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Graz | Neue Galerie: Alfred Klinkan „Wasnichtallessorauskommt“ erinnert an den österreichischen Maler

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 11. September 2019
Alfred Klinkan, Plakat Galerie „De zwarte Panter“, Detail, Antwerpen 1981 (Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner)

Alfred Klinkan, Plakat Galerie „De zwarte Panter“, Detail, Antwerpen 1981 (Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner)

Wenn sich die Neue Galerie Graz heute mit dem Werk Alfred Klinkans (1950–1994) beschäftigt, bezieht sie sich damit nicht nur auf das Werk einer der zentralsten malerischen Positionen der 1970er und 1980er Jahre in Österreich, sondern auch auf ihre eigene Geschichte. Wilfried Skreiner definierte in den frühen 1980er Jahren als Leiter der Neuen Galerie Graz einen Kreis von jungen Künstlern – Siegfried Anzinger, Hubert Schmalix, Alois Mosbacher, Josef Kern, Erwin Bohatsch und Alfred Klinkan –, deren Kunst er als „Neue Malerei“ bezeichnete. Das sinnlich-narrative Malerlebnis dieser Generation wurde als Gegenkraft zur als objektfeindlich empfundenen und ausschließlich von der Idee des Kunstwerks getragenen Konzeptkunst verstanden.

Alfred Klinkan
Wasnichtallessorauskommt

Österreich | Graz: Neue Galerie Graz
27.9.2019 – 15.3.2020

Am 30. April 2020 wäre Alfred Klinkan 70 Jahre alt geworden. Er war ein Vorreiter der „Neuen Malerei“ in Österreich, die er in der Folge wesentlich mittrug. In den frühen 1970er Jahren studierte er in Wien an der Akademie der bildenden Künste bei Josef Mikl und Wolfgang Hollegha und setzte damit auf Malerei, was in Zeiten der Performance-, Konzept- und beginnenden Medienkunst bereits anachronistisch anmutete.

 

Alfred Klinkan, Gedeck für sieben Zwerge, 1976, Mischtechnik auf Geschenkpapier, kaschiert auf Karton (Neue Galerie Graz, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner)
Alfred Klinkan, Gedeck für sieben Zwerge, 1976, Mischtechnik auf Geschenkpapier, kaschiert auf Karton (Neue Galerie Graz, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner)
Alfred Klinkan, Plakat Galerie „De zwarte Panter“, Antwerpen 1981 (Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner)
Alfred Klinkan, Plakat Galerie „De zwarte Panter“, Antwerpen 1981 (Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner)

 

Der provokante Unterton seiner frühen Arbeiten, der in verblüffendem Kontrast zur scheinbaren Naivität seiner Bildsprache steht, erklärt sich aus dem Eindruck der Dynamiken rund um das Protestjahr 1968. Kunstrichtungen wie der Wiener Aktionismus, die Wirklichkeiten oder die Pop Art allgemein verdichtete Klinkan in seinem Werk zu etwas Anarchisch-Eigenständigem. Die doppelbödige Naivität und der damit verbundene Humor seiner Kunst übertrugen sich selbstverständlich auf das reale Leben, das Klinkan oft als Story, als Comic oder überhaupt als Wunder begriff – long live Rock’n’Roll, das lange Haar, das warme Bier und der letzte Tschick!

Kuratiert von Günther Holler-Schuster.

 

Alfred Klinkan, Ohne Titel (Aus der „Sommerserie“), 1983, Öl/Lw, Foto: J. Koinegg/Neue Galerie Graz)
Alfred Klinkan, Ohne Titel (Aus der „Sommerserie“), 1983, Öl/Lw, Foto: J. Koinegg/Neue Galerie Graz)
Alfred Klinkan, Das Brouwerlied, 1985, Öl/Lw (Artothek des Bundes, Dauerleihgabe an die Neue Galerie Graz, Foto: J. Koinegg/Neue Galerie Graz)
Alfred Klinkan, Das Brouwerlied, 1985, Öl/Lw (Artothek des Bundes, Dauerleihgabe an die Neue Galerie Graz, Foto: J. Koinegg/Neue Galerie Graz)

Alfred Klinkan: Bilder

  • Alfred Klinkan, Plakat Galerie „De zwarte Panter“, Antwerpen 1981 (Detail) (Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner)
  • Alfred Klinkan, Gedeck für sieben Zwerge, 1976, Mischtechnik auf Geschenkpapier, kaschiert auf Karton (Neue Galerie Graz, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner)
  • Alfred Klinkan, Ohne Titel (Aus der „Sommerserie“), 1983, Öl/Lw, Foto: J. Koinegg/Neue Galerie Graz)
  • Alfred Klinkan, Das Brouwerlied, 1985, Öl/Lw (Artothek des Bundes, Dauerleihgabe an die Neue Galerie Graz, Foto: J. Koinegg/Neue Galerie Graz)

Aktuelle Ausstellungen

24. Oktober 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 24. Oktober 2026

Washington | The Philipps Collection: Avery, Gottlieb, Rothko: Am Meer

Drei Freunde - Milton Avery, Adolph Gottlieb ud Mark Rothko - verbrachten den Sommer immer auf Cape Ann. Im Herbst 2026 erzählt die Philipps Collection die Geschichte wechselseitiger Inspiration.
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23. Oktober 2026
Rembrandt van Rijn, Hl. Hieronymus lesend in einer italienischen Landschaft, Detail, um 1653, Kupferstich und Kaltnadel, auf Japanpapier, 25,9 x 21 cm (erworben von der J. Pierpont Morgan 1905, The Morgan Library & Museum (RvR 165)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 23. Oktober 2026

New York | The Morgan: Rembrandts Löwen. Kunst und Exil in den Niederlanden

2026/27 vereint The Morgan & Museum zum ersten Mal eine Sammlung von Zeichnungen, Radierungen und Gemälden, um die oft übersehene, aber prägende Präsenz von Migrant:innen, Einwander:innen, Exilant:innen und Flüchtlingen in Rembrandts Welt und Werk hervorzuheben.
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23. Oktober 2026
Oskar Kokoschka, Olda Palkovskà, Detail, 1937, Öl auf Leinwand, 90 × 67 cm (Fondation Oskar Kokoschka, Vevey, Inv.-Nr. 70) © Fondation Oskar Kokoschka / Bildrecht, Wien 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 23. Oktober 2026

Salzburg | Museum der Moderne Altstadt (Rupertinum): Kokoschkas Hintergründe

Oskar Kokoschka gesataltete den Hintergrund seiner Gemälde zunehmend komplexer. Erstmals widmet das Museum der Moderne in Salzburg diesem Thema eine eigene Ausstellung (2026/2027).
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23. Oktober 2026
Natalja Gontscharowa, Badende, Detail, um 1910, Öl auf Leinwand, 94,5 x 114,5 cm (Museum Wiesbaden, erworben mit Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung, Verein zur Förderung der bildenden Kunst in Wiesbaden e.V. sowie der Landeshauptstadt Wiesbaden)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 23. Oktober 2026

Wiesbaden | Wiesbaden Museum: Die Blauen Reiterinnen

Erstmals zeigt das Museum Wiesbaden die Künstlerinnen des "Blauen Reiter"! Mit Gabriele Münter, Marianne von Werefkin, Erma Bossi, Maria Marc, Elisabeth Erdmann-Macke, Sonia Delaunay-Terk, Emmi Dresler, Elisabeth Epstein, Natalja Gontscharowa, Else Lasker-Schüler und die fast unbekannten Olga Meerson sowie Carla Pohle.
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23. Oktober 2026
Ramon Casas, La Sargantain, Kopf, 1907 (Círculo del Liceo, Barcelona)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 23. Oktober 2026

München | Kunsthalle: Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso

Die Kunsthalle München zeigt im Herbst/Winter 2026/2027 eine Gruppenausstellung der wichtigsten Künstler Barcelonas um 1900, mit Gaudí & dem jungen Picasso.
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22. Oktober 2026
Leonor Fini, Dans la tour [Im Turm (Selbstporträt mit Constantin Jelenski)], Detail, 1952, 91 x 64,3 cm (Palazzo Reale, Mailand)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 22. Oktober 2026

Frankfurt | Schirn: Leonor Fini

Im Winter 2026/2027 zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt die erste große Ausstellung zu Leonor Fini in Deutschland. Rund 150 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Objekte, geben einen umfassenden Einblick in das faszinierende Œuvre der Künstlerin.
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