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Sheila Hicks: Biografie Leben und Werke der in Paris ansässigen Textilkünstlerin

Sheila Hicks © Cristobal Zanartu

Sheila Hicks © Cristobal Zanartu

Sheila Hicks (* 1934, Hastings, Nebraska) ist international seit mehr als 50 Jahren als eine Protagonistin der textilen Kunst bekannt. Ihre Arbeiten in Wolle und Leinen, Baumwolle und Seide stellen ästhetische Fragen, die bisher allzu oft übersehen wurden. Leuchtende Farbe, Material und Raum sind Hicks‘ zentrale Themen – dazu gesellt sich noch die komplexe technische Ausführung und Experimentierfreude. Seit 1964 lebt die Textilkünstlerin in Paris. Auf der Recherche zu den Webtechniken der Welt hat sie bereits fünf Kontinente bereist.

Ihr Werk besteht aus monumentalen Arbeiten und Installationen für Ausstellungen bzw. private und öffentliche Räume (als Dekoration auf höchstem Niveau) wie auch „Minimes“. Sas sind in der Größe von etwa A4 gearbeitete Webstücke oder Kompositionen, die eine Art von Laboratorium für Hicks‘ Werk darstellen, verschiedenste technische Experimente durchexerzieren und ihre überbordende Kreativität unter Beweis stellen. Immer reagieren Sheila Hicks Werke auf die sie umgebenden Baute und Räume. Die Kunstwerke bilden farbige „Kuschelecken“ aus oder streng geometrische Farbfelder, wirken wie abstrahierte Architekturelemente (vgl. Josef Albers!) oder erinnern an Säulen.

 

Weitere Beiträge zu Sheila Hicks

 

Biografie von Sheila Hicks (* 1943)

  • 24. Juli 1943

    Am 24. Juli 1943 wurde Sheila Hicks als Tochter von Frances Barbara Weingart (1912–1993) und Ray Eugene Hicks (1913–1993) geboren.
  • 1941–1954

    Schulbesuch in Lexington, Nebraska, und Detroit.
  • 1943

    Hicks besuchte einen wöchentlichen Kurs am Art Institute of Detroit, wo sie beispielsweise in Kontakt mit den Wandgemälden von Diego Rivera kam.
  • 1949–1952

    Nach ihrem Schulabschluss in Michigan besuchte Hicks die New Trier High School in Winnetka (Illinois). Ihr Professor, der Kunstkritiker Frank Holland, empfahl sie an die University of Syracuse (New York State).
  • 1952

    Sheila Hicks besuchte einen Sommerkurs am Art Institute of Chicago, wo sie sich mit Filzen beschäftigte, was einen bedeutenden Einfluss auf ihr Werk hatte. Im Herbst schrieb sie sich an der Universität von Syracus ein. Hier studierte Hicks Malerei und Druckgrafik.
  • 1954–1959

    Während des Sommers besuchte Hicks einen Malkurs in Taxco (Mexiko). Danach schrieb sie sich an der University of Yale ein, wo Josef Albers die Abteilung für Design leitete. Während der folgenden fünf Jahre besuchte sie Kurse u.a. bei George Kubler, Vincent Scully, Norman Ives, Herbert Matter and Jose de Rivera.
  • 1956

    Außerhalb des Curriculums beschäftigte sie sich mit Anni Albers mit dem Weben und mit dem Archäologen Junius Bird mit antiken Textiliten aus den Anden.
  • 1957

    Erhielt den Bachelor of Fine Arts (BFA) in Malerei und ein Fulbright Stipendium nach Chile.
  • 1957/58

    Sheila Hicks reiste nach Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Peru. Begann mit ihrem ersten Tagebuch und Skizzenbuch. Über den Fotografen Sergio Larrain traf Hicks den Maler Nemesio Antúnez sowie den Schriftsteller Pablo Neruda. Der Archäologe Junius Bird stellte ihr die Anthropologin Greta Mosny vor.
  • 1958

    Erste Ausstellung mit ihren Textilien in Santiago im Museo Nacional de Historia Natural de Chile. Sheila Hicks Gemälde wurden neben Fotografien von Sergio Larrain im Museo Nacional de Bellas Artes gezeigt. Hicks präsentierte ihre Arbeiten auch in Buenos Aires. Reiste durch Bolivien, Uruguay und Brasilien, bevore sie in die USA zurückkehrte, um ihr Studium abzuschließen.
  • 1959

    Schloss ihr Studium mit dem Master of Fine Arts (MFA) ab. Ihre Fotografien wurden in „Perspecta: the Yale Architectural Journal” veröffentlicht. Sheila Hicks‘ Professor Henri Peyre sprach ihr das Fribourg Stipendium zu, um ihr die Fortsetzung ihrer Studien in Frankreich zu ermöglichen. Vor ihrer Abreise verbrachte Hicks noch Zeit in Mexiko, wo sie das Werk des Architekten Felix Candela fotografierte und filmte.
  • Herbst 1959–Frühajhr 1960

    In Paris traf Hicks Raoul d’Harcourt, einen Experten auf dem Gebiet der präkolumbianischen Textilkunst. Seine Arbeit erwies sich von unschätzbarem Wert für Hicks Denken. Entdeckte Europa.
  • 1960

    Hicks kehrte nach Mexiko zurück. Hier lebte sie mit ihrem Ehemann Henrik Tati Schlubach in einer Imkerei (Taxco el Viejo). Geburt ihrer Tochter Itaka Marama. Begann mit örtlichen Webern zusammenzuarbeiten. Mathias Goeritz bot Hicks eine Professur an der Universidad National Autónoma de México an (Architektur) und stellte sie Luis Barragán und Chucho Reyes vor. Darüber hinaus empfahl er sie an Greta Daniel, Kuratorin am Museum of Modern Art in New York, die ihre Kunst dem Sammlungsleiter Alfred H. Barr und dem Direktor der Abteilung Architektur und Design, Arthur Drexler, weiterempfahl. Das Museum erwarb „Blue Letter” (1959), das im folgenden Jahr in der Ausstellung „Recent Acquisitions. Architecture and Design Collection“ gezeigt wird.
  • 1961

    Erste Galerieausstellung bei Antonio Souza, Mexiko City. Traf sich mit den Künstlerinnen Leonora Carrington und Alice Rahon wie der Kunstkritikerin Ida Rodriguez, die den ersten Artikel über Sheila Hicks und ihr Werk schrieb. Kurz darauf beauftragte Luis Barragán eine Schlitz-Tapisserie für das Las Capuchinas Sacramentarias Konvent in Tlalpan (Mexiko) bei ihr. Erste Teilnahme an einer Gruppenausstellung in der Bertha Schaefer und John Lefevre Galerie in New York. Das MoMA erwarb das weiße „Wall Hanging”.
  • 1962

    Ein „Minime”, das als Dank an Greta Daniel entstanden war, kam in die MoMA Sammlungen. Traf die Möbeldesignerin Florence Knoll und deren Marketingchefin Christine Rae in New York und unterschrieb eine Vereinbarung mit Knoll, Textilien zu entwerfen. Stellte ihre Arbeit in deren Showroom in Mexiko aus.
  • 1963

    Erste Einzelausstellung in einer amerikanischen Galerie: La Piña Gallery, La Jolla, California. Trotz anfänglicher Bedenken, stellte das American Crafts Museum Sheila Hicks Werke in der Wanderausstellung „Woven Forms“ aus. So kam sie in Kontakt mit Werken von Lenore Tawney und Claire Zeisler. Ihre „Minimes“ wurden im Knoll Showroom in Chicago präsentiert und reisten dann weiter nach Deutschland und in die Schweiz. Erste Einzelausstellung im Art Institute of Chicago.
  • 1964

    Sheila Hicks unterrichtete an der Bath Academy, England. Erste Teilnahme an einer Gruppenausstellung in Europa im Gewerbemuseum in Zürich, unter dem Titel „Gewebte Formen”. Hicks engagierte sich in der Künstlergruppe La Phalène, die vom argentinischen Schriftsteller Godofredo Iommi und dem Dichter, Maler und Druckgrafiker Enrique Zañartu gegründet worden war. Aufenthalt in Rom, wo sie sich mit dem Maler Piero Dorazio anfreundete. Umzug nach Paris und Engagement von Knoll Associates für Textildesign. Erster Workshop an der Bath Academy (England, November).
  • 1965

    Heiratete Enrique Zañartu. Geburt ihres Sohnes Cristobal Juan. Stellte ihr Werk auf der 13. Mailänder Triennale aus. Nachdem Sheila Hicks in Galway in Irland in einem Workshop für Teppichhandwerk gearbeitet hatte, reiste sie nach Wuppertal in Deutschland. Hier wandte sie sich erstmals einer industriellen Produktion ihres Designs zu. Für Knoll zeichnete sie Designs (Textilzeichnungen), darunter das berühmt gewordene „Inca“.
  • 1966

    Die Kuratorin Mildred Constantine vom MoMA verschaffte Sheila Hicks ihren ersten öffentlichen Auftrag – für das New Yorker Hauptquartier von CBS, das von Eero Saarinen entworfen worden war. Kevin Roche und Warren Platner fragten sie im Anschluss, ob sie für die Zentrale der Ford Foundation (New York) ebenfalls ein Textil fertigen könnte. Der Architekt Henri Tronquoy unterstützte Sheila Hicks bei diesen Projekten. Sie zog in ihr erstes Atelier in Paris, am Quai des Grands- Augustins. Die Künstlerin arbeitete mit dem renommierten Commonwealth Trust an der indischen Malabar Küste. Schuf einige Textilsammlungen, darunter „Palghat“ und „Badagara”, die von Artek, Georg Jensen und Design Research vertrieben wurden.
  • 1967

    In Reaktion auf Albers’ Backstein Flachrelief „Loggia Wall” für das Rochester Institute of Technology in New York State, schuf Sheila Hicks ein Flachrelief aus Wolle für den gleichen Ort. Nahm zum ersten Mal teil an der Tapisserie Biennale in Lausanne, unter der Ägide von Willem Sandberg. Zog in die Passage Dauphine in Paris.
  • 1968

    Ausstellung „Formes tissées, formes architecturales ” im Pariser Centre Culturel Américain mit Warren Platner. Zum ersten Mal sind Hicks’ „Minimes” in Frankreich zu sehen. Jindrichuv Hradec Castle (Tschechische Republic) widmete ihr eine wichtige Ausstellung. Startete eine Handwerks-Kooperative in Hacienda Huaquén (Chile). Die Ausstattung des Camino Real Hotel in Mexiko markiert den Beginn einer langen Zusammenarbeit mit dem Architekten Ricardo Legoretta.
  • 1969

    Teilnahme an der Gruppenausstellung „Wall Hangings” im MoMA und „Perspectief in textiel” im Stedelijk Museum (Amsterdam). Für ihre erste Einzelausstellung in der Art Mural Gallery (Paris) schrieb Claude Lévi- Strauss eine Einleitung. Sheila Hicks begann eine Series von 19 Flachreliefs in Wildseide für Boeing 747 für einen von Air France organisierten Wettbewerb (Einrichtung: Jacqueline Eberhard). Karmeliterinnen von Boulogne-Billancourt halfen ihr mit einigen von den Arbeiten. Entwarf Sieben Wandbilder für das neue Konferenz-Zentrum in Mekka, entworfen von Architekt Theo Crosby.
  • 1970

    Ausstellung im Národní Muzeum in Prag, das einige ihrer Arbeiten erwarb. Schuf zwei Flachreliefs für des TWA Terminal am JFK Flughafen in New York, entworfen von Eero Saarinen. Auf Einladung der Marokkanischen Regierung reiste Sheila Hicks nach Rabat, wo sie nahezu 30 Wandgehänge schuf. featured the following year in the exhibition “ Le tapis mural de Sheila Hicks ” at the National Bab Rouah Gallery (Rabat).
  • 1972

    Teilnahme an der Ausstellung „ Douze ans d’art contemporain en France “ im Grand Palais. Sheila Hicks ist neben Niki de Saint-Phalle die einzige Künstlerin unter 71 Künstlern, darunter César, Ben and Jean Tinguely. Für den Konzernsitz von IBM in Frankreich schuf Hicks „La Mémoire“. Mitarbeit an der Restaurierung des Palacio de Iturbide (Mexiko) durch Ricardo Legorreta. Gründete mit Legorreta und Luis Barragán die Vereinigung Los Bravos mit dem Ziel, ihre zahlreichen Gemeinschaftsprojekte besser durchführen zu können. Einzelausstellung „Fils dansants, tapis aux murs de Sheila Hicks“ reist nach Dakar, Abidjan, Tunis und Mailand.
  • 1973

    Um mit der steigenden Nachfrage mithalten zu können, eröffnete Sheila Hicks zwei zusätzliche Ateliers in der Rue and Impasse des Bourdonnais. Fünf Flachreliefs wurden in der Konzernzentrale von MGIC (Mortgage Guaranty Insurance Corporation, Milwaukee, Architektur von Skidmore, Owings & Merrill) installiert. Schuf eine Tapisserie für eine der Lobbies der Assemblée Nationale (Paris) und für das Auditorium des the Fiat Tower (Heute: Areva Tower, La Défense). Stellte etwa 40 Tapisserien und Teppiche im Château des Ducs de Bretagne (Nantes) aus. Monique Lévi-Strauss veröffentlichte eine Monografie über die Künstlerin.
  • 1974

    Retrospektive im Stedelijk Museum, kuratiert von Wil Bertheux und Liesbeth Crommelin. Der von Wim Crouwel gestaltete Katalog erhielt eine Goldmedaille vom American Institute of Architects.
  • 1975

    François Mathey stellte sie in der Schau „Des tapisseries nouvelles ” Musée des Arts Décoratifs (Paris) aus. Einzelausstellung in der Alice Pauli Galerie (Schweiz).
  • 1976

    Wie Alexander Calder und Man Ray vor ihr wurde Sheila Hicks als Mitglied in die Kunst Akademie in Den Haag aufgenommen. Stellte etwa 30 Arbeiten im Maison de la Culture in Rennes aus.
  • 1977

    Zog mit ihrem gesamten Atelier in den Cour de Rohan (Paris), wo sie noch immer arbeitet. Teilnahme an der Ausstellung „ Artiste/Artisan?“ im Musée des Arts Décoratifs (Paris), weitere Ausstellungskünstler waren u.a. Christo, Claude Viallat und Antoni Tàpies. Einzelausstellung wanderte am Balkan: Belgrad, Skopje, Dubrovnik, Bukarest. Arbeitete gemeinsam mit Stanley Kubrick und Jan Schlubach am Set Design für den Film „The Shining“.
  • 1978

    Die Ausstellung „Vikt och Volymer“ in Lund (Sweden) zeigte tausende von Leinenobjekten aus dem örtlichen Spital und einige Tonnen Zeitungen (kuratiert von Marianne Nanne-Bråhammar, Katalog gestaltet von John Melin). Auf Einladung von Mic Fabre, Direktor für Plastik der Stadt Montreuil (außerhalb von Paris), verbrachte Sheila Hicks ein Jahr damit, mit örtlichen Organisationen und Künstlerin zusammenzuarbeiten. Das Projekt kulminierte in der Ausstellung „Fil“.
  • 1979

    Unter dem Titel „Suite ouessantine [Ouessant ist eine Insel der Bretagne]“ stellte das Rennes Musée des Beaux-Arts einige Arbeiten von Sheila Hicks aus, die von einem Besuch der Bretagne inspiriert sind. Die Künstlerin arbeitete mit einer Gruppe von Textil-Spezialisten in Israel, sowohl in Fabriken wie auch in Kibutzen.
  • 1980

    Für die Ausstellung „Free Fall”, organisiert von Izzika Gaon im Israel Museum in Jerusalem, schuf Hicks eine 800 m² große, textile Installation aus Kleidungsstücken des Israelischen Verteidigungsministeriums und dem Hassadah Medical Center. Damit beendete sie ihre verschiedenen Projekte in Israel. Claude Torey widmete der Künstlerin den FiIm „Blouses nues, corps vides [Naked blouses, empty bodies]”.
  • 1980–1983

    In der Nachfolge von William C. Segal wurde Sheila Hicks Chefredakteurin und Herausgeberin des Magazins „American Fabrics and Fashions“ (bis 1983).
  • 1981

    Ausstellungen: „Bab Rouah:Sheila Hicks” in der Maison de la Culture in Orléans, „The Art Fabric. Mainstream”, kuratiert von Mildred Constantine und Jack Lenor Larsen.
  • 1982

    Sechs Ausstellungen sind ihrem Werk in den Vereinigten Staaten, Australien, Japan und Frankreich gewidmet.
  • 1983

    Der Architect Gyo Obata lud Shiela Hicks ein, das künstlerische Programm an der King Saud University (Riyadh) zu erweitern.
  • 1984

    Gemeinsam mit Clement Greenberg nahm Sheila Hicks die Ehrendoktorwürde der Rhode Island School of Design entgegen.
  • 1985

    Erhielt die Medaille der bildenden Künste von der Académie d’Architecture (Paris). Stellte eine neue Version von “Lion’s Lair” (1968) für das Georg Jensen Center for Advanced Design (New York) her und diese in der Ausstellung „High Styles: American Design since 1900” am Whitney Museum of Art (New York) aus.
  • 1986

    Teilnahme an der Ausstellung “Fiber R/Evolution” im Milwaukee Art Museum und Indianapolis Museum of Art.
  • 1987

    Das Centre National des Arts Plastiques (La Défense) stellte einen Kurzfilm über ihr Werk vor (Regie: Bernard Monsigny). Teilnahme an der Ausstellung “Decorative and Industrial Design, 1900–1986” am Metropolitan Museum of Art (New York). Wurde zum Chevalier des Arts et des Lettres erhoben.
  • 1988

    Michel Ragon und Marcelin Pleynet widmeten Sheila Hicks einige Seiten in ihrer Publikation „L’Art Abstrait“. Nach einem Unfall konnte sich Hicks ein Jahr nicht mehr bewegen.
  • 1989

    Reiste nach Japan, wo sie mit Designern, Künstlerin und Architecten an verschiedenen Aufträgen zusammenarbeitete. Erste Einzelausstellung in Matsuya Ginza und in der Tomita Gallery (Tokyo). Heiratete Melvin Bedrick.
  • 1990

    Ausstellungen in Korea und Japan. Cristobal Zañartu stellte sie im Film „With Sheila Hicks. Soft World“ vor.
  • 1991

    Wichtige Ausstellung im Seoul Arts Center unter der Ägide von Pierre Cambon, Kulturattaché in Seoul. Teilnahme an David A. Hanks’s Ausstellung “What Modern Was” in den USA und Kanada.
  • 1992

    Retrospektive im Umeleckoprumyslové Museum (Prag). Monique Lévi-Strauss, Rebecca Clark und Josef Koudelka schrieben Beiträge für den Katalog.
  • 1993

    Das 103 Meter lange Flachrelief “Four Seasons of Mount Fuji” wurde im Fuji City Cultural Center (Japan) der Öffentlichkeit übergeben.
  • 1995

    Nahm neben u.a. Robert Morris, Rebecca Horn, Joseph Beuys, Jannis Kounellis und Franz Erhard Walther an der 16. und letzten Tapisserie-Biennale in Lausanne teil (Alanna Heiss, Christian Bernard und Toni Stooss).
  • 1996

    Zusammenarbeit mit der japanischen Bridgestone Tire Corporation für ein neues Stahlgewebe. Zum Officier des Arts et des Lettres berufen.
  • 1997

    Goldmedaille vom American Crafts Council; fertigte einen Doncho (Bühnenvorhang) für das Kiryu Cultural Center (Gunma, Japan).
  • 1998

    Teilnahme an der Konferenz „Mortality Immortality? The Legacy of 20th Century Art”, organisiert von Mildred Constantine am Getty Conservation Institute. Zu den Teilnehmern zählten u.a. David Hockney, Judy Chicago und Robert Storr.
  • 2000

    Die UNESCO berief Sheila Hicks zur Leiterin des Madesa (Manufacturing and Design Academy of South Africa) Projekts in Kapstadt. Itaka Schlubach drehte den Kurzfilm „Traditions of Tomorrow. Weaving Africa”, der das Projekt begleitete. Teilnahme an der Ausstellung 2Mutations/Mode 1960–2000” um Musée Galliera (Paris), kuratiert von Valérie Guillaume.
  • 2003

    Die Kommission des Rivington AIDS Care Center (New York) und für das Hauptqaurtier der Target Corporation (Minneapolis).
  • 2004

    The Archives of American Art, Smithsonian Institute (Washington) host two interviews, chaired by Monique Lévi-Strauss and Cristobal Zañartu.
  • 2006

    Stellte einige ihrer „Minimes“ unter dem Titel „Weaving as Metaphor“ am Bard Graduate Center for Studies in the Decorative Arts, Design and Culture aus (kuratiert von Nina Strizler-Levine). Der Katalog, gestaltet von Irma Boom, mit Beiträgen von Arthur C. Danto, Joan Simon und N. Strizler-Levine, wurde auf der Leipziger Buchmesse als „Das schönste Buch weltweit“ ausgezeichnet.
  • 2007

    Ausstellung „Entrelacs de Sheila Hicks” in der Passage de Retz in Paris. Konferenz über “The Materiality of Data Storage” an der Harvard University Graduate School of Design (USA).
  • 2008

    Teilnahme an Konferenzen am Institute for Advanced Study in Princeton (United States) und am Institut de France (Paris).
  • 2009

    Der italienische Designer Massimo Vignelli beauftragte einige Werke für das SD26 Restaurant in New York.
  • 2010

    Erhielt die Smithsonian Archives of American Art Medaille. Ausstellungstournee “Sheila Hicks. 50 Years” (Addison Gallery of American Art, Andover, Institute of Contemporary Art, Philadelphia, und Mint Museum, Charlotte). Teilnahme an der Ausstellung „Elles@centrepompidou”, kuratiert von Camille Morineau.
  • 2011

    Ausstellung im Umeleckoprumyslové Museum in Prag und dann am Boijmans Van Beuningen Museum in Rotterdam, wo etwa 100 „Minimes“ zu sehen waren.
  • 2012

    Teilnahme an der 30. Biennale von São Paulo. Arbeitete mit der Momentum Group, für die sie ihre Kollektion Crossing Colors produzierte. Erste Ausstellung in der Sikkema Jenkins & Co. Gallery (New York).
  • 2013

    Die Alison Jacques Gallery (London) widmete Sheila Hicks die Ausstellung „Pêcher dans la rivière ”. Teilnahme an der Schau „To Open Eyes. Art and Textile from Bauhaus to Today” in der Kunsthalle in Bielefeld.
  • 2014

    Teilnahme an der 77. Whitney Biennial (New York). Ausstellungen im Palais de Tokyo (Paris) und Consortium (Dijon). Nachschöpfung ihrer Flachreliefs in der Ford Foundation (New York). Erhielt ein Ehrendoktorat von der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Stellte die Tapisserie „Champ ensoleillé balayé par le vent” für die Manufaktur des Gobelins her (Paris). Erste Ausstellung in der Frank Elbaz Gallery (Paris).
  • 2015

    Ausstellung „Sheila Hicks. Foray into Chromatic Zones” in der Hayward Gallery (London) und „Predestined Colour Waves” IM Espace Louis Vuitton (München). Reiste nach Hangzhou (China).
  • 2016 Retrospektive „Sheila Hicks, Why Not” im Textiel Museum in Tilburg (Netherlands) und „Sheila Hicks. Material Voices” im Joslyn Art Museum in Omaha (USA) sowie im Textile Museum of Canada (Toronto). Teilnahme an der 20. Sydney Biennial, am Glasgow International Festival, der 2. Triennale of Fiber Art in Hangzhou. Innerhalb des Festival d’Automne in Paris, verband die Ausstellung „Apprentissages ” (kuratiert von Clément Dirié) einige Ausstellungsorte, darunter das Musée Carnavalet und das Théâtre des Amandiers. Erste Ausstellung in der Massimo Minini Gallerie (Brescia).
  • 2017

    Teilnahme an der 57. Biennale von Venedig (kuratiert von Christine Macel). Installierte im Arsenale ihr 200 Meter ­langes „Hop, Skip, Jump, and Fly. Escape from Gravity” auf New York’s High Line für ein Jahr. Im Rahmen von „Voyage d’hiver” (unter der Ägide des Palais de Tokyo und Alfred Pacquement) stellte sie ein Werk in Colonnade Grove in Versailles vor. Retrospektive „Free Threads – Sheila Hicks 1957–2017”, kuratiert von Frédéric Bonnet, im Museo Amparo de Puebla (Mexico).
  • 2018

    Ausstellung „Sheila Hicks. Lignes de vie ” im Centre Pompidou, Paris.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.