0

Münster | LWL-Museum: August Macke

August Macke, Farbige Formen I, Detail, 1913, Öl/Pappe, 53,1 x 38,5 cm (LWL-Museum, Münster, Inv.-Nr. 1610 LM, Foto: LWL/Sabine Ahlbrand-Dornseif)

August Macke, Farbige Formen I, Detail, 1913, Öl/Pappe, 53,1 x 38,5 cm (LWL-Museum, Münster, Inv.-Nr. 1610 LM, Foto: LWL/Sabine Ahlbrand-Dornseif)

August Macke war einer der bekanntesten Maler des deutschen Expressionismus. Unvergesslich sind seine leuchtenden Porträts und die farbstarken Landschaften. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zeigt zum ersten Mal die Hälfte seiner fast 400 Werke umfassenden Macke-Sammlung in ihrer Vielfalt.

„Er hat uns allen der Farbe den hellsten und reinsten Klang gegeben, so hell und klar wie sein ganzes Wesen war“,

meinte Franz Marc über seinen guten Freund. In der Sammlung des LWL-Museum prangt dieses Zitat über einem farbenfrohen Bild von Spaziergängern mit dem Titel „Sonniger Weg“ von 1913. Münster besitzt mit „Venedig“ von 1905 ein außergewöhnlich frühes Gemälde des Bonner Malers. Zu den Höhepunkten der Macke-Sammlung gehören das „Circusbild I: Kunstreiterin mit Clowns“ (1911), „Farbige Karos“ (1913), „Modegeschäft“ (1913), „Farbige Formen I“ (1913), „Tunesisches Hafenbild“ (1914).

Eine absolute Zimelie der Moderne ist „Paradies“ von 1912, eine Zusammenarbeit von Franz Marc und August Macke. Das 1980 von der Wand des Macke-Ateliers abgelöste Wandgemälde entstand im Oktober 1912 (→ August Macke und Franz Marc). Die beiden Künstler wollten damit die Harmonie zwischen Tier und Mensch zum Ausdruck bringen.1

Ausstellung und Katalog behandeln den Einfluss des französischen Kubismus auf Macke, seine Porträts, die Schaufenster-Gestaltungen und Spaziergänger, die Bedeutung der Abstraktion sowie das Thema Orient und Nordafrika (→ Abstrakte Kunst). Zudem fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Digitalisierung der Skizzenbücher August Mackes, die seit 1957 als Teil des Nachlasses des Künstlers im Landesmuseum betreut werden.

Quelle: LWL-Museum, Münster

August Macke in Münster: Ausstellungskatalog

Tanja Pirsig-Marshall, Anna Luisa Walter (Hg.)
272 Seiten, 260 farbige Abbildungen
Klappenbroschur, 24 x 30 cm
ISBN 978-3-86502-454-1
E. A. Seemann

August Macke im LWL-Museum: Bilder

  • August Macke, Farbige Formen I, 1913, Öl/Pappe, 53,1 x 38,5 cm (LWL-Museum, Münster, Inv.-Nr. 1610 LM)

Weitere Beiträge zu August Macke

10. Juli 2021
Ernst Ludwig Kirchner, Vier Badende, Detail, 1909/10 (Von der Heydt-Museum, Wuppertal)

Wuppertal | Von der Heydt-Museum: Brücke und Blauer Reiter Zusammenwirken der beiden Künstlergruppen

Die umfassende Ausstellung soll anhand ausgewählter Hauptwerke einen frischen Blick auf die Bedeutung und das Zusammenwirken dieser beiden Formationen Brücke und Der Blaue Reiter ermöglichen.
28. März 2021
Jakob Alt, Blick auf Wien von der Spinnerin am Kreuz, Detail, 1817, Aquarell, Deckfarben (Albertina, Wien)

Wien | Albertina: Stadt und Land von Dürer bis Schiele, Nolde und Klee Landschaften der berühmten Sammlung von der Renaissance bis zur Moderne

Über die Autorenschaft von Franz Marc und August Macke hinsichtlich unterschiedlicher Motive wird in der Literatur noch kontrovers diskutiert.
23. März 2021
Franz Marc, Blaues Pferd I, Detail, 1911 (Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Bernhard und Elly Koehler Stiftung 1965, Schenkung aus dem Nachlaß Bernhard Koehler sen., Berlin, erworben von Franz Marc)

München | Lenbachhaus: Der Blaue Reiter. Gruppendynamik

Für die Ausstellung ist der im Almanach „Der Blaue Reiter“ von 1912 verfolgte Gedanke einer Gleichberechtigung jedweder Kulturproduktion grundlegend.

Aktuelle Ausstellungen

19. September 2021
Hermann Carl Eduard Biewend, Ich und mein Luischen, Detail, 1851, kolorierte Daguerreotypie (Private Sammlung © Collection H. G.)

Schweinfurt | Museum Georg Schäfer: Frühe Jahre der Fotografie Neue Wahrheit? Kleine Wunder!

Erste Präsentation einer britischen Privatsammlung zu Louis Daguerre, Daguerreotypien aus EU & USA, Karikaturen, Stereofotografie, Porträts und einer seltenen Ambrotypie.
19. September 2021
Berthe Morisot, Junge Frau auf dem Sofa [Jeune Femme au Divan], Detail, 1885, Öl/Lw, 61 x 50.2 cm (Tate, London; Bequeathed by the Hon. Mrs A.E. Pleydell-Bouverie through the Friends of the Tate Gallery 1968, Photo ©Tate)

Riehen b. Basel | Beyeler: Close Up. Berthe Morisot bis Elizabeth Peyton

Die Ausstellung zeigt Werke von Künstlerinnen, deren Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne seit 1870 bis heute darstellen. Es ist der Zeitraum, zu dessen Beginn es Künstlerinnen in Europa und Amerika erstmals möglich wurde, auf breiter Basis professionell tätig zu sein.
18. September 2021
Alicja Kwade, Selbstporträt, 2020, Courtesy of the artist; KÖNIG GALERIE, Berlin/ London/ Seoul/ Decentraland, Foto: Roman März

Berlin | Berlinische Galerie: Alicja Kwade. In Abwesenheit

Alicja Kwade (* 1979) erarbeitet 2021 eine ortsspezifische Installation in der ersten großen Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie.
  1. Über die Autorenschaft von Franz Marc und August Macke hinsichtlich unterschiedlicher Motive wird in der Literatur noch kontrovers diskutiert.
  2. Über die Autorenschaft von Franz Marc und August Macke hinsichtlich unterschiedlicher Motive wird in der Literatur noch kontrovers diskutiert.