Was ist CoBrA?

CoBrA steht für die Anfangsbuchstaben der Städte Kopenhagen, Brüssel und Amsterdam - und war der Name einer internationalen Künstlergruppe, die von 1948 bis 1951 bestand. Der Name der Gruppe verweist auf die Herkunft der Gründungsmitglieder.

Am 8. November 1948 gründeten Karel Appel, Constant, Corneille, Asger Jorn, Pedersen, Christian Dotremont und Joseph Noiret die Künstlergruppe CoBrA in einem Pariser Café. Wenn sich auch der Name CoBrA auf die Hauptstädte von den Niederlanden, Belgien und Dänemark bezieht, so lässt er gleichzeitig an eine Kobra denken. Die Giftschlange symbolisierte für die Künstler ihre Progressivität und Radikalität. CoBrA trat gegen akademische und bürgerliche Normen auf. Nach zwei großen Ausstellungen, 1949 im Stedelijk Museum in Amsterdam und 1951 im Palais des Beaux-Arts in Lüttich, löste sich die Gruppe 1951 wieder auf.

 

Mitglieder

Gründungsmitglieder

  • Karel Appel (1921–2006)
  • Constant
  • Corneille
  • Asger Jorn (1914–1973)
  • Carl-Henning Pedersen (1913–2007)
  • Christian Dotremont (1922–1979)
  • Joseph Noiret (1927–2012)

Weitere Mitglieder

  • Pierre Alechinsky (* 1927)
  • Eugène Brands (1913–2002)
  • Jan Nieuwenhuys (1922–1986)
  • Lucebert (1924–1994)
  • Karl Otto Götz (1914–2017)

 

Zwei große Ausstellungen, 1949 im Stedelijk Museum in Amsterdam und 1951 im Palais des Beaux-Arts in Lüttich, dokumentierten das Schaffen der CoBrA-Künstler, die sich auch als politischer Zusammenschluss verstanden und internationale Zusammenarbeit propagierten. Von der Zeitschrift CoBrA, die wesentlich von Asger Jorn gestaltet wurde, erschienen zehn Ausgaben. Aufgrund der Erkrankungen von Asger Jorn und Christian Dotremont löste sich die Gruppe 1951 aber wieder auf.

In den Niederlanden verursacht CoBrA eine „Revolution“ in der modernen Kunst. Das CoBrA Museum voor moderne kunst in Amstelveen, das am 8. November 1995 eröffnet wurde, erinnert an den Geist von CoBrA, der vom Experiment, von der Wiederbelebung des Expressionismus und von den Stilmitteln des Informel, von der Abkehr vom Surrealismus, von der Volkskunst und von kindlich-naiven Techniken sowie von abstrakt figurativen Farb- und Formgebungen gespeist wurde. Die Bilder sollten spontan entstehen und sich von jeglicher überlieferten Ästhetik abwenden.