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Köln | Museum Schnütgen: Von Frauenhand Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen

Graduale für das Dominikanerinnenkloster St. Gertrud, Köln, Klarissenkloster St. Klara, Detail, um 1360 (Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln, Cod. 1150, fol. 169v, Foto: EDDB Köln)

Graduale für das Dominikanerinnenkloster St. Gertrud, Köln, Klarissenkloster St. Klara, Detail, um 1360 (Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln, Cod. 1150, fol. 169v, Foto: EDDB Köln)

Das im Mittelalter von Hand geschriebene, künstlerisch gestaltete Buch übt bis heute eine starke Faszination aus (→ Gotik). Die Herstellung war nicht allein Männersache, sondern lag vielfach auch in den Händen von Frauen. In Kooperation mit der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln zeigt das Museum Schnütgen eine Auswahl an Handschriften, die von Ordensfrauen in Nordfrankreich, Köln, Niedersachsen und Nürnberg eigenhändig geschaffen wurden.

Künstlerinnen des Mittelalters

Die Tätigkeit als Schreiberin und Buchmalerin erforderte dabei Disziplin, intellektuelle Fähigkeiten sowie handwerkliches Können. Hochwertige und künstlerisch wertvolle Bücher wurden für den eigenen Bedarf und auch für externe Auftraggeber angerfertigt, die den Handschriften aus Männerhand in nichts nachstanden.

An Beispielen aus der Zeit um 800, dem späten 13. bis zum frühen 16. Jahrhundert lassen sich Prinzipien des Layouts, Veränderungen der Buchmalerei und auch die Frage nach einer spezifisch weiblichen Gestaltung erkunden.

Mittelalterliche Handschriften „von Frauenhand“ in Köln: Bilder

  • Graduale für das Dominikanerinnenkloster St. Gertrud, Köln, Klarissenkloster St. Klara, um 1360 (Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln, Cod. 1150, fol. 169v, Foto: EDDB Köln)

Beiträge zur Kunst der Gotik

6. Juli 2021
Hugo van der Goes, Marientod, Detail, um 1470 (Groeningemuseum, Brügge)

Brügge | Sint-Janshospitaal: Hugo van der Goes‘ Marientod Ergebnisse der Restaurierung

Der frisch restaurierte „Marientod“ des Hugo van der Goes macht deutlich, wie genial van der Goes Farbe, Komposition und Technik einsetzt. Anhand von sieben Visionen oder sieben Mini-Ausstellungen erfahren die Besucher*innen mehr über dieses außergewöhnliche Gemälde.
24. Juni 2021
Hugo van der Goes, Monforte-Altar, Detail, um 1470 (Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Dietmar Gunne)

Berlin | Gemäldegalerie: Hugo van der Goes

Hugo van der Goes war der wichtigste niederländische Künstler der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Gemäldegalerie Berlin präsentiert 2022 die erste ihm gewidmete Sonderausstellung.
21. Mai 2021
Konrad Witz, Die Königin von Saba vor Salomo, Detail, um 1430/37, Öl auf Eichenholz (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders)

Berlin | Gemäldegalerie: Spätgotik Spätgotische Kunst nach 1430 im deutschsprachigen Raum und das Wechselspiel der Medien

Malerei, Skulptur und Druckgrafik der spätgotischen Kunst in deutschsprachigen Ländern werden im Herbst 2020 in Berlin einander gegenübergestelle, um die medialen Innovationen nach 1430 herauszuarbeiten.

Aktuelle Ausstellungen

19. September 2021
Hermann Carl Eduard Biewend, Ich und mein Luischen, Detail, 1851, kolorierte Daguerreotypie (Private Sammlung © Collection H. G.)

Schweinfurt | Museum Georg Schäfer: Frühe Jahre der Fotografie Neue Wahrheit? Kleine Wunder!

Erste Präsentation einer britischen Privatsammlung zu Louis Daguerre, Daguerreotypien aus EU & USA, Karikaturen, Stereofotografie, Porträts und einer seltenen Ambrotypie.
19. September 2021
Berthe Morisot, Junge Frau auf dem Sofa [Jeune Femme au Divan], Detail, 1885, Öl/Lw, 61 x 50.2 cm (Tate, London; Bequeathed by the Hon. Mrs A.E. Pleydell-Bouverie through the Friends of the Tate Gallery 1968, Photo ©Tate)

Riehen b. Basel | Beyeler: Close Up. Berthe Morisot bis Elizabeth Peyton

Die Ausstellung zeigt Werke von Künstlerinnen, deren Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne seit 1870 bis heute darstellen. Es ist der Zeitraum, zu dessen Beginn es Künstlerinnen in Europa und Amerika erstmals möglich wurde, auf breiter Basis professionell tätig zu sein.
18. September 2021
Alicja Kwade, Selbstporträt, 2020, Courtesy of the artist; KÖNIG GALERIE, Berlin/ London/ Seoul/ Decentraland, Foto: Roman März

Berlin | Berlinische Galerie: Alicja Kwade. In Abwesenheit

Alicja Kwade (* 1979) erarbeitet 2021 eine ortsspezifische Installation in der ersten großen Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie.