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Frankfurt | Städel: Ausstellungen 2020

Städel Museum 2020

Städel Museum 2020

Das Städel Museum hat seine Ausstellungen 2020 jetzt öffentlich bekanntgegeben. Das Publikum darf vier Sonderausstellungen und die Neupräsentation der Sammlung der Gegenwart erwarten.

Den Beginn macht die Ausstellung zur Skulptur und Plastik des Impressionismus: „EN PASSANT. Impressionismus in Skulptur“ (ab 19.3.). Hierin geht das Städel der Frage nach, wie sich die Eigenschaften der impressionistischen Malerei wie Licht, Farbe, Stimmung, Bewegung –sogar Flüchtigkeit –in feste Materialien übersetzen lassen. Ab dem 2. April 2020 eröffnet in den Gartenhallen die Neupräsentation der Sammlung Gegenwartskunst im Städel Museum. Mit „Städels Erbe“ wirft das Frankfurter Traditionshaus einen Blick zurück auf die eigene Entstehungsgeschichte, konnten doch in den vergangenen Jahren bedeutende Meisterzeichnungen aus der Sammlung des Stifters identifiziert werden.

Der Herbst 2020 im Städel Museum wird niederländisch! Neben der Überblicksschau zu „Niederländischen Zeichnungen des 18. Jahrhunderts" (AT, ab 1.10.) wird der Malerstar REMBRANDT gefeiert werden (ab 9.12.).

Die aktuell noch laufenden Ausstellungen zu Van Gogh und der deutschen Zeichnung des 20. Jahrhunderts sind:

 

Welche Ausstellungen zeigt das Städel Museum 2020?

EN PASSANT. Impressionismus in Skulptur

Frankfurt | Städel: Impressionismus und Skulptur
Dauer: 19.3.2020–28.6.2020

Das Phänomen des Impressionismus fasziniert noch rund anderthalb Jahrhunderte nach seiner Entstehung weltweit. Im Gegensatz zur Malerei ist die im Umfeld des Impressionismus entstandene Skulptur allerdings ein kaum erforschtes Gebiet. Dabei entwickelten sich innerhalb weniger Jahrzehnte höchst unterschiedliche bildhauerische Konzepte, die Flüchtigkeit und Immaterialität erfassen wollten - paradigmatisches Beispiel hierfür ist das Werk von Auguste Rodin. Dies bedeutete einen Wendepunkt sowohl im Selbstverständnis der Bildhauer als auch in der Wahrnehmung einer Gattung, die Charles Baudelaire noch wenige Jahre zuvor als ungeeignet empfand, der Flüchtigkeit des modernen Lebens Ausdruck zu verleihen.

Die Frankfurter Ausstellung widmet sich der Kernfrage, was es bedeutet, die Charakteristika der impressionistischen Malerei und Grafik wie Licht, Farbe, Stimmung oder Bewegung in Materialien wie Stein, Bronze, Wachs oder Gips zu übersetzen. Kann es so etwas wie eine „impressionistische Skulptur“ per Definition überhaupt geben? Was genau macht diese aus? Und welche neuen Erkenntnisse entstehen im Dialog der Skulptur mit anderen Medien?

Im Mittelpunkt der Präsentation stehen fünf Künstler: Edgar Degas (1834–1917), Auguste Rodin (1840–1917), Medardo Rosso (1858–1928), Paolo Troubetzkoy (1866–1936) und Rembrandt Bugatti (1884–1916).

 

Zurück in die Gegenwart. Neue Perspektiven, neue Werke – dieSammlung von 1945 bis heute. Neupräsentation der Sammlung Gegenwartskunst

Dauer: ab dem 2.4.2020

Nahezu ein Jahrzehnt nach Eröffnung der Gartenhallen wird die Sammlung Gegenwartskunst im Städel Museum zum ersten Mal vollkommenneu präsentiert. Ausgehend vom zentralen Platz der Gartenhallen und beginnend mit Hauptwerken der jüngeren und jüngsten Zeitgenossenschaft fächert sich eine Geschichte der Kunst nach 1945 auf.

 

Städels Erbe. Meisterzeichnungen aus der Sammlung des Stifters

Dauer: 13.5.–16.8.2020 (Laufzeit unter Vorbehalt)

Der Frankfurter Kaufmann und Bankier Johann Friedrich Städel (1728–1816) hinterließ dem Städel Museum eine große Kunstsammlung, die neben Gemälden und Druckgrafiken auch über 4.600 Zeichnungen umfasste. Lange Zeit konnte nicht nachvollzogen werden, welche Zeichnungen des heutigen Museumsbestands ursprünglich aus seiner Sammlung stammen. Zur damaligen Zeit wurde kein vollständiges Verzeichnis angelegt und eine Vielzahl von Zeichnungen wurde im Zuge einer  Inventarisierung in den 1860er Jahren aussortiert und verkauft. Dem Städel Museum ist es nun gelungen, die Zeichnungssammlung des Stifters erstmals weitgehend zu rekonstruierenundrund 3.000 Werkenzu identifizieren, die bis heute im Museum erhalten sind.
 

Niederländische Zeichnungen des 18. Jahrhunderts (AT)

Dauer: 1.10.2020 bis 10.1.2021

Das Städel Museum verfügt mit annähernd 600 Blättern über eine der umfangreichsten und künstlerisch bedeutendsten Sammlungen niederländischer Zeichnungen des 18. Jahrhunderts außerhalb der Niederlande. Präsentiert werden 80 repräsentative Zeichnungen von heute kaum mehr bekannten, in ihrer Zeit aber oft sehr erfolgreichen Künstlern und auf hohem Niveau zeichnenden, kunstliebenden Amateuren. In der Ausstellung sind Entwürfe für großformatige Wand- und Deckendekorationen von Jacob de Wit, Buchillustrationen von Bernard Picart,niederländische Topografien von Cornelis Pronk, Paulus Constantijn la Fargue oder Hendrik Schepper, stimmungsvoll komponierte Landschaftszeichnungen von Jacob Cats, den Brüdern Jacob und Abraham van Strij oder von Franciscus Andreas Milatz, dekorative Blumen- und Früchtestillleben von Jan van Huysum und dessen zahlreichen Nachfolgern sowie Darstellungen exotischer Tiere von Aert Schouman oder satirische Genreszenen von Cornelis Troost und Jacobus Buys versammelt.

 

Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam

Frankfurt | Städel: Rembrandt
Dauer: 9.12.2020–5.4.2021

Einschließlich der Druckgrafiken besitzt das Städel Museum 35 Werke von Rembrandt van Rijn in seinen Sammlungen. Mit der „Blendung Simsons“ von 1636 nennt es ein Hauptwerk der 1630er Jahre sein Eigen. Im Anschluss an das Rembrandt-Jahr 2019 untersucht das Städel seine Werke aus neuer Perspektive.

In einer großen Ausstellung thematisiert das Städel Museum gemeinsam mit der National Gallery of Canada erstmals Rembrandts Aufstieg zu internationalem Ruhm in seinen Jahren in Amsterdam. Die Schau vereint den Städel-Bestand an Werken Rembrandts, darunter die „Blendung Simsons“ (1636), mit herausragenden Leihgaben internationaler Museen. Darüber hinaus tritt Rembrandts Kunst in einen unmittelbaren Dialog mit den Meisterwerken der älteren und jüngeren Künstler seiner Zeit, darunter Nicolas Eliasz. Pickenoy und Bartholomeus van der Helst oder die Rembrandt-Schüler Govaert Flinck und Ferdinand Bol.

 

 

Städel-Ausstellungen 2020: Bilder

  • Rembrandt, David spielt die Harfe vor Saul, um 1630–1631, Öl auf Eichenholz, 62 x 50,1 cm (Städel Museum, Inv.-Nr. 498)
  • Rembrandt, Die Blendung Simsons, 1636, Öl/Lw, 206 x 276 (Städel Museum, Inv.-Nr. 1383)