0

Berlin | Gropius Bau: The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960–1990 Sammlung Ludwig

Roy Lichtenstein, Hopeless, Detail, 1963. Acryl auf Leinwand, 177,8 x 152,4 cm (© Estate of Roy Lichtenstein & VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Kunstmuseum Basel, Martin P. Bühler, Courtesy: Kunstmuseum Basel, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung)

Roy Lichtenstein, Hopeless, Detail, 1963. Acryl auf Leinwand, 177,8 x 152,4 cm (© Estate of Roy Lichtenstein & VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Kunstmuseum Basel, Martin P. Bühler, Courtesy: Kunstmuseum Basel, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung)

Im Jahr 1989 fiel die Mauer, 2020 feiert Deutschland das 30. Jubiläum der Wiedervereinigung von Ost und West. Dies nimmt der Gropius Bau zum Anlass, eine umfangreiche Ausstellung zu präsentieren, die den Ost-West-Dialog und die Ost-West-Konkurrenz kunsthistorisch reflektiert, indem sie zur Zeit des Kalten Krieges entstandene Meisterwerke aus beiden weltpolitischen Machtzentren vereint. Peter und Irene Ludwig gehörten weltweit zu den Ersten, die US-amerikanische und sowjetische Kunst parallel sammelten. Ihre umfangreiche Sammlung ermöglicht die kritische Gegenüberstellung von Werken aus beiden Lagern des Ost-West-Konflikts: Pop Art trifft auf die Avantgarde hinter dem Eisernen Vorhang.

Unter dem Titel „The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig“ werden rund 125 Arbeiten von 80 Künstlerinnen und Künstlern, unter anderem von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Jasper Johns, Ilja Kabakov, Erik Bulatov, Jo Baer, Lee Lozano, Jackson Pollock, Helen Frankenthaler, Viktor Pivovarov, Natalja Nesterova und Ivan Čujkov, miteinander in Beziehung gesetzt. In 12 Räumen im Ostflügel des Gropius Bau – mit Blick auf die Mauerreste und die Gedenkstätte Topografie des Terrors – findet eine Gegenüberstellung statt, die Kontinuitäten und Gegensätze künstlerischen Denkens und Arbeitens offenbart.

Die Ausstellung untersucht, wie Künstlerinnen und Künstler zur Zeit des Kalten Krieges auf politische wie ästhetische Fragen ihrer Epoche reagierten und Vorstellungen individueller und gesellschaftlicher Freiheit verhandelten. Im Spannungsfeld der verschiedenen Stile, Ismen und Denkrichtungen aus drei Jahrzehnten wird Kunst als Ausdruck von und Kommentar zu Ideologien lesbar.

Die intensive Sammlungstätigkeit von Peter und Irene Ludwig macht, so die Co-Kuratorin der Ausstellung und Vorständin der Peter und Irene Ludwig Stiftung, Brigitte Franzen, „eine Gegenüberstellung möglich, die Kontinuitäten, Widersprüche, vermeintliche Gegensätze und historische Bezugspunkte der beiden Systeme im Feld der Malerei aufzeigt. Es wird aufscheinen, welche Ideologien sich hier gegenüberstanden, ja aufeinanderprallten, welche Kräfte am Werk waren und wie in der Kunst der Eiserne Vorhang wirkte.“ Die Ausstellung zeigt Werke aus den Beständen der Sammlung Ludwig aus sechs internationalen Museen.

The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960–1990 Sammlung Ludwig: Ausstellungskatalog

mit Beiträgen von Boris Groys, Brigitte Franzen und anderen
Verlag Walther König

Kuratiert von Benjamin Dodenhoff und Brigitte Franzen, Peter und Irene Ludwig Stiftung. Organisiert in Zusammenarbeit mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung.

Quelle: Gropius Bau, Berlin

The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960–1990 Sammlung Ludwig: Bilder

  • Roy Lichtenstein, Hopeless, 1963. Acryl auf Leinwand, 177,8 x 152,4 cm (© Estate of Roy Lichtenstein & VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Kunstmuseum Basel, Martin P. Bühler, Courtesy: Kunstmuseum Basel, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung)

Weitere Beiträge zur Pop Art

25. September 2020
Andy Warhol, In the Bottom of My Garden, um 1956 (Udo und Anette Brandhorst Stiftung, Foto: Haydar Koyupinar, Courtesy Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Museum Brandhorst München, © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./ Licensed by Bildrecht, Wien, 2018)

Wien | mumok: Andy Warhol 2020 feiern zwei Ausstellungen in Wien den Künstler und Kurator Warhol

Ab 1. Mai 2020 verschreibt sich das mumok im Rahmen zweier Ausstellungen dem Phänomen Andy Warhol (1928–1987). Statt der Präsentation altbekannter Klassiker blickt das mumok mit bisher kaum gezeigten Arbeiten hinter die Fassade der weltberühmten Pop Art- Ikone und entdeckt Warhols Fähigkeit als bahnbrechender Ausstellungskurator und Installationskünstler.
13. Juli 2020
Roy Lichtenstein, Hopeless, Detail, 1963. Acryl auf Leinwand, 177,8 x 152,4 cm (© Estate of Roy Lichtenstein & VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Kunstmuseum Basel, Martin P. Bühler, Courtesy: Kunstmuseum Basel, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung)

Berlin | Gropius Bau: The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960–1990 Sammlung Ludwig

Rund 125 Arbeiten von 80 Künstlerinnen und Künstlern aus Ost und West werden 2021 miteinander in Beziehung gesetzt: Pop Art trifft auf die russische Avantgarde!
1. Juli 2020
Larry Poons, Nixe's Mate, 1961, Acryl auf Leinwand, 178x 285 x 4 cm (Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung seit 1996, Photo: mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien © Bildrecht, Wien2020)

Wien | mumok: Misfitting Together. Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art Andy Warhols serielles Denken kontextualisiert

Pop Art, Minimal und Conceptual Art aus der Sammlung von Peter und Irene Ludwig unter dem Aspekt des Seriellen erweitert den Blick auf Andy Warhols Werk. Modulare und serielle Ideen nach Mel Bochner in deutscher und amerikanischer Kunst der 1960er und 1970er Jahre.