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Würzburg | Museum Kulturspeicher: MOZART IMAGINE MOZART | MOZART BILDER anlässlich 100 Jahre Mozartfest

Gerhard Richter, Mozart, 1981, Öl/Lw, 50 cm x 70 cm (© Gerhard Richter 2020 (01852020), WVZ-Nr. 472-1)

Gerhard Richter, Mozart, 1981, Öl/Lw, 50 cm x 70 cm (© Gerhard Richter 2020 (01852020), WVZ-Nr. 472-1)

Sich ein Bild von Mozart machen? Ein schwieriges Unterfangen. Bilder von Mozart sind immer eine Deutung: idealisierend die älteren, interpretierend die jüngeren. Jede Zeit hat sich ihr Mozartbild neu erschaffen, und immer noch bietet der Wiener Klassiker Interpretationsspielraum, wird zur Projektionsfläche, zum Abziehbild, zur Imagination. Welches Bild haben wir vor Augen, wenn wir Mozart imaginieren?

IMAGINE MOZART | MOZART BILDER

Deutschland | Würzburg:
Martin von Wagner Museum
der Universität Würzburg
15.5. – 11.7.2021

100 Jahre Mozartfest in Würzburg

Seit 100 Jahren feiert die Stadt Würzburg den berühmten Komponisten und Musiker Wolfgang Amadé Mozart. In den vergangen 100 Jahren veränderte sich der Blick auf die Person und ihre Werke permanent. Die Vielfalt der Mozart-Bilder zu vermitteln, ist daher erklärtes Ziel des Mozartfest 2021.

Mit der Ausstellung „IMAGINE MOZART | MOZART BILDER“ zeigt das Mozartfest ein Panorama an Darstellungen, zu denen Mozarts Werk und Persönlichkeit bildende Künstler in rund 250 Jahren inspiriert haben. Ausgehend von bildlichen Selbstzeugnissen wie originalen Briefdokumenten und Notenautografen des Komponisten, spürt der Ausstellungsparcours nach, wie sich das Verhältnis bildender Künstler zu Mozart immer wieder ändert und Zeiten spiegelt.

Mozart-Bilder im Wandel der Zeit

„Zu Würzburg haben wir auch unsere theuere Mägen mit koffè gestärkt, eine schöne, prächtige Stadt“,

schrieb Wolfgang Amadé Mozart an die Gattin. Er war auf der Durchreise von Wien nach Frankfurt, als er vermutlich am 27. September 1790 in Würzburg eine Pause einlegt. Selbst der kurze Eindruck, den Mozart von Würzburg empfangen hat, scheint ein ausgezeichneter gewesen zu sein. Ulrich Konrad hat das Mozartfest-Jubiläum zum Anlass genommen, den „Würzburg-Brief“ (Israelische Nationalbibliothek, Jerusalem) Mozarts genauer unter die Lupe zu nehmen.

An hochrangigen Kunstwerken etwa von Eugène Delacroix, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Karl Friedrich Schinkel, Max Slevogt und Gerhard Richter sowie einer großen Bandbreite von Stilen, Methoden und Techniken konkretisiert sich der fundamentale Wandel der Mozartbilder und -vorstellungen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

An jedem Samstag im Zeitraum des Mozartfestes 2021 stellen Damian Dombrowski und Ulrich Konrad Exponate der Ausstellung Kompositionen von Wolfgang Amadé Mozart u. a. gegen­über. Die ca. einstündige Veranstaltung findet im Toscana­-Saal der Residenz statt und beginnt jeweils um 11 Uhr.

IMAGINE MOZART | MOZART BILDER: Ausstellungskatalog

mit Beiträgen von Damian Dombrowski, Andrea Gottdang, Ulrich Konrad, Carolin Goll, Christoph Großpietsch, Werner Telesko und Denise Wendel­-Poray
264 Seiten, 28 x 21 cm
150 farbige Abb.
ISBN 978-3-422-98641-1
Deutscher Kunstverlag

Mozart-Bilder 2021 in Würzburg: Bilder

  • Gerhard Richter, Mozart, 1981, Öl/Lw, 50 cm x 70 cm (© Gerhard Richter 2020 (01852020), WVZ-Nr. 472-1)
  • Jaques-Émile Blanche, Le Chérubin de Mozart, un portrait de Désirée Manfred [Mozarts Cherubino, ein Porträt von Désirée Manfred], Detail, um 1903 (© Reims, Musée des Beaux-Arts)
  • Paul Klee, Sängerin der Komischen Oper, Detail, 1925, 225 (W 5). Lithografie, 41,5 × 28,5 cm (Museum Ulm)

Aktuelle Ausstellungen

5. Oktober 2021
Michael Anastassiades und WW im MAK, Ausstellungsansicht, MAK-Schausammlung Gegenwartskunst © MAK/Georg Mayer

Wien | MAK: SHOWROOM WIENER WERKSTÄTTE. Ein Dialog mit Michael Anastassiades Londoner Designer inszeniert elegant-humorvoll Wiener Design

Detailverliebt, spannend, reich an Dialogen: Michael Anastassiades zeigt sich – sein Denken und seine feinen Eingriffe mit Hilfe selbst gestalteter Lampen – als würdevoller Interpret eines Designgedankens, der bis heute einflussreich geblieben ist.
2. Oktober 2021
Caspar David Friedrich, Zwei Männer in Betrachtung des Mondes, Detail, 1819/20, Öl/Lw, 33 x 44,5 cm (© SKD, Albertinum, Foto: Jürgen Karpinski)

Dresden | Albertinum: Romantik in Russland und Deutschland Träume von Freiheit in Innenwelten oder Landschaften

Im Zentrum der Ausstellung stehen Gemälde der Romantik aus der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau und dem Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, etwa von Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Alexei Wenezianow und Alexander Andrejewitsch Iwanow.
30. September 2021
Isamu Noguchi, 4.7.1947, Foto: Arnold Newman (© Arnold Newman Collection / Getty Images / INFGM / ARS – DACS)

London | Barbican: Isamu Noguchi Skulpturen, Möbel, Lichtobjekte und Land Art-Projekte des amerikanischen Modernisten

Erste Retrospektive mit mehr als 150 Werken des japanisch-amerikanischen Künstlers Isamu Noguchi, der Skulptur, Design und Land-Art miteinander verband.
30. September 2021
Jasper Johns, Three Flags, 1958, Enkaustik/Lw, 77.8 × 115.6 × 11.7 cm (Whitney Museum of American Art, New York; purchase with funds from the Gilman Foundation, Inc., The Lauder Foundation, A. Alfred Taubman, Laura-Lee Whittier Woods, Howard Lipman, and Ed Downe in honor of the Museum's 50th Anniversary 80.32. Art © Jasper Johns/Licensed by VAGA, New York, NY)

New York | Whitney Museum of American Art: Jasper Johns Doppelausstellung in New York und Philadelphia

Jasper Johns (* 1930) ist wohl der einflussreichste lebende amerikanische Künstler. In den letzten 65 Jahren hat er ein radikales und vielfältiges Werk geschaffen, das von ständiger Neuerfindung geprägt ist. In einer beispiellosen Zusammenarbeit werden das Philadelphia Museum of Art und das Whitney gleichzeitig eine Retrospektive von Johns Karriere in beiden Museen zeigen.
29. September 2021
Rebecca Horn, Konzert der Seufzer (Venedig), 1997 (Foto Attilio Maranzano © Rebecca Horn)

Wien | Kunstforum: Rebecca Horn

Erste umfassende Werkschau zu Rebecca Horn seit knapp 30 Jahren in Österreich mit Schwerpunkt auf der medialen Verflechtung der unterschiedlichsten Genres in ihrem Werk.
25. September 2021
Porträt Georges Braque, anonymer Fotograf, um 1906–1907, Silbergelatine Abzug, Archives Quentin Laurens

Düsseldorf | K20: Georges Braque. Erfinder des Kubismus Frühe Meisterwerke des Pariser Malers

Georges Braque arbeitete von 1908 bis 1914 intensiv mit Picasso zusammen; gemeinsam erfanden sie den Kubismus: Braques führende Rolle wiederentdeckt! Ausstellung im K20 im Herbst/Winter 2021/22.