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Frankfurt | Städel: Beckmann in Frankfurt

Max Beckmann, Selbstbildnis mit Sektglas, Detail, 1919, Öl auf Leinwand, 65,0 × 55,5 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Seit 2011 Dauerleihgabe aus Privatbesitz © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Max Beckmann, Selbstbildnis mit Sektglas, Detail, 1919, Öl auf Leinwand, 65,0 × 55,5 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Seit 2011 Dauerleihgabe aus Privatbesitz © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Max Beckmann (1884–1950) ist wie kaum ein anderer Künstler mit Frankfurt und dem Städel Museum verbunden. Von 1915 bis 1933 schuf er hier einen Großteil seiner bedeutendsten Werke, entwickelte seinen charakteristischen Stil und unterrichtete ab 1925 als Hochschullehrer an der Städelschule. Zahlreiche Frankfurt-Ansichten und Bildnisse von Freunden und Bekannten belegen seine enge Bindung an die Stadt, die er nach seiner durch die Nationalsozialisten erzwungenen Entlassung 1933 mit großem Bedauern verließ. 1937 floh Beckmann, als „entartet“ diffamiert, aus Deutschland. 1950 starb er in New York (→ Max Beckmann: Biografie).

Aufgrund seiner engen Verbindung zu Frankfurt befasst sich das Städel Museum seit fast einem Jahrhundert intensiv mit dem Sammeln und Erforschen von Beckmanns Werk, das in zahlreichen Sonderausstellungen gezeigt worden ist. Seit den 1920er wurden kontinuierlich Arbeiten des Künstlers erworben, sodass das Museum heute mit elf Gemälden, zwei Skulpturen und einem mehrere hundert Blatt umfassenden grafischen Bestand über eine der weltweit umfangreichsten Beckmann-Sammlungen verfügt.

Die Ausstellung widmet sich vom 9. Dezember 2020 bis zum 5. April 2021 anhand von ausgewählten Werken und dokumentarischem Material diesem Bestand und Beckmanns Frankfurter Jahren. Im Mittelpunkt stehen sein berühmtes „Selbstbildnis mit Sektglas“ sowie sein bedeutender Lithografiezyklus „Die Hölle“, die 1919 an einem entscheidenden Punkt seiner Karriere entstanden und sein weiteres Schaffen maßgeblich prägten.

Kuratiert von Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. Regina Freyberger (Leiterin Graphische Sammlung ab 1750, Städel Museum)
Archiv: Dr. Iris Schmeisser (Leiterin Provenienzforschung und historisches Archiv, Städel Museum)

Beckmann in Frankfurt: Bilder

  • Max Beckmann, Selbstbildnis mit Sektglas, 1919, Öl auf Leinwand, 65,0 × 55,5 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Seit 2011 Dauerleihgabe aus Privatbesitz)
  • Max Beckmann, Der Nachhauseweg, aus: Die Hölle, 1919, Lithografie, 733 × 488 mm (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Max Beckmann, Die Synagoge in Frankfurt am Main, 1919, Öl auf Leinwand, 89,8 × 140,4 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Max Beckmann, Eisgang, 1923, Öl auf Leinwand, 47,5 × 59,5 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V. sowie der Bundesrepublik Deutschland)

Beiträge zu Max Beckmann

27. September 2020
Max Beckmann, Selbstbildnis, Blatt 1 aus ́Day and Dream ́, 1946, Lithografie (Privatbesitz Deutschland, Foto: Alistair Overbruck, Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Brühl | Max Ernst Museum: Max Beckmann Beckmann als sensibler Druckgrafiker

Ausgewählte Werke des Malers und Grafikers Max Beckmann, einem der großen Künstler der Moderne, beleuchten wichtige Stationen, Personen und Themenkomplexe aus seinem Leben.
25. September 2020
Max Beckmann. weiblich-männlich in der Hamburger Kunsthalle

Hamburger Kunsthalle: Max Beckmann. weiblich-männlich

Die Hamburger Kunsthalle thematisiert erstmals die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in Max Beckmanns Kunst (Frühjahr 2020).
10. September 2020
Max Beckmann und Berlin, 2015 (Kerber Verlag).

Max Beckmann: Biografie

Aktuelle Ausstellungen

6. November 2020
William Kentridge, Espagne Ancienne (Porter with Dividers), 2005, Tapestry © William Kentridge

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Die Ausstellung „Why Should I Hesitate: Putting Drawings To Work“ bietet einen umfassenden Überblick über das Werk Kentridges. Gezeigt werden Werke aus über 40 Jahren künstlerischer Produktion.
31. Oktober 2020
Rembrandt und Werkstatt, Mann in orientalischer Tracht, Detail, um 1635, Öl/Lw, 98.5 x 74.5 cm (National Gallery of Art, Washington, Andrew W. Mellon Collection, Inv.-Nr. 1940.1.13)

Basel | Kunstmuseum: Rembrandts Orient Orientalisch-exotisch Motive in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts

Rembrandts Vorstellung vom Orient und seine Orientbilder im Kontext der niederländischen Malerei, Ausstellung im Kunstmuseum Basel 2020/21
30. Oktober 2020
Franz Gertsch, Medici, Detail, 1971/72 (Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung © Franz Gertsch, Foto: Dominique Uldry, Bern)

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Franz Gertsch erlebte 1972 an der documenta 5 in Kassel (D) seinen internationalen Durchbruch als der Schweizer Vertreter des Fotorealismus. Im Jahr 2020 begeht der international gefeierte Schweizer Künstler seinen 90. Geburtstag mit einer Ausstellung seiner Gemälde in Linz.