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Pieter Bruegel d. Ä.: Werk und Leben Erste monografische Ausstellung zu Pieter Bruegel d. Ä.

Pieter Bruegel der Ältere, Der Turmbau zu Babel, Turm, 1563, signiert und datiert, Öl auf Eichenholz, 114 x 155 cm (Wien, Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 1026)

Pieter Bruegel der Ältere, Der Turmbau zu Babel, Turm, 1563, signiert und datiert, Öl auf Eichenholz, 114 x 155 cm (Wien, Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 1026)

2019 jährt sich der Todestag von Pieter Bruegel der Ältere (um 1525/30–1569) zum 450. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums widmet das Kunsthistorische Museum diesem bedeutendsten niederländischen Maler des 16. Jahrhunderts die weltweit erste große monografische Ausstellung.

Nur knapp über 40 Gemälde haben sich von der Hand Bruegels erhalten. Mit 12 Tafeln besitzt das Kunsthistorische Museum die weltweit größte Sammlung. Nicht zuletzt liegt dies auch daran, dass die außerordentliche Qualität und Originalität der Bildwelten Bruegels schon im 16. Jahrhundert bemerkt worden waren und sich die Kunstsammler unter den Habsburgern frühzeitig die prestigeträchtigen Werke Pieter Bruegels des Älteren sicherten (→ Pieter Bruegel der Ältere, Der Turmbau zu Babel | Pieter Bruegel der Ältere, Jäger im Schnee (Winter) | Pieter Bruegel der Ältere: Kinderspiele).

Bruegels Popularität hat auch heute noch ihren Ursprung in den oft moralisierenden, immer abwechslungsreichen und wirkungsvollen Kompositionen. Diese regen den Betrachter gleichsam zum kunstsinnigen Diskurs mit dem Werk als auch zur Reflexion über die Vielschichtigkeit des Inhaltes an. In Museen und Privatsammlungen gehören die Werke Bruegels mit Recht zu den kostbarsten wie auch zu den fragilsten Beständen. Wenn im Herbst 2018 die Sammlung des Kunsthistorischen Museums Wien um zahlreiche Gemäldeleihgaben internationaler Museen und Privatsammlungen ergänzt wird, entsteht ein einmaliger Überblick über das gesamte Schaffen Bruegels. Viele der empfindlichen Holztafeln dürfen nur aufgrund des besonderen Anlasses nach Wien verliehen werden. Ergänzt um eine repräsentative Auswahl an Zeichnungen und Grafiken, kann das Œuvre damit in größtmöglicher Dichte erschlossen werden.

 

 

Das Ausstellungsereignis wird ein intensives Eintauchen in Bruegels Welt ermöglichen. Anhand von neuesten Erkenntnissen zu Materialien und Techniken, die langjährigen Forschungen und internationalen Kooperationen zu verdanken sind, wird der künstlerische Schaffensprozess Bruegels thematisiert: In der Perfektion der Ausführung, verbunden mit einem meisterhaften Einsatz von Kolorit und Zeichnung, liegt eines der vielen Geheimnisse dieses Künstlers.

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4. September 2017
Pieter Bruegel der Ältere, Der Turmbau zu Babel, Turm, 1563, signiert und datiert, Öl auf Eichenholz, 114 x 155 cm (Wien, Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 1026)

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Pieter Bruegels berühmtestes Gemälde im Kunsthistorischen Museum ist „Der Turmbau zu Babel“ aus dem Jahr 1563. In die monumentale, bildbeherrschende Architektur des Turmes ließ Pieter Bruegel das Erscheinungsbild des Kolosseums in Rom, das er während seiner zweijährigen Italienreise gesehen hatte, einfließen.
3. September 2017
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3. September 2017
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Eva Michel

Eva Michel: „Bruegel gelang ein neuer Blick auf die Landschaft, ein neuer Realismus“ Landschaftsmaler, Moralist und ein bisschen Kirmes: facettenreicher Bruegel in der Albertina

Pieter Bruegel der Ältere (1526/30–1569) ist vielen als „Bauernmaler“ bekannt. Die Albertina widmet dem niederländischen Spätrenaissancekünstler eine Ausstellung, die den Blick auf Bruegel als Miterfinder der Landschaftsmalerei, als moralisierenden Nachfolger von Hieronymus Bosch und als genialen Zeichner präsentiert.
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Heinz Hajek-Halke, Ohne Titel, Detail, 1950–1970, Farbpapier, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Sammlung Fotografie, © bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, Foto: Dietmar Katz

Kunst und Alchemie Verwandlung von Materialien in Kunst und Wissenschaft

Kunst und Alchemie sind wesensverwandt, arbeiten beide doch mit der Verwandlung von Materialien. Entgegen der landläufigen Meinung behandelt Alchemie nicht nur die Erschaffung von künstlichem Gold aus den einfachen Stoffen, sondern widmet sich ganz allgemein der Auffindung der Weltformel, also der Erforschung komplexer Zusammenhänge, und gar der Schöpfung neuer Wesen bzw. der Erlangung der Unsterblichkeit – ob in der Natur oder der Kunst. Die groß angelegte Schau im Berliner Kulturforum verfolgt das Konzept der Transmutation von seinen Anfängen in Ägypten zum europäischen Mittelalter, nach Indien, China und Japan. Dass aber auch so mancher zeitgenössischer Kunstschaffende sich als „Alchemist“ empfand oder eine wesensverwandte Kunstpraxis entwickelte, ermöglicht, das Thema bis in die Gegenwartskunst nachzuverfolgen. Jörg Völlnagel strukturiert in zehn Kapiteln das heterogene kulturgeschichtliche Material von etwa 230 Objekten, das sowohl durch seine zeitliche wie auch geografische Dimension eine 3.500 Jahre alte, globale Menschheitsgeschichte erzählt.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.