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Köln | Wallraf: SUSANNA Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo | 2022/23

Artemisia Gentileschi, Susanna und die Alten, Detail, Öl auf Leinwand (The Burghley House Collection, Stamford)

Artemisia Gentileschi, Susanna und die Alten, Detail, Öl auf Leinwand (The Burghley House Collection, Stamford)

Mit der weltweit ersten Ausstellung zur biblischen Susanna in der Kunst widmet sich das Wallraf einer Erzähl- und Bildtradition, die auch vor dem Hintergrund der MeToo-Bewegung kaum aktueller sein könnte. Mit „SUSANNA - Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo“ zeigt das Kölner Museum, dass Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt schon seit Jahrhunderten in der Malerei verhandelt werden.

Susanna vom Mittelalter bis MeToo im Wallraf

Die biblische Erzählung von der Nötigung der Susanna durch zwei Richter übt schon seit dem Mittelalter großen Einfluss auf die Kunst aus. Auf packende Weise zeichnet „SUSANNA“ die unterschiedlichen Deutungen der biblischen Erzählung, stilistischen Vorlieben, die sich wandelnde Nachfrage am Kunstmarkt sowie den Wettstreit und die künstlerischen Diskurse nach, die sich am Susannen-Motiv entzündeten.

Ausgestellte Künstler:innen

Die Sonderausstellung im Wallraf belegt dies mit hochklassigen Werken von Meister:innen wie Artemisia Gentileschi, Anthonis van Dyck, Massimo Stanzione, Eugène DelacroixEdouard Manet und Lovis Corinth sowie beeindruckenden Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen wie Kathleen Gilje und Zoe Leonard.

Quelle: Wallraf-Richartz-Museum, Köln

Susanna im Wallraf: Bilder

  • Artemisia Gentileschi, Susanna und die Alten, Öl auf Leinwand (The Burghley House Collection, Stamford)
  • Massimo Stanzione, Susanna und die beiden Alten, um 1630–1635, Öl auf Leinwand (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Eugène Delacroix, Susanna und die Alten (nach Peter Paul Rubens), Öl auf Leinwand (Palais des Beaux-Arts, Lille, Foto: bpk RMN)
  • Lovis Corinth, Susanna im Bade, II. Fassung, 1890, Öl auf Leinwand (Museum Folkwang, Essen)

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