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Krefeld | Haus Lange: Lehmbruck – Kolbe – Mies van der Rohe Künstliche Biotope der 1920er Jahre

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 14. April 2021
Krefeld, Haus Lange, Lehmbruck-Kolbe-Mies van der Rohe

Krefeld, Haus Lange, Lehmbruck-Kolbe-Mies van der Rohe

Seit den 1920er Jahren fügt Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969) figürliche Plastiken von Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) und Georg Kolbe (1877–1947) in seine Gebäude ein. Kolbe und Lehmbruck gehörten zu den bekanntesten Bildhauern der Weimarer Republik. Mies van der Rohe etablierte sich als visionärer Architekt des Neuen Bauens. Ein architektonisches Denken durchdringt die bildende Kunst dieser Zeit, ebenso beeinflussen sich Kunst und ein wissenschaftliches Naturverständnis. Erstmals treffen die drei herausragenden Künstler im Haus Lange in Krefeld aufeinander.

Lehmbruck – Kolbe – Mies van der Rohe
Künstliche Biotope

Deutschland | Krefeld: Kunstmuseen Krefeld, Haus Lange
18.4. – 29.8.2021

Lehmbruck und Kolbe in Mies van der Rohes Haus Lange

In der Ausstellung „Künstliche Biotope“ treten Skulpturen von Georg Kolbe und acht von Wilhelm Lehmbruck, darunter auch „Mädchen sich umwendend“ und „Der Morgen“, in einen räumlichen Dialog mit Haus Lange.

Mies van der Rohe hat die Villa 1927 bis 1930 für den Textilfabrikanten Hermann Lange gebaut. Im Rahmen dieses besonderen Projektes wird das Haus selbst mit seiner Gartenanlage zum Exponat der Ausstellung. Haus Lange zeigt sich erstmals als ein organisches System, das Materialien aus dem Kreislauf der Natur – Holz, Ton, Travertin, Marmor, Glas oder auch Eisen – ebenso umfasst wie die Skulpturen von Kolbe und Lehmbruck.

Figurative Skulptur, wie sie von dem Architekten Mies van der Rohe immer wieder in Entwürfe und Gebäude integrierte wurde, steht somit im direkten Dialog mit dem Gebäude, dem Design und der Gartenanlage der Villa Lange. Hintergrund für das Zusammenspiel von Architektur und Skulptur bildet das naturphilosophische Klima, u.a. Texte des Biologen Raoul Francé, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts ganz unterschiedliche Disziplinen beeinflusst hat. Zu sehen sind rund 25 Skulpturen von Lehmbruck und Kolbe als Teil des organischen Körpers von Haus Lange.

 

Ludwig Mies van der Rohe: Architektur und Skulptur

1927 bezog Mies van der Rohe erstmalig eine Skulptur von Lehmbruck, „Mädchen sich umwendend“, in eine Musterwohnung ein, den sog. Glasraum. Der Architekt und Lehmbruck hatten sich wohl bereits 1910 in Paris kennengelernt. Weitaus bekannter ist die Aufstellung der Plastik „Der Morgen“ von Kolbe im Barcelona Pavillon von Mies van der Rohe, mit dem sich die Weimarer Republik 1928 bis 1929 auf der Weltausstellung präsentierte und dessen Rekonstruktion heute eine tausendfach fotografierte Ikone ist.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kolbe Museum in Berlin, das eine zweite Station für 2022 plant.
Quelle: Kunstmuseen Krefeld

 

Lehmbruck – Kolbe – Mies van der Rohe: Ausstellungskatalog

Sylvia Martin, Julia Wallner (Hg.)
Mit Beiträgen von K. Baudin, S. Dinkla, S. Guericke, E. Leuschner, S. Martin, S. Schweizer, M. Vollgraf, J. Wallner
288 Seiten, 180 Abbildungen in Farbe
23 × 28 cm, gebunden
ISBN 978-3-7774-3768-2 (Deutsch / Englisch)
HIRMER Verlag

Aktuelle Ausstellungen

14. Mai 2026
Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 14. Mai 2026

Nürnberg | Germanisches Nationalmuseum: Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnburg plant im Sommer 2026 eine Ausstellung zu „Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert“. Dabei nimmt es mit 170 Objekten die Entwicklung von Genie- und Starkult aber auch der Verehrung von Idolen in den Fokus.
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12. Mai 2026
Erwin von Steinbach zg. († 1318), teilweise nach Meister Rudolf dem Älteren († 1276), Teilansicht der Fassade des Straßburger Doms (Zeichnung A’), Detail, um 1260–1270, Feder und braune Tinte auf Pergament (Fondation de l’Oeuvre Notre-Dame, in der Obhut des Musée de l’Oeuvre Notre-Dame, Straßburg, D.22.995.0.11 [OND 2])
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 12. Mai 2026

New York | The Met: Gotische Anfänge der Architekturzeichnung

Was bedeutete es, im Mittelalter Architektur zu entwerfen? Diese Frage, so provokant sie klingt, steht im Zentrum einer der aufregendsten Entdeckungen der jüngeren Kunstgeschichte. Das Metropolitan Museum versammelt mehr als 90 gotische Architekturzeichnungen, um den Gestaltungsprozess und die Formfindung auf den Prfüfstand zu stellen.
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12. Mai 2026
Henri Matisse, La Tristesse du roi [Die Traurigkeit des Königs], 1952, Gouache papers, cut and pasted on paper mounted on canvas 292 × 386 cm (Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris © Succession H. Matisse Photo © Centre Pompidou, Mnam-Cci/Philippe Migeat/Dist. Rmn-Gp)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 12. Mai 2026

Paris | Grand Palais: Henri Matisse 1941–1954 Malerei ohne Grenzen | 2026

Paris zeigt 2026 einen tiefen Einblick in Henri Matisses Spätwerk (1941–1954): Welche Rolle spielt "Jazz"? Erfahren Sie, wie der Künstler mit seinen revolutionären Scherenschnitten und der Gestaltung der Vence-Kapelle die Grenzen zwischen Farbe und Zeichnung auflöste.
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9. Mai 2026
Henry Moore, Three Piece Sculpture: Vertebrae, 1968–1969, Bronze, 280 × 710 × 355 cm (Henry Moore Foundation)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 9. Mai 2026

London | Kew Gardens: Henry Moore: Monumental Nature

Ab Frühjahr 2026 kann man die beeindruckende Größe und Schönheit von Henry Moores Skulpturen in der atemberaubenden Landschaft der Kew Gardens erleben.
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8. Mai 2026
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 8. Mai 2026

Venedig | Biennale: Florentina Holzinger im Österreich-Pavillon Seaworld Venice | 2026

Der Österreich-Pavillon auf der 61. Biennale von Venedig im Jahr 2026 wird von der international renommierten österreichischen Performancekünstlerin Florentina Holzinger (*1986, Wien) gestaltet. Holzinger wird für den Biennale-Beitrag unter dem Arbeitstitel „Seaworld Venice“ mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes sowie einem Team aus Performer:innen, Musiker:innen, Stunt-Koordinator:innen und Produzent:innen zusammenarbeiten.
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8. Mai 2026
Rembrandt, Büste eines Greises mit goldener Kette, Detail, 1632 (Gemäldegalerie, Kassel, Inv. Nr. GK 233)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 8. Mai 2026

Kassel | Schloss Wilhelmshöhe: Rembrandt 1632

Die Gemäldegalerie Alte Meister in Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, zeigt im Sommer 2026 eine Ausstellung zum jungen Rmebrandt. „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ untersucht, wie der Maler nach Amsterdam zog und sein Stern als Porträtist aufzusteigen gegann. Gleichzeitig experimentierte er mit verschiedenen Gattungen wie dem Historienbild und der Kandschaft.
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