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London | Tate Modern: Maria Bartuszová Delikate Gipsskulpturen mit Naturbezug | 2022

Maria Bartuszová, Untitled 1985 (Tate, Presented by the Estate of Maria Bartuszová and Alison Jacques, London, 2018 © The Archive of Maria Bartuszová, Košice. Courtesy of The Estate of Maria Bartuszová, Košice, and Alison Jacques, London)

Maria Bartuszová, Untitled 1985 (Tate, Presented by the Estate of Maria Bartuszová and Alison Jacques, London, 2018 © The Archive of Maria Bartuszová, Košice. Courtesy of The Estate of Maria Bartuszová, Košice, and Alison Jacques, London)

Die abstrakten Skulpturen der slowakischen Künstlerin Maria Bartuszová wurden bisher nur selten in britischen Museen ausgestellt. Grund dafür ist, dass Bartuszová über drei Jahrzehnte hinweg relativ isoliert in Košice arbeitete, der zweitgrößten Stadt der Slowakei. Ihr künstlerisches Leben war durch die Einschränkungen der sozialistischen Tschechoslowakei sowie durch finanzielle Sorgen und die Anforderungen des Familienlebens eingeschränkt. Trotzdem schuf sie etwa 500 Skulpturen, von kleinen taktilen organischen Formen und Reliefs bis hin zu Aufträgen für den öffentlichen Raum und vergänglichen Arbeiten in der Landschaft. Sie bevorzugte weißen Gips als Werkstoff, da dieses Material den formvollendeten Skulpturen eine zaghafte und zerbrechliche Qualität verleiht.

Maria Bartuszová in der Tate Modern 2022/23

Die Ausstellung setzt ein mit Werken der 1960er Jahre, als Maria Bartuszová ihre eigene experimentelle Methode des Gießens von Gips von Hand entwickelte. Das Spielen mit ihrer kleinen Tochter inspirierte sie dazu, reine, abstrakte Formen zu schaffen, indem sie Gips in Gummiballons goss. Sie formte die Skulpturen, indem sie die Ballons drückte, an ihnen zog oder sie in Wasser tauchte. Dadurch entstanden einzigartig überzeugende, organische Formen. Manche erinnern an Regentropfen, Samen oder Eier. Einige suggerieren den menschlichen Körper mit mütterlichen oder erotischen Assoziationen. In späteren Arbeiten ließ sie die Ballons platzen und schuf so fragile, vergängliche Werke, die Kokons oder Nestern ähneln.

In den 1980er Jahren fotografierte Maria Bartuszová ihre Arbeiten häufig im Freien, um ihre enge Verbundenheit mit der Natur zu unterstreichen. Die Ausstellung wird neben ihren Zeichnungen, von denen viele zum ersten Mal ausgestellt werden, auch eine Auswahl dieser eindrucksvollen Bilder umfassen.

Maria Bartuszová: Werke

  • Maria Bartuszová, Untitled 1985 (Tate, Presented by the Estate of Maria Bartuszová and Alison Jacques, London, 2018 © The Archive of Maria Bartuszová, Košice. Courtesy of The Estate of Maria Bartuszová, Košice, and Alison Jacques, London)

Kunst von Frauen

19. Mai 2024
Marina Abramović, Rythm, Performance 1974 © Courtesy of the Marina Abramović Archives / 2024, ProLitteris, Zurich.

Zürich | Kunsthaus: Marina Abramović 50 Jahre Performancekunst | 2024/25

50 Jahre Performancekunst von und mit Marina Abramović (*1946). Die Ausstellung gibt einen Überblick und präsentiert ihre Kunst als Erhebung des menschlichen Geistes, als Meditation und Heilung.
18. Mai 2024
Penny Slinger, The Larval Worm, 1969/2014 (© Penny Slinger / VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Courtesy of Blum & Poe)

Heilbronn | Kunsthalle Vogelmann: Surrealismus Welten im Dialog | 2024

Mit fantastischen, radikal subjektiven Motiven revolutionierte der Surrealismus die Kunst ab den 1920er Jahren. Die Aktualität ihrer Ideen zeigt die spannende Gegenüberstellung bedeutender Surrealist:innen der ersten Stunde mit nachfolgenden Künstler:innen, darunter Cindy Sherman und Erwin Wurm.
16. Mai 2024
Angelika Kauffmann, Farbe – Colouring, ab 1778/vor Mai 1780, Öl/Lw, queroval, 130 x 149,5 cm (Royal Academy of Arts, London © Royal Academy of Arts, London/ Foto: John Hammond)

London | Tate Britain: Britische Künstlerinnen 1520–1920 Erfolgreiche Frauen im britischen Kunstbetrieb | 2024

Mit über 150 Werken räumt die Ausstellung mit Stereotypen über Künstlerinnen in der Kunstgeschichte auf und analysiert den steinigen Weg von Frauen in die Kunstwelt. Mit Werken von Mary Beale, Angelika Kauffmann, Elizabeth Butler und Laura Knight.

Aktuelle Ausstellungen

17. Mai 2024
Franz Grabmayr, Sandgrube, 1969, Öl auf Jute (ALBERTINA, Wien - Sammlung Batliner © Bildrecht, Wien 2024)

Wien | Albertina: Franz Grabmayr Farbe, Dynamik, die Kraft des Lebendigen | 2024

„Farbe, Dynamik, die Kraft des Lebendigen – das sind die Mittel meiner Bildgestaltung“, so beschreibt Franz Grabmayr seine Malerei. Aus der Nähe betrachtet gemahnen seine oft bis zu 60 kg schweren, plastischen Gemälde an abstrakte, zufällige Kompositionen. Doch sind Künstler und Werk in der Natur beheimatet.
17. Mai 2024
Jacob Matham nach Hendrick Goltzius, Der gestrandete Wal bei Berjhey, Detail, 1598 (Narodniy Galeria Prag)

Prag | Waldstein Reithalle: Von Michelangelo bis Callot Druckgrafik des Manierismus | 2024

Die Druckgrafik spielte im Manierismus eine entscheidende Rolle für die rasche Verbreitung von Motiven und Konzepten. Gleichzeitig etablierte sie sich aber auch als eigenständige künstlerische Disziplin mit technischer als auch künstlerischer Exzellenz.
16. Mai 2024
Angelika Kauffmann, Farbe – Colouring, ab 1778/vor Mai 1780, Öl/Lw, queroval, 130 x 149,5 cm (Royal Academy of Arts, London © Royal Academy of Arts, London/ Foto: John Hammond)

London | Tate Britain: Britische Künstlerinnen 1520–1920 Erfolgreiche Frauen im britischen Kunstbetrieb | 2024

Mit über 150 Werken räumt die Ausstellung mit Stereotypen über Künstlerinnen in der Kunstgeschichte auf und analysiert den steinigen Weg von Frauen in die Kunstwelt. Mit Werken von Mary Beale, Angelika Kauffmann, Elizabeth Butler und Laura Knight.