restaurants, Heurigen und Boulevards oder in der Natur. Diese Orte wurden von verschiedenen Gesellschaftsschichten besucht. Diese populären „Bühnen” der modernen Liebe begünstigten eine größere Freiheit der Sitten und die Entfaltung „illegitimer” Liebe in einer Zeit, in der bürgerliche Konventionen und religiöse Moralvorstellungen Liebes- und Sexualbeziehungen noch stark regulierten. Auch wenn seine Darstellungen weiterhin von traditionellen Geschlechterstereotypen geprägt sind, lässt Renoir die Erinnerung an die „galanten Feste“ von Watteau, Boucher oder Fragonard wieder aufleben, um die Beziehungen zwischen Männern und Frauen neu zu verzaubern und dabei unterschwellig die Frage nach dem männlichen Begehren und der weiblichen Zustimmung zu stellen.

 

Sozialer und emotionaler Austausch

Renoir belässt es jedoch nicht bei Verführungsspielen. Seine Paare sind oft in ein großes Netz sozialer und emotionaler Interaktionen eingebettet (Freunde, Eltern, Kinder usw.). Die Liebe leitet seine Inspiration: Er versteht sie als grundlegende Kraft, die die Wesen untereinander und mit der Natur verbindet. Malerei sollte seiner Meinung nach „eine liebenswerte, fröhliche und hübsche Sache“ sein. Sein Blick und sein Pinsel verbinden Gesten, Blicke, Körper und Hintergründe zu Kompositionen, die für sich allein stehen.

In der entscheidenden Phase der 1860er und 1870er versuchte er sich mehrmals an großformatigen Gemälden mit Szenen moderner Geselligkeit. Bilder wie „Le cabaret de la mère Anthony [Die Taverne  von Mutter Anthony]“ (1866, Stockholm), „Bal du moulin de la Galette [Ball im Moulin de la Galette]“, „Le déjeuner des canotiers [Frühstück der Ruderer]“ wirken wie Manifeste und Proteste gegen die zunehmende Einsamkeit der städtischen Existenz. Indem Renoir die sozialen Grundlagen und den anklagenden Blick einiger naturalistischer Künstler auf jene Klasse (Gesellschaftsschicht), aus der er selbst stammte, ablehnte, ignorierte er aber auch eine dunkle Realität. Elend, Alkoholismus, Prostitution und die Ausbeutung von Frauen aus der Unterschicht durch bürgerliche Männer, das Schicksal von Mädchenmüttern und verlassenen Kindern. Nur selten spielte er diskret auf diese Realitäten an, die er aus eigenem Erbeben gut kannte.

Frédéric Bazille, Pierre-Auguste Renoir, um 1868/69, Öl auf Leinwand, 61,2 x. 50 cm (Paris, Musée d’Orsay, dépôt du musée national des Beaux-Arts d’Alger, inv. DL 1970 3 © Musée d'Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)
Frédéric Bazille, Pierre-Auguste Renoir, um 1868/69, Öl auf Leinwand, 61,2 x. 50 cm (Paris, Musée d’Orsay, dépôt du musée national des Beaux-Arts d’Alger, inv. DL 1970 3 © Musée d’Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)
Renoir, Bazille malt "Der Reiher", 1867, Öl auf Leinwand, 105 × 73.5 cm (Musée d’Orsay, Paris)
Renoir, Bazille malt „Der Reiher“, 1867, Öl auf Leinwand, 105 × 73.5 cm (Musée d’Orsay, Paris)

Szenen aus dem Bohème-Leben

Das Leben des Künstlers war geprägt von Freundschaften mit anderen Malern und seiner Liebesbeziehung mit der jungen Lise Tréhot, die um 1865/66 zu seinem Lieblingsmodell und seiner Lebensgefährtin wurde. Für Renoir, der damals in prekären Verhältnissen lebte, war dies eine Zeit des „Bohemien-Lebens“ und der Ablehnung bürgerlicher Normen. Renoir und Lise erkannten die beiden aus ihrer Verbindung hervorgegangenen Kinder nicht an, und ihre Beziehung, die als illegitim (außerehelich) galt, endete um 1872. In dieser Zeit wurden seine im Salon eingereichten Werke abwechselnd angenommen oder abgelehnt, und er erhielt kaum Unterstützung.

Das Porträt „Pierre-Auguste Renoir“ (1867,  Musée d’Orsay) von Frédéric Bazille leitet die Ausstellung ein. Der jung verstorbene Bazille gehörte zu den wichtigsten Avantgardisten seiner Generation und war ein treuer Freund Renoirs. Die beiden hatten einander Anfang 1863 im Atelier von Charles Gleyre1 kennengelernt, dort stießen auch Claude Monet und Alfred Sisley rasch zur Gruppe. Gemeinsam malten sie im Wald von Fontainebleau, wo Courbet Renoir riet, seine Palette aufzuhellen, und Camille Pissarro sowie Paul Cézanne zur Gruppe stießen. Mit Bazille teilte sich Renoir 1866 ein Atelier in Paris, wo er seinen Freund an der Staffelei arbeitend malte, während eine Schneelandschaft von Monet an der Wand hängt: „Frédéric Bazille“ (1867, Musée d’Orsay, Paris). In der Ausstellung ist außerdem „Die Gaststätte von Mutter Anthony“ (Sommer 1866, Nationalmuseum, Stockholm) zu sehen, ein Gruppenporträt mit Alfred Sisley und Jules Le Cœur2.

Frühe Akte

Die frühesten erhaltenen Akte Renoirs - der Maler hat vieles aus seinem Frühwerk selbst zerstört - zeigen seine Orientierung an den Alten Meistern wie den Wunsch, etwas Neues zu schaffen. Bilder wie „Eine Nymphe an einem Bach“ (1869–1870, The National Gallery, London) belegen die Suche des jungen Malers nach Wahrhaftigkeit und seine Abkehr vom akademischen Kanon der idealisierten Frau. Was die Salonmalerei der 1860er Jahre, man denke an Alexandre Cabanel, Edouard Manet, Gustav Courbet uvm., an erotischen und sublimierten Akten hervorgebracht hatte, sollte im Werk von Renoir zu einer neuen Form von Realismus gewandelt werden.

Auguste Renoir, Im Garten (Unter dem Baum der Moulin de la Galette), 1876-1880, Öl-Lw, 81 x 65 cm (Pushkin Museum)
Auguste Renoir, Im Garten (Unter dem Baum der Moulin de la Galette), 1876-1880, Öl-Lw, 81 x 65 cm (Pushkin Museum)
Pierre-Auguste Renoir, Die Schaukel [La Balançoire], 1876, Öl/Lw, 92 x 73 cm (Paris, Musée d’Orsay Photo © Musée d’Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)
Pierre-Auguste Renoir, Die Schaukel [La Balançoire], 1876, Öl/Lw, 92 x 73 cm (Paris, Musée d’Orsay Photo © Musée d’Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)

Fêtes Galantes

Im Sommer (Oktober) 1869 stellte Renoir zusammen mit Claude Monet seine Staffelei in Croissy vor den Bädern von La Grenouillère auf, um ein großes Gemälde für den Salon vorzubereiten. Die beiden Künstler erkannten hier in der sommerlichen Geselligkeit ein modernes Äquivalent zu Antoine Watteaus „Fête galantes“ und bezeichneten La Grenouillère in jenem Sommer als „ein vorstädtisches Kythera“.3 Die Grenouillère war gleichzeitig Café, Badeanstalt und Bootsanlegestelle am Flussufer und galt als mondäner Treffpunkt, an dem sich ein „elegantes, ausgewähltes, künstlerisches und aristokratisches Publikum“ mit „Männern von zweifelhaftem Ruf“ und „geschminkten Frauen“ mischte.4

Letztendlich entstanden nur Studien, doch heute gelten diese Skizzen [pochades] als die Initialwerke des Impressionismus. Mit breitem und flirrendem Pinselstrich beobachtete Renoir das gesellige Treiben der jungen Pariser:innen auf einer winzigen Insel namens Le Camembert neben dem titelgebenden Ausflugslokal. „La Grenouillère“ (1869) aus dem Nationalmuseum in Stockholm zeigt einen saloppen Umgang der Geschlechter miteinander - ganz im Gegensatz zu den Moralvorstellungen des Zweiten Kaiserreiches.5

Ähnlich verfährt der Maler auch in einem seiner frühen Meisterwerke, „Die Promenade“ (J. Paul Getty Museum, Los Angeles) von 1870. Das Gemälde zeigt einen jungen Mann mit dem bei Ruderern beliebten Strohhut mit rotem Band, der seiner eleganten Begleiterin hilft, einen Weg im Unterholz hinaufzusteigen. Die zurückhaltende Pariserin in ihrem makellosen weißen Sommerkleid dreht sich von ihrem Begleiter weg, so als überlegte sie noch, ob sie diesen Weg weiter beschreiten möchte. Durch eine Reihe schneller, kurzer Tupfer und Striche – mal nass in nass und pastos aufgetragen (der geblümte Hut, das Gesicht und das Kleid der Dame), mal schnell aufgetragen (das Unterholz im Hintergrund, das Gebüsch im Vordergrund) – gelingt Renoir eine nahtlose Verschmelzung von Figuren und Umgebung. Das nur 81.3 × 64.8 cm große Bild ist markant signiert und datiert, was als Zeichen für den Markt gedeutet wird (für den Salon gilt es als zu klein, durch die Signatur ist es keine Skizze). „Die Promenade“, kurz vor dem Ausbruch des Deutsch-französischen Kriegs entstanden, ist eine mutige Interpretation einer Liebelei.6 Renoir nutzte seine eigene Freundin, die damals 22-jährige Lise Tréhot, als Modell für die Pariserin; für den Mann könnte Renoirs jüngerer Bruder, Edmond, Modell gestanden haben. Lise war zu diesem Zeitpunkt ein zweites Mal von Renoir schwanger, was im Gemälde nicht thematisiert wird aber vielleicht die Themenwahl begünstigte. 7

Dennoch: In seinen Gemälden von Paaren und Gruppen vermied Renoir jegliche sentimentale oder anzügliche Anekdoten. Er feierte Freiheit und Gleichberechtigung in Liebesbegegnungen und eine Art „Kameradschaft“ (in den Worten seines Freundes Rivière) zwischen den Geschlechtern und ließ damit den Geist der Fêtes galantes von Watteau und Fragonard, Künstlern, die er bewunderte, wieder aufleben.

„Man muss zu Watteau zurückgehen, um etwas so Charmantes wie ‚Die Schaukel‘ zu finden. Wir erkennen etwas von der Pilgerfahrt zur Insel Kythira, aber mit einer besonders typisch 19. Jahrhundert-Einflüssen.“8

Pierre-Auguste Renoir, Tanz im Moulin de la Galette, 1876, Öl auf Leinwand, 131,5 x 176,5 cm (Musée d'Orsay, Gustave Caillebotte Bequest, 1896 © Musée d'Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)
Pierre-Auguste Renoir, Tanz im Moulin de la Galette, 1876, Öl auf Leinwand, 131,5 x 176,5 cm (Musée d’Orsay, Gustave Caillebotte Bequest, 1896 © Musée d’Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)

Tanz im Moulin de la Galette

Wenige Jahre später hatte Renoir seine impressionistische Malweise zur Vollkommenheit gebracht. Nun arbeitete er in Bougival, das ebenfalls an der Seine liegt. Das dort entstandene Gemälde, das aus dem Milwaukee Art Museum nach Paris gekommen ist, lässt sich als heimlich beobachtetes Liebesspiel interpretieren. Obschon der Hund im Vordergrund und die Boote ruhig im Wasser liegen, das Paar beschäftigt sich eher miteinander. Der zur Seite gerutschte Sonnenschirm wird zum Symbol für Zwischenmenschliches, wobei der Spielraum für die Fantasie nahezu grenzenlos ist. 

Insbesondere zwischen 1874 und 1877, vertiefte Renoir im Rahmen seiner Teilnahme an impressionistischen Ausstellungen seine Auseinandersetzung mit der Darstellung von Figuren in Landschaften. Er malte vor allem in Montmartre, einem damals noch ländlichen Arbeiterviertel von Paris, wo er 1876 ein Haus mietete. Seine Freunde und Modelle posierten in seinem Garten oder im Tanzsaal Moulin de la Galette, was ihn zu seinem ambitioniertesten Werk des Jahrzehnts inspirierte: „Ball im Moulin de la Galette [Le bal du Moulin de la Galette]“ (1876, Musée d'Orsay).

Das 131,5 x 176,5 cm große Gemälde zeigt eine Szene im beliebten Pariser Ausflugslokal. Die Dargestellten sind Freunde und Freundinnen des Malers, Modelle, Maler, Stammgäste des Lokals, darunter der Schriftsteller Georges Rivière, die Maler Norbert Goeneutte und Franc-Lamy, die im Vordergrund am Tisch sitzen, und ein 16-jähriges Mädchen namens Estelle, die mit ihrer Schwester Estelle auf der Bank sitzt, sowie Frédéric Samuel Cordey.9 Das Hauptwerk des Impressionismus wurde im April 1877 auf der dritten Impressionisten-Ausstellung präsentiert. Bei dieser Gelegenheit machte der Kunstkritiker Georges Rivière die überraschende Beobachtung:

„Die Eltern und die kleinen Kinder setzten sich an die Tische, aßen Kuchen, tranken Wein oder Bier, während die jungen Mädchen bis zur Abendessenszeit tanzten. [...] Die jungen Männer und Frauen, die zum Ball kamen, waren immer dieselben; sie kannen sich alle mehr oder weniger. [...] Renoir, Lamy, Goerneutte und ich waren unter den treuesten Besuchern von Le Moulin de la Galette. [...] Renoir fand dort Modelle, die in seinen Augen den Vorteil hatten, dass sie normalerweise nicht in den Ateliers der Maler Modell standen. Blumenhändlerinnen, Schneiderinnen und Hutmacherinnen. [...] Es ist ein Stück Geschichte, ein kostbares Denkmal des Pariser Lebens, von strenger Genauigkeit.“ (Rivière, 1921)

Montmartre war seit 1860 der 8. Arrondisement [Gemeindebezirk]. Niedrige Mieten lockten eine neue Bevölkerungsgruppe aus Angestellten, Arbeitern und Rentieren an.10 Renoir wohnte seit April 1875 in der Rue Cortot 12, wo er monatlich 100 Francs für zwei Mansardenzimmer und ein Erdgeschoss-Atelier in einem ehemaligen Stall zahlte. Das Moulin de la Galette, ein Open Air Restaurant und Tanzsaal in der Rue Lepic, war Anfang der 1830er Jahre von der Familie Debray auf dem Gelände einer Windmühle eröffnet worden und hatte bis in die Dritte Republik überlebt, obwohl viele andere dem öffentlichen Bauprojekt von Baron Haussmann zum Opfer gefallen waren.11 In den 1870ern trafen sich dort sonntagnachmittags die Bevölkerung der Umgebung: junge Frauen, Angestellte, zahlreiche Studenten und Künstler.

Obwohl es sich um ein großes Format handelt, arbeitete Renoir großteils vor Ort an der Komposition. Der Maler positionierte sich auf einer Treppe, die zu einer der Windmühlen hinaufführte, mit Blick auf den mit Akazien bepflanzten und mit Tischen und Bänken versehenen Hof sowie auf den überdachten Tanzsaal.12 Bildebenen und Figurengruppen verschiedener Größen werden durch seine Farbwahl - jetzt nach der Restaurierung wieder dominiert von Blautönen -, durch  Lichtflecke, durch fließende, schnell gesetzte Pinselstriche vereint. Das Zusammenspiel zärtlicher Blicke und Gesten alle Figuren miteinander vermittelt den Eindruck von Harmonie. Dies wird durch die kameradschaftliche Beziehung zwischen den Geschlechtern gesteigert, auch wenn die Realität - bürgerliche Männer, die dem Bohème-Lebensstil frönen, treffen auf unterprivilegierte Frauen, die schwanger werden können - deutlicher härter war. Renoir verbindet die heitere Stimmung unter den jungen Erwachsenen mit einer Mutter-Kind-Darstellung in der linken unteren Ecke: Auf dem ersten Blick kaum erkennbar sitzt dort eine vom Bildrand überschnittene Frau mit ihrer blonden Tochter. Letztere steht für die Unschuld.13

Pierre-Auguste Renoir, Die Regenschirme, um 1881/86, Öl auf Leinwand, 180,3 × 114,9 cm (The National Gallery of Art, London, Sir Hugh Lane Bequest, 1917. In partnership with Hugh Lane Gallery, Dublin)
Pierre-Auguste Renoir, Die Regenschirme, um 1881/86, Öl auf Leinwand, 180,3 × 114,9 cm (The National Gallery of Art, London, Sir Hugh Lane Bequest, 1917. In partnership with Hugh Lane Gallery, Dublin)
Auguste Renoir, Tanz in Bougival, 1883, Öl auf Leinwand, 180,3 x 90 cm (Musée d'Orsay, erworben, 1979
Auguste Renoir, Tanz in Bougival, 1883, Öl auf Leinwand, 180,3 x 90 cm (Musée d’Orsay, erworben, 1979

Begegnungen in der Stadt

Renoir wuchs im Herzen der Hauptstadt, unweit des Louvre, mit seinen Eltern und vier Geschwistern auf. Ab den 1860er Jahren dokumentierte er die Veränderungen der Stadt in seinen Gemälden, doch insbesondere um 1875–1880 wurde das Pariser Leben zu einer wichtigen Inspirationsquelle für ihn. Renoir war einer der Ersten, der Motive wie eine Opernloge oder eine Straße in ambitionierten Formaten darstellte, jenseits der Genremalerei. Sein besonderes Interesse galt öffentlichen Räumen – Boulevards, Cafés, Restaurants, Theatern –, die zugleich Orte sozialer Interaktion und Verführung waren. Renoir porträtierte die Stadt als einen Ort glücklicher Begegnungen und spontaner Begegnungen.

Der Künstler schildert auch das Innere seines Ateliers in der Rue Saint-Georges, das er von 1873 bis 1883 bewohnte und das ihm zeitweise als regelrechtes Wohnzimmer diente. Umgeben von Freunden und Lieblingsmodellen schuf er eine Reihe kleinformatiger Werke mit innovativen Kompositionen, die die Kunst des Gesprächs – die Freude am Knüpfen von Verbindungen durch Sprechen und Zuhören – zelebrieren.

1874: Erste Impressionistische Ausstellung in Nadars Atelier am Boulevard des Capucines 35 (April–Mai). Renoir präsentierte sechs Gemälde und ein Pastell. Stilistische Unstimmigkeiten, wie sie etwa in Renoirs „Regenschirme“ (National Gallery, London) zu finden sind – einem großen Gemälde, das zwischen 1881 und 1885 in zwei separaten Schaffensphasen entstand. Rötel war sein bevorzugtes Medium, doch interessierte er sich ebenso für die weichen, glatten Effekte, die schwarze Kreide und Kohle ermöglichten

Ein Tag auf dem Land

Ab den 1860er Jahren erkundete Renoir die Vergnügungsszene an der Seine und kehrte insbesondere im folgenden Jahrzehnt dorthin zurück. Sein Fokus lag dabei auf dem Chatou, dem Restaurant Fournaise und der Welt der Boote.

Seine Sichtweise unterscheidet sich von der gängigen Bildsprache und Literatur jener Zeit, die den ungepflegten, ja sogar ausschweifenden Charakter dieser Orte betonte, wo die Menschen mit nackten Armen tanzten, tranken und sangen. In Renoirs Werk sind Körper und gesellschaftliche Konventionen entspannt, aber ohne Exzesse. Eine beschauliche Lebensart herrscht vor, verbunden mit der Wertschätzung von Muße und menschlichen Begegnungen.

Das Thema der Mahlzeit erweist sich als wichtige Inspirationsquelle für seine originellsten Kompositionen, insbesondere für „Das Frühstück der Ruderer“, sein komplexestes Werk dieser Periode.

„Man muss manchmal Dinge versuchen, die über die eigenen Fähigkeiten hinausgehen.“

1880: Renoir brach sich bei einem Radunfall den rechten Arm und malte mit der linken Hand. Keine Teilnahme an der fünften Impressionisten-Ausstellung (April), sandte vier Werke in den Salon. Verbrachte den Sommer meist in Chatou. Malte das „Frühstück der Ruderer“.

Das Gemälde sollte sowohl ein modernes Manifest sein (niemand vor ihm hatte dieses Thema je in dieser Form dargestellt) als auch eine Aktualisierung von Veroneses „Hochzeit zu Kana“ – „das Meisterwerk schlechthin“ (Renoir). Für Renoir ist dieses zeitgenössische Festmahl eine Metapher für die soziale Harmonie, von der er träumt, aber auch für die sinnlichen Freuden, die die Malerei bietet.

Frauen und Kinder, Schwestern und Brüder

Kinder sind in Renoirs Darstellungen des modernen Lebens selten zu sehen. Isoliert, ohne Eltern, scheinen sie den Begriff der Familie selbst in Frage zu stellen und spiegeln so die Situation des Künstlers wider. Doch verkörpern diese Figuren in seinen Werken auch oft eine Art unschuldigen Blick und eine Offenheit der Gefühle, nach der sein gesamtes Schaffen zu streben scheint.

Anfang der 1880er Jahre veranlassten Aufträge für Familien- oder Geschwisterporträts Renoir, diese andere Form der Liebe zu erforschen. Er malte insbesondere Porträts der Kinder seines Händlers Durand-Ruel und seines Gönners Bérard. Trotz des bürgerlichen Kontextes dieser Aufträge, der Zurückhaltung auferlegte, verlieh Renoir ihnen eine Intimität und Zuneigung, die einen starken Kontrast zur künstlerischen Produktion der Zeit bildete.

Charles und Georges Durand-Ruel, 1882. Öl auf Leinwand, 61 × 81 cm (Privatsammlung)

Mutterschaft, 1885, Öl auf Leinwand, 92 × 72 cm (Musée d’Orsay, Paris)

Der Künstler interessierte sich auch für die Figur der Frau mit Kind und nahm damit das Bild seiner Partnerin Aline vorweg, die ihren Sohn Pierre stillt.

Pierres Geburt im Jahr 1885 markierte einen Wendepunkt in seinem Leben und Werk. Etwa zur gleichen Zeit distanzierte sich der Künstler allmählich vom Impressionismus, um seinem Malstil wieder Stabilität und Festigkeit zu verleihen, insbesondere nach seiner Italienreise 1881/82.

Tanzende

Im Sommer oder Herbst 1882 begann Renoir ein neues, ehrgeiziges Projekt: die Malerei von Tanzpaaren in fast lebensgroßen Proportionen. Das Thema stammte aus seinem Gemälde „Bal du Moulin de la Galette“, mit dem er das Tanzmotiv in die impressionistische Malerei eingeführt hatte, aber auch aus „Das Frühstück der Ruderer“, in dem bereits der Wunsch nach Monumentalisierung der Figuren erkennbar war.

Inspiration fand Renoir zudem in der Freude, die er beim Beobachten seiner neuen Lebensgefährtin Aline Charigot beim Tanzen empfand: „Deine Mutter tanzte göttlich Walzer“, erzählte der Künstler später zu seinem Sohn Jean. Nachdem er über ein Jahrzehnt lang junge Menschen beim Flanieren, Plaudern und Mittagessen gemalt hatte, vereinte der Künstler sie schließlich im Tanz – jenem Moment des öffentlichen Lebens, in dem die Körper von Mann und Frau einander am nächsten waren, insbesondere da Tänze für „geschlossene Paare“ (Walzer, Polka) Gruppentänze wie die Quadrille abgelöst hatten. Vor Renoir hatte kein Künstler dieses Thema in einem solchen Umfang dargestellt und anonymen Paaren so viel Würde verliehen.

1883: Renoir verließ den Impressionismus zugunsten eines klassischeren Stils mit trockener Zeichnung, der gemeinhin als seine „Ingres“ oder Ingreske oder Trockene Periode bezeichnet wird (bis ca. 1887). Diesen Stil bezeichnete Pierre-Auguste Renoir als „aigre“ (sauer/bittersüß).

1883/84: Es entstanden die drei berühmten Tanz-Bilder: „Tanz in Bougival“, „Tanz auf dem Land“ und „Tanz in der Stadt“.

EPILOG: Der „klassische“ Renoir

Nach dem Erfolg von „Das Frühstück der Ruderer“ und „Die Tänze“ begann paradoxerweise eine Krise für Renoir, die bis Ende der 1880er Jahre andauerte. Unzufrieden mit dem Impressionismus, wandte er sich von der Freilichtmalerei ab und versuchte, sich durch die Zeichnung neu zu erfinden. Er gab zeitgenössische Sujets auf und konzentrierte sich auf zeitlosere Figuren und Akte. So wandelte er sich vom Maler moderner Idyllen zum Maler von Badenden.

Pissarro war nicht überzeugt. „Ich schätze Renoirs Mühe sehr, und es ist ja gut und schön, voranzukommen, aber er hat sich auf die Linie beschränkt, und seine Figuren wirken voneinander losgelöst, ohne Rücksicht auf ihre Beziehung zueinander.“ Durand-Ruel, Renoirs wichtigster Galerist, der sich zu dieser Zeit in Amerika aufhielt, wurde von Monet darüber informiert, dass Renoir „ein großartiges Bild von Badenden gemalt hat, das zwar nicht von allen, aber von vielen verstanden wird.“

Obwohl der kritische und kommerzielle Misserfolg von „Die großen Badenden“ bei seiner Ausstellung in Paris im Mai 1887 Renoir vorübergehend davon abhielt, Kompositionen mit mehreren nackten Figuren zu malen, zeichnete er nun sehr häufig einzelne Akte und definierte so den Körperbau seines zunehmend zeitlosen weiblichen Ideals.

Gleichzeitig ließ sich Renoir mit Aline nieder und wurde 1885 Vater. Er war 49 Jahre alt, als er sie 1890 heiratete. „Die Regenschirme“, entstanden in dieser Zeit des Wandels, ist Renoirs letztes großes Stadtbild und das letzte Werk, in dem sein Ideal einer glücklichen und verliebten Moderne vollends zum Ausdruck kommt.

Das Thema erlaubt es ihm, die Motive des Paares, der Familie und der Menschenmenge in einer dichten Szene zu vereinen, in der Figuren, Flächen, Formen und Farben einander widerspiegeln, überlagern oder durchdringen. Trotz des Trubels und des Regens herrschen Harmonie, Zärtlichkeit und Freude vor. Die Freude am Zusammenleben und Lieben, am Lebensgefühl und am Genuss der Schönheit der Welt in jedem Augenblick, selbst im Alltäglichen.

Pierre-Auguste Renoir, Die Regenschirme, um 1881/85, Öl auf Leinwand, 180,3 × 114,9 cm (The National Gallery of Art, London)

Internationales Ausstellungsprojekt

Diese Ausstellung, die gemeinsam mit der National Gallery in London und dem Museum of Fine Arts in Boston organisiert wurde, befragt Renoirs grundlegenden Beitrag zum Impressionismus und zur Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts anhand des komplexen und universellen Konzepts der Liebe neu.

Quelle: Musée d'Orsay
Kuratiert von

  • Paul Perrin, Chefkonservator und Leiter der Konservierung und der Sammlungen, Musée d'Orsay;
  • Chris Riopelle, Neil Westreich Curator of Post 1800 Paintings, National Gallery, London;
  • Katie Hanson, William and Ann Elfers Curator of Paintings, Art of Europe, Museum of Fine Arts, Boston; In Zusammenarbeit mit
  • Chiara di Stefano, Associate curator of Post 1800 Paintings at the National Gallery, London;
  • Lucie Lachenal-Tabellet, Beauftragte für dokumentarische Studien am Musée d'Orsay.

 

Bilder

  • Pierre-Auguste Renoir, Der Spaziergang, 1870, Öl auf Leinwand, 81,3 × 64,8 cm (© J. Paul Getty Museum (Los Angeles)
  • Pierre-Auguste Renoir, Tanz im Moulin de la Galette, 1876, Öl auf Leinwand, 131,5 x 176,5 cm (Musée d'Orsay, Gustave Caillebotte Bequest, 1896 © Musée d'Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)
  • Pierre-Auguste Renoir, Das Gespräch, 1878, Öl auf Leinwand, 45 × 38 cm (Nationalmuseum (Stockholm) © Nationalmuseum (Stockholm)
  • Auguste Renoir, Alphonsine Fournaise, 1879 (Musée d'Orsay, Don D. David-Weill, 1937 © Musée d’Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)
  • Auguste Renoir, Tanz in Bougival, 1883, Öl auf Leinwand, 180,3 x 90 cm (Musée d'Orsay, erworben, 1979 © Foto Musée d'Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)

Ausstellungsvorschau

  • Marisol, La visita, 1964 (Museum Ludwig, Köln, © 2025, ProLitteris, Zurich, Foto: Historisches Archiv der Stadt Köln mit Rheinischem Bildarchiv, Britta Schlier)
    Zürich | Kunsthaus Zürich: Marisol
    10. April 2026
  • Michelangelo Buonarroti, Sterbender Sklave, Detail (Paris, Musée du Louvre department des Sculptures Musee du Louvre Musee du Louvre, dist RMN Grand Palais Raphael Chipault)
    Paris | Louvre: Michelangelo / Rodin
    27. März 2026
  • Marcel Duchamp, Rotorelief, Detail
    New York | MoMA: Marcel Duchamp
    27. März 2026
  • Horst Antes, Interieur, Figur mit Vogel, 1962–1964, Öl auf Leinwand, 120 x 120 cm (Sprengel Museum Hannover, Foto: Herling/Herling/Werner)
    Hannover | Sprengel Museum: Horst Antes
    27. März 2026
  • Porträt der japanisch-amerikanischen Künstlerin Ruth Asawa, wie sie inmitten mehrerer ihrer aus Drahtschlingen gefertigten Skulpturen auf dem Boden kniet, November 1954, Detail, Foto: Nat Farbman/The LIFE Picture Collection/Shutterstock, Artwork © 2025 Ruth Asawa Lanier, Inc., Courtesy David Zwirner
    Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Ruth Asawa
    20. Februar 2026
  • Baden-Baden | Museum Frieder Burda: Simon Hantaï. Entfaltung der Farbe
    17. Februar 2026
  • Frida Kahlo, Selbstbildnis mit Dornenhalsband, Detail, 1940 (Nickolas Muray Collection, Harry Ransom Humanities Research Center, The University of Texas at Austin) Foto: © Nickolas Muray Collection, Harry Ransom Humanities Research Center, The University of Texas at Austin, Werk: © Banco de México, Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust, México, D.F./VBK, Wien, 2010.
    London | Tate Modern: Frida Kahlo 2026
    15. Februar 2026
  • Arnold Böcklin, Die Toteninsel, 1883, Öl auf Holz, 80 x 150 cm (Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger)
    Berin | Alte Nationalgalerie: Böcklin. Maler – Mythos
    8. Februar 2026
  • Rembrandt van Rijn, Hl. Hieronymus lesend in einer italienischen Landschaft, Detail, um 1653, Kupferstich und Kaltnadel, auf Japanpapier, 25,9 x 21 cm (erworben von der J. Pierpont Morgan 1905, The Morgan Library & Museum (RvR 165)
    New York | The Morgan: Rembrandts Löwen. Kunst und Exil in den Niederlanden
    31. Januar 2026
  • Albrecht Dürer, Elsbeth Tucher, Detail, 1499, Öl auf Lindenholz, 29,1 x 23,3 cm (Gemäldegalerie Alte Meister, Kassel)
    Kassel | Schloss Wilhelmshöhe: DÜRER für hessische Fürsten
    25. Januar 2026
  • Jan van Eyck, Giovanni (?) Arnolfini und seine Ehefrau, Die Arnolfini Hochzeit, 1434 (© National Gallery, London)
    London | National Gallery: Van Eyck: Die Porträts
    22. Januar 2026
  • Wien | Albertina Modern: Franz West
    15. Januar 2026
  • Alexandra Exter, Skizze für das Theaterstück "Salome", Detail, 1917, 52 × 35 cm, Gouache auf Papier (ALBERTINA, Wien – Privatsammlung)
    Wien | Albertina: Künstlerinnen der ALBERTINA
    14. Januar 2026
  • Pablo Picasso, Buste de femme, Detail, 1940, 64 × 46 cm, Öl auf Papier auf Leinwand (Museum Berggruen, Berlin © Succession Picasso / Bildrecht, Wien 2026, Foto: bpk)
    Wien | Albertina: Picasso – Bacon
    14. Januar 2026
  • Albrecht Dürer, Feldhase, Kopf, 1502 (© Albertina, Wien)
    Wien | Albertina: 250 Jahre Albertina
    14. Januar 2026
  • Erika Giovanna Klien, Diving Bird, 1939, Öl/Lw, 111 × 96 cm (Österreichische Galerie Belvedere, Wien)
    Wien | Belvedere: Erika Giovanna Klien
    31. Dezember 2025
  • Trude Fleischmann, Gertrud Falke, um 1927 © Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien
    Wien | Leopold Museum: Fotografie der 1920er und 1930 Jahre
    26. Dezember 2025
  • Max Oppenheimer, Die Schachpartie, 1925-30, Öl auf Leinwand, 55,2 × 78,2 cm (Oesterreichische Nationalbank, Foto Sammlung Oesterreichische Nationalbank)
    Wien | Leopold Museum: Kunst der Oesterreichischen Nationalbank
    26. Dezember 2025
  • Herbert Boeckl, Gruppe am Waldrand, Detail, 1920 (© Leopold Museum, Wien)
    Wien | Leopold Museum: Boeckl & Josephsohn
    22. Dezember 2025
  • Amsterdam | Rijksmuseum: Willem de Kooning
    17. Dezember 2025
  • Oskar Kokoschka, Olda Palkovskà, Detail, 1937, Öl auf Leinwand, 90 × 67 cm (Fondation Oskar Kokoschka, Vevey, Inv.-Nr. 70) © Fondation Oskar Kokoschka / Bildrecht, Wien 2026
    Salzburg | Museum der Moderne Altstadt (Rupertinum): Kokoschkas Hintergründe
    17. Dezember 2025
  • Charlotte Perriand im Refuge Bivouac, 1937, © Archives Charlotte Perriand.
    Salzburg | Museum der Moderne Mönchsberg: Charlotte Perriand
    17. Dezember 2025
  • MuseumsQuartier Wien © MuseumsQuartier Wien, Foto: Roland Töffel
    Wien | MQ Freiraum: Vision und Wiederstand – Wie das MQ die Stadt Wien veränderte
    16. Dezember 2025
  • Linz | LENTOS: Max Pechstein
    16. Dezember 2025
  • Jiří Kolář, Das ausruhende Nationaltheater, 1960 (Lentos Kunstmuseum Linz, Bildrecht, Wien 2026)
    Linz | LENTOS: 200 Jahre Fotografie
    16. Dezember 2025
  • Wien | Wien Museum: Schiele & Peschka
    15. Dezember 2025
  • Marina Abramović, Pietà (Anima Mundi), Detail, 1983–2002, C-print, 183 × 183 × 5.5 cm
    Venedig | Gallerie dell’Accademia: Marina Abramović
    15. Dezember 2025
  • André Derain, Brücke über den Riou, 1906 (MoMA)
    Paris | Musée Bourdelle: André Derain
    13. Dezember 2025
  • Kurt Schwitters, Ausgerenkte Kräfte, 1920/möglicherweise 1938, Detail, Collage und Assemblage mit Fragmenten aus Stoff, Druckerzeugnissen, Pappe, Holz und Metall sowie Öl auf Karton in eigenhändigem Holzrahmen 105,5 x 86,7 x 9 cm (mit Kasten) (Kunstmuseum Bern, Schenkung Professor Dr. Max Huggler, 1966 © Kunstmuseum Bern)
    Paris | Musée Picasso: Kurt Schwitters
    10. Dezember 2025
  • Richard Prince, Untitled (cowboy), 1999, Ektacolor photograph, edition of 3, 154.9 x 82.6 cm
    Wien | Albertina: Richard Prince
    9. Dezember 2025
  • Winfred Gaul, Autobahn II,1965 (Stiftung Sammlung Kemp, Kunstpalast, Düsseldorf © VG Bild-Kunst, Bonn; Foto: Kunstpalast – LVR-ZMB – Annette Hiller)
    Düsseldorf | Kunstpalast: Winfred Gaul
    9. Dezember 2025
  • Jörg Immendorff, Landschaft, die ich brauche, Öl auf Leinwand, 220 x 270 cm (Kunstpalast, Düsseldorf, Foto: Kunstpalast, Düsseldorf – LVR-ZMB – Stefan Arendt, © Nachlass Jörg Immendorff)
    Düsseldorf | Kunstpalast: Jörg Immendorff
    9. Dezember 2025
  • Niki de Saint Phalle, I am the Nana Dream House, 1967, Druck © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
    Düsseldorf | Kunstpalast: Niki de Saint Phalle. Dream Machine
    8. Dezember 2025
  • Elmgreen & Dragset, The Visitor mit Stillleben mit Gemüse, The Visitor, 2025, Bronze, Lack, 178 x 61 x 33,5 cm; Cornelis de Heem, Stillleben mit Gemüse und Früchten vor einer Gartenbalustrade, 1658, Öl auf Kupfer, 69,8 x 87,1 cm (Städel Museum, Frankfurt a.M., Foto: Studio Elmgreen & Dragset)
    Frankfurt | Städel Museum: Elmgreen & Dragset. Stillleben mit Gemüse
    8. Dezember 2025
  • Pieter van der Heyden nach Pieter Bruegel d.Ä., Geduld (Patientia), Detail, 1557, Kupferstich (Kupferstichkabinett, Städel Museum, Frankfurt a.M.)
    Frankfurt | Städel Museum: Bruegel. Druckgrafiken
    8. Dezember 2025
  • Dora Maar, Mannequin mit Dauerwelle, 1935, Silbergelatine-Azug auf Barytpapier auf Karton, 23,4 x 17,7, cm (Städel Museum, Frankfurt a.M., Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V. © VG Bild-Kunst, Bonn 2026)
    Frankfurt | Städel Museum: SurFace. Über Haut
    8. Dezember 2025
  • Meister des Frankfurter Paradiesgärtlein, Paradiesgärtlein, um 1410-1420, Mischtechnik auf Eichenholz, 26,3 x 33,4 cm (Städel Museum, Frankfurt)
    Frankfurt | Städel Museum: Im Paradiesgarten. Kunst und Naturwahrnehmung um 1400
    8. Dezember 2025
  • François Boucher, Ruhendes Mädchen (Alte PInakothek, München)
    München | Alte Pinakothek: Französische Malerei von Claude Lorrain bis François Boucher
    8. Dezember 2025
  • Body. Aspekte des Körperlichen. Werke aus der Stiftung Spengler im Germanischen Nationalmuseum 2026-2027
    Nürnburg | Germanisches Nationalmuseum: Body. Aspekte des Körperlichen
    8. Dezember 2025
  • Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, 2026
    Nürnburg | Germanisches Nationalmuseum: Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert
    8. Dezember 2025

Weitere Beiträge zu Renoir

17. März 2026
Auguste Renoir, Junge Frau lehnt sich über einen Balkon, auch bekannt als La Loge, Detail, 1879 (© 2025 Fondation Bemberg / Mathieu Lombard)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 17. März 2026

Paris | Musée d’Orsay: Renoir. Zeichnungen

Im Frühjahr 2026 widmet das Musée d’Orsay erstmals eine monografische Ausstellung dem zeichnerischen Werk Pierre-Auguste Renoirs (1841–1919). | 2026
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
1. Februar 2026
Pierre Auguste Renoir, Trois Esquisses de Maternités / Skizzen zur Mutterschaft, o.J., Radierung, Aquatinta auf Velin (Coninx Sammlung, Zürich © Foto: Ulrich Fischer)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 1. Februar 2026

Pierre-Auguste Renoir: Biografie Lebenslauf und Werke des berühmten Impressionisten

Bei Gleyre entdeckten die jungen Maler unter anderem die Gemälde des späten Peter Paul Rubens, dessen Kolorit und Offenheit ihren eigenen Vorstellungen entgegenkam. Renoir beantragte zwischen […]
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
8. Dezember 2025
Carl Piepho, Der Brief - Sommermorgen, 1909 (© Museum Georg Schäfer, Schweinfurt)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 8. Dezember 2025

Schweinfurt | Museum Georg Schäfer: Carl Piepho. Renoir. Bonnard. Matisse

Im Herbst/Winter 2026/2027 widmet das Museum Georg Schäfer dem süddeutschen Maler eine kompakte Ausstellung mit 40 Gemälden aus seinem Nachlass und 50 Gemälden deutscher und französischer Maler und Malerinnen des Impressionismus.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
25. Oktober 2025
Edouard Manet, Le déjeuner dans l’atelier / Das Frühstück im Atelier, 1868, Öl auf Leinwand, 118,3 x 154 cm (Bayerische Staatsgemäldesammlungen München – Neue Pinakothek)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 25. Oktober 2025

Berlin | Alte Nationalgalerie: Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus

Die Bedeutung des Berliner Kunsthändlers Paul Cassirers für Impressionismus, Postimpressionismus und Klassische Moderne wird im Frühajhr 2026 anhand von ca 100 Werken vorgestellt.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
25. September 2025
Monet, Eisschollen im Dämmerlicht, 1893 (Museum Langmatt)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 25. September 2025

Wien | Unteres Belvedere: Cézanne, Monet, Renoir Französischer Impressionismus aus dem Museum Langmatt | 2025/26

Jenny und Sidney Brown sammelten ab etwa 1907 Meisterwerke des französischen Impressionismus, allen voran Bilder von Cézanne, Gauguin und Renoir. Das Belvedere zeigt 2025 erstmals die hochqualitativen Gemälde, während die Villa Brown in Langmatt restauriert wird.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
15. Juli 2025
Pierre-Auguste Renoir, Tanz im Moulin de la Galette, Detail, 1876, Öl auf Leinwand, 131,5 x 176,5 cm (Musée d'Orsay, Gustave Caillebotte Bequest, 1896 © Musée d'Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 15. Juli 2025

London | National Gallery: Renoir und die Liebe

Mit über 50 Werken ist „Renoir und die Liebe“ die bedeutendste Ausstellung zum Werk des französischen Impressionismus in Großbritannien seit zwanzig Jahren.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.
Copyright by ARTinWORDS
  • Publikationen
  • Biografie
  • Kontakt
  • Impressum
    Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.