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Kochel am See | Franz Marc Museum: Blauer Reiter – Das Moment der Abstraktion August Mackes „Café am See“ und die Abstraktion im „Blauen Reiter“

August Macke, Café am See, Detail, 1913 (Franz Marc Museum, Kochel a. See, Dauerleihgabe aus Privatbesitz)

August Macke, Café am See, Detail, 1913 (Franz Marc Museum, Kochel a. See, Dauerleihgabe aus Privatbesitz)

Eine neue, bedeutende Dauerleihgabe, das Gemälde August Mackes, „Café am See“ von 1913 ist Anlass, die verschiedenen Abstraktionstendenzen, die die Künstler des „Blauen Reiters“ in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg entwickelten, nebeneinanderzustellen (→ Abstrakte Kunst).

Trotz der Unterschiedlichkeit der Ansätze, die auf jeweils anderen theoretischen Überlegungen der Künstler basieren, gibt es gemeinsame Wurzeln in der Suche nach dem spezifisch „Geistigen in der Kunst“, dem Versuch, den „wesentlichen Kern“ hinter der Erscheinung der Dinge zu finden und darzustellen. Bis auf Kandinsky folgten die Künstler des „Blauen Reiters“ bei diesem Abstraktionsvorgang der Inspiration durch den französischen Orphismus, insbesondere der Malerei Robert Delaunays, den sie in Paris um 1912 persönlich kennenlernten und der in diesen Jahren in Berlin und in München ausstellte.

Die Studioausstellung im Franz Marc Museum basiert weitgehend auf den eigenen Beständen. „Blauer Reiter - Das Moment der Abstraktion“ präsentiert neben Gemälden auch Zeichnungen und Grafik, Skizzenbuchblätter und Ölskizzen.

Blauer Reiter - Das Moment der Abstraktion: Bilder

  • August Macke, Café am See, 1913 (Franz Marc Museum, Kochel a. See, Dauerleihgabe aus Privatbesitz)

Beiträge zum Expressionismus

17. Mai 2021
Ernst Ludwig Kirchner, Sitzende Frau mit Holzplastik, Detail, 1912

Berlin | Brücke Museum: Nolde und Kirchner

Das Werk von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) und Emil Nolde (1867–1956) vor dem Hintergrund des deutschen Kolonialismus zwischen 1908 und 1918. betrachtet Es bringt weniger bekannte, gewalttätige Aspekte des Expressionismus ans Licht und fragt nach dem Kontext der Bilde.
17. März 2021
Jacoba van Heemskerck, Bild no. 33 (Meer mit Schiffen), 1915, Öl auf Leinwand, 80,5 x 100,5 cm (Kunstmuseum Den Haag, Foto: Kunstmuseum Den Haag)

Bielefeld | Kunsthalle Bielefeld: Jacoba van Heemskerck

Jacoba van Heemskerck (1876–1923) hat in weniger als zwei Jahrzehnten ein kraftvolles Œuvre geschaffen, das Gemälde, Holzschnitte und Glasarbeiten umfasst und war eine der zentralen Künstlerinnen der "Sturm"-Bewegung. Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld in Kooperation mit dem Kunstmuseum Den Haag.
7. März 2021
Emil Nolde, Herr und Dame (im roten Saal), Detail, 1911, Öl/Leinwand, 73 x 88 cm (Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen © Nolde Stiftung Seebüll, Foto Elke Walford)

Hamburg | Kunsthalle: Emil Noldes Maltechnik „Meistens grundiere ich mit Kreide“ analysiert elf Gemälde

Präsentation der Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts zu dem Expressionisten Emil Nolde (1867–1956), an dem die Hamburger Kunsthalle zusammen mit dem Doerner Institut der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München und der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde seit Herbst 2018 arbeitet.
2. Februar 2021
Rudolf Wacker, Stillleben mit Puppe und Hund, Detail, um 1923 (© Leopold Privatsammlung, Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger)

Wien | Leopold Museum: 11 österreichische Maler der Ersten Republik „Menschheitsdämmerung. Zwischen lyrischer Empfindsamkeit und sachlicher Weltauffassung“

Alfons Walde, Albin Egger-Lienz, Anton Kolig, Herbert Boeckl, Gerhart Frankl, Anton Faistauer, Josef Dobrowsky, Hans Böhler, Alfred Wickenburg, Rudolf Wacker und Sergius Pauser kennzeichnen den Pluralismus zwischen einem zurückhaltenden, von Innerlichkeit geprägten, expressiven Kolorismus und einer vom nüchternen Blick auf die Dingwelt geleiteten Neuen Sachlichkeit.
2. Januar 2021
Richard Gerstl, Selbstbildnis, lachend, Sommer/Herbst 1907, Öl auf Leinwand, 40 x 30,5 cm (Belvedere, Wien)

Zug | Kunsthaus: Richard Gerstl „Inspiration – Vermächtnis“ des Wiener Avatgardisten

Richard Gerstl, früh verstorbener Expressionist, zwischen seinen Vorgängern und Nachfolger*innen. Ausstellung zur spannend gestischen Malerei eines Unangepassten!
17. November 2020
August Macke, Farbige Formen I, Detail, 1913, Öl/Pappe, 53,1 x 38,5 cm (LWL-Museum, Münster, Inv.-Nr. 1610 LM, Foto: LWL/Sabine Ahlbrand-Dornseif)

Münster | LWL-Museum: August Macke

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zeigt im Sommer 2021 erstmals die Hälfte seiner fast 400 Werke umfassenden Macke-Sammlung in seiner Vielfalt.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.