Berühmte Künstler des Impressionismus

Der Impressionismus gehört zu den beliebtesten Kunststilen der westlichen Welt. Zwischen 1870 und 1910 entwickelten Künstler und Künstlerinnen, ausgehend von Paris, eine fleckenhafte, aber helle Malerei bzw. eine den Prozess des Modellierens betonende Plastik, welche die akademischen Regeln des Kunstbetriebs weit hinter sich ließen. Da sich ab den 1880er Jahren der Impressionismus international durchzusetzen begann, prägten die französischen Impressionisten und Impressionistinnen mehrere Generationen von Kunstschaffenden in Europa, den USA und Japan. Hier stellen wir dir einige in aller Kürze vor. Wenn du dich für eine oder einen von ihnen interessierst, folge einfach dem Link!

Berühmte Maler und Malerinnen des Impressionismus in Frankreich

Edouard Manet (1832–1883)

Edouard Manet

Edouard Manet nahm nie an den Impressionisten-Ausstellungen teil, sondern suchte sein Glück am Salon. Dennoch nimmt seine pastose, unangepasste Malerei der 1860er Jahre einen wichtigen Stellenwert in der Entwicklung des Impressionismus ein. In einigen Gartenbildern der 1870er Jahre näherte er sich dem impressionistischen Duktus an, weshalb es auch heute noch schwierig ist, Manets Beziehung zum Impressionismus zu fassen.

Claude Monet (1840–1926)

Claude Monet

Zweifellos der wichtigste Impressionist ist der Landschaftsmaler Claude Monet. Während der 1860er Jahre arbeitete der selbstkritische Maler am modernen Figurenbild, das er 1869/70 gemeinsam mit Pierre-Auguste Renoir impressionistisch überformte. Im folgenden Jahrzehnt wandte er sich zunehmend der Landschaft zu, die er entweder an den Ufern der Seine, in der Normandie oder auch in den Straßen von Paris fand. Schon bald zeigte sich seine Begeisterung für Garten- und Blumenbilder, deren Motive er im eigenen Garten fand. Nach finanziell schwierigen Zeiten während der 1860er bis 1880er Jahre gelang ihm um 1890 der Durchbruch. In der Folge konnte er das bereits angemietete Anwesen in Giverny erwerben und erweitern. Gemeinsam mit fünf Gärtnern kultivierte Claude Monet in Giverny einen exotischen Paradiesgarten, der ihm in allen Jahreszeiten Sujets für seine immer großformatigeren Leinwände lieferte. Die Skizzenhaftigkeit und Flächigkeit von Monets Landschaften steigerte sich in den späten Seerosenbildern. Mit diesen Werken bereitete Claude Monet den Weg in die Abstraktion mit vor und beeinflusste die Generation der Amerikanischen Abstrakten Expressionisten.

Pierre Auguste Renoir (1841–1919)

Pierre-Auguste Renoir

Pierre Auguste Renoir ist berühmt für seine leuchtenden, intimen Gemälde und individuelle Malweise. Er interessierte sich sowohl für das Porträt, Gruppenbilder und Landschaften – vor allem die Darstellung von hübschen Mädchen hatte es ihm angetan. Komposition und Form waren ihm dabei genauso wichtig wie Lichteffekte. Seine frühen Werke sind in der Behandlung des Lichts von Claude Monet (1840–1926) und im Farbeinsatz von Eugène Delacroix beeinflusst. Am Jahreswechsel 1869/70 entwickelte er gemeinsam mit Monet die impressionistische, d. h. fleckige Malweise, was Renoir zu einem führenden Mitglied der sich formierenden Gruppe machte. Er interessierte sich in den 1870er Jahren für die flüchtigen Effekte des Licht und der Atmosphäre, aber auch in Farbe und Form. Schwarz bezeichnete er als „Königin der Farben“, während Monet diesen Farbton nie verwendete. Kurz vor 1900 brach bei Renoir die Arthritis aus, wodurch er seine Hände nicht mehr frei bewegen konnte. Er malte weiter, indem er sich den Pinsel an den Arm band.

Edgar Degas (1834–1917)

Edgar Degas

Edgar Degas empfand sich nie als „Impressionist“, da er mit seinen Gemälden, Pastellen und Druckgrafiken in der Tradition der akademischen Malerei bewegen wollte. Da er sich ab den frühen 1870er Jahren dem modernen Thema der Tänzerinnen, Büglerinnen und sich waschenden Frauen zuwandte, dabei von japanischen Druckgrafiken inspirierte Posen und eigentümliche Blickwinkel anwandte, lässt sich das Werk von Degas dem Stil zuordnen. Gemeinsam mit Mary Cassatt bildete Edgar Degas eine Gruppe, die sich dem Figurenbild verschrieb und gleichzeitig der Malerei von Monet kritisch gegenüberstand.

Camille Pissarro (1830–1903)

Camille Pissarro

Camille Pissarro war der einzige Impressionist, der an allen acht Impressionisten-Ausstellungen teilnahm. Der auf der Antillen-Insel Saint-Thomas (dänische Kolonie) in eine jüdische Familie geborene Maler sollte Händler werden. Im Jahr 1852 gelang ihm die Flucht aus dem elterlichen Geschäft, um in Caracas als Künstler zu leben. Erst nachdem sein Vater nachgegeben hatte, konnte er 1855 nach Paris übersiedeln, um sich fortzubilden. Pissarro besuchte ab 1859 die Académie Suisse, wo man Aktmalen konnte, und lernte Monet, Guillaumin und Cézanne kennen.

Anfangs schuf Camille Pissarro Landschaften an der Seine, der Marne und der Oise und folgte stilistisch v. a. Corot. Er bewunderte dessen Werke auf der Weltausstellung von 1855 und nahm daraufhin persönlichen Kontakt mit dem Maler auf. Vier Jahre später reichte er erstmals am Salon ein und wurde angenommen. Ab 1874 wandte er sich vom Salon ab und stellte als einziger Maler auf allen acht Impressionisten-Ausstellungen aus. Ihm ist die Aufnahme der Maler des Postimpressionismus in die achte Ausstellung zu verdanken.

„De Bellio […] will mir weismachen, physikalische Licht- und Farbforschung nützten dem Künstler ebenso wenig wie Anatomie oder das Gesetz der Optik. […] Du lieber Gott! Wenn ich nicht aus den Forschungen Chevreuls und anderer Wissenschaftler wüsste, wie sich Farben verhielten, hätten wie nicht mit so viel Zuversicht unser Studium des Lichts betreiben können. Ich würde nicht unterscheiden zwischen Lokalfarbe und Bedeutung, hätte die Wissenschaft den Unterschied nicht ans Licht gebracht. Dasselbe gilt für Komplementärfarben, Kontrastfarben u. s. w.“ (Camille Pissarro 1887)

Alfred Sisley (1839–1899 )

Alfred Sisley

Der aus einer wohlhabenden englischen Kuafmannsfamilie stammende Afred Sisley lernte in London Werke von Constable, Parkes Bonington und Turner kennen. 1860 lernte er im Atelier von Charles Gleyre Renoir, Monet und Bazille kennen, mit denen er sich anfreundete. Bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71, bei dem Sisleys Familie ihr Vermögen verlor, konnte der angehende Maler seine Freunde finanziell unterstützen. Danach lebte er selbst am Existenzminium. Anfang der 1870er Jahre entwickelte Alfred Sisley gemeinsam mit seinen Freunden den impressionistischen Malstil und wandte sich der Wiedergabe flüchtiger Momente in der Landschaft zu. Sisley stellte auf der Ersten Impressionisten-Ausstellung 1874 aus und wurde in den folgenden Jahrzehnten von Paul Durand-Ruel vertreten.

Gustave Caillebotte (1848–1894)

Gustave Caillebotte

Wenn auch Gustave Caillebotte nicht zu den bekanntesten Malern des Impressionismus zählt, so waren seine Beträge von höchster Bedeutung. Der aus einer wohlhabenden Familien stammende Maler stieß in der zweiten Impressionisten-Ausstellung zu den Impressionisten und finanzierte auch gleich die Folgeveranstaltung im Jahr 1877. Als Künstler bewegte er sich zwischen Realismus und Impressionismus. Seine berühmtesten Werke – „Die Parkettschleifer“ (1875, Musée d‘Orsay), „Le Pont de l’Europe“ (1876, Musée du Petit Palais, Genf) und „Straße in Paris bei Regen“ (1877, The Art Institute, Chicago) – zeigen Arbeiter bei ihrer Tätigkeit und die Pariser Flaneure. Caillebottes Landschaften und Gartenansichten sind mit einem offeneren Duktus hingesetzt worden. Als vermögender Mann konnte er es sich leisten, seinen Freunden Werke abzukaufen, die er 1894 dem französischen Staat vermachte. Nach vielen Jahren Diskussion wurde das Vermächtnis angenommen und bildet heute den Grundstock für die Sammlung des Musée d’Orsay (→ Impressionisten aus dem Musée d'Orsay).

Berthe Morrisot (1841–1895)

Berthe Morisot

Berthe Morisot galt bereits den Zeitgenossen als die „impressionistischste“ aller Impressionisten. Bis heute faszinieren ihre Bilder häuslicher Idylle, Mutterschaft und gutbürgerlichen Mädchen, die sie mit heller Palette und lockeren Strichen auf die Leinwand zu setzen wusste. Da Frauen keine Möglichkeit hatten, an den Treffen ihrer männlichen Kollegen in diversen Pariser Cafés teilzunehmen, organisierte Morisot abendliche Zusammenkünfte in ihrer Wohnung. Die mit dem Bruder von Edouard Manet verheiratete Malerin nahm als einzige an nahezu allen Impressionismus-Ausstellungen teil und wurde dadurch eine wichtige Promoterin des Stils.

Mary Cassatt (1845–1926)

Mary Cassatt

Mary Cassatt stammte aus einer begüterten amerikanischen Familie und entschied sich für ein Leben als Künstlerin in Paris. Ihr wichtigster Freund war Edgar Degas, der sie zur Teilnahme an der vierten Impressionisten-Ausstellung 1879 einlud. Wie Degas beschäftigte sich Cassatt mit der Welt der Oper – allerdings aus der Perspektive der jungen, kostbar gekleideten Zuhörerinnen, die sie in ihren Opernlogen festhielt. Als Malerin war Mary Cassatt gezwungen, sich die „weibliche Sphäre“ als Motiv ihrer Werke zu wählen, da sie sich beispielsweise nicht in einem Café aufhalten durfte. Ab den 1880er Jahre erlangte die amerikanische Malerin internationale Beachtung mit ihren Darstellungen von Müttern und ihren Kindern sowie als Porträtistin. Hier zeigte sie sich als besonders einfühlsame Beobachterin der kindlichen Verhaltensweisen. Zudem betätigte sie sich, angeregt durch Edgar Degas, auch als experimentierfreudige Druckgrafikerin. Die Kenntnis des japanischen Farbholzschnitts veränderte in den 1890er Jahren Cassatts Stil sowohl im Druck wie auch in ihrer Malerei zugunsten großflächiger Gestaltungsweisen. Als Vermittlerin des Impressionismus - sowohl durch ihr Werk wie auch durch ihre Beratungstätigkeit der Familie Havemeyer - gelang es ihr, die Avantgarde in die USA zu exportieren.

Eva Gonzales (1847–1883)

Eva Gonzales war die einzige Schülerin von Edouard Manet, den sie 1869 kennenlernte. Wie ihr Lehrer suchte sie künstlerischen Erfolg im Salon zu erringen, was ihr erstmals 1870 gelang. Obwohl Gonzales nie an einer Impressionisten-Ausstellung teilgenommen hat, wir ihr Werk dieser Stilrichtung zugerechnet. Neben Porträts und Genreszenen aus dem eigenen Familienumfeld malte Gonzales auch Stillleben und Landschaften.

Paul Cézanne (1839–1906)

Paul Cézanne

Paul Cézanne nahm nur zwei Mal an den Impressionisten-Ausstellungen teil (1. Ausstellung 1874 & 3. Ausstellung 1877). Seine stilistische Entwicklung ist von vielen Brüchen durchzogen, wobei er mit seinem Gemälde „Eine moderne Olympia“ sowohl auf die Tradition des Frauenaktes in der europäischen Malerei, die Gemälde von Edouard Manet und Salonmalern wie Gérôme reagierte. Erst 1895 erhielt er eine Einzelausstellung, die – elf Jahre vor seinem Tod – den Ruf des Malers aus Aix-en-Provence festigte, und die Bedeutung Cézannes für die Entwicklung der Malerei noch einmal steigerte. Die Untersuchungen Cézannes zur Farbwirkung, die Fixierung der von den Impressionisten intuitiv gesetzten Striche zu „Farbschindeln“ ließen ihn zu einem Wegbereiter des Kubismus werden.

Berühmte Künstler des Impressionismus in Großbritannien

James Tissot

James Tissot

Wenn auch der außerordentlich erfolgreiche Gesellschaftsmaler James Tissot mit Glamour-Porträts, Gruppenbildnissen bei Soiréen und Gartenbildern genau diese zeitgenössischen Themen mit höchster Detailgenauigkeit und Witz in der Erzählung vorführte, so wird er dennoch heute nur im Umkreis der Impressionisten gezählt. Als Einzelgänger weigerte er sich den Einladungen von Edgar Degas Folge zu leisten, an den Impressionisten-Ausstellungen teilzunehmen. Weiters pflegte er eine höchst naturalistische Malweise und eine moralisierende Erzählung, die ihn mit den englischen Prä-Raffaeliten in Verbindung setzt.

Walter Sickert

Walter Sickert

Walter Sickert (München 31.5.1860–22.1.1942 Barth) war ein bedeutender britischer Künstler der Klassischen Moderne. Bereits zu seinen Lebzeiten wurde Sickert für farbenfrohe, unterhaltsame Bilderzählungen bekannt. Das Mitglied der Camden Town Group wurde als kosmopolitische, komplexe und exzentrische Figur in der britischen Gesellschaft wahrgenommen und gefeiert.

Berühmte Künstler des Impressionismus in Italien

Giovanni Boldini (1842–1931)

Giovanni Boldini

Der italienisch-französische Maler lebte ab Oktober 1871 in Paris, wo er ein Freund von Edgar Degas wurde. Er zählte Camille Corot und Edouard Manet zu seinen Vorbildern und schätzte die Werke von Diego Velázquez und Frans Hals. Boldini wurde als Gesellschaftsporträtist berühmt, die er sowohl in Öl wie auch Pastell ausführte.

Paolo Troubetzkoy

Paolo Troubetzkoy

Paolo Troubetzkoy (auch: Paul, Pavel Troubetzkoy, Intra 15.2.1866–12.2.1938 Pallanza) war ein italienischer Bildhauer des Impressionismus. Der Autodidakt war mit eleganten, flüchtig erscheinenden Porträtplastiken europaweit zum Liebling höchster Kreise aufgestiegen. Neben Bildnissen der kosmopolitischen Elite sowie von zahlreichen Künstlerkollegen der Belle Époque widmete sich Troubetzkoy mit großer Hingabe der Tierplastik, insbesondere der Darstellung von Hunden, mit denen er sich als Pazifist und überzeugter Vegetarier auch im Leben zahlreich umgab.

Rembrandt Bugatti

Rembrandt Bugatti

Rembrandt Bugatti (Mailand 16.10.1884–8.1.1916 Paris) war ein italienischstämmiger Bildhauer des frühen 20. Jahrhunderts, der bereits im Alter von 31 Jahren verstarb. Rembrandt Bugatti wurde in Mailand in eine Künstlerfamilie geboren, hat nie eine Kunstakademie besucht und sich autodidaktisch gebildet. Um 1903 zog er gemeinsam mit seiner Familie nach Paris, später nach Antwerpen. Bugattis individuelle soziale und künstlerische Prägung sowie seine Werke werden im Kontext des Impressionismus diskutiert.

Berühmte Künstler des Impressionismus in Spanien

Der Impressionismus in Spanien wurde aus Frankreich importiert und verbreitete sich ab den 1870er Jahren. Vor allem um 1900 wandten sich einige spanische Maler der spontanen plein-air-Malerei zu, um das südliche Licht und das spanische Volksleben einzufangen. Der wichtigst ist:

Joaquín Sorolla y Bastida (1863–1923)

Der aus Valencia stammende Joaquín Sorolla y Bastida gehört zu den berühmtesten spanischen Impressionisten und wird international mit großem Erfolg ausgestellt. Sorolla ist berühmt für seine Behandlung von Licht und Farbe, die in der Schule von Valencia wurzelt. Auch Sorolle entwickelte sich von einem Anhänger des Realismus zum Impressionisten, indem er nach seinen Lehrjahren in Valencia, weitere in Rom und Paris anhängte. In Paris wurde Bastien-Lepage für Sorolla wichtig. 1889 kehrte Joaquín Sorolla wieder nach Spanien zurück und ließ sich in Madrid nieder. Er beschäftigte sich nun stärker mit Lichtwirkungen und wandte sich der Darstellung des spanischen Volkslebens zu. Vor allem seine Bilder von der Mittelmeerküste – mit spielenden Kindern, hart arbeitenden Küstenfischern, flanierenden, großbürgerlichen Frauen – begeisterten seine Zeitgenossen und begeistern noch immer.

Berühmte Künstler des Impressionismus in Russland

Der Impressionismus in Russland ist mit Namen wie Ilja Repin (der Hauptvertreter des Realismus und Wegbereiter des Impressionismus in Russland), Isaak Lewitan und vor allem Valentin Serow und Konstantin Korowin verbunden. Ab den 1880er Jahren orientierten sich russische Künstler, die ihre Ausbildung mit einer Reise nach Westeuropa – vor allem Italien und Frankreich mit Paris – krönten, auch an der neuen Strömung des Impressionismus mit seinem fleckenhaften Farbauftrag und den zunehmend hellen Farben. Im Gegensatz zu anderen Ländern stellte der russische Impressionismus um 1900 aber nur eine mögliche Stilwahl dar, während Historien- und Genremalerei in einer realistisch-symbolistischen Haltung oder eine lyrische Landschaftsmalerei weiterhin betrieben wurden. Vor allem seit den 1890er Jahren ist aber in Russland eine Begeisterung für sonnenbeschienene, ländliche Landschaften festzustellen, die auch die nationale Identität stärken sollten.

Valentin Alexandrowitsch Serow (1865–1911)

Valentin Serow

Valentin Serow gilt als eines der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten Russlands der Jahrhundertwende. Sein Bild „Mädchen mit Pfirsichen (Bildnis Vera Sawwischna Mamontowa)“ (1887) war nicht nur sein erstes ausgestelltes Bild (!), sondern zählt auch zu den Höhepunkten der russischen Kunst des späten 19. Jahrhunderts und wurde von der Gesellschaft der Kunstfreunde mit dem Ersten Preis für Bildnismalerei ausgezeichnet. Allerdings interessierte er sich auch für plein-air-Malerei und locker gemalte Naturstudien, die ihn zu einem der führenden Impressionisten Moskaus machten. Der russische Maler arbeitete jedoch mit einer größeren physiognomischen Sorgfalt und wollte auch die Gefühlswelt seiner Protagonisten einfangen, womit er der russischen Tradition folgte.

Konstantin Alexejewitsch Korowin (1861–1939)

Konstantin Korowin

Konstantin Korowin war in den 1880er und 1890er Jahren eng mit Valentin Serow befreundet – und gilt als der reinste Vertreter des russischen Impressionismus. In seinen Werken kam er dem französischen Impressionismus am nächsten. In seinen Straßenbildern aus Paris, üppigen Stillleben und Urlaubsszenen von der Küste der Krim zeigt sich Konstantin Korowin als ein an Farben sich begeisternder Maler. Das nur skizzenhafte Fixieren der farbigen Impression erhob er zur vollendeten künstlerischen Leistung.

Sergei Winogradow (1869–1938)

Sergei Winogradow

Sergei Winogradow war ein russischer Maler des Impressionismus. Seine Kunst blieb von den Landschaften seines Lehrers Wassili Polenow und dem Realismus des 19. Jahrhunderts geprägt. Gemeinsam mit Valentin Serow, Konstantin Korowin und Abram Archipow wurde Sergei Winogradow als „Moskauer Impressionisten“ genannt.

Abram Archipow (1862–1930)

Abram Archipow

Abram Archipow war ein russischer Maler des Impressionismus. Gemeinsam mit Konstantin Korowin und XX zählte er zu den „Moskauer Impressionisten“. Archipow ist berühmt für in leuchtenden Farben gemalte typisierte Darstellungen von Bauernmädchen in folkloristischen Trachten. Als Lehrer vermittelt er den künftigen Avantgardisten einen freien Umgang mit den malerischen Mitteln.

Berühmte Künstler des Impressionismus in Schweden

Anders Zorn (1860–1920)

Anders Zorn

Anders Zorn war ein schwedischer Maler und Druckgrafiker des Realismus und des Impressionismus. Er betätigte sich auch als Bildhauer und Architekt. Nach einer Ausbildung an der Königlichen Akademie der Künste in Stockholm bereiste er Europa und Nordafrika. Rasch stieg Zorn zu einem der berühmtesten Porträtisten seiner Zeit auf, der sein Klientel sowohl in Europa wie auch den USA fand. Er feierte erste Erfolge als Maler (Naturalismus/Realismus) am Pariser Salon, danach wandte er sich der Beobachtung des Sonnenlichts, der Darstellung glitzerndem Wassers und weiblicher Akte in der freien Natur zu. Anders Zorns Impressionismus ist vergleichbar dem Zugang und der virtuosen Strichführung von Joaquin Sorolla oder John Singer Sargent. Indem er Lichteffekte auf die Leinwand brachte, sich dem Akt im Sonnenlicht zuwandte, nahme Anders Zorn Elemente des französischen Impressionismus auf, ohne sich allerdings der charakteristischen Strichführung der Pariser Künstler zu verschreiben.