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Die Zeichnungen von Antoine Watteau wurden schon zu Lebzeiten ihres Schöpfers gepriesen und wurden nach seinem frühen Tod in Form von Radierungen veröffentlicht. Die Ausstellung „Watteau. Der Zeichner“ im Städel Museum in Frankfurt und im Teylers Museum in Haarlem vereint 50 Zeichnungen und sechs Gemälde Watteaus, der als Erfinder der fête galante das französische Rokoko maßgeblich prägte. Ergänzend werden Blätter jener Zeitgenossen präsentiert, die unter dem Einfluss Watteaus standen.

 

„[…] Ich ziehe seine Zeichnungen seinen Gemälden bei weitem vor […] Watteau war selbst der gleichen Meinung. Er mochte seine Zeichnungen mehr als seine Gemälde […] Ihm gefiel das Zeichnen besser als das Malen. Oft sah ich, wie er sich über sich selber ärgerte, weil er in der Malerei den Geist und die Wahrheit nicht wiedergeben konnte, die er seinem Kreidestift zu verleihen vermochte.“[1]Zitiert nach Watteau. Der Zeichner (Ausst.-Kat. Städel, Frankfurt), S. 11. (Edme-François Gersaint)

 

 

Antoine Watteau (1684–1721) hat keine Ausbildung an der Académie Royale de Peinture et de Sculpture erhalten. Den Lehrplänen der königlichen Akademie zufolge sollte die Kunst der Zeichnung bestimmte Aufgaben im Entstehungsprozess eines Kunstwerkes – Gemälde oder Skulptur – erfüllen. Die Schritte bis zur Fertigstellung waren durch Kategorien der Zeichnung vorgegeben: Idee- und Entwurfsskizzen, Kompositions- und Figurenstudien und exakte Vorzeichnungen. Watteau arbeitete mit den genannten Kategorien, wie anhand seiner Blätter nachzuvollziehen ist. Doch folgte er nicht den strengen akademischen Richtlinien des Festhaltens von bestimmten Posen und Stellungen der Modelle, er arbeitete frei und nach spontanen Bewegungen, zudem skizzierte er situationsbedingt. Um diese flüchtigen Eindrücke festzuhalten trug er, wie es Comte de Caylus (1692–1765) überlieferte, stets ein Skizzenbuch mit sich.

Watteaus bevorzugtes Zeichenmaterial war die rote Kreide, der Rötel, dessen Striche er manchmal mit dem Pinsel lavierte. Zusätzlich setzte er schwarze und weiße Kreide, diese insbesondere für Lichthöhungen, ein – „trois-crayons-Technik“ nannte man den gemeinsamen Einsatz der drei Farben auf einem Blatt. Für diese Besonderheit wurde Watteau von Zeitgenossen sehr gerühmt. Im Umgang mit den Materialien war er souverän und setzte die gewünschten Effekte gekonnt ein. Je nach Intensität des Druckes auf die Kreide erzielte er eine hellere oder dunklere Wirkung der Details.

 

 

„Recueil Jullienne“

Die Bedeutung und die Qualität seiner Zeichnungen wurden durch jene Edition dokumentiert, für die sein Freund Jean de Jullienne (1686–1766) verantwortlich zeichnete. 1726 und 1728 erschienen in zwei Bänden die „Figures de Différentes Caractères, de Paysage & d´Etudes dessinées d´Aprés nature par Antoine Watteau“ mit 351 Radierungen nach Zeichnungen Watteaus. 1735 folgten zwei weitere Bände mit 270 Graphiken nach seinen Gemälden. Die vier Bände bildeten den „Recueil Jullienne“. Ungefähr 1000 Zeichnungen hinterließ Watteau nach seinem Tod, bis heute sind ungefähr 670 Blätter erhalten.

 

 

Von der Zeichnung zum Gemälde

 

„Er hatte die Gewohnheit, seine Studien in ein gebundenes Buch zu zeichnen, sodass er immer eine große Zahl davon zur Hand hatte. Er besaß galante und auch komische Gewänder, mit denen er Personen beiderlei Geschlechts bekleidete, wenn er jemanden fand, der bereit war, für ihn Modell zu stehen, und er zeichnete sie in den Haltungen, die die Natur ihm darbot, wobei er den einfachsten den Vorzug gab …“[2]Zitiert nach Marianne Roland Michel, Französische Zeichnungen im 18. Jahrhundert, München 1987, S. 116. (Comte de Caylus, 1748)

 

Antoine Watteaus Zeichnungen bildeten die Grundlage seiner Malkunst. Die von ihm souverän ausgeführten Linien stellten die Varianten der Details der Kompositionen dar: gerade, spitz, unruhig, ausdrucksstark, geschwungen, weich, durch Schatten hinterfangen – die Vielfalt seines Striches war groß. Dieser führte in die seidigen, duftigen und nebeligen Oberflächen seiner Gemälde, die sinnliche Bewegungen und sensible Konstellationen der Protagonisten und zog damit den Betrachter in ihren Bann.

Im zeichnerischen Œuvre Watteaus dominieren die Studien zu Figuren und Details; Blätter, die ein Gemälde unmittelbar vorbereiteten, liegen in geringer Zahl vor. Eine zeitgleiche Beschreibung der Zeichenkunst Watteaus liegt von dessen Zeitgenossen Comte de Caylus vor. Dieser bewertete das Zeichnen des Künstlers als spontan, ohne Ziel und sprach von einem Buch, das er stets bei sich trug, um Eindrücke festhalten zu können. Anhand der ausgestellten Blätter lässt sich beobachten, dass Watteau tatsächlich immer wieder auf den Fundus von Figuren und ihrer Konstellationen zurückgriff. Er wiederholte diese in Varianten für mehrere Gemälde. Auch die Tatsache, dass die Fête Galante als Bildthema inhaltlich nicht eindeutig festgelegt war, erleichterte dieses Vorgehen. Watteau konnte aus dem bereits vorhandenen Repertoire schöpfen und zu beliebigen, neuen Lösungen gelangen.

 

 

Nennenswert ist „Die Landschaft mit Kirchturm“ (um 1712–1714, Tylers Museum, Haarlem, Kat. 10), die Watteau auf der Rückseite des Studienblattes „Ein Drehleierspieler und drei Studien eines Mannes mit einem Stock“ (um 1711–1712) mit Rötel ausführte und farbig lavierte. Diese ist nicht nur technisch eine Besonderheit, sondern auch hinsichtlich des Motivs, da er eine identifizierbare Ansicht hinterließ: Es handelt sich um den Turm der Kirche von Gentilly sur Bièvre. Dieser Ort in der Nähe von Paris war Watteau bekannt, da sich das Haus und die Manufaktur von seinem Freund und späteren Verleger seines künstlerischen Werks, Jean de Jullienne dort befanden. Auch diesen Kirchturm zitierte Watteau in anderen Werken: in „Das Murmeltier“ (St. Petersburg) und „Der Tanz (Iris)“ (Berlin).

 

 

Antoine Watteau und die Kunst der Alten Meister

Anhand einer Gruppe von Zeichnungen wird die Auseinandersetzung von Watteau mit den Werken Alter Meister, sowohl ihrer Gemälde, als auch ihrer Zeichnungen behandelt. Michiel Plomp strich in seinem Katalogbeitrag hervor, dass sich Watteau nach flämischen, holländischen und italienischen Meistern orientierte.[3]Michiel Plomp, Watteau und die Alten Meister, in: Watteau. Der Zeichner (Ausst.-Kat. Städel, Frankfurt), München 2016, S. 31–47. Gerade die Motive der niederländischen Maler des 17. Jahrhunderts genossen wenig Anerkennung durch die Akademie, fehlten ihnen die Ideale der Antike, der Meister der Hochrenaissance und die Qualitäten der von der Akademie favorisierten Maler Nicolas Poussin (1594–1665) und Charles Le Brun (1619–1690). Watteau hingegen kopierte in den ersten Jahren in Paris die Werke niederländischer Künstler und ließ sich durch Rembrandt (1606–1669) und Philipp Wouwerman (1619–1668) inspirieren. Wouwermanns Werke trugen dazu bei, dass sich Watteau mit Soldatenszenen auseinandersetzte, die in seinem Frühwerk eine Rolle spielten.

Antoine Watteau hatte durch die Bekanntschaften mit Jean de Jullienne und Pierre Crozat (1665–1740) die Zugang zu hochkarätigen Zeichnungen. Der wohlhabende Bankier Crozat hatte in seinem Stadthaus in der Pariser Rue Richelieu, wo Watteau einige Zeit sogar wohnte, eine Sammlung von etwa 500 Gemälden und ungefähr 19.000 Zeichnungen untergebracht. Die Werke waren mit Sicherheit bedeutendes Anschauungsmaterial für den Künstler. Laut Comte de Caylus besaß Crozat Werke der Malerdynastie Bassano, von Tizian und Domenico Campagnola, sowie von Anton van Dyck und Peter Paul Rubens, die Watteau nachgezeichnet haben soll. Die Beschäftigung mit den Gemälden von Rubens wurde dadurch forciert, dass Watteaus zweiter Lehrer, Claude III Audran, Kurator der königlichen Sammlungen war und seinem Schüler das Studium der im Palais du Luxembourg befindlichen Werke von Rubens, dem Zyklus über das Leben der Maria de Medici, ermöglichte. Watteau konnte sich demnach sowohl dem Studium der Malerei, als auch dem Studium der Zeichenkunst der Alten Meister intensiv widmen.

 

 

Auf der Reise zur Insel der Venus

Einer der Abschnitte der Ausstellung ist dem im Frankfurter Städel Museum verwahrten Gemälde „Die Reise nach Kythera“ gewidmet. Es ist die erste Version zu diesem Bildsujet und entstand vermutlich um 1711/1712. Im Jahr 1717 wurde Watteau mit einer weiteren Variante dieses Motivs offiziell in die Akademie aufgenommen (heute: Louvre). Zu dem Gemälde wurden in der Ausstellung vorbereitende Blätter arrangiert, um Watteaus Beschäftigung mit den Figuren vorzustellen. Die Zeichnungen illustrieren, wie sich der Künstler mit den Posen und Gesten der Pilger auseinandersetzte. Die Kleidungen wurden detailvoll wiedergegeben, und die von Watteau häufig verwendeten Rückenfiguren fast vollständig angelegt. Wie es Christoph Martin Vogtherr im Katalog ausführlich beschreibt, entwickelte Watteau aus diesen detailreichen Vorstudien die Figuren für das endgültige Gemälde.[4]Christoph Martin Vogtherr, Zeichnungen und Gemälde im Antoine Watteaus – eine ungewöhnliche Beziehung, in: Antoine Watteau. Der Zeichner (Ausst.-Kat. Städel, Frankfurt), München 2016, S. 49–63. Am ungewöhnlichsten für einen Künstler seiner Generation aber ist das Fehlen von Männerakten in den Zeichnungen, die Beschäftigung mit unzähligen weiblichen Modellen und das „ziellose“ Zeichnen. Aus Konvoluten von Zeichnungen, die nicht aus dem gleichen Entstehungszusammenhang hervorgegangen sind, stellte Watteau die Gemälde zusammen.

 

 

Inszenierung der fête galante

Die intensive Auseinandersetzung Watteaus mit den Werken Alter Meister war durch den Zugang zu Gemälden und Zeichnungen italienischer und niederländischer Künstler in Pariser Sammlungen möglich. Im Fall der fêtes galantes, die als Bildmotiv seit Watteaus Aufnahme in die Akademie 1717 anerkannt waren, lassen sich ebenfalls Inspirationen durch Alte Meister nachvollziehen: Sebastian Vrancx (1573–1647), David Vinckboons (1576–1632) und Dirck Hals (1591–1656) waren neben Peter Paul Rubens jene Maler, die das Feiern eleganter Gesellschaften in der Natur und unter freiem Himmel schon während des 17. Jahrhunderts inszenierten. Auch das Musizieren war dabei ein wichtiges Bildmotiv.

Das galante Zueinander in Rubens‘ „Liebesgarten“ stellte nicht nur für Watteaus „Die Reise nach Kythera“ eine Inspirationsquelle dar, auch in „Les plaisirs du bal [Die Freuden des Balles]“ (um 1715/1717) führte die Bildmotive der Festlichkeiten in der Natur ein. Eine dafür vorbereitende Figurenstudie „Stehende Frau, den rechten Arm aufgestützt“ (um 1714, Petit Palais Musée des Beaux Arts de la Ville de Paris) führt erneut Watteaus Konzentration auf die einzelnen Elemente der Komposition vor Augen. Vergleichbar mit einem Regisseur stimmte er sorgfältig die Ansichten der Mitglieder der feiernden Gesellschaft aufeinander ab, um Ausgewogenheit und Harmonie in der Gesamtkomposition zu erzielen. Theatralische Posen und elegante Körperhaltungen wie in „Stehender Mann mit ausgestrecktem Arm“ (um 1716, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam) und „Mann in Tanzhaltung“ (um 1716, Petit Palais, Paris) eröffnen zugleich den Blick in die Welt der Bühne, die in Watteaus Schaffen eine bedeutsame Stellung hatte.

 

 

Zur Regie der Theaterszenen

Bereits in der Werkstatt von Claude Gillot hatte Watteau Eindrücke aus der Theaterwelt aufnehmen können. Seine frühen Blätter spiegeln die spielerisch-leichte Auseinandersetzung wider, indem er Putti als Schauspieler agieren ließ: „Allegorie des Winters oder Kinder parodieren einen Ball“[5]Nach dieser Zeichnung malte Watteau die „Allegorie des Winters“, Öl auf Leinwand, 49 x 61 cm (Musée Carnavalet, Paris). (um 1707–1711). Im verschollenen Gemälde Watteaus („Les Jaloux“), das heute noch durch einen Kupferstich von Jean-Baptiste Scotin überliefert ist, führte der Künstler die Gestalt des Pierrot in sein Werk ein. Dies mündete in das großformatige, porträtähnliche Werk von 1718, „Gilles“ (Louvre). Gemeinsam mit einer weiteren Dienerfigur der Commedia dell´Arte, dem Brighella, führt die Ausstellung vor Augen, dass sich Watteau seit jungen Jahren intensiv mit den Komödianten auseinandersetzte („Zwei stehende Schauspieler mit einem Hund, um 1711, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam; „Zwei Brighellas und ein Pierrot“, um 1712, Teylers Museum, Haarlem).

 

 

Zwei Gemälde aus Berlin verdeutlichen im Städel, wie Watteau die beiden zeitgleichen Varianten des Theaters in Frankreich in seinen Bildern umsetzte: „L’amour au théâtre français [Die Lieben im französischen Theater]“ und „L’amour au théâtre italien [Die Liebe im italienischen Theater]“ (beide um 1715–1717, Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie). Obwohl hinsichtlich ihres Sujets mehr als verwandt, entstanden die Gemälde ursprünglich nicht als Pendants. Heute wird angenommen, dass erst im Verlauf ihrer Fertigstellung der Gedanke reifte, sie als ein aufeinander bezugnehmendes Ensemble zu sehen. In den Studienblättern Watteaus wurden Figuren aus beiden Kompositionen vorbereitet. Selbst wenn die Theaterszenen mit Hilfe von Gruppen und interagierenden Charakteren dargestellt sind, so bleiben die Einzelfiguren dennoch für sich. Dass die Gefühlswelt der Dargestellten bereits sehr subtil in den Zeichnungen angelegt wurde, wird in einer Serie von Studien, die im Städel unter dem Titel „Blicke, Gedanken und Gefühle“ zusammengeführt wurden, deutlich (darunter: „Studie einer stehenden männlichen Figur. Bildnis des Nicolas Vleughels, um 1718–1719, Städel Museum, Frankfurt; „Sitzendes Kind auf einer Lehnstuhlkante“, um 1715/16 oder um 1720, Rijksmuseum, Amsterdam). Einmal mehr führt die Hängung vor Augen, dass Watteau ein sensibler Beobachter war und die Gabe hatte, die feinsinnigen Gefühlsregungen seiner Modelle nicht nur zu Papier zu bringen, sondern es auch verstand, diese in die Gemälde zu übertragen. Die gezeichneten Personen sind durchwegs in ruhigen, verinnerlichten Stimmungen wiedergegeben.

 

 

Antoine Watteaus Zeitgenossen und Nachfolger

Insgesamt dreizehn Zeichnungen von Zeitgenossen und Nachfolgern aus dem Bestand des Städel Museums in Frankfurt runden die Eindrücke zu Antoine Watteaus Schaffen ab. Hierbei werden auch technische Aspekte der Zeichnung vor Augen geführt, in denen Watteaus künstlerische Prinzipien nachwirkten.

Antoine Coypel (1661–1722), der Watteaus Abgabe des Aufnahmestückes an der Akademie überwachte, fungierte zudem als Direktor jener Sitzung, in der die „Fête Galante“ zu dessen Aufnahme führte.

Charles de la Fosse (1636–1717) wohnte wie Watteau einige Zeit bei Pierre Crozat und konnte dort die Zeichnungen in dessen Sammlung studieren. Auch er ließ sich von den Blättern von Peter Paul Rubens inspirieren und wandte die „trois-crayons-Technik“ an.

Claude Gillot (1673–1722) war der erste Lehrer Watteaus und brachte ihm die Motive des Theaters näher.

Nicolas Lancret (1690–1743) lernte ihn um 1712/1713 kennen und begann bald darauf Watteaus Stil und auch seine Bildmotive zu übernehmen.

François Lemoyne (1688–1737) trug ab den 1730er Jahren den Titel „Erster Maler des Königs“ und war Lehrer von François Boucher.

François Boucher (1703–1770) wurde ebenfalls zum „Ersten Maler des Königs“ berufen und erhielt zudem von der Mätresse Ludwigs XV., der Madame de Pompadour, zahlreiche Aufträge. Nach dem Vorbild Watteaus stellte er seine Protagonisten in der Natur dar, wobei Boucher der menschlichen Figur, im Unterschied zu Watteau, eine untergeordnete Rolle in der Komposition zuwies.

Jean-Honoré Fragonard (1732–1728) nahm schließlich die Tradition der „Fête Galante“ auf und führte Watteaus Bildmotive zu einer weiteren Blüte (→ Jean-Honoré Fragonard).

 

Antoine Watteau im Städel

Beide Institutionen, das Städel Museum und das Teylers Museum, besitzen qualitätsvolle Bestände an Zeichnungen Antoine Watteaus. Der französische Barockmaler ist im Bestand des Städel mit sieben Werken präsent. Hochkarätige Leihgaben aus verschiedenen Sammlungen Europas und aus Privatbesitz begleiten diese Werke und führen beispielhaft vor Augen, dass derartige Kooperationen zur erneuten Würdigung des Künstlers Watteau einen wesentlichen Beitrag leisten können. Strich und Linie des Künstlers können wieder im Original studiert und unmittelbar in ihrer Qualität erlebt werden. Überdies handelt es sich um die erste monographische Schau in Deutschland seit 30 Jahren, die sich mit dem Werk des früh verstorbenen Künstlers auseinandersetzt.

Im Jahr 1935 fand die erste Ausstellung zur Zeichenkunst Watteaus in Amsterdam statt. Mit dem Ankauf des Gemäldes „Die Einschiffung nach Kythera“ (um 1707–1712) durch das Städel Museum im Jahr 1982 war der geeignete Anlass für eine intensive Beschäftigung mit Watteau gefunden worden. Bereits 1984 wurde die Neuerwerbung gemeinsam mit den in Zusammenhang stehenden Zeichnungen in Frankfurt ausgestellt. Es folgte im gleichen Jahr die bedeutsame internationale Schau, die in Washington, Paris und Berlin zu sehen war und erstmals Watteaus umfangreiches malerisches Schaffen gemeinsam mit einer großen Zahl an Zeichnungen den Besuchern vorstellte. Seitdem blieb das Interesse an der Kunst Antoine Watteaus unvermindert groß und fand Niederschlag in den wissenschaftlichen Veröffentlichungen internationaler Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker. Von diesen waren an der derzeitigen Ausstellung in Frankfurt Christian Martin Vogtherr, Michiel Plomp und Martin Sonnabend maßgeblich beteiligt.

Beginnend mit Watteaus frühen Blättern, die die Welt des Theaters abbilden, führt der Weg der Ausstellung zu jenem Thema, durch das er eine Sonderstellung in der Malerei des beginnenden 18. Jahrhunderts einnahm: die Reise nach Kythera, der geheimnisvollen Insel der Göttin der Liebe, Venus. Gemeinsam mit dem im Städel Museum verwahrten Gemälde werden vorangehende Studien gezeigt. Die Darstellungen der Soldaten (Kat. 14-17), der Jagd (Kat. 18-21) und der persischen Reisenden, die 1715 als Gesandtschaft Paris besuchten (Kat. 18-21) werden gemeinsam mit den Studien der „Savoyarden“ (Kat. 22-25) präsentiert. Anhand dieser Sujets gelang der Einblick in die Welt jener Motive, mit denen sich Watteau im Frühwerk auseinandersetzte. Zusätzlich wurden zwei weitere Themen in der Ausstellung behandelt: Michiel Plomp untersuchte jene Werke der Alten Meister, die Watteau inspirierten und Christoph Martin Vogtherr widmete sich der Beziehung zwischen Zeichnung und ausgeführtem Gemälde. Damit wurden zwei Aspekte unter neuen Voraussetzungen und Perspektiven sehr eingehend beleuchtet. Die Ausstellung wird von einem Katalog im HIRMER Verlag begleitet, dessen Aufsätze und Beiträge die Schwerpunkte der Schau näher erläutern und durch weiteres Bildmaterial ergänzen.

Michiel Plomp, Martin Sonnabend (Hg.)
Watteau. Der Zeichner
mit Beiträgen von Christoph Martin Vogtherr
ca. 260 Seiten, ca. 200 Abb. in Farbe und s/w
23 x 28 cm, gebunden
ISBN 978-3-7774-2654-9
München 2016.
HIRMER Verlag

 

Antoine Watteau: die wichtigsten Zeichnungen

Antoine Watteau hinterließ bei seinem Tod 1721 ca. 1000 Zeichnungen, von denen bis dato über 600 Blätter erhalten sind und in graphischen Sammlungen weltweit verwahrt werden.

  • Antoine Watteau, Interieur eines Tuchhändlergeschäftes, um 1705/1706, Rötel auf cremefarbenem Papier, 15,2 x 22,1 cm (Paris, Musée du Louvre, Cabinet des Dessins)
  • Antoine Watteau, Der Quacksalber, um 1706/1707, Rötel auf weißem Papier, 17,8 x 22,8 cm (Oxford, The Visitors of the Ashmolean Museum)
  • Antoine Watteau, Ariadne, Bacchus und Venus (nach Rubens), um 1707, Rötel auf beigem Papier, 16,3 x 18,4 cm (London, British Museum)
  • Antoine Watteau, Drei Studien des Doktors aus der italienischen Komödie, um 1707/1708, Rötel auf cremefarbenem Papier, 13 x 18 cm (Valenciennes, Musée des Beaux-Arts)
  • Antoine Watteau, Sechs Studien eines Soldaten beim Gewehrladen, um 1708/1709, Rötel, 13 x 19,6 cm (Quimper, Musée des Beaux-Arts)
  • Antoine Watteau, Drei Pilger, um 1709, Rötel, 16,5 x 19,9 cm (Frankfurt am Main, Städel)
  • Antoine Watteau, Stehender Offizier, um 1709, Rötel, 11,5 x 7,5 cm (Stockholm, Nationalmuseum)
  • Antoine Watteau, Rückenansicht einer stehenden Frau, um 1709, Rötel, 11,5 x 7,5 cm (Stockholm, Nationalmuseum)
  • Antoine Watteau, Zwei Kavaliere und eine Dame, um 1709/1710, Rötel auf beigem Papier, 16 x 19,5 cm (London, Privatsammlung)
  • Antoine Watteau, Interieur eines Barbierladens, um 1709/1710, Rötel, 12,2 x 33,5 cm (Paris, Musée du Louvre, Cabinet des Dessins)
  • Antoine Watteau, Sitzender Pierrot und Draperiestudie, um 1710/1711, Rötel auf weißem Papier, 17,8 x 19,5 cm (Stockholm, Nationalmuseum)
  • Antoine Watteau, Zwei Schauspieler mit einem Hund, um 1711, Rötel auf cremefarbenem Papier, 13,6 x 15,8 cm (Rotterdam, Museum Boymans-van Beuningen)
  • Antoine Watteau, Schauspieler, die eine Militärparade parodieren, um 1711, Rötel, 13,9 x 21,4 cm (Darmstadt, Hessisches Landesmuseum)
  • Antoine Watteau, Allegorie des Frühlings, um 1711, Rötel auf cremefarbenem Papier, 15,6 x 21,4 cm (Chicago, The Art Institute of Chicago, Sammlung Margaret Day Blake)
  • Antoine Watteau, Zwei Pilger und eine stehende Frau, um 1709–1712, Rötel, 16,5 x 20 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK)
  • Antoine Watteau, Zwei sitzende Frauen, um 1712, Rötel auf beigem Papier, 17,8 x 19,3 cm (Kansas City, The Nelson-Atkins Museum of Art)
  • Antoine Watteau, Zwei Brighellas und ein Pierrot, um 1712, Rötel, 17,6 × 19 cm (Teylers Museum, Haarlem)
  • Antoine Watteau, Zwei stehende Männer, zwei stehende und drei sitzende Frauen, um 1713, Rötel, 23,2 x 17,4 cm (Dijon, Musée des Beaux-Arts)
  • Antoine Watteau, Zwei Studien eines Kinderkopfes und vier eines Frauenkopfes, um 1713, Rötel auf gelbbraunem Papier, 22,2 x 21, 6 cm (Cambridge, Massachusetts, Fogg Art Museum, Harvard University)
  • Antoine Watteau, Drei Pilger, um 1713, Rötel auf weißem Papier, 16,5 x 19,9 cm (Frankfurt, Städelsches Kunstinstitut)
  • Antoine Watteau, Jagdpartie. Jäger und Jägerin mit vier Hunden in einer Landschaft, um 1713, Rötel, 40,3 x 54,1 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK)
  • Antoine Watteau, Drei Figuren, um 1712/1714, Rötel, 20,6 x 16,4 cm (Privatsammlung)
  • Antoine Watteau, Theaterfiguren, 1708 und um 1712/1714, Rötel auf cremefarbenem Papier, 16,5 x 20,5 cm (New York, The Pierpont Morgan Library)
  • Antoine Watteau, Stehender Mann mit einem Glas, um 1712/1714, Rötel, 16,9 x 10,2 cm (Paris, Privatsammlung)
  • Antoine Watteau, Sitzender Künstler und stehender Mann, um 1713/1714, Rötel auf weißem Papier 12,4 x 9,2 cm (England, Privatsammlung)
  • Antoine Watteau, Drei stehende Figuren, zwei Männer und eine Frau, um 1714, Rötel auf beigefarbenem Papier, 15 x 16,3 cm (Dublin, National Gallery of Ireland)
  • Antoine Watteau, Drei Studien eines Mannes, ein weiterer, der ein Joch trägt, um 1712/1715, Rötel auf cremefarbenem Papier, 17,3 x 22,8 cm (London, The Trustees of the British Museum)
  • Antoine Watteau, Landschaft mit einer Hütte und Bauern bei der Arbeit, um 1712–um 1717, Rötel auf cremefarbenem Papier, 16,7 x 23,7 cm, London (London, British Museum)
  • Antoine Watteau, Zwei stehende Männer mit Musketen und Rückenansicht einer stehenden Frau, um 1712/13, Rötel, 18 x 21 cm (Baltimore, Privatsammlung)
  • Antoine Watteau, Ein Liebespaar im Wald, daneben ein beladener Esel; Le Meunier galant (Der galante Müller), um 1712–1714 (zum Teil früher?), Rötel, 21,8 x 30 cm (Institut de France, Musée Jacquemart-André, Paris © Studio Sébert Photographes)
  • Antoine Watteau, Studienblatt mit der Büste einer Frau, einem gehenden Mann und den Armen und Händen eines Oberkörpers, 1713/14, Rötel, 18,2 x 23,7 cm (London, The British Museum)
  • Antoine Watteau, Studienblatt mit drei Soldaten in Rückenansicht, um 1713/14, Rötel, 17,3 x 19,9 cm (Staatliche Museen zu Berlin / Kupferstichkabinett, Sammlung der Zeichnungen und Druckgraphik Berlin Foto: bpk / Kupferstichkabinett, SMB / Volker-H. Schneider)
  • Antoine Watteau, Drei Studien eines Trommlers, um 1714, Rötel auf cremefarbenem Papier, 15,3 x 19,3 cm (Cambridge, Massachusetts, Fogg Art Museum, Harvard University)
  • Antoine Watteau, Acht Kopfstudien, um 1714, Rötel, schwarze und weiße Kreide, 26,7 x 39,7 cm (Paris, Musée du Louvre, Cabinet des Dessins)
  • Antoine Watteau, Zwei tanzende Männer und ein alter Mann mit Stock, um 1714, Rötel auf weißem Papier, 17,3 x 22,8 cm (London, British Museum)
  • Antoine Watteau, Drei Skizzen eines alten Mannes und eine eines Drehleierspielers, um 1714, Rötel, 16,2 x 22 cm (Haarlem, Teylers Museum)
  • Antoine Watteau, Stehende Spinnerin und Studie eines Frauenkopfes, um 1714, Rötel auf cremefarbenem Papier, 16,4 x 12,2 cm (New York, The Metropolitan Museum of Art)
  • Antoine Watteau, Zwei Geiger, um 1714, Rötel und weiße Kreide, 26,1 x 36,2 cm (Oxford, Ashmolean Museum)
  • Antoine Watteau, Sitzender Perser, 1715, Rötel und schwarze Kreide, 25 x 21,2 cm (Teylers Museum, Haarlem)
  • Antoine Watteau, Italienische Komödianten, Beifall empfangend, 1715/16, Rötel und Graphit auf cremefarbenem Papier, 17,8 x 18,5 cm (New York, Mrs. Gertrude Laughin Chanler)
  • Antoine Watteau, Gruppe von Komödianten bei einem Brunnen, 1715/16, Rötel, 14 x 18,3 cm (Paris, Musée Jacquemart-André)
  • Antoine Watteau, Zwei Studien einer am Boden sitzenden Dame, 1715/16, Rötel auf beigem Papier, 20,2 x 34,1 cm (Amsterdam, Rijksmuseum, Rijksprentenkabinett)
  • Antoine Watteau, Brustbild einer niederblickenden jungen Frau, die den Stoff ihrer Mantille anhebt, um 1717, Rötel und schwarze Kreide, 15,4 x 13,2 cm (Amsterdam Museum, legaat C.J. Fodor)
  • Antoine Watteau, Pflanzenstudie, um 1709–1712 oder um 1717 (?), Aquarell in Braun und Grau über schwarzer Kreide, einige Spuren roter Kreide, 16,5 × 20 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum – ARTOTHEK)
  • Antoine Watteau, Stehendes Mädchen, nach links geneigt und seinen Rock anhebend, um 1715–1717, Rötel, schwarze und weiße Kreide auf rötlichbeigem Papier, 26,2 x 14 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK)
  • Antoine Watteau, Nackter Mann, auf dem Bauch liegend, den rechten Arm ausgestreckt, um 1717, Rötel, schwarze und weiße Kreide auf beigem Papier,10,8 x 21,2 cm (Fondation Custodia – Collection Frits Lugt, Paris)
  • Antoine Watteau, Der Geiger, 1717/18, schwarze Kreide und Rötel auf beigem Papier, 30 x 21,3 cm (Washington, National Gallery of Art)
  • Antoine Watteau, Drei Studien einer sitzenden Frau, 1717/18, schwarze Kreide, Rötel, Graphit, weiße Kreide auf beigem Papier, 22,6 x 29,3 cm (Paris, Musée du Louvre, Cabinet des Dessins)
  • Antoine Watteau, Kniende Frau, ihre Schürze aufhaltend, 1717/18, Graphit mit schwarzer Kreide, Rötel auf beigem Papier, 17 x 12,5 cm (Valenciennes, Musée des Beaux-Arts)
  • Antoine Watteau, Zwei Studien eines Männerkopfes und einer knienden Frau, um 1717/18, Rötel und schwarze Kreide, 26,1 x 33,2 cm (Paris, Musée du Louvre, Cabinet des Dessins)
  • Antoine Watteau, Studie für das Liebesfest, um 1717/18, Rötel und Graphit, 19,5 x 26,4 cm (The Art Institute of Chicago)
  • Antoine Watteau, Studie einer stehenden männlichen Figur. Bildnis des Nicolas Vleughels, um 1718/19, Graphitstift und rote Kreide auf Papier, 29,4 x 18,4 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK)
  • Antoine Watteau, Studienblatt mit drei Frauenköpfen und einer linken Hand, um 1718, Rötel, schwarze und weiße Kreide, Pinsel in grauer, brauner und roter Aquarellfarbe, 26,5 x 34,6 cm (Teylers Museum, Haarlem)
  • Antoine Watteau, Vier Studien eines Frauenkopfes und zwei einer sitzenden Dame, um 1717/18, Rötel, schwarze Kreide, Graphit, 22,8 x 35,3 cm (Amsterdam, Rijksmuseum, Rijksprentenkabinett)
  • Antoine Watteau, Drei Studien eines Frauenkopfes und Studie einer Hand, 1717/19, schwarze Kreide und Rötel, 26,3 x 34,5 cm (Haarlem, Teylers Museum)
  • Antoine Watteau, Vier Studien von Komödianten, 1719/20, Rötel, schwarze und weiße Kreide auf braunem Papier, 26 x 40,2 cm (The Art Institute of Chicago)
  • Antoine Watteau, Knabenkopf mit Hut, 1717/1719, Rötel mit schwarzer Kreide auf cremefarbenem Papier, 18,8 x 13,7 cm (Paris, Musée Cognacq-Jay)
  • Antoine Watteau, Porträts von zwei Töchtern von Pierre Sirois, um 1718/1719, Rötel und schwarze Kreide auf weiße, Papier, 18,8 x 12,3 cm (London, British Museum)
  • Antoine Watteau, Ein Theorbenspieler, um 1716/1717, Rötel und weiße Kreide auf beigem Papier, 24,2 x 16,5 cm (Santa Barbara Museum of Art)
  • Antoine Watteau, Porträt von Nicolas Vleughels, um 1718/1719, stehend, 29,1 x 18 cm (Frankfurt, Städel Museum)
  • Antoine Watteau, Porträt des Antoine de La Roque, um 1719/1721, Rötel auf beigem Papier, 22,4 x 16,5 cm (Cambridge, Fitzwilliam Museum)
  • Antoine Watteau, Dame auf einer Chaiselongue, um 1718/1719, Rötel und schwarze Kreide, 21,4 x 31,1 cm (Paris, Custodia Lugt Stiftung, Institut Néerlandais)
  • Antoine Watteau, Weiblicher Akt mit erhobenem Arm, um 1718/1719, Rötel und schwarze Kreide auf braungelbem Papier, 28,2 x 23,3 cm (Paris, Musée du Louvre, Cabinet des Dessins)
  • Antoine Watteau, Sich niederkauernde Frau, um 1715/1716, Rötel und schwarze Kreide, weiß gehöht, 23,2 x 23 cm (Lille, Musée des Beaux-Arts)
  • Antoine Watteau, Frau mit schwarzem Überwurf, um 1719, schwarze Kreide und Rötel, 19,7 x 17,9 cm (Massachusetts, Williamstown, Sterling and Francine Clark Art Institute)
  • Antoine Watteau, Auf einem Stuhl sitzendes Kind, um 1719/1720, schwarze Kreide, Rötel, weiße Kreide, 11,7 x 12,2 cm (Amsterdam, Rijksmuseum, Rijksprentenkabinett)
  • Antoine Watteau, Bärtiger Perser, stehend, um 1715, Rötel und schwarze Kreide, 32,1 x 18 cm (Berlin, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen)
  • Antoine Watteau, Stehender Schauspieler, seinen Umhang ausbreitend, um 1719/1720, verschiedene Röteltöne, 17 x 13,2 cm (Minneapolis, The Minneapolis Institute of Arts)
  • Antoine Watteau, Zwei Studien eines Knabenkopfes und Hände, die eine Schleife binden, um 1719/1720, Rötel, schwarze Kreide, 17,5 x 17,1 cm (Rotterdam, Museum Boymanns-van Beuningen)
  • Antoine Watteau, Der Schiffbruch, um 1720, Rötel, 22,2 x 33,9 cm (Oxford, Ashmolean Museum)
  • Antoine Watteau, Sitzendes Kind auf einer Lehnstuhlkante, um 1715–1716 oder um 1720, Rötel, schwarze und weiße Kreide, auf cremefarbenem Papier, 17,7 x 12,2 cm (Rijksmuseum, Amsterdam Foto: Rijksmuseum, Amsterdam)
  • Antoine Watteau, Drei Studien eines Jagdhundes, um 1720, Rötel, 13,5 x 15,2 cm, Paris, Musée Cognacq-Jay
  • Antoine Watteau, Vier Kopfstudien einer jungen Frau, um 1720, schwarze und weiße Kreide, Rötel, 34 x 24,5 cm, Stockholm, Nationalmuseum
  • Antoine Watteau, Zwei Männer die eine Kiste packen, Rötel, schwarze Kreide, 16,8 x 22,7 cm, Paris, Musée Cognacq-Jay
  • Antoine Watteau, Rosalba Carriera bei der Toilette, 1721, schwarze kreide und Rötel, 23,1 x 30,2 cm, Amsterdam, Rijksmuseum, Rijksprentenkabinett
  • Antoine Watteau, Sitzender Savoyarde, um 1715, Rötel, schwarze Kreide, laviert, 22,5 x 15,2 cm (Florenz, Gabinetto dei Disegni e delle Stampe, Uffizien)
  • Antoine Watteau, Sechs Studien von Männerköpfen und eine eines Eselkopfes (nach Veronese), um 1715, Rötel auf cremefarbenem Papier, 24,2 x 31,4 cm (New York, The Pierpont Morgan Library)
  • Antoine Watteau, Silenszug, um 1715/1716, Rötel, schwarze und weiße Kreide, 15,4 x 21 cm (Massachusetts, Privatsammlung)
  • Antoine Watteau, Stehendes Kind (nach van Dyck), um 1715/1716, Rötel, 21,5 x 15,2 cm (Schweiz, Privatsammlung)
  • Antoine Watteau, Sechs Köpfe (nach Le Nain), um 1716, Rötel, 22 x 25,2 cm (New York, Privatbesitz)
  • Antoine Watteau, Studienblatt mit acht Köpfen, um 1716, Rötel, schwarze und weiße Kreide, 25 x 38,1 cm (Paris, Cabinet des Dessins, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Frauenkopf (nach Rubens), um 1716/1717, Rötel und schwarze Kreide, 31 x 22,8 cm (Rotterdam, Museum Boymans-van Beuningen)
  • Antoine Watteau, Zwei nach rechts gewandte Köpfe (nach Rubens), um 1716/1718, schwarze Kreide, Rötel, 15,5 x 20 cm (Baltimore, Privatbesitz)
  • Antoine Watteau, Halbfigurenstudie eines jungen Mannes, um 1716/1718, Rötel, 20 x 13,7 cm (Stockholm, Nationalmuseum)
  • Antoine Watteau, Unter Bäumen sitzende Musiker (nach Campagnola), um 1716/1718, Rötel, 19,2 x 25,8 cm (Besançon, Musée des Beauy-Arts et d´Archéologie)
  • Antoine Watteau, Venezianische Landschaft (nach Campagnola), um 1716/1718, Rötel, 29,5 x 39,5 cm (Paris, Privatbesitz)
  • Antoine Watteau, Landschaft mit Schloss (nach Campagnola), um 1716/1718, Rötel, 22,4 x 33,9 cm (The Art Institute of Chicago)
  • Antoine Watteau, Italienische Landschaft mit alter spinnender Frau im Vordergrund (nach Campagnola), um 1716/1718, Rötel, 20,5 x 31,8 cm (New York, The Metropolitan Museum)
  • Antoine Watteau, Zwei Studien einer am Boden sitzenden Dame, um 1718, Rötel, 20,2 x 34,1 cm (Amsterdam, Rijksprentenkabinet, Rijksmuseum)
  • Antoine Watteau, Rosalba Carriera (?) bei der Toilette, um 1721, Rötel, 23,1 x 30,2 cm (Amsterdam, Rijksprentenkabinet, Rijksmuseum)
  • Figures de Differents caracteres, de Paysages . . .Volume II, Paris 1728, S. 323–324, Radierung, 51.5 x 36 x 5.5 cm, nach Zeichnungen von Antoine Watteau (New York, The Metropolitan Museum, Harris Brisbane Dick Fund, 1928)

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1. Zitiert nach Watteau. Der Zeichner (Ausst.-Kat. Städel, Frankfurt), S. 11.
2. Zitiert nach Marianne Roland Michel, Französische Zeichnungen im 18. Jahrhundert, München 1987, S. 116.
3. Michiel Plomp, Watteau und die Alten Meister, in: Watteau. Der Zeichner (Ausst.-Kat. Städel, Frankfurt), München 2016, S. 31–47.
4. Christoph Martin Vogtherr, Zeichnungen und Gemälde im Antoine Watteaus – eine ungewöhnliche Beziehung, in: Antoine Watteau. Der Zeichner (Ausst.-Kat. Städel, Frankfurt), München 2016, S. 49–63.
5. Nach dieser Zeichnung malte Watteau die „Allegorie des Winters“, Öl auf Leinwand, 49 x 61 cm (Musée Carnavalet, Paris).