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Frankfurt a. M. | Schirn: Ausstellungen 2021 Welche Ausstellungen zeigt die Schirn 2021?

Schirn Ausstellungen 2021

Schirn Ausstellungen 2021

Für 2021 kündigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt Ausstellungen zu Gilbert & George (ab 12.2.), der kanadischen Moderne (ab 5.2.) und Paula Modersohn-Becker (ab 8.10.) an.

Schirn 2021

Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910–1940 (5.2.–16.5.2021)

Frankfurt | Schirn: Moderne Malerei in Kanada

Uralte Wälder in entlegenen Regionen, majestätische Ansichten der Arktis, die Magie der Nordlichter: Die Malerei der kanadischen Moderne entwirft ein mythisches Kanada. Voller bildnerischer Experimentierfreude reisten Anfang des 20. Jahrhunderts Künstlerinnen und Künstler wie Franklin Carmichael, Emily Carr, J. E. H. MacDonald, Lawren S. Harris, Edwin Holgate, Arthur Lismer, Tom Thomson oder F. H. Varley aus den Städten tief hinein in die Natur, auf der Suche nach einem neuen malerischen Vokabular für die kulturelle Identität der jungen Nation. In einer verführerischen visuellen Sprache verkörpern diese Gemälde und Skizzen den Traum einer „neuen“ Welt und zeichnen ein Idyll der überwältigenden Landschaft jenseits der Realität der indigenen Bevölkerung und des modernen Stadtlebens sowie der expandierenden industriellen Nutzung der Natur.

Anlässlich des Ehrengastauftritts Kanadas auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Malerei der kanadischen Moderne aus aktueller Perspektive. Eine Ausstellung der Schirn Kunsthalle Frankfurt in Kooperation mit der Art Gallery of Ontario, Toronto,und der National Gallery of Canada, Ottawa

Kuratiert von Dr. Martina Weinhart, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Georgiana Uhlyarik, Art Gallery of Ontario, Toronto, und Katerina Atanassova, National Gallery of Canada, Ottawa

Gilbert & George. The Great Exhibition (12.2. – 16.5.2021)

Frankfurt | Schirn: Gilbert & George

Die SCHIRN widmet dem bildgewaltigen Universum des exzentrischen Londoner Künstlerduos eine umfangreiche Retrospektive. Als Living Sculptures verkörpern sie ihre Kunst und sind Thema und Gegen­stand ihrer großformatigen Collagen.

Paula Modersohn-Becker (8.10.2021 – 13.2.2022)

Frankfurt | Schirn: Paula Modersohn-Becker

Die umfassende Retrospektive der SCHIRN widmet sich dem Gesamtwerk von Paula Modersohn-Becker und zeigt, wie sie zentrale Tendenzen der Moderne vorwegnahm. Neben prägnanten Serien und Bildmotiven stehen insbesondere auch Modersohn-Beckers außergewöhnlicher Malduktus sowie die früh einsetzende und anhaltende Rezeption ihres Werks im Zentrum der Präsentation.

Vorschau 2022

Für Herbst 2022 kündigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt eine Ausstellung zu Marc Chagall an. Unter dem Titel „Welt in Aufruhr“ zeigt sie, wie Nationalsozialismus, Antisemitismus und der Zweite Weltkrieg auf das Werk des für seine poetischen Bilder berühmten Malers einwirkten. Die farbenfrohen Kompositionen wichen einer dunklen Farbigkeit; 1941 emigrierte der russischstämmige Künstler in die USA.

Marc Chagall. Welt in Aufruhr (Herbst 2022)

Frankfurt a. M. | Schirn: Marc Chagall

Marc Chagall gilt als Poet unter den Künstlern der Moderne. In einer großen Ausstellung beleuchtet die SCHIRN eine bislang wenig bekannte Seite seines Schaffens: Chagalls Werke der 1930er und 1940er Jahre, in denen sich seine farbenfrohe Palette verdunkelt. Das Werk und Leben des jüdischen Malers wurde maßgeblich durch die Kunstpolitik der Nationalsozialisten und den Holocaust geprägt. Bereits in den frühen 1930er Jahren thematisierte Chagall in seiner Kunst den immer aggressiver werdenden Antisemitismus und emigrierte 1941 schließlich in die USA. Sein künstlerisches Schaffen in diesen Jahren berührt zentrale Themen wie Identität, Heimat und Exil.

Quelle: Schirn, Frankfurt a. M.