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Leonardo im Teylers Museum Idealschöne Köpfe, Grotesken und Physignomiestudien

Leonardo da Vinci, Kopf eines Kriegers, Detail, 1504, Rötel, 19 x 21 cm (Szepmueveszeti Muzeum, Budapest)

Leonardo da Vinci, Kopf eines Kriegers, Detail, 1504, Rötel, 19 x 21 cm (Szepmueveszeti Muzeum, Budapest)

Leonardo da Vincis berühmtestes Bild zeigt eine geheimnisvoll lächelnde Frau. Über Mona Lisas überraschend freundliche Gesichtszüge wurde bereits viel geschrieben. Umso erstaunlicher ist, dass das Tylers Museum in Haarlem erstmals eine Ausstellung über Leonardos (1452–1519) tiefgehende Forschungen zu Affekten und Physiognomien zeigt – d.h. zu dessen Frage, was sich alles aus einem Gesicht ablesen lässt. Zwischen idealisierten Frauen- und Engelsköpfen, tapfer oder angstvoll schreienden Soldaten und aberwitzigen Grotesken begab sich der Renaissance-Maler auf die Suche nach einer universellen Sprache von Mimik und Gesichtszügen.

Am überzeugendsten für die Zeitgenossen setzte das Renaissance-Genie sein Wissen im Wandgemälde „Das Abendmahl“ ein. Hier gruppiert er die zwölf Apostel in vier Dreiergruppen um Christus im Zentrum. Jedem Jünger weist der als Erfinder, Maler und Musiker tätige Leonardo einen Charakter und einen Gefühlsausdruck zu. Christi Worte setzten nicht nur die Körper in Bewegung, sondern auch die Gesichter der empört zurückweichenden oder ungläubig vorstürmenden Jünger. Ein Bild zum Sprechen zu bringen, wird durch die Kunst und die Beobachtungsgabe Leonardos in der Hochrenaissance erstmals wahr.

 

Zeichnen, Naturstudium und die Lehre

Das Zeichnen war für Renaissancemaler nicht nur die Grundlage für die Malerei, Plastik und Architektur, sondern auch zentrale Methode für das Sammeln und Dokumentieren von Wissen. Um die Gesetze der Natur zu verstehen, zeichnete und schrieb Leonardo seitenweise seine Beobachtungen auf, strukturierte diese und leitete Grundgesetze ab. Der vielseitig interessierte Universalgelehrte nutzte dieses Wissen, um seine berühmtesten Gemälde zu konzipieren. Interessanterweise beschrieb er sich selbst jedoch als „ungebildeten Mann“ und als einen „Schüler der Erfahrung“. Er war der uneheliche Sohn eines Notars und dürfte zu Hause – vermutlich von seinem Großvater – das Schreiben gelehrt bekommen haben. In seine Leben hat der talentierte Künstler, Ingenieur und Architekt tausende Beobachtungen, Experimente, Analysen gemacht und daraus Schlussfolgerungen gezogen haben. Wenn auch Leonardos Einsicht und Wissensdurst wichtige Antriebe für seine Naturstudien waren, so darf man dennoch nicht übersehen, dass er sich mit der antiken Literatur auseinandersetzte, um jenen Sprachgebrauch sich anzueignen, der in der Wissenschaft der Renaissance üblich war. Zudem war die Wissenschaftssprache Latein, das sich Leonardo noch im Erwachsenenalter selbst beibrachte, da er keine Lateinschule besucht hatte. Ziel aller Unternehmungen Leonardos waren Ehre und Ruhm zu erlangen.

Bereits Leon Battista Alberti empfahl dem Maler, Bewegungen und Gesichtsausdrücke von emotional aufgewühlten Personen genau zu studieren. Daraus sollen sie ableiten, welche Gesten und welche Mimik mit welchen Gefühlen korrespondieren. Alberti warnte seine Zeitgenossen vor der Monotonie der immer gleichen Gesichtstypen in manchen Gemälden. In der Folge warnte Leonardo seine Schüler sogar davor, die Werke anderer zu imitieren und zwang sie, Gesichter von Modellen abzuzeichnen. So übt der Maler die Verschiedenheit von Gesichtstypen ein, die ihn befähigt, Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedene Charaktere oder auch Aussehen darzustellen. Dabei ging Leonardo von der allgemein geteilten, pseudo-aristotelischen Meinung aus, dass das Äußere des Körpers vom Inneren bestimmt würde – auch in moralischer Hinsicht. Die Abweichung von der Norm wurde als ein Hinweis auf böses oder unmoralisches Verhalten.

 

 

Physiognomielehre und antike Typen

Ende der 1470er Jahre tritt in den erhaltenen Zeichnungen Leonardos dessen Interesse an Mimik und Expressivität von Gesichtern zutage. Anhand von einem alten und einem jungen Kopf erprobte der junge Maler verschiedene Ausdrücke. Die Ähnlichkeit der beiden Gesichter mit den Köpfen von Kaiser Galba und dem jungen Antinoos, dem Günstling und vermutlichen Geliebten von Kaiser Hadrian, zeigt sich im Vergleich der Zeichnungen mit Münzporträts. Darin spiegelt sich das Interesse Leonardos an der Antike wie auch der die Schönheit verschlingenden Zeit. Alt und Jung, perfekte Schönheit und faltige Krieger einander gegenüberzustellen, müssen dem Florentiner großes Vergnügen bereitet haben. Überhaupt begeisterte Leonardo das Malen und Zeichnen von Köpfen am meisten – wenn man die erhaltenen Zeichnungen durchsieht.

Während seines ersten Aufenthalts in Mailand (1482/3–1499 → Biografie) nimmt die Anzahl von im Profil gezeigten Köpfen mit Missbildungen und unvorteilhaften Proportionen sprunghaft zu. Die ersten entstellten Gesichter finden sich im Codex Trivulzianus (1487–1490, Biblioteca Trivulziana, Castello Sforzesco, Mailand). Leonardo selbst nannte sie „teste bizarre“, bizarre Köpfe, und widmete sich diesen Typen bis zum Ende seines Aufenthalts in Mailand 1499. Da Mediziner anhand dieser Abbildungen entstellter Frauen und Männer sogar Krankheiten benennen können, dürfte der Maler sie in natura beobachtet haben. Einige der Köpfe dürften aber auch Karikaturen von bekannten Persönlichkeiten am Hofe der Sforza meinen, mit denen Leonardo so manchen intellektuellen Disput ausfocht – und seine Zeichenkunst als Mittel zum Spott einsetzte. Aus den 1490ern hat sich ein Notizbuch mit Namen und Adressen von Personen erhalten, deren Köpfe und Gesichter Leonardo besonders interessierten. Viele der kleinen Skizzen dürften aber auch aus der Erinnerung gezeichnet worden sein, da die Technik – Feder und Tinte – auf die Entstehung im Atelier verweist.

Seit der Antike galt die Lehrmeinung, dass körperliche Schönheit ein Zeichen von Tugend und hohem moralischen Status wäre. Hässlichkeit würde das Gegenteil bedeuten. Aus seinen Notizen geht klar hervor, dass Leonardo da Vinci mit der Viertemperamentenlehre und der Aristotelischen Physiognomielehre vertraut war. Wenn er auch die Überzeugung, dass sich der Charakter einer Person an der Knochenstruktur ablesen ließe, ablehnte, so dachte er doch, dass sich das Leben und die persönlichen Haltungen in jeder Falte des Gesichts einprägte. Wenn Leonardo daranging, Christus, Maria, die Hl. Anna und den jungen Johannes den Täufer darzustellen, suchte er die Göttlichkeit bzw. Tugendhaftigkeit dieser Figuren durch die perfekte Konstruktion der alterslosen, symmetrischen Gesichter auszudrücken.

 

 

Tylers Museum: Leonardo und die Sprache der Gesichter

Die Ausstellung im Tylers Museum im Haarlem präsentiert einige der bedeutendsten Zeichnungen von Leonardo da Vinci im Kontext seiner Zeitgenossen, Schüler, Verehrer und Nachahmer. Diese verdeutlichen den eminenten Einfluss des Florentiners auf die Kunst seiner Zeit und darüber hinaus. Von der minutiösen Beobachtung der Emotionen, Bewegungen und Mimik bis zu seinen als „Bildwitzen“ oder Karikaturen zu verstehenden grotesken Köpfen reicht die erste Präsentation von Leonardos „sprechenden“ Köpfen.

Ausgehend von zwei Darstellungen von Moriskentänzern von Leonardos vermuteten Lehrmeister Andrea del Verrocchio, zeigt sich Leonardo als empirisch Studierender und gleichzeitig an der Antike geschulter Maler. Seine „Kämpfer“ im zweiten Kapitel der Ausstellung basieren auf Münzporträts des römischen Kaisers Galba (3 v. Chr.–69 n. Chr.), wobei eine Serie von Zeichnungen mit dem Denkmal für Gian Giacomo Trivulzio in Verbindung stehen könnte, einem Mailänder Adeligen und Söldnerführer (1441–1518), der 1499 für die Franzosen Mailand eroberte „Kopf eines Mannes, ganzes Gesicht und Kopf eines Löwen“ (um 1508/09).

Bizarre und missgestaltete Köpfe konnten in Darstellungen wie „Christus unter den Schriftgelehrten“, „Verspottung Christi“, „Geißelung“ oder der „Kreuztragung“ Eingang in die Malerei finden (siehe u.a. Albrecht Dürer). Wenn auch Leonardos Entwürfe für eine „Kreuzigung“ der einzige Hinweis auf den Einsatz dieser Köpfe ist, so gehört doch die berühmteste „hässliche Frau“ der Kunst der Renaissance auch in sein Repertoire. Eine verlorene Zeichnung aus der Phase um 1490 wurde von Francesco Melzi getreu kopiert und von Quentin Massijs in ein gemaltes Porträt der „Hässlichen Herzogin“ verwandelt (The National Gallery, London). Ihr jugendlicher „Kompagnon“ weist das Paar als nicht zusammenpassend aus. Leonardo dachte offensichtlich viel über solche schlechten Verbindungen nach.

Diesen überzeichneten Gesichtszügen stellte er in seinen Werken auch idealisierte Schönheiten entgegen, wie die um 1490 zu datierende Silberstiftzeichnung eines Mädchenkopfes aus Turin. Deren Kopfdrehung erinnert an die „Dame mit dem Hermelin“, ihre ebenmäßigen Gesichtszüge und die großen Augen machen sie zu einem Schönheitsideal. Das männliche Ideal war zweifellos etwas älter, hatte lockiges, kurz geschnittenes Haar und ein energisch vorstehendes (durchsetzungsfreudiges?). Kinn. Hierin ähnelt der Typus Münzporträts von Lucius Verus oder in einer jüngeren Version dem Antinoos. Nachfolger Leonardos wie Giovanni Antonio Boltraffio (um 1467–1516) übernahmen diese Entwürfe in ihr eigenes Bildvokabular.

Damit führt die Ausstellung weiter zu Leonardos Studien menschlichen Ausdrucks: Studien für seine beiden großen Wandgemälde „Das Abendmahl“ und die „Anghiari-Schlacht“. Für das „Abendmahl“ suchte Leonardo passende Modelle, welche die unterschiedlichen Charaktere und Persönlichkeiten der Apostel ausfüllen sollten. Mit dem in der zweiten Hälfte der 1490er Jahre entstandenen Bild setzte Leonardo neue Maßstäbe in der Darstellung von Affekten, Bewegungen und Emotionen.
Die Zeichnungen, die er für das Fresko zur „Anghiari-Schlacht“ in Florenz fertigte, zeigen seine Fixierung auf das Gesicht. Kurator Michael W. Kwakkelstein stellt dem Konzept Leonardos jenes von Michelangelo Buonarroti gegenüber, der sich auf die Darstellung des Aktes konzentrierte. Leonardo stellte den Kampf um die Lanze in das Zentrum seiner Darstellung: Männer stoßen Kampfschreie aus, fauchen einander mit offenen Mündern an. Bei Michelangelo steigen sie hektisch aus dem Bad. Seine Zeichnungen zeigen minutiös ausgearbeitete Muskeln, die im Licht glänzen.

 

 

Der letzte Teil der Ausstellung ist dem Einfluss Leonardos gewidmet: Kupferstich-Reprisen der grotesken Köpfe, ein Blatt aus Vasaris „Libro dei disegni“, in dem er Leonardo-Zeichnungen zu einem Albumblatt zusammenklebte, eine Zeichnung von Sofonisba Anguissola (1532–1625) aus den Uffizien, eine Kopie von Jacob Hoefnagel (1573–um 1632), dem Hofmaler von Rudolf II. in Prag. Bis weit über 1600 lässt sich die Nachwirkung von Leonardos Zeichnungen nachweisen. Im Tylers Museum, das selbst der Erforschung der Welt gewidmet ist, finden sich in der Schausammlung Beobachtungen und Erfindungen Leonardos geschickt eingefügt. So präsentiert das Museum nicht nur eine beachtenswerte Schau über Leonardos Darstellungen des menschlichen Gesichts und seinen Versuchen, darin Gefühle wiederzuspiegeln, sondern verweist auch auf dessen überbordendes Interesse an Naturbeobachtung. Letztere hat fast den Maler überflügelt, gilt Leonardo doch als Erfinder des Hubschraubers, der gesunden Stadtplanung, der empirischen Anatomielehre. Obwohl der Forscher und Ingenieur den Maler fast überflügelt haben, ist Leonardo doch als Maler am einflussreichsten geworden. Den Zeichnungen sei Dank!

Kuratiert von Michael W. Kwakkelstein.

 

 

Tylers Museum: Leonardo da Vinci. Die Sprache der Gesichter: Ausstellungskatalog

Leonardo da Vinci. The Language of Faces
Michael W. Kwakkelstein, Michiel Plomp (Hg.)
mit Beiträgen von Dennis Geronimus, Bram de Klerck, Paula Nuttall
Thoth Publishers Bussum

 

Leonardo im Teylers Museum: Bilder

  • Leonardo da Vinci, Junge Frau wäscht die Füße eines Kindes, um 1478–1480, Feder und Pinsel in brauner Tinte über Spuren von schwarzer Kreide (Faculdade de Belas Artes, Universidade do Porto, Porto)
  • Leonardo da Vinci, Kopf und Schultern eines Mädchens, Drei-Viertel-Porträt nach links, um 1490, Silberstift, mit Weiß gehöht auf blass ocker gefärbtem Papier (Biblioteca Reale, Turin)
  • Leonardo da Vinci, Studie für den Kopf des hl. Philipp, um 1494, schwarze Kreide, (Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II)
  • Leonardo da Vinci (zg.), Studie für den Kopf des hl. Simon, um 1494, rote Kreide auf rot gefärbtem Papier (Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II)
  • Leonardo da Vinci, Studie für den Kopf des Judas, um 1494–1498, Rote Kreide auf rot vorbereitetem Papier (Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II)
  • Leonardo da Vinci, Kopf eines Kriegers, 1504, Rötel, 19 x 21 cm (Szepmueveszeti Muzeum, Budapest)
  • Leonardo da Vinci, Kopf eines Kriegers, Detail, 1504, Rötel, 19 x 21 cm (Szepmueveszeti Muzeum, Budapest)
  • Leonardo da Vinci, Studien von Köpfen von zwei Kriegern, um 1504/05, Kohle oder schwarze Kreide, Spuren von roter Kreide (Szépművészeti Múzeum, Budapest)
  • Leonardo da Vinci, Studie dies Kopfes eines jungen Kriegers im Profil nach links, um 1504/05, rote Kreide auf Papier mit einer blass rosa Vorbereitung (Szépművészeti Múzeum, Budapest)
  • Leonardo da Vinci, Kopf eines Mannes, ganzes Gesicht und Löwenkopf, um 1508/09, rote Kreide, gehöht mit Weiß auf Papier mit roter Vorbereitung (Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II)
  • Francesco Melzi (zg.), Fünf Büsten von Männern und Frauen mit deformierten Gesichtern und drei Büsten eines alten Mannes im Profil nach rechts, um 1560, Feder und Tinte über roter Kreide (Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II)
  • Wenzel Hollar, Ein deformiertes Paar sieht sich an, 1645, Beschriftung oben Mitte: „Leonardo da Vinci inv / W Hollar fecit 1645“, Kupferstich (Teylers Museum, Haarlem)

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.