Roy Lichtenstein: US-amerikanischer Künstler der Pop Art | ARTinWORDS

Roy Lichtenstein

Wer war Roy Lichtenstein?

Roy Lichtenstein (New York 27.10.1923–20.9.1997 New York) war ein US-amerikanischer Maler, Objektkünstler und Grafiker der Pop Art. Stereotype Schönheiten aus Comics, stilllebenartige Arrangements von Golfbällen, Uhren, Badezimmereinrichtungen und anderen Waren aus der Werbung, vermittelt mit einem gehörigen Schuss Humor, gehören zu den wichtigsten Motiven des New Yorker Künstlers während der „Swinging Sitxies“. Lichtensteins Arbeiten wirken auf den ersten Blick plakativ, nutzte er doch scheinbar banale Motive und einfache formale Bildgestaltung.

„Mit dem, was man Abstract Expressionism nennen könnte, fing ich erst in den Fünfziger-, vielleicht sogar erst in den Sechzigerjahren an. Vorher war es eher eine Art Kubismus auf expressionistische Art. Viele meiner Arbeiten aus dieser Zeit beruhen auf Gemälden mit Themen aus der amerikanischen Geschichte, etwa Wild-West-Bildern. Sie waren ironisch gemeint. Manche benutzten Werke anderer Künstler als Vorlage oder sahen zumindest danach aus. Aber es gab auch viele echte Einflüsse, so von Picasso, Braque oder Klee, um nur einige zu nennen. […] Damals hatte ich begonnen Donald Duck und Mickey Mouse als Motive für meine im Stil des Abstract Expressionismus gemalten Bilder zu verwenden. Ein derart belangloses Sujet auszusuchen und dann daraus ein Kunstwerk zu machen hatte, etwas Absurdes, Ironisches an sich. Vorher war man in der Kunst viel ernsthafter gewesen.“1 (Roy Lichtenstein, 1991)

Hier findest Du die wichtigsten → Roy Lichtenstein: Ausstellungen 2024

Kindheit und Schulbildung

Roy Fox Lichtenstein wurde am 27. Oktober 1923 als Sohn von Milton Lichtenstein (1893–1946) und seiner Ehefrau Beatrice (geb. Werner, 1896–1991) in Manhattan, New York, geboren. Seine Eltern waren deutsch-jüdischer Herkunft; sein Vater war im Immobilienhandel tätig und seine Mutter eine begabte Pianistin (Honny). Lichtensteins Schwester Renee kam 1927 zur Welt.

Bereits in der Schule zeigte Roy Lichtenstein großes Interesse am Zeichnen und an den Naturwissenschaften. Er verbrachte viel Zeit damit, Flugzeugmodelle zu entwerfen. Roy Lichtenstein besuchte häufig das Museum of Natural History und das Planetarium. Zu seinen Lieblingssendungen im Radio gehörten „Flash Gordon“ und „Mandrake the Magician“. Als er 1936 die achte Klasse der Franklin School for Boys, einer privaten Schule an der Upper Westside von Manhattan, besuchte, belegte er Kurse in Naturwissenschaften, Latein, Französisch und der Mendelschen Vererbungslehre. Später erinnerte sich Lichtenstein, dass an der Schule keine Kunstkurse angeboten wurden.

Im Jahr 1937 schrieb sich Roy Lichtenstein neben der High School an der New York School of Fine and Applied Art für einen Aquarellkurs ein, der immer Samstag vormittags stattfand. Dort malte Lichtenstein Stillleben und Blumensträuße, außerdem konnte er nach einem lebenden Modell arbeiten. Neben seinem Interesse für Kunst spielte er Klarinette und Jazzflöte, ging in Jazzclubs. Mit „The Men, the Movements, the Meaning“ (New York 1934) von Thomas Craven kaufte sich Roy Lichtenstein sein erstes Kunstbuch. Darin fand er u.a. eine Abbildung von Pablo Picassos „Mädchen vor einem Spiegel“ von 1932.

1939 besuchte Roy Lichtenstein zusammen mit seiner Schwester und seiner Mutter eine Ausstellung im Museum of Modern Art, in der für Spenden für spanische Flüchtlinge geworben wurde: Es war Picassos Monumentalgemälde „Guernica“ von 1937 ausgestellt (→ Picasso: Guernica). Noch im selben Jahr besuchte Roy Lichtenstein die Weltausstellung in Flushing Meadows im Stadtteil Quens, die unter dem Motto „Building the World of Tomorrow“ stand (mehrmals).

Ausbildung

Nachdem Roy Lichtenstein im Juni 1940 seinen Abschluss an der Franklin School for Boys gemacht hatte, besuchte er im Sommer einen Malkurs von Reginald Marsh an der Art Students League in New York. Auch wenn der Kurs zum größten Teil von einem Assistenten geleitet wurde, lernte Roy Lichtenstein doch nach einem lebenden Modell zu malen, er machte anatomische Zeichnungen und studierte Renaissance-Techniken wie das Lasieren und die Untermalung, wobei er die traditionsreichen Maltechniken auf Motive des modernen Lebens anwandte. Er wandte sich bewusst gegen die Kunst seines Lehrers, die er als „von sehr ordinärer, kommerzieller Qualität“ beschrieb. Da im Kurs den Fokus auf das Erlernen von Maltechniken gelegt wurde, und – nach Vorstellung Lichtensteins der Schaffensprozess zu kurz kam – war der angehende Kunststudent höchst unzufrieden.

Im September 1940 begann Roy Lichtenstein an der Ohio State University ein Studium im College of Education. Die Ausbildung zum Kunstlehrer hatten die Eltern für Lichtenstein gewählt, da sie von ihrem Sohn einen Hochschulabschluss erwarteten. Lichtensteins Werke aus dieser Zeit sind abstrakte Gemälde, die auf Landschaften, Stillleben und Figurenstudien beruhten.

Nach einem Sommerkurs an der Art Students League of New York begann Roy Lichtenstein ein Lehramtsstudium an der Ohio State University in Columbus (1940-1941). 1941 besuchte Roy Lichtenstein an der Ohio State University einen ersten Zeichenkurs bei Hoyt L. Sherman und erlernte kinästhetisches Zeichnen, das auf psychologischer Optik basiert. Im„flash lab“ eines seiner Professoren, Hoyt L. Sherman, zeichneten die Studierenden einen nur eine Sekunde lang beleuchteten Gegenstand aus der Erinnerung.

Im Cleveland Museum of Art besuchte er die Wanderausstellung „Picasso: Forty Years of His Art“ mit dem politischen Wandgemälde Guernica von 1937. Seinen Freunden erzählte er damals, dass zu den für ihn wichtigsten Kunstwerken Picassos „Guernica“ (→ Picasso: Guernica) und Honoré Daumiers Ölgemälde „Ein Waggon der dritten Klasse“ (um 1863–1865, Metropolitain Museum of Art) sowie der Teppich von Bayeux gehörten. Anfang des Jahres 1943 malte Lichtenstein das „Porträt eines Mannes“, das an Picassos „Bildnis Gertrude Stein“ von 1906 erinnert.

Kriegsdienst und Auseinandersetzung mit der europäischen Kunstgeschichte

Im Februar 1943 wurde Roy Lichtenstein zur U.S. Army eingezogen. Er absolviert ein spezielles Army-Trainingsprogramm mit Kursen in Sprachen und Maschinenbau sowie einer Kurzausbildung zum Piloten und Navigator am Luftwaffenstützpunkt von Biloxi in Mississippi. Danach arbeitet er in Camp Shelby in Hattiesburg in Mississippi als technischer Zeichner. Zu seinen künstlerischen Arbeiten aus dieser Zeit gehören Bilder mit schwarzer Aquarellfarbe und Kohle von der wilden Landschaft der Mississippisümpfe. Einer seiner Kriegskameraden nannte die dunklen Flächen „düstere Schatten“.

Im Dezember 1944 wurde Lichtensteins Division nach England verschifft; er kam nach London und 1945 nach Frankreich, Belgien und Deutschland. In London sah er Ausstellungen von Paul Cézanne und Henri de Toulouse-Lautrec. Lichtenstein kaufte sich ein Buch über chinesische Malerei, das er zusammen mit einer Sammlung von afrikanischen Masken in seinem Kleidersack nach Hause schickte. Wenn er mit Contékreide, schwarzer Tinte und Lavierungen zeichnete, hielt er Londoner Parks und ihre Bäume fest. 1945 erreichte er Frankreich, danach Belgien und Deutschland. Roy Lichtenstein diente in der 69. Division der 1. Armee und baute Straßen und Brücken. Daneben zeichnete er sehr viel.

Bei einem Fronturlaub in Paris kaufte Roy Lichtenstein drei Mappen mit Reproduktionen von Kupferstichen Rembrandt van Rijns. Lichtenstein besuchte den Louvre und machte in seinen Briefen an die Familie Bemerkungen zu El Grecos „Christus am Kreuz mit zwei Stiftern“ (um 1590), Paul Cézannes „Kartenspieler“ (1890–1892) und Daumiers „Wäscherin“ (1863). Im Buchladen des Louvre erwarb Lichtenstein ein Buch über das Werk von Georges Rouault. In einem Brief an die Familie schrieb er über seine Bewunderung für Picasso, Rouault und Henri Matisse. Zudem kaufte er sich Bücher über Francisco de Goyas Stiche und Georges Seurats Gemälde, auch wenn er in den Briefen gleichzeitig schrieb, er würde nichts von Seurat halten (→ Georges Seurat, Erfinder des Pointillismus). Gegen Ende des Kriegs nahm Roy Lichtenstein Geschichts- und Französischunterricht an der Cité universitaire de Paris. Im Zuge von Ausflügen zu Kunstdenkmälern, organisiert von der Universität, besuchte er die Kathedrale von Chartres. In dieser Zeit spielte Roy Lichtenstein mit dem Gedanken bei Fernand Léger Unterricht zu nehmen. Er kam auch am Atelier Picassos in der Rue des Grands-Augustins vorbei. Allerdings entschloss er sich, nicht nach dem berühmten Maler zu fragen.

Nachdem Roy Lichtenstein 1945 in die USA zurückgekehrt war, da sein Vater im Sterben lag, wurde er 1946 aus dem Wehrdienst entlassen.

Lehre und frühes Werk

Roy Lichtenstein kehrte an die Ohio State University zurück und machte dort seinen Abschluss als Bachelor of Fine Arts. Daraufhin wurde er eingeladen, als Lehrer an der School of Fine and Applied Art zu bleiben. In diesen Jahren schuf Lichtenstein Skulpturen aus Hydrocal (gießbarer Mörtel, der Stein ähnelt). Die Figuren erinnern an Pablo Picasso und wirken gleichzeitig präkolumbianisch. Gleichzeitig war der Künstler an der Graduate School of Fine and Applied Arts eingeschrieben.

Lichtenstein reiste öfter nach New York, wo er Galerien besuchte, besonders die Charles Egan Gallery und die Betty Parsons Gallery in der 57th Street. Zudem besuchte er die Cedar Bar in der Tenth Street. Später erinnerte er sich, dass Willem de Kooning, Jackson Pollock, Herman Cherry und weitere New Yorker Künstler an die Ohio State University gekommen sind, um Vorträge zu halten. Lichtensteins eigene Gemälde zeigen in den späten 1940er Jahren knollenartige Figuren mit belebten Zügen. Er schuf Keramiken, deren Details Joan Mirós Stil nachempfunden sind. Gleichzeitig arbeitete er auch an Pastellbildern, Ölgemälden und Zeichnungen. Er wählte Musiker und Landschaften als Motive seiner Kunst. Daneben begann er sich mit Märchenmotiven zu beschäftigen, darunter Verweise auf „Die Schöne und das Biest“ und Lewis Carrolls „Alice’s Adventures in Wonderland [Alice im Wunderland]“.

1948 begegnete Roy Lichtenstein in der Ten-Thirty Gallery in Cleveland der Malerin und Galerieassistentin Isabel Wilson (1921–1980), in die er sich verliebte. Im Juni 1949 heiratete das Paar. 1954 wurde Lichtensteins erster Sohn David (9.10.) und 1956 sein zweiter Sohn Mitchell (10.3.) geboren. Seine Zulassungsarbeit für den Master of Fine Arts mit dem Titel „Paintings, Drawings, and Pastels“ begleitete eine Serie von selbst verfassten Gedichten als eine Hommage an „die wunderbaren Magier der Kunst“: Cézanne, Matisse, Picasso, Toulouse-Lautrec, Georges Braque, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Paul Klee, Ma Yuan, Rembrandt van Rijn und Henri Rousseau.

Erste Ausstellungserfolge

Um 1950 bevölkern Riesenkäfer, Blumen und Vögel sowie mittelalterliche Motive Lichtensteins Bilder. Er stellte mehrere Mosaiktische her und wurde mit einer Auswahl seiner Werke bei New Yorker Galeristen vorstellig, darunter M. Knoedler und Sidney Hanis. Sein in diesem Jahr entstandener Holzschnitt „To Battle“ wurde mit Werken von über 200 weiteren Künstlern in der Ausstellung „The Fifth National Print Anual Exhibition“ gezeigt (ausgewählt von einer Jury des Brooklyn Museums, darunter Josef Albers): Seine Druckgrafik wurde neben 19 weiteren vom Brooklyn Museum Purchase Award ausgezeichnet und vom New Yorker Museum angekauft.

Im April 1951 organisierte die Carlebach Gallery in Manhattan Roy Lichtensteins erste Einzelausstellung! Der Künstler präsentierte 20 Ölgemälde bzw. Pastellzeichnungen, fünf Drucke in gedämpften Rosa-, Blau- und Violetttönen und vier Assemblagen aus Holz- und Metallfundstücken. Im Juli des gleichen Jahres wurde sein Vertrag an der Ohio State University nicht verlängert. Aber gegen Ende des Jahres hatte Lichtenstein bereits seine zweite Einzelausstellung in der John Heller Gallery in New York, in der er 16 Gemälde mit Themen aus der Eroberung des amerikanischen Westens und verschiedene Selbstporträts als Ritter zeigte. Hoyt L. Sherman schrieb eine kurze Einführung in einem Heft, das als Katalog erschien.

Im Jahr 1952 zogen Roy Lichtenstein und seine Frau nach Cleveland, wo er in den Art Colony Galleries eine Einzelausstellung mit Gemälden, Zeichnungen und Drucken hatte, und Isabel als Innenarchitektin arbeitete. Bereits ein Jahr später richtete die John Heller Gallery seine dritte Einzelausstellung aus (26.1.–7.2.1953): Lichtenstein zeigte Gemälde mit Themen aus der amerikanischen Folklore neben solchen mit Maschinenteilen, die auf Konstruktionsblaupausen beruhten. In einigen Arbeiten tauchen bereits Spielsachen auf, obwohl sein ältester Sohn David erst 1954 geboren wurde. Im folgenden Jahr beschäftigte sich Roy Lichtenstein mit an Wände montierten Assemblagen aus bemaltem Holz.

Während der 1950er Jahre verrichtete Roy Lichtenstein verschiedenen Gelegenheitsarbeiten in Cleveland, von denen jede nicht länger als sechs Monate währte: Lichtenstein unterrichtete Zeichnen an der Cooper School für Werbegrafik, entwarf Logos für Hydecker, ein Cateringunternehmen; er arbeitete als Konstruktionszeichner in der Produktions- und Verarbeitungsabteilung des Stahlkonzerns Republic Steel, dekorierte in Teilzeit Schaufenster und Verkaufsetagen für das Kaufhaus Halle Brothers am Shaker Square und zeichnete schwarz-weiße Beschriftungen für die Skalen von Volt- und Amperemessgeräten der Hickok Electrical Instrument Company. In diesen Jahren reiste Roy Lichtenstein häufig nach New York City und besuchte dort gelegentlich auch die Cedar Bar, in der Willem de KooningFranz Kline und Jackson Pollock zu den Stammgästen zählten. Allerdings war Lichtenstein zu zurückhalten, um sich ihnen vorzustellen.

Auf seiner vierten Einzelausstellung bei Heller im Jahr 1957 stellte er Gemälde mit Americana-Motiven vor. Die Kommentare der Kritiker waren vernichtend und reichten von „beißende Farben“, „glanzlos gestaltet“ zu „kunstgewerblich“ und „spontan gefühlte Bilder aus der Kinderwelt eines Erwachsenen“. Im September 1957 wurde Roy Lichtenstein als Assistant Professor of Art an der State University of New York in Oswego verpflichtet (1957–1960).

Er begann, den Stil des Abstrakten Expressionismus in seinen Gemälden zu verwenden, um ab 1958 auch Comicfiguren wie Mickey Mouse, Donald Duck oder Bugs Bunny wiederzugeben (→ Abstrakter Expressionismus | Informel). 1959 stellte die New Yorker Condon Riley Gallery zum ersten Mal abstrakte Gemälde von Lichtenstein in einer Einzelausstellung aus. Die Werke tragen keine Titel und zeigen größtenteils karge Spuren heller Farben auf unbehandeltem Untergrund, einige weisen auch dicke Farbschichten auf.

Lichtenstein am Douglass College

Roy Lichtenstein erhielt 1960 eine Stelle als Assistant Professor of Art im Douglass College am Frauencollege der Rutgers, The State University of New Jersey (New Brunswick) und verließ dafür die State University of New York. Er verlegte seinen Wohnsitz und sein Atelier nach Highland Park in New Jersey. Über Allan Kaprow, der auch zum Lehrerkollegium am Rutgers gehörte, lernte Lichtenstein die Künstler Claes Oldenburg, Lucas Samaras, George Segal und Robert Whitman kennen. Über Robert Watts, ebenfalls Lehrer am Institut, traf er mit George Brecht, Geoffrey Hendricks, Allison und Dick Higgins sowie George Maciunas zusammen. Alle diese Künstler gehörten später der Fluxus-Bewegung an. Roy Lichtenstein nahm an einigen von Kaprows informellen Happenings am Rutgers teil und an anderen auf der Hühnerfarm von George Segal in New Brunswick in New Jersey.

1961 stellte Roy Lichtenstein zwölf seiner abstrakten Bilder am College aus. Seine Ribbon-Style-Paintings entstanden, indem er drei oder vier Farben auf eine Glasscheibe auftrug, dann einen Lumpen oder ein zerrissenes Betttuch darauflegte. Sobald sich das Tuch mit Farbe vollgesogen hatte, zog Lichtenstein es über eine Bildfläche. Ein Werk malte er auf mehrere zusammengenagelte Stücke Sperrholz, die von der Transportverschalung eines Kühlschranks stammten.

Roy Lichtenstein, Pionier der Pop Art

Im Frühsommer 1961 malte Roy Lichtenstein das Bild „Look Mickey“ (Washington), für das er ein Bild aus einem Heftchen seiner Kinder aus der Serie „Little Golden Book“ entnommen hatte. Sowohl Mickey Mouse als auch Donald Duck waren zuvor bereits in seinen abstrakten Werken versteckt gewesen, doch 1961 wandte er sich einer formal gänzlich anderen Malweise zu. Mit diesem Werk begann Lichtenstein in der Ben-Day-Dots-Technik mit gleichmäßigen Farbpunkten zu arbeiten, die er mit einer Schablone auf die Leinwand auftrug. Er schuf in der Folge erste Gemälde, die Werbebilder für Konsumprodukte wiedergeben, teilweise als Diptycha (zweiflügelige Werke), die durch Scharniere zusammengehalten werden.

„Kommerziellen Themen scheint es normalerweise an Sensibilität zu mangeln […] Interessant ist für mich die Energie, die die Gesellschaft hat. […] Ein Großteil unserer Kommunikation wird auf die eine oder andere Weise von der Werbung bestimmt. […] Ich interessiere mich aber, glaube ich, nicht für die Thematik, um der Gesellschaft etwas beizubringen oder unsere Welt in irgendeiner Weise zu verbessern. […] Ich denke, es verleiht ihr eine Art von Brutalität und vielleicht auch Feindseligkeit, die für mich in ästhetischer Hinsicht nützlich ist.“2 (Roy Lichtenstein)

Im Herbst 1961 vermittelte Allan Kaprow ein Treffen mit Ivan Karp, dem Leiter der Galerie von Leo Castelli. Karp war sofort von den neuen Werken Lichtensteins begeistert und bat den Künstler, einige Bilder Leo Castelli zeigen zu dürfen. Noch im gleichen Herbst stellte Castelli Lichtensteins aktuellstes Werk – „Girl with Ball“ – in der Gruppenausstellung „An Exhibition in Progress“ in der Leo Castelli Gallery aus - zusammen mit Werken von Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Frank Stella, Cy Twombly und anderen. „I Can See the Whole Room!… And There’s Nobody in It!“ und „Washing Machine“ wurden als erste Pop-Gemälde Lichtensteins von Leo Castelli an die renommierten Sammler Emily Hall Tremaine und Burton Tremaine sowie Richard Brown Baker verkauft. Im Februar 1962 organisierte die Galerie Lichtensteins erste Einzelausstellung.3

„Die Punkte sind ganz wichtig. Am Anfang waren sie handgemacht, wurden aber dann immer besser. Zuerst ging die Arbeit mit Hundebürsten aus gleichmäßig verteilten Borsten vonstatten. Manchmal wurden auch Pinsel zusammengebunden. Eine selbsthergestellte Metallschablone war der nächste Schritt. Es folgten Schablonen aus gelochtem Metall, die ich beim Hersteller fertig kaufte. Ich fand auch eine größere Stahlschablone, aber die musste ich immer mit weißer Farbe lackieren, sonst rostete sie schnell und verschmutzte die Leinwand. Dann ließ ich mir Papierschablonen machen, die ich nach Gebrauch wegwarf. Manchmal fügten die sich aber nicht gut aneinander. Bei kleineren Formaten sahen die Punkte in den früheren Werken gleichmäßiger aus, auch wenn die Papierschablonen im Verwendungsprozess selbst eigentlich ganz gut zusammenhielten. Nicht nur die Größe der Punkte hilft bei der Datierung der frühen Werke, sondern auch ihr Winkel [während sie in aktuellen Werken außer auf einer schrägen auch auf einer vertikalen Achse ausgerichtet sind]. Früher war dieser Winkel spitzer, ungefähr ein 45-Grad-Winkel. Ich weiß nicht genau, wie der Winkel heute ist, vielleicht 60 Grad. Kurz gesagt, je größer und klarer der Punkt, umso später ist das Gemälde entstanden. Diese Entwicklung wird von 1963 an sichtbar.“4 (Roy Lichtenstein)

Nach seiner Trennung von Isabel Wilson zog Lichtenstein für kurze Zeit wieder nach Manhattan, New York. Doch kehrte er 1962 wieder nach Highland Park zurück. Er malte nun Bilder nach Werken von Paul Cézanne und Piet Mondrian. Im Herbst stellte Lichtenstein seine Gemälde von Comicfiguren und Konsumgütern zum ersten Mal an der Westküste aus. Unter seinen Zeichnungen und Gemälden nach gefundenem Bildmaterial befinden sich nun auch solche mit vergrößerten Ausschnitten.

Das Jahr 1962 brachte den nationalen Durchbruch für Roy Lichtenstein: Seine frühen Pop-Gemälde wurden in sechs Ausstellungen in den USA gezeigt; in Kunstmuseen (MoMA) und Kunstmagazinen wurde kritisch über die Pop Art sowie Pop Kultur berichtet. Künstlerisch ging Lichtenstein von bekannten Comicfiguren wie Micky Mouse oder Superman ab und eignete sich erstmals Kriegscomicpanels an. Er setzte nun neben Ölfarbe auch Magna ein, eine neue Acrylfarbe, mit der glatte, glänzende Oberflächen erzielt werden können. Dazu projizierte er Vorzeichnungen oder Vorlagen mittels eines Projektors auf die Leinwände. Danach passte er das Bild mithilfe rotierender Staffeleien oder Spiegel an.

Im Herbst 1963 malte Roy Lichtenstein für den New York State Pavillon auf der Weltausstellung von 1964/65 in Flushing Meadows in New York sein erstes Wandbild. Der Architekt Philip Johnson hatte ihn eingeladen, an dem Projekt mitzuarbeiten, an dem auch Rauschenberg, Rosenquist, Andy Warhol, Peter Agostini, John Chamberlain, Robert Indiana, Ellsworth Kelly, Alexandeer Lieberman und Robert Malloy beteiligt waren. Lichtenstein wurde mit einem Wandgemälde für das Theaterama, einen Rundpavillon für den Staat New York in Queens, beauftragt. Sein Wandbild ist über sechs Meter hoch und fast fünf Meter breit; ausgeführt wurde es in Ölfarben und Magna, eine terpentinlösliche Acrylharzfarbe, auf Sperrholz. Lichtensteins World's Fair Mural (Girl at Window) wurde nach Ende der Weltausstellung im Oktober 1965 abgenommen und der University of Minnesota übergeben. Es zeigt eine junge Frau mit geschlossenen Augen, die sich aus dem Fenster lehnt. Sie wirkt wie eine der Hausfrauen der 60er Jahre, orientiert an der wirklichen Welt und dennoch gebrochen durch die Werbung.5 Lichtenstein selbst bemerkte dazu in einem Interview:

„Ich möchte eine Art Antisensibilität darstellen, dieselbe, die die ganze Gesellschaft erfüllt [...]. Indem ich sie [die Antisensibilität] darstelle, verwandele ich sie in eine Stilkomponente, [...] die zusammen mit dem Fehlen jeglicher Sensibilität und Feinheit jene Art von unmittelbaren, unbedachten Antworten betont, die uns die Gesellschaft ständig gibt. [...] In der Gesellschaft von heute ist etwas Rohes, das alles runtermacht, [...] du machst das Radio an und um eine halbe Minute der Kommentare zu den Nachrichten des Tages zu hören, musst du mehr Werbung und aufgebauschte Geschichten ertragen als Nachrichten. [...] Der Großteil der Massenkommunikationskanäle, in denen die Werbung das Sagen hat, macht sich absolut keine Gedanken darüber, welche Art von Bildung sie weitergibt. Ich weiß nicht, ob es sich um Effekte handelt, die uns verblöden sollen. Aber es scheint, als kümmere sich niemand mehr um die Botschaften, als würden alle darüber lachen und dann doch die Produkte kaufen, ganz egal was sie von der Werbung halten, mit der sie angeboten werden.“6 (Roy Lichtenstein, 1966)

In dieser Zeit trennte sich Roy Lichtenstein neuerlich von Isabel Wilson (Scheidung 1967) und nahm sich eine Auszeit vom Douglass College, das er 1964 endgültig verließ. Seine Werke enthielten nun Bilder, die er in DC Comics, Fortsetzungsromanen, Liebesgeschichten, Kriegserzählungen und Science-Fiction-Texten fand. Um diese Bilder zu übertragen, nutzte Lichtenstein einen Overheadprojektor. Nach der endgültigen Trennung von seiner Frau zog Lichtenstein in die West 26th Street 36 in Manhattan. Im Juni 1963 stellte Lichtenstein in der Galerie Sonnabend in Paris zum ersten Mal in Europa aus. Er reiste zur Eröffnung nach Paris.

Der Comiczeichner William Overgard (1926–1990), im Mai 1963 publiziert vom Time-Magazin, wies darauf hin, dass Roy Lichtenstein für sein Gemälde „I Can See the Whole Room! … And There’s Nobody in It!“ ein Panel seines Comics „Steve Roper“ adaptiert habe. Als ihm im folgenden September dere Kunsthistoriker und Berkeley-Professor Erle Loran vorwarf, ein Diagramm von Paul Cézannes „Porträt von Madame Cézanne“ verwendet zu haben, schuf Lichtenstein ein Selbstporträt als Comicbösewicht für das Magazin „Life“ vom 31. Januar 1964: „Image Duplicator“ wurde von Fotografien begleitet, die den Künstler beim Malen an einer Leinwand zeigen, auf die er eine Zeichnung projiziert hatte. Zudem ließ Lichtenstein nun die Ben-Day-Punkte von Assistent:innen ausführen. Der Artikel über Lichtenstein ist mit der Frage überschrieben: „Ist er der schlechteste Künstler Amerikas?“

Roy Lichtenstein begann mit größeren Ben-Day-Dots zu arbeiten und keine Sprechblasen mehr einzusetzen. Zudem eigente er sich erstmals Liebescomicpanels an und beschäftigte sich mit einer Serie von Landschaften. „Temple of Apollo“ stellte er bei Leo Castelli zusammen mit einigen Landschaften und Lackarbeiten aus. Lichtenstein experimentierte mit Landschaften im Collagestil und verwendete dabei Vinyl sowie ein Material aus Polycarbonat namens Rowlux: 1966 fügte er ihnen verborgene Motoren und Beleuchtungskörper hinzu. Im folgenden Jahr arbeitete er gemeinsam mit dem Töpfer Hui Ka Kwong, einem ehemaligen Kollegen vom Rutgers, an einer Serie von Köpfen aus Keramik und von aufeinandergestapelten Tassen und Untertassen. Im Herbst schuf er sein erstes Gemälde der Serie „Brushstrokes“, das von Pinselstrichen inspiriert ist, die er in einem Comic gesehen hatte.

Auf der 33. Biennale von Venedig 1966 wurde Lichtenstein ein eigener Raum gewidmet. Er fuhr zur Eröffnung nach Venedig. Die Ausstellung im Cleveland Museum of Art war Lichtensteins erste Ausstellung in einem Museum.

Roy Lichtenstein zog in die Bowery 190, wo er im dritten Stock einer ehemaligen deutschen Bank von 1917 seine Wohnung und sein Atelier einrichtete. Zu seinen Nachbarn gehörte der Maler Adolph Gottlieb. Das Stedelijk Museum Amsterdam und die Tate Modern in London richteten Lichtenstein erste Retrospektiven in Europa aus. Nachdem sich Lichtenstein 1967 von Isabel Wilson († 1980) scheiden hat lassen, heiratete er im November 1968 Dorothy Herzka, die er im Frühjahr 1964 in der Paul Bianchi Gallery kennengelernt hatte.

Im Herbst 1969 ehrte das Solomon R. Guggenheim Museum Lichtenstein mit einer Retrospektive seiner Gemälde und Skulpturen, kuratiert von Diane Waldman. Nach einem Besuch der Universal City Studios schuf er „bewegte Bilder“, indem er Landschaften in industriellen Materialien mit Filmsequenzen kombinierte. In diesem Jahr arbeitete Lichtenstein auch an ersten Grafik-Folgen mit Getreideschobern und der Kathedrale von Rouen nach Claude Monet und malte sein erstes Gemälde aus der Serie der „Mirrors“. Letztere waren inspiriert von Bilder in einem Verkaufskatalog, die mit dem Airbrush gefertigt worden waren. Zudem beschäftigte sich Lichtenstein in seiner Serie von Bildern mit den Pyramiden von Giseh.

„[Meine Richtung] ist ein industrieller Impressionismus (oder etwas in der Art) unter Verwendung einer quasimaschinellen Technik. Dennoch brauche ich wahrscheinlich zehnmal so lange dazu, eine Kathedrale von Rouen oder einen Heuhaufen zu malen, wie Monet für seine Bilder. […] Natürlich unterscheiden sich meinen von denen Monets. Trotzdem haben sie mit dem impressionistischen Klischee zu tun, ein Bild solle aus der Nähe nicht zu entziffern sein, sondern erst, wenn man sich von ihm ein Stück weit entfernt. In meiner Arbeit geht es nicht um Form, es geht ums Sehen.“7 (Roy Lichtenstein, 1963)

Roy Lichtenstein, der „Erfinder der Postmoderne“

Roy Lichtenstein war nicht nur ein Hauptvertreter der Pop Art, sondern wird auch als einer der Erfinder der Appropriation (Appropriation Art) genannt. Das heißt, er eignete sich Kunstwerke in seinem eigenen Stil an. Keinen Stil zu haben, Bilder aus Punkten, Linien und poppigen Farben ohne sichtbaren Pinselstrich aufzubauen, so „als wären sie mit der Maschine gemalt“, wurde zum markanten Personalstil Lichtensteins. Lichtenstein kommentierte mit seinen Bildern nach Kunstwerken von Claude Monet, Pablo Picasso, Henri Matisse, Vincent van Gogh, seinen „erstarrten Pinselstrichen“, seinen Stillleben und Landschaften (zuletzt wunderbar duftig nach asiatischen Vorlagen gestaltet) augenzwinkernd die Kunstwelt. Deshalb bezeichnete Robert Rosenblum den New Yorker Künstler 1991 als „Erfinder der Postmoderne“.

Roy Lichtenstein fand 1969 ein Haus in Southampton, das er 1971 zu seinem permanenten Wohnsitz mit Atelier umfunktionierte. Im Herbst 1971 schloss er die letzten Arbeiten an der Entwurfszeichnung für ein monumentales Wandgemälde in der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf ab, das sich mit einer Höhe von beinahe vier und einer Gesamtlänge von über 70 Metern über vier Wände hinzieht. Im selben Jahr schuf Lichtenstein eine Serie von „Entablatures“ in Schwarz-Weiß, für die er eigene Fotografien von klassizistischen Bauten in der Wall Street als Quelle benutzte. Im Jahr 1972 begann er die Arbeit an einer Serie von Stillleben, „Still Lifes“, und benutzte immer häufiger Diagonalen anstelle der Benday-Dots. In seinen Gemälden tauchen jetzt auch Zitate aus eigenen früheren Bildern auf. Motive von Henri Matisse nahmen in seinen Werken einen wichtigen Platz ein. So begann er 1973 eine Serie von Stillleben mit Trompe-l’oeil-Elementen oder im Stil des Kubismus, in die er auch erstmals Muster von Holzmaserungsimitaten übernahm. Im Verlauf der folgenden Jahre benutzte Lichtenstein in seinen Werken stilistische Merkmale, die für die Stilrichtungen von De Stijl, vom russischen Konstruktivismus, dem italienischen Futurismus und dem Purismus charakteristisch sind.
Ebenfalls 1973 entdeckte Roy Lichtenstein Matisses Idee, das Atelier des Malers darzustellen - und seine eigenen Bilder darin zu präsentieren. Zudem ermutigte ihn der Künstler, das Dekorative als Elemente der Kunst anzuerkennen (Fernand Léger brachte ihm Monumentalität bei).

Für eine weitere Serie von „Entablatures“ nutzte Roy Lichtenstein 1974 eine Mischung aus Sand und Farbe, um die Oberflächenstruktur hervorzuheben. Um 1976 konzentrierte er sich auf eine Serie von „Office Still Lifes“, die auf Illustrationen von Büromaterial und Firmenmobiliar in Zeitungen basierten. Im folgenden Jahr ließ er sich vom Surrealismus, vor allem vom Werk Salvador Dalís, Max Ernsts und Joan Mirós, sowie surrealistischen Werken Pablo Picassos inspirieren.

Im April 1977 wurde Roy Lichtenstein die Skowheagan Medal für Painting verliehen und im Mai erhielt er den Doktortitel in Kunst des California Institute of the Arts in Valencia. Im Juni 1977 gab ihm BMW das Karosseriedesign des 3201er-Rennwagens in Auftrag, der später im Jahr bei Rennen von Le Mans an den Start ging. 1978 erschienen in seiner „Amerind“-Serie einmal mehr Motive der First Nations Noramerikas. Lichtenstein reiste zum ersten Mal nach Indien. Im Folgejahr ließ sich der Maler vom deutschen Expressionismus inspirieren, vor allem von Gemälden und Holzschnitten der Künstler Erich Heckel, Franz Marc oder Karl Schmidt-Rottluff. Im Mai wurde Lichtenstein in die American Academy of Arts and Sciences in New York aufgenommen. „The Mermaid”, Lichtensteins erster Auftrag für eine Freilichtskulptur, wurde am Miami Beach Theatre für the Performing Arts aufgestellt.

Im September 1980 starb nach langer Krankheit Lichtensteins erste Frau Isabel Wilson. Im Jahr darauf setzte er in seinen Gemälden einen für den Amerikanischen Abstrakten Expressionismus typischen Pinselstrich, der auf Willem de Koonings dritte Serie von „Women“ (späte 1950er) zurückging, in abgewandelter Form ein. 1982 reiste der Maler ein weiteres Mal nach Ägypten. Er kombinierte in seinen Werken nun lockere mit konstruierten Pinselstrichen im Stile des Abstrakten Expressionismus. Die Serien „Paintings“ und „Two Paintings“ entstanden, in denen zwei kontrastierende Bilder auf mehrdeutige Weise durch ein einziges oder ein doppeltes Rahmenmotiv miteinander verbunden sind.

Im Dezember 1983 malte Roy Lichtenstein in der Leo Castelli Gallery in der Greene Street ein über 27 Meter langes Wandbild, in dem er viele Motive aus seinen früheren Arbeiten nebeneinanderstellte: Skizzenbücher, Art Deco-Muster, Pyramiden, Spiegel, Stillleben und Figuren nach Pablo Picasso. Das Wandgemälde war bis Januar 1984 zu sehen und wurde dann zerstört. Noch im selben Jahr kehrte Lichtenstein zeitweilig nach New York zurück, um in einem Loft in der East 29th Street 105 zu wohnen und zu arbeiten. 1986 stellte er für das Equitable Center in New York ein Wandbild mit dem Titel „Mural with Brue Brushstroke“ fertig, wofür er fast sechs Wochen benötigte. Im folgenden Jahr begann er mit seinen „Perfect Paintings“ und „Imperfect Paintings“, Kompositionen in reiner geometrischer Abstraktion.

1988 folgten die „Reflections“, eine Serie mit Zitaten aus früher gemalten Comicstrips und auch einigen neuen; damit kehrte Roy Lichtenstein zu einer Motivik zurück, mit der er seit den 1960er Jahren nicht mehr gearbeitet hatte. Die Idee dazu kam ihm beim Versuch, einen verglasten Druck Robert Rauschenbergs zu fotografieren. Es entstand die „Plus-and-Minus“-Serie, die auf Werken Piet Mondrians basiert. Im Mai 1988 bezog er eine Wohnung und ein Atelier in einem 1912 errichteten Gebäude in der Washington Street 745 in Manhattan und teilte sich seine Zeit nun zwischen Southampton und Manhattan auf. 1989 wurde Lichtenstein als Artist-in-Residence an die American Academy in Rom eingeladen. Im April reiste er mit seinen Atelierassistenten nach Tel Aviv, um an einem 7 auf 16,5 Meter großen Wandgemälde in der Meshulam Riklis Hall, der Eingangshalle des Tel Aviv Museum of Art, zu arbeiten. Er stellte das Wandbild am 7. Mai 1989 fertig und signierte es. Im Sommer dieses Jahres nahm der Künstler die Arbeit an „Bauhaus Stairway; Large Version“ auf, einem Wandgemälde für ein von I. M. Pei für die Creative Artists Agency in Beverly Hills entworfenes Gebäude. Die Metropolitan Transportation Authority gab Lichtenstein den Auftrag, ein Wandbild für die U-Bahn-Station am Times Square in New York zu malen.  Er stellte sein 16 Meter langes Wandbild im Juni 1994 fertig, es wurde jedoch erst 2002 installiert.

„Dieses Gemälde [Bedroom at Arles, 1992] entstand nach einer Postkarte mit van Goghs „Das Zimmer des Künstlers in Arles“ von 1888/89. Ich habe sein Zimmer ein bisschen für ihn aufgeräumt. Er wird sich freuen, wenn er vom Krankenhaus nachhause kommt und feststellt, dass ich seine Hemden gebügelt und ein paar neue Möbel gekauft habe. Mein Bild ist ziemlich groß, seins ziemlich klein. Seins ist besser, aber meins ist viel größer. Natürlich geht es in meiner Arbeit auch um etwas ganz anderes. Es ist das einzige Interieur, das ich nach einer Vorlage gemalt habe. Ich finde, der Unterschied zwischen dem, was van Gogh wollte, und dem, was ich wollte, ist gewaltig und genau hierin liegt ein gewisse Ironie. Mein Hauptinteresse gilt dem Stilunterschied. Wo van Goghs Bild emotional, fiebrig und unmittelbar wirkt, ist meine Arbeit genau berechnet und sehr sorgfältig ausgeführt. Wenn man das Werk eines Künstlers in einen comicähnlichen Stil überträgt, hat das etwas zu bedeuten. Oberflächlich betrachtet setzt man das Kunstwerk herab, weil man es mit einer billigen Reproduktion in Verbindung bringt. Aber von meinem Standpunkt aus gesehen geht es darum, dass ich van Gogh in die Sprache meines Mailstils übersetzte, der darin besteht, billige Reproduktionsformen zu imitieren. Dieser Vorgang ist meiner Ansicht nach nicht sehr weit von Picassos Velázquez-Übersetzungen entfernt, die zu ihrer Entstehungszeit wie eine Herabwürdigung des großen Meisters gewirkt haben müssen.“8 (Roy Lichtenstein, 11.11.1995)

Roy Lichtenstein begann 1990 die Arbeit an einer Serie von „Interiors“; im Jahr 1992 entstand nach einer Postkarte mit Vincent van Goghs „Das Zimmer des Künstlers in Arles“ (1888/89) das Gemälde „Bedroom at Arles“. Einige der Bilder malte er mit Schwämmen. Im April wurde Lichtenstein der Creative Arts Award der Brandeis University verliehen. Im Juni 1992 ernannte man ihn zum Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres der Französischen Republik. Im selben Sommer ließ sich Lichtenstein von den Arbeiten des katalanischen Künstlers Antoni Gaudí inspirieren und schuf „Barcelona Head“, eine über 19 Meter hohe Skulptur aus farbigen Keramikfliesen, als Auftragsarbeit für die Olympischen Spiele in Barcelona. Zudem entstand „Large Interior with Three Reflections“, ein Wandgemälde für die Revlon Corporation in New York, das aus einem mehr als neun Meter langen Triptychon und aus drei weiteren Tafeln besteht. Diese Werk zeigt erstmals einen weiblichen Akt. Das Solomon Guggenheim Museum präsentierte die zweite Retrospektive seiner Gemälde und Skulpturen (an mehreren Orten). Im Dezember wurde Lichtenstein von Barcelonas Bürgermeister der Preis Amici de Barcelona überreicht.

Im folgenden Jahr veröffentlichte „The New York Times“ den Artikel „At the Met with Roy Lichtenstein“. Er gehörte zu einer Serie von Interviews mit bedeutenden internationalen Künstlern über deren jeweiliges Lieblingswerk im Metropolitan Museum of Art in New York. Im Herbst erhielt Lichtenstein die National Medal of Arts sowie den Kyoto Prize von der Inamori Foundation in Kioto. Inspiriert von Edgar Degas‘ Monotypien und Pastellen von Landschaften, die Lichtenstein im Metropolitan Museum of Art sah, schuf er eine umfangreiche Serie von „Landscapes in the Chinese Style“. 1996 malte Lichtenstein sein letztes Selbstporträt, das er „Coup de Chapeau“ nannte. Zudem entstand eine Serie von Skulpturen nach Pinselstrichen und Tropfen. Der Maler beschäftigte sich weiter mit dem Thema des Interieurs, einige daraus hervorgehende Bilder mit farbigen statt nur schwarzen Konturen nannte er „Virtual Paintings“. Er malte „Mickasso“, ein Spiel mit der Disneyfigur Mickey Mouse und Pablo Picassos Kubismus. Im Mai 1997 wurde in einem Yachthafen in Singapur die Freiluftskulptur „Singapore Brushstroke“ aus sechs großen Teilen installiert. Lichtenstein stellte verschiedene Skulpturen zum Thema des Hauses fertig.

Ausstellungen

  • 1951: Roy Lichtensteins erste Einzelausstellung in der Carlebach Gallery in Manhattan (April)
  • 1951: Roy Lichtensteins zweite Einzelausstellung in der John Heller Gallery in New York; Einführung im Ausstellungshaft von Hoyt L. Sherman (Herbst)
  • 1952: Einzelausstellung in den Art Colony Galleries, Cleveland
  • 1953: John Heller Gallery (26.1.–7.2.1953)
  • 1957: Einzelausstellung, in der John Heller Gallery
  • 1962: erste Einzelausstellung Lichtensteins bei Leo Castelli
  • 1963: Einzelausstellung in der Galerie Sonnabend in Paris; Das war Roy Lichtensteins erste Ausstellung in Europa. (Juni)
  • 1968: Roy Lichtenstein. Retrospektive der Gemälde und Skulpturen im Solomon R. Guggenheim Museum (Herbst)
  • 1981: Roy Lichtenstein. Works of 1970-1980, im Saint Louis Art Museum
  • 1992: Das Solomon Guggenheim Museum präsentierte die zweite Retrospektive seiner Gemälde und Skulpturen (an mehreren Orten).

Auszeichnungen, Preise und Ehrungen

  • 1977: Skowheagan Medal für Painting (April)
  • 1977: Ehren-Doktor in Kunst des California Institute of the Arts in Valencia (Mai)
  • 1979: Mitgliedschaft in der American Academy of Arts and Sciences in New York (Mai)
  • 1988: Ehren-Doktor in Kunst am The Ohio State University, Clumbus, Ohio
  • 1989: Ehren-Doktor in Kunst am Bard College, Annandale-on-Hudson, New York
  • 1990: Ehren-Doktor in Kunst der The State University of New Jersey, Rutgers
  • 1991: Creative Arts Award der Brandeis University (April)
  • 1992: Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres der Französischen Republik (Juni)
  • 1992: Preis Amici de Barcelona von Barcelonas Bürgermeister (Dezember)
  • 1993: Ehren-Doktor in Kunst des Royal College of Art, London, United Kingdom
  • 1995: National Medal of Arts
  • 1995: Kyoto Prize von der Inamori Foundation in Kioto (Herbst)
  • 1996: Ehren-Doktor in Kunst der The George Washington University, Washington, D.C

Tod

Am 27. September 1997 starb Roy Lichtenstein am University Medical Center von Manhattan an den Komplikationen einer Lungenentzündung.

Beiträge zu Roy Lichtenstein

11. April 2024
Roy Lichtenstein, Wir standen langsam auf, 1964, Öl und Acryl auf Leinwand, 173 × 234 cm (MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST, Frankfurt, Ehemalige Sammlung Karl Ströher, Darmstadt (DE) © Estate of Roy Lichtenstein/Bildrecht, Wien 2024)

Wien | Albertina: Roy Lichtenstein Zum 100. Geburtstag | 2024

Die Ausstellung stellt die wichtigsten Etappen von Lichtensteins abwechslungsreichem Werk von den frühen 1960er Jahren bis zum Spätwerk vor.
31. Dezember 2023
Nancy Lee Katz, Lichtenstein Roy, 1986, Silbergelatine (ALBERTINA, Wien - Schenkung Dr. Michael S. Sachs)

Roy Lichtenstein: Biografie

Hier findest Du die Biografie von Roy Lichtenstein.
28. Dezember 2023
Roy Lichtenstein, Still Life with Crystal Bowl, 1972, Öl und Acryl auf Leinwand, 132.1 × 106.7 cm (Whitney Museum of American Art, purchase, with funds from Frances and Sydney Lewis 77.64. © Estate of Roy Lichtenstein)

New York | Whitney Museum: Roy Lichtenstein Retrospektive zum 100. Geburtstag | 2026

Zu Ehren des 100. Geburtstags von Roy Lichtenstein im Jahr 2026 organisiert das Whitney Museum of American Art eine Retrospektive der Pop Art-Größe.
8. April 2023
Roy Lichtenstein, Crak, Detail

Apolda | Kunsthaus Apolda: Roy Lichtenstein und Robert Rauschenberg POP ART Künstlerplakate | 2023

Mehr als 100 Künstlerplakaten geben einen retrospektiven Überblick und veranschaulicht den wichtigen Stellenwert des Künstlerplakates innerhalb der Werke der beiden amerikanischen Künstler.
24. Februar 2023
Kiki Smith, Banshee Pearls, 1991 (ALBERTINA, Wien)

Wien | Albertina modern: The Print: Warhol bis Kiefer Von Pop Art bis Gegenwart | 2023

Ann Hindry, Conversation with Roy Lichtenstein, in: Artstudio, Nr. 20 (1991), Zitiert nach: Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. v. Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.–3.10.2010), […]
29. Juni 2022
Gottfried Helnwein, Michael Jackson, Köln, 1988, Silbergelatine-Abzug (ALBERTINA, Wien)

Wien | Albertina modern: The Face. Avedon bis Newton Künstler:innen porträtieren Künstler | 2022

Zeitgenössische Porträtfotografie aus der Sammlung der Albertina, von eindringlichen Bildnisstudien berühmter Persönlichkeiten über Porträtaufnahmen von Künstler:innen in ihren Ateliers bis hin zu seriellen Arbeiten.
24. September 2021
Roy Lichtenstein, Hopeless, Detail, 1963. Acryl auf Leinwand, 177,8 x 152,4 cm (© Estate of Roy Lichtenstein & VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Kunstmuseum Basel, Martin P. Bühler, Courtesy: Kunstmuseum Basel, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung)

Berlin | Gropius Bau: The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960–1990 Sammlung Ludwig

Rund 125 Arbeiten von 80 Künstlerinnen und Künstlern aus Ost und West werden 2021 miteinander in Beziehung gesetzt: Pop Art trifft auf die russische Avantgarde!
1. Juli 2020
Larry Poons, Nixe's Mate, 1961, Acryl auf Leinwand, 178x 285 x 4 cm (Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung seit 1996, Photo: mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien © Bildrecht, Wien2020)

Wien | mumok: Misfitting Together. Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art Andy Warhols serielles Denken kontextualisiert

Pop Art, Minimal und Conceptual Art aus der Sammlung von Peter und Irene Ludwig unter dem Aspekt des Seriellen erweitert den Blick auf Andy Warhols Werk. Modulare und serielle Ideen nach Mel Bochner in deutscher und amerikanischer Kunst der 1960er und 1970er Jahre.
12. April 2020
Kunstjahr 2022

Kunstjahr 2022: Jubiläen, Geburts- und Todestage, Hommagen Welchen Künstlern gedenken wir 2022?

Das Kunstjahr 2022: runde und halbrunde Geburts- und Todestage berühmte Künstler und Künstlerinnen - hier findest du eine Liste der wichtigsten Termine.
11. März 2020
Andy Warhol, Marilyn, 1967, Farbsiebdruck aus dem 10teiligen Portfolio, © 2019 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS), New York, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Berlin | Kulturforum: Pop Art auf Papier „Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein“ aus dem Kupferstichkabinett Berlin

Schlaglichtartig sollen die verschiedenen Facetten, besonders der US-amerikanischen Pop Art, vorgestellt werden, deren wichtigstes Medium der weltweiten Verbreitung der Siebdruck war.
30. Juli 2019
Chuck Close, Self-Portrait, Detail, 2009 (Albertina, Wien)

Schlossmuseum Linz: Andy Warhol bis Cindy Sherman. Amerikanische Kunst aus der Albertina Klaus Albrecht Schröder kuratiert Ausstellung zur Amerikanischen Kunst in Linz

Mehr als 200 Werke von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Tom Wesselmann, Alex Katz, Robert Longo, Cindy Sherman, Nan Goldin, Sherrie Levine u.a. Gastspiel der Albertina im Schlossmuseum in Linz.
5. Juli 2019
Einblick in die Ausstellung WOW! The Heidi Horten Collection im Leopold Museum, 2018.

Wien | Heidi Göess-Horten plant Museum neben Albertina Eröffnung für Anfang 2022 geplant

Heidi Göess-Horten plant Museum neben Albertina - Anfang 2022 soll eröffnet werden!
20. Dezember 2018
Pablo Picasso - meistgegoogelter Künstler 2018 in Deutschland

Wer waren die am häufigsten gegooglten Künstlerinnen und Künstler des Jahres 2018 in Deutschland?

Wen haben die Deutschen 2018 am häufigsten gegoogelt? Hier drei Listen zu den Künstlern und Künstlerinnen der Klassischen Moderne, der Alten Meister und der Kunst der Gegenwart - mit Links zum Weiterlesen und Stöbern!
14. Februar 2018
Marc Chagall, Les Amoureux, Detail, 1916, Öl auf Karton, 70 x 50 cm (Courtesy Heidi Horten Collection)

Heidi Horten Collection im Leopold Museum: von Klimt, Chagall, Warhol bis Basquiat Privatsammlung der Kärntner Milliardärin erstmals zu sehen

Was sammelt Heidi Horten? Bislang war das ein großes Geheimnis, das die Kärntner Milliardärin streng gehütet hat. Nun stellt sie erstmals ihre zwischen den 1990ern und 2000ern zusammengestellte Collection im Leopold Museum der Öffentlichkeit vor.
15. Oktober 2017
Paul Klee, Blumen in Gläsern, Detail, 1925 bei Dickinson © Galerie, Foto: Eva Pakisch

Frieze Masters 2017: Von Egon Schiele bis zum ägyptischen Sarkophag Kunst aus mehreren Jahrtausenden mit Fokus aber auf dem 20. Jahrhundert

Nicht unbedingt die Alten Meister, sondern die Meister des 20. Jahrhunderts bildeten den Schwerpunkt der Frieze Masters, die in 14 Gehminuten Entfernung zur Schwestermesse ebenfalls im Regent’s Park über die Bühne ging. Der Frieze London-Ableger, der heuer zum sechsten Mal stattfand, zählte 130 Aussteller.
19. Januar 2011
Roy Lichtenstein, I Know How You Must Feel, Brad!, 1963, Grafitstift, Schablone und Lithokreide, Privatsammlung © Estate of Roy Lichtenstein, Foto: Schecter Lee, 2009.

Roy Lichtenstein. Bilder in Schwarz und Weiß Ausstellung "Black and White" in der Albertina

„I KNOW HOW YOU MUST FEEL, BRAD!“, lässt Roy Lichtenstein eine Schönheit am Fenster denken. Ihr Blick wirkt traurig, in sich gekehrt und dennoch steht sie am Fenster, greift mit ihrem Arm über das Fensterbrett in die äußere Welt und scheint von der Öffnung dennoch fast erdrückt.
8. Dezember 2010
Ralph Goings, Airstream, 1970, Öl auf Leinwand, 152 x 214 cm, Sammlung MUMOK, Foto MUMOK © Ralph Goings.

Hyper Real Wirklichkeit in Malerei und Fotografie

Malen nach Fotos (und nicht das Abmalen von Fotos!) gehört zum Methodenschatz der Hyperrealisten genauso wie die Suche nach möglichst alltäglichen Motiven.
  1. Ann Hindry, Conversation with Roy Lichtenstein, in: Artstudio, Nr. 20 (1991), Zitiert nach: Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. v. Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.–3.10.2010), Köln 2010, S. 101.
  2. Zit. n. Roy Lichtenstein, hg. v. Gunhild Bauer und Klaus Albrecht Schröder (Ausst.-Kat. Albertina, Wien, 8.3.–14.7.2024), Wien / München 2024, S. 50.
  3. Die Beziehung zwischen Lichtenstein und der Leo Castelli Galerie blieb bis zum Tod des Künstlers bestehen.
  4. Transkription von Gesprächsnotizen, aufgezeichnet bei einem Treffen von Robert Pincus-Witten mit Lichtenstein am 19. März 1991. Zitiert nach Robert Pincus-Witten, Connectin the Dots - eine Verbindung der Punkte, in: Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. von Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.-3.10.2010), Köln 2010, S. 68-75, hier S. 71.
  5. Warhol präsentierte an den Außenwänden 13 vom FBI gesuchte Personen.
  6. Roy Lichtenstein in einem Interview mit Alan Salomon für eine Fernsehsendung, 1966; abgedruckt in A. Boatto und Giordano Falzoni, Lichtenstein, in: Fantazaria, Nr. 2 (Juli/August 1966).
  7. John Coplans, An Interview with Roy Lichtenstein, in: Artforum, Nr. 4 (Oktober 1963), Zitiert nach: Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. v. Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.–3.10.2010), Köln 2010, S. 121.
  8. Roy Lichtenstein, A Review of My Work since 1961: A Lecture with Slide Presentation Delivered on November 11th, 1995, to Members oft he Inamori Foundation, on the Occasion of bBeing Awarded the Kyoto Prize, hg. v. Graham Bader, in: October Files, Nr. 7: Roy Lichtenstein, Cambridge / London 2009, Zitiert nach: Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. v. Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.–3.10.2010), Köln 2010, S. 121.
  9. Ann Hindry, Conversation with Roy Lichtenstein, in: Artstudio, Nr. 20 (1991), Zitiert nach: Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. v. Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.–3.10.2010), Köln 2010, S. 101.
  10. Zit. n. Roy Lichtenstein, hg. v. Gunhild Bauer und Klaus Albrecht Schröder (Ausst.-Kat. Albertina, Wien, 8.3.–14.7.2024), Wien / München 2024, S. 50.
  11. Die Beziehung zwischen Lichtenstein und der Leo Castelli Galerie blieb bis zum Tod des Künstlers bestehen.
  12. Transkription von Gesprächsnotizen, aufgezeichnet bei einem Treffen von Robert Pincus-Witten mit Lichtenstein am 19. März 1991. Zitiert nach Robert Pincus-Witten, Connectin the Dots - eine Verbindung der Punkte, in: Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. von Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.-3.10.2010), Köln 2010, S. 68-75, hier S. 71.
  13. Warhol präsentierte an den Außenwänden 13 vom FBI gesuchte Personen.
  14. Roy Lichtenstein in einem Interview mit Alan Salomon für eine Fernsehsendung, 1966; abgedruckt in A. Boatto und Giordano Falzoni, Lichtenstein, in: Fantazaria, Nr. 2 (Juli/August 1966).
  15. John Coplans, An Interview with Roy Lichtenstein, in: Artforum, Nr. 4 (Oktober 1963), Zitiert nach: Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. v. Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.–3.10.2010), Köln 2010, S. 121.
  16. Roy Lichtenstein, A Review of My Work since 1961: A Lecture with Slide Presentation Delivered on November 11th, 1995, to Members oft he Inamori Foundation, on the Occasion of bBeing Awarded the Kyoto Prize, hg. v. Graham Bader, in: October Files, Nr. 7: Roy Lichtenstein, Cambridge / London 2009, Zitiert nach: Lichtenstein. Kunst als Motiv, hg. v. Gianni Mercurio (Ausst.-Kat. Museum Ludwig, Köln, 2.7.–3.10.2010), Köln 2010, S. 121.