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München | Alte Pinakothek: Anthonis van Dyck München feiert den Porträtisten der Fürsten

Anthonis van Dyck, Selbstbildnis, Detail, um 1620/21–1627 (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)

Anthonis van Dyck, Selbstbildnis, Detail, um 1620/21–1627 (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)

Anthonis van Dyck (1599–1641) – in ganz Europa wurde er gefeiert für seine Porträts von Fürsten, Feldherren, Künstlern und Schönheiten seiner Zeit. Sie alle wurden von ihm unvergleichlich lebendig und zugleich repräsentativ ins Bild gebannt. Doch der Weg zum Ruhm war kein einfacher: Seine künstlerischen Anfänge standen im Zeichen des berühmten Peter Paul Rubens, dem gleichermaßen bewunderten wie fast übermächtigen Vorbild.

Anthonis van Dycks frühen Historien zeugen von der intensiven Auseinandersetzung, aber auch von zähem Ringen. Erst in Italien, unter dem Einfluss der venezianischen Malerei, von Tizian und Jacopo Tintoretto, fand er seinen eigenen Weg. Van Dycks Bildnisse kennzeichnet eine sensible Beobachtung der Persönlichkeit, die er zugleich mit geradezu sinnlich wahrnehmbaren Stoffen und in einem repräsentativen Dekor zu inszenieren wusste.

Anthonis van Dyck in München

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojektes, das sich unter anderem Fragen der Bildgenese und der Werkstattpraxis widmete. Der eigene Bestand wird durch internationale Leihgaben ergänzt, die, wie Zeichnungen und Ölskizzen, den Nachvollzug des Werkprozesses ermöglichen.

Anthonis van Dyck in München: Ausstellungskatalog

Mirjam Neumeister (Hg.)
Mit Beiträgen von Bernhard Maaz, Mirjam Neumeister, Eva Ortner, Jan Schmidt, Julia Thoma sowie Sandra Hoffmann, Fabian Pius Huber, Peter Klein, Andrea Obermeier, Heike Stege, Jørgen Wadum, Lars Zieke
ISBN 978-3-7774-3336-3
HIRMER

Anthonis van Dyck in München: Bilder

  • Anthonis van Dyck, Selbstbildnis, um 1615, Öl/Eichenholz, 43 x 32,5 cm (© Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Wien)
  • Anthonis van Dyck, Zwei Studien eines bärtigen Mannes, um 1616/17, Öl/Papier, auf Leinwand und Holz, 40,5 x 53,5 cm (© KBC Art Collection Belgium, Museum Snijders&Rockox House, Antwerpen)
  • Anthonis van Dyck, Der trunkene Silen, um 1617/18, Öl/Lw, 107 × 91,5 cm (© Berlin, bpk – Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte / Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister / Elke Estel / Hans-Peter Klut)
  • Peter Paul Rubens, Der trunkene Silen, um 1617/18, Anstückungen um 1625, Öl auf Holz, 212 × 214,5 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck, Studie von drei Pferdeköpfen und einem Reiter, um 1617‒1621, Feder, braune Tinte, Pinsel, braune Lavierung auf Papier, 263 x 164 mm (© Rijksmuseum, Amsterdam)
  • Anthonis van Dyck, Selbstbildnis, um 1620/21, Öl/Lw, 119,7 × 87,9 cm (© New York, lent by the Metropolitan Museum of Art, The Jules Bache Collection, 1949)
  • Anthonis van Dyck, Susanna Fourment mit ihrer Tochter Clara del Monte, 1621, Öl/Lw, 172 x 117 cm (© National Gallery of Art, Andrew W. Mellon Collection, Washington, DC)
  • Anthonis van Dyck, Susanna und die beiden Alten, um 1621/22, Öl/Lw, 194 x 144 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck, George Gage mit zwei Bediensteten, um 1622/23, Öl/Lw, 115 x 113,5 cm (© The National Gallery, London)
  • Anthonis van Dyck, Selbstbildnis, um 1620/21–1627 (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck, Selbstbildnis, Detail, um 1620/21–1627 (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck, Die Heilige Familie in einer Landschaft, um 1630, Öl/Lw, 134,7 x 114,8 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Tizian, Maria mit Kind in einer Abendlandschaft, um 1560, Öl/Lw, 173,5 × 132,7 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck, Sebilla van den Berghe, um 1630, Öl/Lw, 210,5 x 136,7 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck, Filips Godines, um 1630, Öl/Lw, 211,5 x 137,5 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck, Der Maler Theodoor Rombouts, um 1631/32, Öl/Eichenholz, 122,9 x 90,8 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck, Der Kupferstecher Karel van Mallery, um 1630‒1635, Öl/Lw, 99,5 x 84 cm (© The National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo)
  • Anthonis van Dyck, Anna van Thielen mit ihrer Tochter Anna Maria Rombouts, um 1631/32, Öl/Eichenholz, 122,8 x 90,7 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München)
  • Anthonis van Dyck (Werkstatt), Lucas van Uden, um 1629‒1634, Öl/Eichenholz, 24,4 x 20,5 cm (© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Staatsgalerie Neuburg)
  • Anthonis van Dyck, Lucas van Uden, um 1629‒1635, Schwarze Kreide auf Papier, 25,2 x 16,2 cm (© Rijksmuseum, Amsterdam)
  • Lucas Vorsterman (nach Anthonis van Dyck), Lucas van Uden, 2. Zustand, Kupferstich, 257 x 161 mm (© Rijksmuseum, Amsterdam)

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Aktuelle Ausstellungen

1. Juli 2020
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23. Juni 2020
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Düsseldorf | Museum Kunstpalast: Angelika Kauffmann Bedeutendste Künstlerin Europas um 1800

Angelika Kauffmann (1741–1807) vertritt exemplarisch den neuen Typus einer europaweit vernetzten und weltgewandten Künstlerin. Ihr breitgefächertes Œuvre repräsentiert wesentliche Aspekte des internationalen Klassizismus im Zeitalter der Aufklärung und Empfindsamkeit.
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Henri Cartier-Bresson, Simiane-la-Rotonde, 1969, Silbergelatineduck von 1973 (© Fondation Cartier-Bresson / Magnum Photos)

Venedig | Palazzo Grassi: Henri Cartier-Bresson Fünf Interpreten für die „Master Collection”

Fünf Kuratoren zeigen Henri Cartier-Bresson (1908–2004). Anfang der 1970er Jahre lud das Sammlerpaar Jean und Dominique de Menil Cartier-Bresson ein, seine bedeutendsten Bilder auszuwählen: Der Pariser Fotograf stellte selbst aus 385 Fotografien seine „Master Collection“ zusammen.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.