0

Cleveland Museum of Art: Louis Comfort Tiffany Blühendes Glas, leuchtende Natur

Louis Comfort Tiffany, Hinds House Window, Detail, um 1900, Glasfenster, 227.3 x 114.3 cm (Cleveland Museum of Art, Gift of Mrs. Robert M. Fallon 1966.432)

Louis Comfort Tiffany, Hinds House Window, Detail, um 1900, Glasfenster, 227.3 x 114.3 cm (Cleveland Museum of Art, Gift of Mrs. Robert M. Fallon 1966.432)

Louis Comfort Tiffany – Amerikas bedeutendster Glasentwerfer des Jugendstils – hatte eine große Leidenschaft für Glasmalerei. Mit ihrer Hilfe gelang es ihm, die prächtigsten Farben der Natur in das Haus zu bringen. Die Ausstellung „Tiffany in Bloom“ zeigt Tiffanys Entwürfe in Bezug auf aufkommende Kunst- und Handwerksbewegungen um die Wende zum 20. Jahrhundert. Mit der Präsentation von 20 der berühmtesten Tisch- und Stehlampen des Designers sowie dem berühmten Buntglasfenster von Hinds House führt „Tiffany in Bloom“ das Publikum in die Magie ein, die Tiffany mit Tausenden von Glastücken und der neuen „Macht des elektrischen Lichts“ erschaffen hat.

Zeitgenössische Fotografien und Berichte von Tiffanys Handwerkern geben einen Einblick in Tiffanys Geschäft und Atelier. seine Methode des Designs, der Produktion und des Marketings. Die von Tiffanys Kunsthandwerkern verwendeten Glasmalereitechniken zeigen den beispiellosen Qualitätsstandard des Unternehmens und die Begeisterung des Designers für die unendlichen Möglichkeiten des Schillerns, der Textur und der Farbe bei der Manipulation des Lichts. Außergewöhnlich war sein Vertrauen in Designerinnen, wie die aus Ohio stammende Clara Driscoll. Dazu stellt sich die Frage nach Tiffanys Allianzen mit der Firma seines Vaters (Tiffany & Co.) und seinem europäischen Kollegen Siegfried Bing (Maison de l'Art Nouveau). Tiffanys besondere Kreativität ließen eine bedeutende Marke und äußerst erfolgreiche Firma entstehen.

 

Tiffany in Cleveland

Die Ausstellung im Cleveland Museum of Art versammelt seltene Meisterwerke wie die Wisteria-, Peacock-, Bamboo- und Peony-Lampen. Themengruppen befassen sich mit Tiffanys vielen stilistischen Einflüssen, von der Asiatischen Kunst bis zum Jugendstil. Die meisten Werke dieser Ausstellung wurden kürzlich durch das großzügige Vermächtnis von Charles Maurer, einem Industriellen aus Cleveland und renommierten Sammler von Werken von Louis Comfort Tiffany, in die Sammlung des Museums aufgenommen. „Tiffany in Bloom“ feiert dieses außergewöhnliche Geschenk, indem es eine beispiellose Gelegenheit bietet, so viele von Tiffanys großartigen Lampen zusammen zu sehen.

 

 

Louis Comfort Tiffany im Cleveland Museum of Art: Bilder

  • Louis Comfort Tiffany, Hinds House Window, um 1900, Glasfenster, 227.3 x 114.3 cm (Cleveland Museum of Art, Gift of Mrs. Robert M. Fallon 1966.432)
  • Tiffany Studios, Pond Lily Table Lamp, um 1902–1910, Höhe 53.3 cm (Cleveland Museum of Art, Bequest of Charles Maurer 2018.285)
  • Tiffany Studios, Daffodil Table Lamp, um 1902–1910 (Cleveland Museum of Art, Bequest of Charles Maurer 2018.285)
  • Clara Wolcott Dricoll, Tiffany Studios, Wisteria Lamp, um 1902–1910 (Cleveland Museum of Art, Bequest of Charles Maurer 2018.285)
  • Clara Wolcott Driscoll (zg.), Tiffany Studios, Wisteria Lamp, um 1902–1910 (Cleveland Museum of Art, Bequest of Charles Maurer 2018.285)
  • Tiffany Studios, Spider and Web Table Lamp, um 1902–1920 (Cleveland Museum of Art, Bequest of Charles Maurer 2018.285)

Weitere Beiträge zum Jugendstil

5. Oktober 2019
Otto Prutscher, Kaffeeservice Nr. 1321 für die Firma Klinkosch, um 1915 © Otto Prutscher Archiv, Baden/Peter Kainz

Wien | MAK: Otto Prutscher Allgestalter der Wiener Moderne: Designer, Architekt, Lehrer

Otto Prutscher (1880–1949) war Architekt und Designer, Ausstellungsgestalter, Lehrer und Mitglied aller wichtigen Reformkunstbewegungen von Secession und Wiener Werkstätte bis zum Werkbund. Das MAK würdigt den bedeutenden Wiener Künstler anlässlich der 70. Wiederkehr seines Todestags mit einer großen Einzelausstellung.
5. September 2018
Secession, Kuppel, Detail, 2018

Secession Wien erstrahlt wieder in Gold und Weiß Sanierung nach zehn Monaten abgeschlossen

Sanierung der Wiener Secession im September 2018 abgeschlossen. Politiker, Präsident und hauseigene Bank erklären, warum es das Geld wert war.
18. Juli 2018
Alfons Mucha, Salon des Cent: exposition de l’oeuvre de Mucha, Detail, 1897, Farblithografie, 66.2 x 46 cm (Fondation Mucha, Prag © Mucha Trust 2018)

Alfons Mucha in Paris und Prag Musée du Luxembourg zeigt Plakate, Kunsthandwerk und symbolistische Malerei

Alfons Mucha (1860–1939) ist als „Vater der Plakatkunst“ berühmt und als Maler fast unbekannt. Sein Name wird fast gleichbedeutend mit dem Jugendstil gehandelt, zweifellos ist er der populärste Vertreter dieser Epoche in Paris. Die Ausstellung des Musée Luxembourg hat zum Ziel, den Plakatgestalter Mucha wiederzuentdecken und den Symbolisten und Historienmaler vorzustellen. Aus den verschiedenen Aktivitäten Muchas ergibt sich ein höchst komplexes Bild aus künstlerischen, politischen und spiritistischen bzw. spirituellen Überlegungen zwischen Décadence und Moderne.
30. Dezember 2017
Otto Wagner, Hofpavillon, Wartesalon mit Wien-Ansicht von Carl Moll (c) Foto Thomas Ledl

Otto Wagner: Hofpavillon in Hietzing Kaiserliche Haltestelle an der Vorortelinie

1898/99 errichtete Otto Wagner (1841–1918) im Rahmen der Stadtbahn den Pavillon des k. u. k. Allerhöchsten Hofes als kaiserliche Haltestelle in Hietzing. Bis heute ist er sichtbares Zeichen der beginnenden Moderne im Westen von Wien.
30. Dezember 2017
Klimt, Kuss, Detail, 1907/08, Öl/Lw (Belvedere)

Gustav Klimt: Der Kuss (1908/09) Ikone der Liebe

„Der Kuss“ – eine Ikone der Liebe, ein Hauptwerk von Gustav Klimt und dem Belvedere, wo es sich seit 1908 befindet.
30. Dezember 2017
Gustav Klimt, Am Attersee, Detail, 1900, Öl/Lw, 80,2 x 80,2 cm (Leopold Museum, Wien, Inv.-Nr. 4148)

Gustav Klimt: Am Attersee (1900) „Ein Rahmen voller Seewasser“ im Leopold Museum

„Am Attersee“ entstand 1900 während Klimts erstem Aufenthalt am gleichnamigen See in Oberösterreich und wurde im folgenden Jahr auf der X. Secessionsausstellung gezeigt. Die Darstellung des Wassers mittel türkiser und lila Wellen entzückte die Kritiker.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.