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Olga Chernysheva: „Situationen müssen weiterentwickelt werden, um Bilder zu werden“ Die einfühlsame Beobachterin und scharfsinnige Chronistin über das Zeichnen, Tschechow und stillstehende Menschen

Olga Chernysheva und Elsy Lahner in der Wiener Secession, November 2017, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Olga Chernysheva und Elsy Lahner in der Wiener Secession, November 2017, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Anlässlich ihrer Ausstellung „Chandeliers in the Forest” in der Wiener Secession traf Elsy Lahner, Kuratorin für zeitgenössische Kunst an der Albertina, die Künstlerin Olga Chernysheva. Ausgehend von der aktuellen Ausstellung geht Chernysheva der Bedeutung der Zeichnung in ihrem Werk nach, erzählt von ihrer Begeisterung für Tschechow, für stillstehende Menschen und dem Kinderbuch als ausstellungsbegleitender Publikation.

Das Gespräch für ARTinWORDS führte Elsy Lahner.

Elsy Lahner: Ich weiß, dass du als Künstlerin mit unterschiedlichen Medien – wie Fotografie, Video, Zeichnung, Malerei – arbeitest. Gibst du mit dieser Ausstellung einen Einblick in deine generelle Arbeitsweise?

Olga Chernysheva: Ich arbeite üblicherweise mit verschiedenen Medien, wie du schon richtig aufgezählt hast, aber sie sind nicht sehr unterschiedlich. In „Chandeliers in the Forest” mische ich sie, was immer mein Ziel ist. Das Thema oder die Idee kann nicht vom Medium getrennt werden, und ich mag die Arbeit mit gemischten Medien. Es ist eine andere Sprache, aber die Geschichte ist die gleiche. Der Text ist auch wichtig in dieser Ausstellung. Die verschiedenen Medien können mit einer Landschaft verglichen werden, wo eines das andere trägt. Ich wollte den Eindruck einer wachsenden Ausstellung – nicht einer installierten – erwecken – natürlicher, weil sie mit Gebäuden verbunden ist. Dan wollte ich die Kreuzgalerie unten mit dem Graphischen Kabinett oben über die Stiegen miteinander verbinden, weil es einen Weg schafft. Ich hatte diese visuelle Richtung im Kopf, als Bettina Spörr und ich die Ausstellung gehängt haben.

 

Olga Chernysheva im Tschechow Museum

Elsy Lahner: Es hängt eine Arbeit in der Ausstellung, von der sie ihren Titel hat: „Chandeliers in the Forest“. Sie handelt von Arbeitern in einer Luster-Fabrik. Sie erhalten kein Geld, sondern Kronleuchter als Bezahlung. Daher müssen sie die Luser verkaufen und hängen sie im Wald auf. Passanten können sie sehen und kaufen. Viele deiner Arbeiten handeln von ähnlich tragischen Themen, die gleichzeitig witzig oder humorvoll zugleich sind.

Olga Chernysheva: Ja, da stimme ich dir zu. Das ist der Grund, warum ich so glücklich bin – in der Secession wird mein Video uraufgeführt. Es gibt ein Neues mit dem Titel „Chekhov Museum“. Tschechow hat auch nie betont, ob etwas tragisch oder eine komisch ist – man muss es selbst herausfinden. Das finde ich toll an ihm. Er ist nicht der Realist, für den ihn die meisten Leute halten. Tschechow findet immer eine Metapher und einen Stoff, um sich in sehr einfacher Art auszudrücken. Im Stück „Die Möwe“, in dem sich der Held selbst erschießt, wovon dessen Mutter nichts weiß, lässt er den zurückkehrenden Arzt sagen: „Ein Fläschchen mit Äther ist zersprungen“, und dass der Äther herausgetreten wäre. Das ist etwas Alltägliches für einen Doktor. Das mag ich so an seiner Arbeit. Im Film, der mit 27 Minuten wirklich lange ist, zeige ich eine Situation im Tschechow Museum. Ich war dort vor langer Zeit. Im Museum gibt es Zeichnungen, die in den Briefen seines jüngeren Bruders gefunden worden sind. Es sind wunderschöne Zeichnungen, klein wie Briefmarken. Ich wollte etwas daraus machen, weil ich Zeichnungen sehr mag. Ich ging zum Museum, aber alles ging schief – nicht in der Art, wie ich es erwartet hatte. Ich wurde nicht hinausgeschmissen, aber die Leute dort störten mich immer, weil ich keine Erlaubnis hatte, zu filmen. Sie sagten mir, dass ich nur Bilder für die Dokumentation schießen dürfte. Das ist verrückt! Im Nachhinein sehe ich die Geschichten ihrer Reaktion. Als ich gefilmt habe, haben sie nur geschrien, und es war sehr chaotisch. Zur selben Zeit erschienen sie selbst mir wie Charaktere von Tschechows Stücken. Es war irgendwie ein klaustrophobisches, eigenartiges Museum. Am Ende ergänzte ich die Bilder noch durch ein Lied aus der „Möwe“. Wenn die Heldin beginnt darüber zu reden, dass sie eine Pause braucht und in den Himmel blickt – keine typische Situation, wenn Dinge von selbst passieren sollten. Tschechow hatte viel Humor. Ich stelle einen Leuchtkasten mit einem Zitat von Konstantin Stanislavsky aus, einer Erinnerung an Tschechow. Der kurze Text ist auf Deutsch, ich mag diesen Aspekt. Tschechow genoss sein Leben wirklich. Er liebte es zu lachen und war sehr gütig. Man kann das durch seine Stücke spüren.

 

 

Elsy Lahner: Du hast dich auch entschlossen, das Storyboard des Tschechow Films zu zeigen. War dies das originale Storyboard für den Film, den du eigentlich machen wolltest, oder hast du nach dem Filmen ein zweites gezeichnet, weil die Aufnahmen in eine völlig andere Richtung gingen?

Olga Chernysheva: Ich habe es entwickelt. Die Aquarelle haben eine so hohe Qualität, was ich sehr interessant finde. Tschechows anderer Bruder war ein Maler – aber nicht der jüngere. Sie sind dennoch sehr gut gezeichnet. Ich verbinde häufig Videos mit Zeichnungen, und einmal dachte ich daran, die Zeichnungen als Kapitel zu verwenden. Ich interessiere mich auch dafür, etwas für den Raum und das Publikum zu machen. Menschen sprechen Russisch, aber wir haben eine englische Übersetzung. Das Storyboard ist auch nicht in Deutsch geschrieben, aber man kann einige Details erkennen. Dinge, die ich liebe, habe ich herausgearbeitet, indem ich sie wiederhole. Es besteht aus Collagen, Federzeichnungen und Aquarellen.

 

 

Subway for Kids

Elsy Lahner: Dadurch erinnert es an Comics. Wenn man ein Kind ist und noch nicht lesen kann, macht man seine eigene Geschichte daraus. Lass uns über das Kinderbuch sprechen, das du als „Katalog“ für die Ausstellung gemacht hast: „Subway for Kids“. Wie kam es dazu?

Olga Chernysheva: Es ist kein Katalog im herkömmlichen Sinn, es ist ein spezielles Buch. In den letzten Jahren habe ich davon geträumt, ein Zeichenbuch zu machen. Aber es war nie möglich. Ich habe ein Interview gegeben, das für Kinder sein sollte, aber es wurde nicht gedruckt. Dazu habe ich einen Text über Kunst und Kreativität verfasst, oder wie man aufmerksam Dinge beobachtet. Wie Dinge wachsen, und wie sie reagieren. Man sieht nur Zeichnungen aus einer einzigen Serie – aber die sind alle unterschiedlich.

Elsy Lahner: Hierbei handelt es sich um die Serie mit den Rolltreppen, die du 2015 begonnen hast. Ein Teil davon war auf der Biennale von Venedig 2015 zu sehen, ein andere jetzt in der Secession.

Olga Chernysheva: Ja, ich habe noch einige mehr, die alle unterschiedliche Formate haben.

 

„Manchmal sehe ich die gleichen Dinge viele Male.
Das erste und das zweite Mal kann ich es ignorieren.“
(Olga Chernysheva)

 

 

Zeichnen im Denken von Olga Chernysheva

Elsy Lahner: Zeichnen spielt in deinem gesamten Werk eine große Rolle. Als du Animation studiert hast, war das Zeichnen ein großer Teil der Ausbildung? Oder hast du damit erst später begonnen?

Olga Chernysheva: Ja und nein. Als ich Animation zu studieren begonnen habe, ging es nicht sehr um das Zeichnen von Gesichtern, sondern wie man einen Film vorbereitet: Welchen Stil man wählt, die Idee und wie man Literatur oder eine Szene in eine bildliche Darstellung umwandelt. Das ist es auch, was ich an der Animation so liebe. Nichts existiert, daher kann man machen, was immer man möchte. Gleichzeitig haben wir aber vier, fünf Tage die Woche gezeichnet. Aktklassen, Kompositionsklassen als Meisterklassen, das heißt der Meister besuchte uns einmal pro Woche. Dann haben wir alle Kompositionen diskutiert, und die Frage erörtert, wie man das Wichtige herausfiltert. Alles sollte lebendig wirken. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen Bedeutung und Objekten. Das ist so eine Freude.

Elsy Lahner: Wann hast du dann die ersten Zeichnungen als eigenständige Kunstwerke gemacht?

Olga Chernysheva: Ich habe eine Ausstellung mit Buchillustrationen gemacht. Dafür habe ich einen Entwurf für ein Buch gemacht – es war für den sowjetischen Formalisten Viktor Shklovsky, der über Pavel Fedotov, einen Maler des 19. Jahrhunderts, geschrieben hat. Er begann wie ein Hogarth, aber endete sehr philosophisch. Wenn man das Bild nicht aus den Details, sondern aus dem Licht zusammenstellt – sprechen deine Bilder bereits, nicht die Details. Ich machte einen Entwurf, und der wurde ausgestellt.

Elsy Lahner: Damals hast du aber noch nicht mit Kohle gezeichnet. Für den Albertina-Katalog „Drawing now: 2015“ hat Andreas Kreuger es den „Käthe-Kollwitz-Moment“  nannte, als du mit dem Kohlezeichnen begonnen hast.

Olga Chernysheva: Ich habe schon an der Akademie mal mit Kohle gearbeitet. Sie ist so flexibel, das mag ich daran. Was ich auch mag, ist, dass sie so „flockig“ ist.

Elsy Lahner: Du meinst damit, nicht wie eine gestochen scharfe Fotografie?

Olga Chernysheva: Ich schätze die Fotografie auch sehr. Wenn man sie kontrastreich einsetzt, wird sie auch „flockig“ in den Grautönen. Fotografien können Kohlezeichnungen sehr ähneln. Die Oberfläche ist ein bisschen sandig und nicht glatt.

 

 

Beobachten

Elsy Lahner: Wenn man gefragt wird, was so faszinierend an Kunst ist, kann man an Ästhetik und Schönheit denken. Aber darüber hinaus beschreiben Künstler oftmals Dinge, die man selbst vielleicht auch beiläufig gesehen hat, aber niemals so treffend beschreiben oder auf den Punkt bringen könnte. Ich vermute, du hast das selbst schon oft über dich sagen gehört: Man muss gut darin sein, Dinge zu beobachten. Du bist in der Lage, Dinge, die du gesehen hast, in deinen Arbeiten zu beschreiben.

Olga Chernysheva: Ich bin eine gute Beobachterin – das kann ich bestätigen.

Elsy Lahner: Aber ist es wirklich so: Du gehst durch die Straßen und siehst etwas und machst eine Notiz?

Olga Chernysheva: Manchmal sehe ich die gleichen Dinge viele Male. Das erste und das zweite Mal kann ich es ignorieren.

Elsy Lahner: Aber du machst dann kein Foto, sondern du hast es in deinem Kopf?

Olga Chernysheva: Das hängt vom gewünschten Ergebnis ab. Einmal wurde ich von einem Freund in Moskau eingeladen, etwas für ein Magazin zu machen. Damals schoss ich ein Foto.

Elsy Lahner: Erfindest du auch manchmal Menschen? So wie etwa in der „person protected by…“-Serie: Sind das echte Menschen oder ähneln sie Menschen, die du getroffen hast?

Olga Chernysheva: Ich habe sie ein bisschen mehr geformt und gebogen. Diese Serie hat mir den Weg in die Performance geöffnet. Menschen sind gewöhnlich… und sie schauspielern viel. Darum habe ich bei „person protected by…“ ein Bild vertikal gekippt, , weil ich etwas weniger Realistisches erzielen wollte. Die andere Zeichnung ist eine Reflexion in einem Teich – und auch noch auf dem Kopf stehend. Gewöhnlich ändere ich Dinge Schritt für Schritt und bleibe nahe am Ausgangsmaterial. Mir macht es keinen Spaß zu verwirren, andererseits müssen Situationen weiterentwickelt werden, um Bilder zu werden. Nicht nur eine einfache Kopie.

Elsy Lahner: Wie wählst du das richtige Medium, um dein Anliegen zu transportieren?

Olga Chernysheva: Vielleicht mache ich das gar nicht. Die Installation in der Secession – die 18 Bildschirme – ist durch Zufall entstanden. Eine andere Ausstellung wurde abgesagt. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, ich würde ein Buch mit Text und Bildern machen. Viele Bilder waren Filmstills. Der Text ist auch beinahe filmisch, weil Russisch und Englisch sich fließend abwechseln. Die Bilder bewegen sich, aber die meisten Clips dauern nur eine Minute. Man kann lesen und sich von einem bewegten Bild zum nächsten bewegen.

 

 

Warten, immer wieder warten!

 

„Körper sehen wie Zeichen aus, geheimnisvoll, traurig, verloren.
Ich versuche es einfach zu halten und nicht zu übertreiben.
Ich mag Dinge, so wie sie sind.“ (Olga Chernysheva)

 

Elsy Lahner: Für deine letztjährige Ausstellung im Drawing Center hast du eine Serie von Arbeiten gemacht, die auf deinem Aufenthalt in New York basieren. Es wird betont, dass es das erste Mal war, dass du nicht mit einem Thema aus Russland beschäftigt hast.

Olga Chernysheva: Durchaus. Es waren kleine Dinge, die ich im Ausland gemacht habe – wie diese Bildschirme. Es gibt auch einige Videos von meinen Reisen, eines aus Ägypten, eines aus Syrien, eines aus Budapest, aber ich habe sie nicht gezeigt. Ich habe davon noch mehr. Ich habe eine freie Auswahl aus Projekte aus den Jahren 2010, 2013 und 2017 gemacht – und auch eine Geschichte aus Holland. Ich mag den Umstand, dass es so anders aussieht.

Elsy Lahner: Auch deine Rolltreppen könnten sich überall befinden, in Moskau, New York oder Wien.

Olga Chernysheva: Ich habe in der Metro in New York gearbeitet. Es geht aber gar nicht so sehr um die Rolltreppen an sich. Es ist etwas anderes in der U-Bahn. Die Moskauer U-Bahn ist sehr tief unter der Erde, und die Rolltreppen sind daher lang. Ich mag es, wenn die Menschen still darauf stehen bleiben und sich nicht bewegen.

Elsy Lahner: Du hast auch eigens eine Arbeit für diese Ausstellung gemacht, jene mit den Wiener Fiaker-Pferden.

Olga Chernysheva: Ich habe eine neue Arbeit für das Treppenhaus gemacht. „Queuing“ ist ein ortsspezifisches Werk, weil es sich auf die Zeit bezieht als ich 1997 zum ersten Mal in Wien war. Die Ausstellung dreht sich um meinen Geist, aber auch um meinen Körper – das ist nicht voneinander zu trennen. Man kann vom Körper viel ablesen. Die Pferde sind auch gezügelt, weil sie durch die Scheuklappen nichts sehen können. Damals, als ich zum ersten Mal in Wien war, habe ich sie lange beobachtet. Ich habe mich entschieden, einfache Zeichnungen zu machen. Anfangs wollte ich ein Rollbild gestalten, aber das war wegen der Distanz sehr schwierig. Daher habe ich mich entschieden, die einzelnen Blätter in einem Rahmen zusammenfassen zu lassen.

Elsy Lahner: Dabei fokussierst du auf die Beine.

Olga Chernysheva: Wenn man die Pferdebeine anschaut, dann erinnern sie mich an Beine von Balletttänzern. Ich habe mich entschieden, nur die Beine zu zeigen und nicht den Boden. Daher sind sie nicht fixiert und gehören auch nicht in die materielle, sondern die temporäre Welt. Sie sind fragil.

 

 

Elsy Lahner: Eine deiner bekanntesten Serien ist „Waiting for a Miracle“. Du hast dafür Fotografien von Frauen mit Wollmützen gemacht, die man nur von hinten sieht. Ich habe das Gefühl, dass Warten in deiner Arbeit eine wichtige Rolle spielt.

Olga Chernysheva: Ich schätze es, wenn Dinge von selbst passieren. Warten und beobachten ist vertraut.

Elsy Lahner: Für dich und auch für die Menschen, die das Thema dieser Arbeit sind.

Olga Chernysheva: Ja.

Elsy Lahner: Im Graphischen Kabinett stellst du eine wunderbare Serie von Gemälden aus, auf denen man Menschen beim Baden in einem Fluss sieht.

Olga Chernysheva: Die Stelle befindet sich nordwestlich von Moskau. Man kann dort nicht mehr schwimmen, weil das Wasser so stark zurückgegangen ist. Das ist sehr erschreckend, aber gleichzeitig stehen die Menschen nur herum. Das mag ich an ihnen und ihren Körpern: Die Bilder sind keine Karikaturen, aber die Körper sind irgendwie verdächtig. Man kann nur einige Reflexionen sehen. Dadurch werden sie wie Hieroglyphen. Ich bin wirklich fasziniert von chinesischen und japanischen Schriftzeichen. Die Körper sehen wie Zeichen aus, geheimnisvoll, traurig, verloren. Ich versuche es einfach zu halten und nicht zu übertreiben. Ich mag Dinge, so wie sie sind.

 

 

Elsy Lahner: Weder in dieser Serie, noch in „person protected by” oder den Rolltreppen-Bildern zeigst du das Umfeld. Nur ein bisschen Umgebung genügt, um den Betrachterinnen und Betrachtern den Kontext zu vermitteln. Du zeigst aber nie die ganze Szene. Warum?

Olga Chernysheva: Das kommt daher, weil ich Minimalismus gern habe. Außerdem bin ich keine so gute Malerin. Ich kann nicht mehrere Tage am gleichen Platz malen. Manchmal fühle ich mich, als ob ich nichts mehr ergänzen kann, wenn ich weitergehe. Dann höre ich auf.

 

Olga Chernysheva, geboren 1962 in Moskau, lebt und arbeitet in Moskau.

Kuratiert von Bettina Spörr

 

 

Olga Chernysheva. Chandeliers in the Forest: Bilder

  • Olga Chernysheva und Elsie Lahner in der Wiener Secession, November 2017, Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.
  • Olga Chernysheva, Queuing, aus: Chandeliers in the Forest, Ausstellungsansicht, Secession 2017, Courtesy die Künstlerin, Diehl Gallery, Berlin; Temnikova & Kasela Gallery, Tallinn, Foto: Jorit Aust
  • Olga Chernysheva in der Wiener Secession, Grafisches Kabinett, Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.
  • Olga Chernysheva, Chekhov Museum, Script, Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.
  • Olga Chernysheva, Screens, 2010–2017, Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.
  • Olga Chernysheva, Chandeliers in the Forest, Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.
  • Olga Chernysheva, Moscow River, 2017, Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.
  • Olga Chernysheva, Queuing, Detail, 2017, Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.
  • Olga Chernysheva in der Wiener Secession 2017, Courtesy die Künstlerin, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.