Neo-Geo

Was ist Neo-Geo?

Neo-Geo ist die Abkürzung für Neo-Geometric Conceptualism; der Begriff kam in den 1980er Jahren auf. Die Protagonistinnen und Protagonisten von Neo-Geo lehnten einerseits die spirituelle oder rein formalistische Abstraktion des früheren 20. Jahrhunderts ab und orientierten sich andererseits an Symbolen, technischen Errungenschaften wie dem Computer-Chip als Inspirationsquelle für Formlösungen. Mit dem Abstrahieren realer Gegenstände distanzierten sich die Kunstschaffenden von der Konkreten Kunst aber auch dem in den 1980er Jahren in Amerika dominierenden Neo Expressionismus.

Am 26. Oktober 1986 titelte das „New York Magazine“: „The Hot Four: Get Ready for the Next Art Stars” Dergestalt angekündigt wurden Ashley Bickerton, Jeff Koons, Meyer Vaisman und Peter Halley, die in der Galerie Sonnabend eine gemeinsame Ausstellung bestritten. Anfangs kursierten mehrere Begriffe für diese neue, an sich nicht kohärente „Gruppe“: Paul Taylor benutzte „Neo-Pop“, „Neo-Minimalismus“ und „Neo-Konzeptualismus“, während andere von „Smart Art“ sprachen. Schlussendlich setzte sich „Neo-Geo“ als Abkürzung für „New Geometry“ durch. Einen entscheidenden Anteil an der Durchsetzung von Neo-Geo hatte der Sammler Charles Saatchi, der auf exzessiv Art die Werke dieser jungen Künstler erwarb.

Berühmte Künstlerinnen und Künstler des Neo-Geo

Neo-Geo ist ein Sammelbegriff, der so unterschiedliche Werkkomplexe zusammenfasst wie jene von:

  • Ashley Bickerton
  • Peter Halley
  • Jeff Koons
  • Meyer Vaisman
  • Philip Taaffe
  • Peter Schuyff
  • Haim Steinbach
  • Ross Bleckner
  • Steve Parrino
  • John M. Armleder
  • Gerwald Rockenschaub
  • Heinrich Dunst
  • Helmut Federle
  • Günther Förg
  • Carsten Nicolai
  • Angela Bulloch
  • Sarah Morris