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Albertina: Ausstellungen 2019 Fürstliche Schätze Liechtenstein, Dürer, Lassnig, Scully, Willmann, Sammlung Guerlain

Albrecht Dürer, Feldhase, Kopf, 1502 (© Albertina, Wien)

Albrecht Dürer, Feldhase, Kopf, 1502 (© Albertina, Wien)

Die Albertina zeigt 2019 große Ausstellungen zu Albrecht Dürer und Maria Lassnig. Sean Scully wird mit einer außergewöhnlichen Serie figurativer Gemälde vorgestellt. Der österreichische Fotograf Manfred Willmann stellt seinen Blick auf das Landleben in der Steiermark vor.

Der zweite Schwerpunkt der Albertina liegt auf der Präsentation zweier bedeutender Privatsammlungen: Im Februar stellt der Fürst von und zu Liechtenstein Zimelien der fürstlichen Sammlungen in Wien aus. Anlass ist der 300. Jahrestag der Gründung des Fürstentums durch Kaiser Karl VI. Im Oktober ist eine Auswahl an aktuellen Zeichnungen aus der Sammlung Guerlain in Wien zu sehen.

Ausstellungen in der Albertina 2019

Manfred Willmann (8.2.–12.5.2019)

Albertina: Manfred Willmann

Der österreichische Fotograf Manfred Willmann (* 1952) hält in seinen über mehrere Jahre hinweg aufgenommenen Serien alltägliche Szenen aus seinem unmittelbaren Lebensumfeld in Graz und der ländlichen Südsteiermark fest. Revolutionär ist Willmann auch bei der Verwendung der Farbfotografie, die er als einer der ersten österreichischen Fotografen als künstlerisches Ausdrucksmittel einsetzt.

Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein (15.2.–10.6.2019)

Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein zu Gast in der Albertina

In großen Ausstellungen haben die Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein ihre Schätze in bedeutenden Museen auf der ganzen Welt gezeigt. Noch nie waren sie jedoch in ihrer gesamten Bandbreite und vor allem auch nach den spektakulären Neuerwerbungen der letzten 15 Jahre in Wien der Öffentlichkeit zugänglich. Mit der Präsentation in der Albertina lassen sich die kostbarsten Werke der Sammlungen und ihre einzigartige Qualität in einem neuen Licht erleben.

Hermann Nitsch (17.5.–11.8.2019)

Hermann Nitsch in der Albertina

Hermann Nitsch (* 1938) zählt zu den umstrittensten Künstlern Österreichs und ist als wichtiger Vertreter des Wiener Aktionismus international anerkannt. Seit Ende der 1950er Jahre arbeitet er unermüdlich an seinem Konzept des Orgien-Mysterien-Theaters. Begleitet wird es von Malaktionen, für die er Farbe als Material begreift und sie performativ auf den Bildträger aufbringt.

Sean Scully. Eleuthera (7.6.–8.9.2019)

Albertina: Sean Scully. Eleuthera

Sean Scully ist vor allem für seine ausdruckstarken abstrakten Gemälde farbiger Streifen oder Rechtecke bekannt. Die Albertina präsentiert erstmals eine Werkserie, die Scully von einer ganz neuen Seite zeigt. „Eleuthera“ aus dem Jahr 2016 hat ein sehr privates Sujet zum Hauptthema: sie besteht aus 23 großformatigen Ölgemälden, die Oisín, den siebenjährigen Sohn Sean Scullys, beim Spielen am Strand von Eleuthera, einer Insel der Bahamas, zeigen. In der Ausstellung werden alle Ölgemälde der Serie sowie kleinere Pastelle, Zeichnungen und Fotoarbeiten zu sehen sein.

Maria Lassnig (6.9.2019–01.12.2019)

Maria Lassnig in der Albertina

Maria Lassnig (1919–2014) zählt mit Louise Bourgeois, Joan Mitchell und Agnes Martin zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Bereits früh machte Maria Lassnig ihren eigenen Körper zum Mittelpunkt ihrer Kunst, lange bevor Körperbewusstsein, Körpersprache und das Verhältnis von Mann und Frau zentrale Themen der internationalen Avantgarde wurden. Humorvoll und ernst, sehnsuchtsvoll und gnadenlos bannt die Künstlerin ihre Selbstempfindung auf den Malgrund. Nicht was sie sieht, sondern wie sie sich spürt, wird zum Bild.

Albrecht Dürer (20.9.2019–6.1.2020)

Albertina: Albrecht Dürer

Mit nahezu 140 Arbeiten besitzt die Albertina den weltweit bedeutendsten Bestand an Zeichnungen Albrecht Dürers, darunter der berühmte „Dürer-Hase“ (→ Albrecht Dürer: Feldhase, 1502). In dieser um internationale Leihgaben ergänzten Ausstellung wird sein zeichnerisches Werk im Mittelpunkt stehen und sich als eine Dürers Malerei und Druckgrafik mindestens ebenbürtige künstlerische Leistung präsentieren.

Zeichnungen aus der Sammlung Guerlain (11.10.2019–26.1.2020)

Albertina: Zeichnungen aus der Sammlung Guerlain

Seit den 1990er Jahren widmen sich Florence und Daniel Guerlain der zeitgenössischen Zeichnung und haben sich eine umfangreiche Sammlung mit Werken internationaler Künstlerinnen und Künstler aufgebaut. Jährlich wird von ihnen auch der Prix de dessin ausgeschrieben und von einer Jury vergeben.

Im Jahr 2013 ging ein Teil der Sammlung – 1.200 Zeichnungen - als Schenkung an das Centre Pompidou in Paris. Die Albertina gibt als erstes Museum in Zentraleuropa mit einer Auswahl von Highlights aus diesem Konvolut Einblick in die Sammeltätigkeit der Guerlains.

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