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Wien | Möbelmuseum: Von Arts and Crafts zum Bauhaus Kunst und Design – eine neue Einheit!

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 21. Oktober 2020
Charles Rennie Mackintosh, Hochlehner-Lattenstühle, Entwurf 1903, Ausführung 1905 © bel etage, Wolfgang Bauer

Charles Rennie Mackintosh, Hochlehner-Lattenstühle, Entwurf 1903, Ausführung 1905 © bel etage, Wolfgang Bauer

Ist Design Kunst? Wie weit folgt die Form der Funktion? Elementare, einstmals revolutionäre Fragen, die unmittelbar mit dem Bauhaus in Verbindung gebracht werden und die die britische Arts and Crafts-Bewegung bereits 50 Jahre zuvor stellte. „Von Arts and Crafts zum Bauhaus“ thematisiert die Vorgeschichte des Bauhauses und bindet es ein in die europaweite Entstehung der Moderne – von Arts and Crafts über die Glasgow School, den Wiener Jugendstil mit der Wiener Werkstätte, den Deutschen Werkbund und die holländische Gruppe De Stijl bis zum Weimarer und Dessauer Bauhaus.

Von Arts and Crafts zum Bauhaus.
Kunst und Design – eine neue Einheit!

Österreich | Wien: Möbelmuseum Wien
21.10.2020 – 9.5.2021

Das Bauhaus ist beziehungsweise war nicht nur irgendeine Kunstrichtung, es hatte in seinem 14-jährigen Bestehen (1919 bis 1933) auch eine ungemein große politische Bedeutung. Es stand für eine offene Gesellschaft, war demokratisch, international und vielfältig. Bis heute ist es von großer Aktualität und daher Thema einer eigenen Sonderausstellung im Möbelmuseum Wien. Um das Bauhaus ranken sich viele Märchen und Mythen. Begriffe wie „Bauhausstil“ oder „Die Bauhausidee“ sind Allgemeinplätze geworden. Das Bauhaus selbst wurde zum Mythos, zur Ikone der Moderne. Fälschlicherweise wird es sowohl zum Höhepunkt der Moderne gemacht als auch als Ausgangspunkt der Moderne missverstanden.

 

Josef Hoffmann, Tisch aus der k.k. Staatsdruckerei © BMobV, Foto Edgar Knaack
Josef Hoffmann, Tisch aus der k.k. Staatsdruckerei © BMobV, Foto Edgar Knaack
Marcel Breuer, B 25 Armlehnsessel, 1928–1929 © Sammlung Gerald Fingerle
Marcel Breuer, B 25 Armlehnsessel, 1928–1929 © Sammlung Gerald Fingerle

 

Die vom Bröhan-Museum, dem Berliner Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus konzipierte Ausstellung „Von Arts and Crafts zum Bauhaus“ will mit vielen dieser Mythen aufräumen und einen Beitrag zu einer designgeschichtlichen Einordnung des Bauhauses leisten. Die Ausstellung thematisiert dessen Vorgeschichte und bindet es ein in die europaweite Entstehung der Moderne: Die Ausstellung zeigt die entscheidenden Schritte dieser Entwicklung von Arts and Crafts über die Glasgow School, den Wiener Jugendstil, den Deutschen Werkbund, die holländische Gruppe De Stijl bis zum Weimarer und Dessauer Bauhaus.

Zehn Kapitel führen in die Designgeschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ein:

  • London 1851 und Industriekritik
  • William Morris
  • The Aesthetic Movement
  • Arts-and-Crafts-Bewegung und Werkstatt-Gedanke
  • Das englische Vorbild und Wien
  • Josef Hoffmann und die Wiener Werkstätte
  • Henry van de Velde und der Jugendstil
  • Der Deutsche Werkbund
  • De Stijl
  • Das Bauhaus

Mit Werken von Josef Hoffmann, Marcel Breuer uvm.

Quelle: Möbelmuseum Wien

 

Josef Hoffmann, Stuhl aus der k.k. Staatsdruckerei, Wien um 1907 © BMobV, Foto Marianne Haller
Josef Hoffmann, Stuhl aus der k.k. Staatsdruckerei, Wien um 1907 © BMobV, Foto Marianne Haller
Josef Hoffmann, Kasten mit Glastüre aus der k.k. Staatsdruckerei © BMobV, Foto Edgar Knaack
Josef Hoffmann, Kasten mit Glastüre aus der k.k. Staatsdruckerei © BMobV, Foto Edgar Knaack

 

Von Arts and Crafts zum Bauhaus im Möbelmuseum Wien: Bilder

  • Christopher Dresser, Teekanne mit Stövchen, um 1878 (© Bröhan-Museum Berlin)
  • Josef Hoffmann, Armlehnstuhl für Staatsdruckerei, 1907 (© Möbelmuseum, Wien)
  • Marcel Breuer, B 25 Armlehnsessel, 1928–1929 (© Sammlung Gerald Fingerle)
  • Charles Rennie Mackintosh, Hochlehner-Lattenstühle, Entwurf 1903, Ausführung 1905 (© bel etage, Wolfgang Bauer)
  • Kaffee Hag-2 (© Bröhan-Museum Berlin)
  • Josef Hoffmann, Kasten mit Glastüre aus der k.k. Staatsdruckerei (© Möbelmuseum, Wien)
  • Josef Hoffmann, Stuhl aus der k.k. Staatsdruckerei, Wien um 1907 (© Möbelmuseum, Wien)
  • Josef Hoffmann, Tisch aus der k.k. Staatsdruckerei (© Möbelmuseum, Wien)

Aktuelle Ausstellungen

14. Mai 2026
Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 14. Mai 2026

Nürnberg | Germanisches Nationalmuseum: Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnburg plant im Sommer 2026 eine Ausstellung zu „Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert“. Dabei nimmt es mit 170 Objekten die Entwicklung von Genie- und Starkult aber auch der Verehrung von Idolen in den Fokus.
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12. Mai 2026
Erwin von Steinbach zg. († 1318), teilweise nach Meister Rudolf dem Älteren († 1276), Teilansicht der Fassade des Straßburger Doms (Zeichnung A’), Detail, um 1260–1270, Feder und braune Tinte auf Pergament (Fondation de l’Oeuvre Notre-Dame, in der Obhut des Musée de l’Oeuvre Notre-Dame, Straßburg, D.22.995.0.11 [OND 2])
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 12. Mai 2026

New York | The Met: Gotische Anfänge der Architekturzeichnung

Was bedeutete es, im Mittelalter Architektur zu entwerfen? Diese Frage, so provokant sie klingt, steht im Zentrum einer der aufregendsten Entdeckungen der jüngeren Kunstgeschichte. Das Metropolitan Museum versammelt mehr als 90 gotische Architekturzeichnungen, um den Gestaltungsprozess und die Formfindung auf den Prfüfstand zu stellen.
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12. Mai 2026
Henri Matisse, La Tristesse du roi [Die Traurigkeit des Königs], 1952, Gouache papers, cut and pasted on paper mounted on canvas 292 × 386 cm (Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris © Succession H. Matisse Photo © Centre Pompidou, Mnam-Cci/Philippe Migeat/Dist. Rmn-Gp)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 12. Mai 2026

Paris | Grand Palais: Henri Matisse 1941–1954 Malerei ohne Grenzen | 2026

Paris zeigt 2026 einen tiefen Einblick in Henri Matisses Spätwerk (1941–1954): Welche Rolle spielt "Jazz"? Erfahren Sie, wie der Künstler mit seinen revolutionären Scherenschnitten und der Gestaltung der Vence-Kapelle die Grenzen zwischen Farbe und Zeichnung auflöste.
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9. Mai 2026
Henry Moore, Three Piece Sculpture: Vertebrae, 1968–1969, Bronze, 280 × 710 × 355 cm (Henry Moore Foundation)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 9. Mai 2026

London | Kew Gardens: Henry Moore: Monumental Nature

Ab Frühjahr 2026 kann man die beeindruckende Größe und Schönheit von Henry Moores Skulpturen in der atemberaubenden Landschaft der Kew Gardens erleben.
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8. Mai 2026
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 8. Mai 2026

Venedig | Biennale: Florentina Holzinger im Österreich-Pavillon Seaworld Venice | 2026

Der Österreich-Pavillon auf der 61. Biennale von Venedig im Jahr 2026 wird von der international renommierten österreichischen Performancekünstlerin Florentina Holzinger (*1986, Wien) gestaltet. Holzinger wird für den Biennale-Beitrag unter dem Arbeitstitel „Seaworld Venice“ mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes sowie einem Team aus Performer:innen, Musiker:innen, Stunt-Koordinator:innen und Produzent:innen zusammenarbeiten.
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8. Mai 2026
Rembrandt, Büste eines Greises mit goldener Kette, Detail, 1632 (Gemäldegalerie, Kassel, Inv. Nr. GK 233)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 8. Mai 2026

Kassel | Schloss Wilhelmshöhe: Rembrandt 1632

Die Gemäldegalerie Alte Meister in Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, zeigt im Sommer 2026 eine Ausstellung zum jungen Rmebrandt. „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ untersucht, wie der Maler nach Amsterdam zog und sein Stern als Porträtist aufzusteigen gegann. Gleichzeitig experimentierte er mit verschiedenen Gattungen wie dem Historienbild und der Kandschaft.
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