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Karlsruhe | Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: François Boucher Hauptmeister des Rokoko zum 250. Todestag geehrt

François Boucher, Schäfer und Schäferin, Detail, 1760 (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)

François Boucher, Schäfer und Schäferin, Detail, 1760 (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)

Vom präsentiert die Kunsthalle François Boucher (1703–1770), dessen Kunst als Inbegriff des französischen Rokoko gilt. Seine Kompositionen dienten als Vorlagen für Bühnendekorationen, Tapisserien, Möbel und Porzellane und prägten so den Geschmack der Zeit. Die Karlsruher Kunsthalle widmet diesem einflussreichen Künstler und bevorzugten Maler der Madame de Pompadour im Jahr seines 250. Todestags erstmals in Deutschland eine monografische Ausstellung. Das Projekt knüpft an die lange Sammlungstradition des Hauses Baden an. Markgräfin Karoline Luise gab 1759 zwei Pastoralen bei Boucher in Auftrag.

François Boucher in Karlsruhe

Ausdrucksstarke Einzelstudien, virtuose Kompositionsentwürfe und vollendete Malereien von großer Farbharmonie geben Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers. Im Spannungsfeld zwischen Natur und Kunst entwickelte Boucher eine bis in die Moderne hineinwirkende Bildsprache. Erfindungsreichtum, Imagination und Ironie prägen sein Werk, das fest in der Tradition der Aufklärung verankert ist.

Kuratiert von Dr. Astrid Reuter, sie wird von der wissenschaftlichen Volontärin Barbara Bauer M.A. unterstützt.

François Boucher in Karlsruhe: Bilder

  • François Boucher, Schäfer und Schäferin, 1760 (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)
  • François Boucher, Kniende junge Frau mit Kind, um 1750 (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)

Beiträge zur Kunst des Rokoko

10. Januar 2020
Joshua Reynolds, The Hon. Miss Monckton, Detail, 1777/78, Öl/Lw, 240 x 147,3 cm (Tate Britain, London)

Von Reynolds bis Turner. Das Goldene Zeitalter der englischen Malerei Hauptwerke der Tate Britain im Musée du Luxembourg

Die 1760er Jahre sind ein Wendepunkt für die britische Kunst. Kurz nach Mitte des 18. Jahrhunderts begann der Siegeszug von Joshua Reynolds (1723–1792) und Thomas Gainsborough (1727–1788). Das Musée du Luxembourg in Paris zeigt ab Herbst 2019 Hauptwerke aus der Tate Britain.
21. August 2019
Dresden, Residenzschloss, Paradeschlafzimmer, virtuelle Rekonstruktion

Dresden | Residenzschloss: Paraderäume September 1719 eröffnet – September 2019 rekonstruiert

Im September 1719, anlässlich des einen ganzen Monat andauernden Hochzeitsfestes zu Ehren von Kurprinz Friedrich August und der Kaisertochter und Erzherzogin Maria Josepha, eröffnete August der Starke die Paraderäume des Dresdner Residenzschlosses. In dieser Raumfolge inszenierte der sächsisch-polnische Kurfürst-König seine Herrschaft.
21. August 2019
Dresden, Residenzschloss, Turmzimmer, 1896

Dresden | Residenzschloss: Porzellankabinett im Turmzimmer Rekonstruktion mit original Meissner Porzellan

Das Porzellankabinett im Turmzimmer des Dresdner Residenzschlosses war der ganze Stolz von August III.: Hier präsentierte er Porzellane aus China und Japan aber auch die eigene Produktion aus der Porzellanmanufaktur in Meissen - wie Kändlers Elementvasen. 1945 zerstört, ist das Porzellankabinett seit September 2019 rekonstruiert und wieder zugänglich.

Aktuelle Ausstellungen

19. Mai 2020
Raffael, Selbstporträt, Detail, um 1506, Öl-Holz, 47,5 x 33 cm (Uffizien, Florenz)

Rom | Scuderie del Quirinale: Raffael Größte Raffael-Ausstellung 2020

Die Raffael-Ausstellung in den Scuderie in Rom wird vermutlich die wichtigste Ausstellung des Raffael-Jahrs 2020. Die Scuderie und arbeiten für die Raffael-Ausstellung mit den Gallerie degli Uffizi und dem Palazzo Pitti in Florenz zusammen.
15. Mai 2020
Paula Modersohn-Becker, Mädchenbildnis mit gespreizter Hand vor der Brust, Detail, um 1905 (© Von-der-Heydt-Museum, Wuppertal)

Lindau | Kunstmuseum: Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn „Paula & Otto – Kunst und Liebe im Aufbruch“

Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und Otto Modersohn (1865-1943) ist das bedeutendste deutsche Künstlerpaar des frühen 20. Jahrhunderts. Das Kunstmuseum Lindau präsentiert 2020 das faszinierende Thema von Liebe und Kunst im Aufbruch zur Moderne.
14. Mai 2020
Jasper Johns

Potsdam | Museum Barberini: Jasper Johns „The 100 Monotypes”

Anlässlich seines 90. Geburtstags am 15. Mai 2020 würdigt ihn das Museum Barberini mit der Präsentation seiner jüngsten Serie „The 100 Monotypes“, die begleitend zu seinem Werkverzeichnis (Wildenstein-Plattner Institut, 2017) entstanden ist.